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Wedekind, Frank: Erdgeist. Paris; Leipzig, 1895.

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Schön (wendet sich um, nach einer Pause).
Superb!
Lulu (tritt näher).
Nun?
Schön.
Sie beschämen die kühnste Phantasie.
Lulu.
Wie gefall' ich Ihnen?
Schön.
Ein Bild, vor dem die Kunst verzweifeln muß.
Goll.
Finden Sie nicht auch?
Schön (zu Lulu).
Sie wissen nicht, was Sie thun.
Lulu.
Ich bin mir meiner vollkommen bewußt.
Schön.
Dann dürften Sie etwas besonnener sein.
Lulu.
Ich thue meine Schuldigkeit.
Schön.
Sie sind gepudert?
Schön (wendet ſich um, nach einer Pauſe).
Superb!
Lulu (tritt näher).
Nun?
Schön.
Sie beſchämen die kühnſte Phantaſie.
Lulu.
Wie gefall’ ich Ihnen?
Schön.
Ein Bild, vor dem die Kunſt verzweifeln muß.
Goll.
Finden Sie nicht auch?
Schön (zu Lulu).
Sie wiſſen nicht, was Sie thun.
Lulu.
Ich bin mir meiner vollkommen bewußt.
Schön.
Dann dürften Sie etwas beſonnener ſein.
Lulu.
Ich thue meine Schuldigkeit.
Schön.
Sie ſind gepudert?
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[23/0029] Schön (wendet ſich um, nach einer Pauſe). Superb! Lulu (tritt näher). Nun? Schön. Sie beſchämen die kühnſte Phantaſie. Lulu. Wie gefall’ ich Ihnen? Schön. Ein Bild, vor dem die Kunſt verzweifeln muß. Goll. Finden Sie nicht auch? Schön (zu Lulu). Sie wiſſen nicht, was Sie thun. Lulu. Ich bin mir meiner vollkommen bewußt. Schön. Dann dürften Sie etwas beſonnener ſein. Lulu. Ich thue meine Schuldigkeit. Schön. Sie ſind gepudert?

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Zitationshilfe: Wedekind, Frank: Erdgeist. Paris; Leipzig, 1895, S. 23. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/wedekind_erdgeist_1895/29>, abgerufen am 03.07.2020.