Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Wolff, Christian von: Der Anfangs-Gründe Aller Mathematischen Wiessenschaften. Bd. 3. Halle (Saale), 1710.

Bild:
<< vorherige Seite
Anfangs-Gründe
Die 17. Erklährung.

326. Cassini hat zu verschiedenen ma-
len in der zwey Flecken observiret
(O-
zanam Cours de Mathem. Tom. 5. Trait.
de Geogr. part. 1. c. 3. p.
84. 85.). Eben so
hat er
A. 1666. den 3. Martii zu Bononien
im vier dunckele Flecken durch ein Fern-
Glaß von 161/2 Schuhe; und den
24
Febr. zwey andere viel grössere gesehen/
welche letzteren zu eben der Zeit
Cam-
pani
zu Rom durch ein Fern-Glaß von
35 Schuhen entdecket. Er hat auch

A. 1665 in dem Jupiter zwey Flecken; A 1690
zwey andere kleinere; und A. 1691 noch
zwey andere weisse wahrgenommen.
Jn dem aber/ welcher der Sonne sehr
nahe ist/ hat man wegen seines hellen
Lichtes/ und in dem B wegen seiner all-
zugrossen Weite von der Erde noch kei-
nen Flecken entdecken können
(Ozanam
l. c. p.
83. 84). Jn dem sahe Hugenius
(System. Satur. p. 7) A.
1656 einen brei-
ten dunckelen Streifen/ der mitten
durchgieng und bey nahe den dritten
Theil des Diameters durchgehends
breit war. Sonst trift man bestän-
dig in dem Jupiter Streiffen an/ wie
wol nicht immer auf einerley Art. Denn
zu weilen ist nur einer/ zu weilen sind
drey und mehrere/ insgemein zwey: auch

wer-
Anfangs-Gruͤnde
Die 17. Erklaͤhrung.

326. Caſſini hat zu verſchiedenen ma-
len in der ♀ zwey Flecken obſerviret
(O-
zanam Cours de Mathem. Tom. 5. Trait.
de Geogr. part. 1. c. 3. p.
84. 85.). Eben ſo
hat er
A. 1666. den 3. Martii zu Bononien
im ♂ vier dunckele Flecken durch ein Fern-
Glaß von 16½ Schuhe; und den
24
Febr. zwey andere viel groͤſſere geſehen/
welche letzteren zu eben der Zeit
Cam-
pani
zu Rom durch ein Fern-Glaß von
35 Schuhen entdecket. Er hat auch

A. 1665 in dem ♃ zwey Flecken; A 1690
zwey andere kleinere; und A. 1691 noch
zwey andere weiſſe wahrgenommen.
Jn dem ☿ aber/ welcher der Sonne ſehr
nahe iſt/ hat man wegen ſeines hellen
Lichtes/ und in dem Б wegen ſeiner all-
zugroſſen Weite von der Erde noch kei-
nen Flecken entdecken koͤnnen
(Ozanam
l. c. p.
83. 84). Jn dem ♂ ſahe Hugenius
(Syſtem. Satur. p. 7) A.
1656 einen brei-
ten dunckelen Streifen/ der mitten
durchgieng und bey nahe den dritten
Theil des Diameters durchgehends
breit war. Sonſt trift man beſtaͤn-
dig in dem Jupiter Streiffen an/ wie
wol nicht immer auf einerley Art. Denn
zu weilen iſt nur einer/ zu weilen ſind
drey und mehrere/ insgemein zwey: auch

wer-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <pb facs="#f0336" n="312"/>
          <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Anfangs-Gru&#x0364;nde</hi> </fw><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">Die 17. Erkla&#x0364;hrung.</hi> </head><lb/>
            <p>326. <hi rendition="#aq">Ca&#x017F;&#x017F;ini</hi> <hi rendition="#fr">hat zu ver&#x017F;chiedenen ma-<lb/>
len in der &#x2640; zwey Flecken ob&#x017F;erviret</hi> (<hi rendition="#aq">O-<lb/>
zanam Cours de Mathem. Tom. 5. Trait.<lb/>
de Geogr. part. 1. c. 3. p.</hi> 84. 85.). <hi rendition="#fr">Eben &#x017F;o<lb/>
hat er</hi> <hi rendition="#aq">A.</hi> 1666. <hi rendition="#fr">den</hi> 3. <hi rendition="#aq">Martii</hi> <hi rendition="#fr">zu Bononien<lb/>
im &#x2642; vier dunckele Flecken durch ein Fern-<lb/>
Glaß von 16½ Schuhe; und den</hi> 24<lb/><hi rendition="#aq">Febr.</hi> <hi rendition="#fr">zwey andere viel gro&#x0364;&#x017F;&#x017F;ere ge&#x017F;ehen/<lb/>
welche letzteren zu eben der Zeit</hi> <hi rendition="#aq">Cam-<lb/>
pani</hi> <hi rendition="#fr">zu Rom durch ein Fern-Glaß von<lb/>
35 Schuhen entdecket. Er hat auch</hi><lb/><hi rendition="#aq">A.</hi> 1665 <hi rendition="#fr">in dem &#x2643; zwey Flecken;</hi> <hi rendition="#aq">A</hi> 1690<lb/><hi rendition="#fr">zwey andere kleinere; und</hi> <hi rendition="#aq">A.</hi> 1691 <hi rendition="#fr">noch<lb/>
zwey andere wei&#x017F;&#x017F;e wahrgenommen.<lb/>
Jn dem &#x263F; aber/ welcher der Sonne &#x017F;ehr<lb/>
nahe i&#x017F;t/ hat man wegen &#x017F;eines hellen<lb/>
Lichtes/ und in dem &#x0411; wegen &#x017F;einer all-<lb/>
zugro&#x017F;&#x017F;en Weite von der Erde noch kei-<lb/>
nen Flecken entdecken ko&#x0364;nnen</hi> (<hi rendition="#aq">Ozanam<lb/>
l. c. p.</hi> 83. 84). <hi rendition="#fr">Jn dem &#x2642; &#x017F;ahe</hi> <hi rendition="#aq">Hugenius<lb/>
(Sy&#x017F;tem. Satur. p. 7) A.</hi> 1656 <hi rendition="#fr">einen brei-<lb/>
ten dunckelen Streifen/ der mitten<lb/>
durchgieng und bey nahe den dritten<lb/>
Theil des Diameters durchgehends<lb/>
breit war. Son&#x017F;t trift man be&#x017F;ta&#x0364;n-<lb/>
dig in dem Jupiter Streiffen an/ wie<lb/>
wol nicht immer auf einerley Art. Denn<lb/>
zu weilen i&#x017F;t nur einer/ zu weilen &#x017F;ind<lb/>
drey und mehrere/ insgemein zwey: auch</hi><lb/>
<fw place="bottom" type="catch"><hi rendition="#fr">wer-</hi></fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[312/0336] Anfangs-Gruͤnde Die 17. Erklaͤhrung. 326. Caſſini hat zu verſchiedenen ma- len in der ♀ zwey Flecken obſerviret (O- zanam Cours de Mathem. Tom. 5. Trait. de Geogr. part. 1. c. 3. p. 84. 85.). Eben ſo hat er A. 1666. den 3. Martii zu Bononien im ♂ vier dunckele Flecken durch ein Fern- Glaß von 16½ Schuhe; und den 24 Febr. zwey andere viel groͤſſere geſehen/ welche letzteren zu eben der Zeit Cam- pani zu Rom durch ein Fern-Glaß von 35 Schuhen entdecket. Er hat auch A. 1665 in dem ♃ zwey Flecken; A 1690 zwey andere kleinere; und A. 1691 noch zwey andere weiſſe wahrgenommen. Jn dem ☿ aber/ welcher der Sonne ſehr nahe iſt/ hat man wegen ſeines hellen Lichtes/ und in dem Б wegen ſeiner all- zugroſſen Weite von der Erde noch kei- nen Flecken entdecken koͤnnen (Ozanam l. c. p. 83. 84). Jn dem ♂ ſahe Hugenius (Syſtem. Satur. p. 7) A. 1656 einen brei- ten dunckelen Streifen/ der mitten durchgieng und bey nahe den dritten Theil des Diameters durchgehends breit war. Sonſt trift man beſtaͤn- dig in dem Jupiter Streiffen an/ wie wol nicht immer auf einerley Art. Denn zu weilen iſt nur einer/ zu weilen ſind drey und mehrere/ insgemein zwey: auch wer-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/wolff_anfangsgruende03_1710
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/wolff_anfangsgruende03_1710/336
Zitationshilfe: Wolff, Christian von: Der Anfangs-Gründe Aller Mathematischen Wiessenschaften. Bd. 3. Halle (Saale), 1710. , S. 312. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/wolff_anfangsgruende03_1710/336>, abgerufen am 19.10.2019.