Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Weise, Christian: Zittauisches Theatrum. Zittau, 1683.

Bild:
<< vorherige Seite
Der Haupt-Rebelle
mehr wird es müssen ein reicher Herr seyn/ der
mich aus meiner Noth erlösen kan.

(Er agirt poßierlich mit der Krause und
geht ab.)


Dritter Handlung
Erster Aufftrit.
Carlo, Donato.
Carl. Es ist mir von Hertzen lieb/ daß jhr Excel-
len
tz gewilliget haben/ das Privilegium Caroli V.
zu übersenden/ und weil ein Eigenhändiger Brieff
darbey ist/ so wird sich das Volck um so viel desto
geschwinder besänfftigen lassen.

Don. Es ist ein wichtiges Werck. Das ver-
gangene kan nicht gebessert werden/ und die gegen-
wärtige Besserung scheinet dem Respecte jhrer Kö-
niglichen Majestät entgegen zulauffen.

Carl. Ihr Eminentz der Herr Ertz-Bischoff
werden diesen Vorschlag auf jhre Verantwortung
nehmen.

Bon. Der Staat dieses Reiches ist nicht an den
Ertz-Bischoff/ sondern an den Vice-Re gewiesen.

Carl. Doch im Fall der Noth ist ein jedweder
angenehm/ der sich mit einem guten Rathe hervor
thut.
Don.
Der Haupt-Rebelle
mehr wird es muͤſſen ein reicher Herr ſeyn/ der
mich aus meiner Noth erloͤſen kan.

(Er agirt poßierlich mit der Krauſe und
geht ab.)


Dritter Handlung
Erſter Aufftrit.
Carlo, Donato.
Carl. Es iſt mir von Hertzen lieb/ daß jhr Excel-
len
tz gewilliget haben/ das Privilegium Caroli V.
zu uͤberſenden/ und weil ein Eigenhaͤndiger Brieff
darbey iſt/ ſo wird ſich das Volck um ſo viel deſto
geſchwinder beſaͤnfftigen laſſen.

Don. Es iſt ein wichtiges Werck. Das ver-
gangene kan nicht gebeſſert werden/ und die gegen-
waͤrtige Beſſerung ſcheinet dem Reſpecte jhrer Koͤ-
niglichen Majeſtaͤt entgegen zulauffen.

Carl. Ihr Eminentz der Herr Ertz-Biſchoff
werden dieſen Vorſchlag auf jhre Verantwortung
nehmen.

Bon. Der Staat dieſes Reiches iſt nicht an den
Ertz-Biſchoff/ ſondern an den Vice-Re gewieſen.

Carl. Doch im Fall der Noth iſt ein jedweder
angenehm/ der ſich mit einem guten Rathe hervor
thut.
Don.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <sp>
              <p><pb facs="#f0447" n="106"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Der Haupt-Rebelle</hi></fw><lb/>
mehr wird es mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en ein reicher Herr &#x017F;eyn/ der<lb/>
mich aus meiner Noth erlo&#x0364;&#x017F;en kan.</p><lb/>
              <stage>(<hi rendition="#fr">Er agirt poßierlich mit der Krau&#x017F;e und<lb/><hi rendition="#et">geht ab.)</hi></hi></stage>
            </sp>
          </div>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b"><hi rendition="#in">D</hi>ritter <hi rendition="#in">H</hi>andlung</hi> </head><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">Er&#x017F;ter Aufftrit.</hi> </head><lb/>
            <stage> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#aq">Carlo, Donato.</hi> </hi> </stage><lb/>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Carl.</hi> </speaker>
              <p>Es i&#x017F;t mir von Hertzen lieb/ daß jhr <hi rendition="#aq">Excel-<lb/>
len</hi>tz gewilliget haben/ das <hi rendition="#aq">Privilegium Caroli V.</hi><lb/>
zu u&#x0364;ber&#x017F;enden/ und weil ein Eigenha&#x0364;ndiger Brieff<lb/>
darbey i&#x017F;t/ &#x017F;o wird &#x017F;ich das Volck um &#x017F;o viel de&#x017F;to<lb/>
ge&#x017F;chwinder be&#x017F;a&#x0364;nfftigen la&#x017F;&#x017F;en.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Don.</hi> </speaker>
              <p>Es i&#x017F;t ein wichtiges Werck. Das ver-<lb/>
gangene kan nicht gebe&#x017F;&#x017F;ert werden/ und die gegen-<lb/>
wa&#x0364;rtige Be&#x017F;&#x017F;erung &#x017F;cheinet dem <hi rendition="#aq">Re&#x017F;pecte</hi> jhrer Ko&#x0364;-<lb/>
niglichen Maje&#x017F;ta&#x0364;t entgegen zulauffen.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Carl.</hi> </speaker>
              <p>Ihr <hi rendition="#aq">Eminen</hi>tz der Herr Ertz-Bi&#x017F;choff<lb/>
werden die&#x017F;en Vor&#x017F;chlag auf jhre Verantwortung<lb/>
nehmen.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Bon.</hi> </speaker>
              <p>Der Staat die&#x017F;es Reiches i&#x017F;t nicht an den<lb/>
Ertz-Bi&#x017F;choff/ &#x017F;ondern an den <hi rendition="#aq">Vice-Re</hi> gewie&#x017F;en.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Carl.</hi> </speaker>
              <p>Doch im Fall der Noth i&#x017F;t ein jedweder<lb/>
angenehm/ der &#x017F;ich mit einem guten Rathe hervor<lb/>
thut.</p>
            </sp><lb/>
            <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#aq">Don.</hi> </fw><lb/>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[106/0447] Der Haupt-Rebelle mehr wird es muͤſſen ein reicher Herr ſeyn/ der mich aus meiner Noth erloͤſen kan. (Er agirt poßierlich mit der Krauſe und geht ab.) Dritter Handlung Erſter Aufftrit. Carlo, Donato. Carl. Es iſt mir von Hertzen lieb/ daß jhr Excel- lentz gewilliget haben/ das Privilegium Caroli V. zu uͤberſenden/ und weil ein Eigenhaͤndiger Brieff darbey iſt/ ſo wird ſich das Volck um ſo viel deſto geſchwinder beſaͤnfftigen laſſen. Don. Es iſt ein wichtiges Werck. Das ver- gangene kan nicht gebeſſert werden/ und die gegen- waͤrtige Beſſerung ſcheinet dem Reſpecte jhrer Koͤ- niglichen Majeſtaͤt entgegen zulauffen. Carl. Ihr Eminentz der Herr Ertz-Biſchoff werden dieſen Vorſchlag auf jhre Verantwortung nehmen. Bon. Der Staat dieſes Reiches iſt nicht an den Ertz-Biſchoff/ ſondern an den Vice-Re gewieſen. Carl. Doch im Fall der Noth iſt ein jedweder angenehm/ der ſich mit einem guten Rathe hervor thut. Don.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/weise_theatrum_1683
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/weise_theatrum_1683/447
Zitationshilfe: Weise, Christian: Zittauisches Theatrum. Zittau, 1683, S. 106. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/weise_theatrum_1683/447>, abgerufen am 15.10.2019.