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Weise, Christian: Zittauisches Theatrum. Zittau, 1683.

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An statt des Vorredners kom-
men zwey Tenoristen.
I.
1. & 2. Ten.
SO scheinet heute neues Glücke/
Das Gestern wunder-günstig war:
Ach ja wir grüssen diese Blicke/
Und stellen uns zum Dancke dar.
1. Ten.
Sie lieben/ was nach Tugend schmecket/
2. Ten.

Und sehn/ was uns gelehrter macht.
1. Ten.

Weil dieses manchen Geist erwecket:
2. Ten.

So wirds nicht allerdings veracht.
1. Ten.

Wil sich die Kurtzweil untermischen/
2. Ten.

So bricht sie nicht die Erbarkeit.
1. Ten.
A a 4


An ſtatt des Vorredners kom-
men zwey Tenoriſten.
I.
1. & 2. Ten.
SO ſcheinet heute neues Gluͤcke/
Das Geſtern wunder-guͤnſtig war:
Ach ja wir gruͤſſen dieſe Blicke/
Und ſtellen uns zum Dancke dar.
1. Ten.
Sie lieben/ was nach Tugend ſchmecket/
2. Ten.

Und ſehn/ was uns gelehrter macht.
1. Ten.

Weil dieſes manchen Geiſt erwecket:
2. Ten.

So wirds nicht allerdings veracht.
1. Ten.

Wil ſich die Kurtzweil untermiſchen/
2. Ten.

So bricht ſie nicht die Erbarkeit.
1. Ten.
A a 4
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[[7]/0348] An ſtatt des Vorredners kom- men zwey Tenoriſten. I. 1. & 2. Ten. SO ſcheinet heute neues Gluͤcke/ Das Geſtern wunder-guͤnſtig war: Ach ja wir gruͤſſen dieſe Blicke/ Und ſtellen uns zum Dancke dar. 1. Ten. Sie lieben/ was nach Tugend ſchmecket/ 2. Ten. Und ſehn/ was uns gelehrter macht. 1. Ten. Weil dieſes manchen Geiſt erwecket: 2. Ten. So wirds nicht allerdings veracht. 1. Ten. Wil ſich die Kurtzweil untermiſchen/ 2. Ten. So bricht ſie nicht die Erbarkeit. 1. Ten. A a 4

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Zitationshilfe: Weise, Christian: Zittauisches Theatrum. Zittau, 1683, S. [7]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/weise_theatrum_1683/348>, abgerufen am 16.10.2019.