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Weigel, Valentin: Gnothi seauton. Nosce te ipsum. Erkenne dich selber O Mensch. Neustadt, 1618.

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Das Ander Büchlein.
Das Fünffte Capitel.
Das der Mensche mit seinem Wande/
vnd Leben/ Anfang vnd Ende/ thun vnnd lassen/

im Firmament liege/ wie ein Kind in Mutter
Leibe.

DJe Astronomi, wann sie den Menschen Figuram
Coeli
Erigiren/ nach der Geburts stunde/ das ist/
wenn sie einem ein Nativitet stellen/ so theilen sie
den gantzen Himmel in 12. Heuser/ vnnd schreiben mit die
Jnnern Gliedmassen alleine zu einem jeden Planeten/ son-
dern auch die Eussern Membra des Leibes den obgemelten
12. Häusern.

Dem Ersten Hause geben sie zu das Haupt mit dem An-
Dem 2. den Halß vnd die Gurgel. (gesicht.
Dem 3. die Achseln/ Arm vnd Hende.
Dem 4. die Brust vnd Lunge vnd Diaphragma.
Dem 5. den Magen/ die Leber/ das Hertz/ die Seit-
ten vnd den Rücken.
Dem 6. den vntern Bauch usq; ad pudenda, die Ge-
derme.
Dem 7. die theil vom Nabel an biß an die Arschbacken.
Dem 8. die Blase/ Percken vnd Geburts Glieder/
vnd die kalte Pisse.
Dem 9. die helffte der hufften/ mit einem Arschbacken.
Dem 10. die vntern hufften vnd die Knye.
Dem 11. die Schienbeyne biß auff die Knoden oder
Dem 12. Die Fusse. (Knorren.

Lieget also der gantze Mensche mit seinen Gliedern/
Ständen/ handtierungen vnd gewerben in den 12. Heusern
des Himmels/ wie auß den 2. Verzeichneten Figuren er-
sehen wird.

1. . hat
C ij
Das Ander Buͤchlein.
Das Fuͤnffte Capitel.
Das der Menſche mit ſeinem Wande/
vnd Leben/ Anfang vnd Ende/ thun vnnd laſſen/

im Firmament liege/ wie ein Kind in Mutter
Leibe.

DJe Aſtronomi, wann ſie den Menſchen Figuram
Cœli
Erigiren/ nach der Geburts ſtunde/ das iſt/
wenn ſie einem ein Nativitet ſtellen/ ſo theilen ſie
den gantzen Himmel in 12. Heuſer/ vnnd ſchreiben mit die
Jnnern Gliedmaſſen alleine zu einem jeden Planeten/ ſon-
dern auch die Euſſern Membra des Leibes den obgemelten
12. Haͤuſern.

Dem Erſten Hauſe geben ſie zu das Haupt mit dem An-
Dem 2. den Halß vnd die Gurgel. (geſicht.
Dem 3. die Achſeln/ Arm vnd Hende.
Dem 4. die Bruſt vnd Lunge vnd Diaphragma.
Dem 5. den Magen/ die Leber/ das Hertz/ die Seit-
ten vnd den Ruͤcken.
Dem 6. den vntern Bauch uſq; ad pudenda, die Ge-
derme.
Dem 7. die theil vom Nabel an biß an die Arſchbackẽ.
Dem 8. die Blaſe/ Percken vnd Geburts Glieder/
vnd die kalte Piſſe.
Dem 9. die helffte der hůfften/ mit einem Arſchbacken.
Dem 10. die vntern hůfften vnd die Knye.
Dem 11. die Schienbeyne biß auff die Knoden oder
Dem 12. Die Fůſſe. (Knorren.

Lieget alſo der gantze Menſche mit ſeinen Gliedern/
Staͤnden/ handtierungen vnd gewerben in den 12. Heuſern
des Himmels/ wie auß den 2. Verzeichneten Figuren er-
ſehen wird.

1. ♈. hat
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[12/0019] Das Ander Buͤchlein. Das Fuͤnffte Capitel. Das der Menſche mit ſeinem Wande/ vnd Leben/ Anfang vnd Ende/ thun vnnd laſſen/ im Firmament liege/ wie ein Kind in Mutter Leibe. DJe Aſtronomi, wann ſie den Menſchen Figuram Cœli Erigiren/ nach der Geburts ſtunde/ das iſt/ wenn ſie einem ein Nativitet ſtellen/ ſo theilen ſie den gantzen Himmel in 12. Heuſer/ vnnd ſchreiben mit die Jnnern Gliedmaſſen alleine zu einem jeden Planeten/ ſon- dern auch die Euſſern Membra des Leibes den obgemelten 12. Haͤuſern. Dem Erſten Hauſe geben ſie zu das Haupt mit dem An- Dem 2. den Halß vnd die Gurgel. (geſicht. Dem 3. die Achſeln/ Arm vnd Hende. Dem 4. die Bruſt vnd Lunge vnd Diaphragma. Dem 5. den Magen/ die Leber/ das Hertz/ die Seit- ten vnd den Ruͤcken. Dem 6. den vntern Bauch uſq; ad pudenda, die Ge- derme. Dem 7. die theil vom Nabel an biß an die Arſchbackẽ. Dem 8. die Blaſe/ Percken vnd Geburts Glieder/ vnd die kalte Piſſe. Dem 9. die helffte der hůfften/ mit einem Arſchbacken. Dem 10. die vntern hůfften vnd die Knye. Dem 11. die Schienbeyne biß auff die Knoden oder Dem 12. Die Fůſſe. (Knorren. Lieget alſo der gantze Menſche mit ſeinen Gliedern/ Staͤnden/ handtierungen vnd gewerben in den 12. Heuſern des Himmels/ wie auß den 2. Verzeichneten Figuren er- ſehen wird. 1. ♈. hat C ij

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Zitationshilfe: Weigel, Valentin: Gnothi seauton. Nosce te ipsum. Erkenne dich selber O Mensch. Neustadt, 1618, S. 12. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/weigel_gnothi02_1618/19>, abgerufen am 21.08.2019.