Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Zeiller, Martin: Centvria III. Variarvm Quæstionvm. Bd. 3. Ulm, 1659.

Bild:
<< vorherige Seite

Die XIII. Frag.
hirt in Mähren/ noch vor Außgang eines Jahrs/
fünff ledige Weibspersonen geschwängert/ und
ieder/ ohne Vorwissen seines Vattern/ die Ehe
versprochen; welchen man etliche Wochen ge-
fänglich gehalten/ hernach mit Rueten ausgestri-
chen/ und des Landgerichts verwiesen hat. Sihe/
was von Eheverlöbnußen/ im I. Hnndert/ und da-
selbst in der 27. Frag/ einkommen ist.

Die XIII. Frag.
Welche Ehen seyn verbotten/
und welche seyn zu-
gelaßen?

DEr bey der Nächsten Frag
angezogene D. Felix Bidembach/ im
Tractat von Ehesachen/ cap. 3. han-
delt/ durch vil Fragen/ gar weitläuffig hievon/
deren kurtzer Jnhalt dieser ist: Es soll/ und mag/
krafft des Göttlichen Gesatzes/ im 3. Buch Mo-
sis/ Cap. 18. und 20. der Mann nicht zum Weib
nemmen 1. seine Mutter. 2. seine Tochter. 3. die
Stieffmutter. 4. die Stiefftochter. 5. 6. die Schwe-
ster von einem/ oder zweyen Banden. 7. 8. des
Sohns/ oder der Tochter Tochter. 9. die Ahna/
oder Ahnfrau. 10. 11. des Vatters/ oder Mut-
ter Schwester. 12. 13. des Bruders/ oder Schwe-
ster Tochter. 14. 15. des Vatters/ oder Mutter
Bruders Weib. 16. 17. des Weibs Bruders/

oder
D v

Die XIII. Frag.
hirt in Maͤhren/ noch vor Außgang eines Jahrs/
fuͤnff ledige Weibsperſonen geſchwaͤngert/ und
ieder/ ohne Vorwiſſen ſeines Vattern/ die Ehe
verſprochen; welchen man etliche Wochen ge-
faͤnglich gehalten/ hernach mit Rueten ausgeſtri-
chen/ und des Landgerichts verwieſen hat. Sihe/
was von Eheverloͤbnußen/ im I. Hnndert/ und da-
ſelbſt in der 27. Frag/ einkommen iſt.

Die XIII. Frag.
Welche Ehen ſeyn verbotten/
und welche ſeyn zu-
gelaßen?

DEr bey der Naͤchſten Frag
angezogene D. Felix Bidembach/ im
Tractat von Eheſachen/ cap. 3. han-
delt/ durch vil Fragen/ gar weitlaͤuffig hievon/
deren kurtzer Jnhalt dieſer iſt: Es ſoll/ und mag/
krafft des Goͤttlichen Geſatzes/ im 3. Buch Mo-
ſis/ Cap. 18. und 20. der Mann nicht zum Weib
nemmen 1. ſeine Mutter. 2. ſeine Tochter. 3. die
Stieffmutter. 4. die Stiefftochter. 5. 6. die Schwe-
ſter von einem/ oder zweyen Banden. 7. 8. des
Sohns/ oder der Tochter Tochter. 9. die Ahna/
oder Ahnfrau. 10. 11. des Vatters/ oder Mut-
ter Schweſter. 12. 13. des Bruders/ oder Schwe-
ſter Tochter. 14. 15. des Vatters/ oder Mutter
Bruders Weib. 16. 17. des Weibs Bruders/

oder
D v
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0081" n="57"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Die <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">XIII.</hi></hi> Frag.</hi></fw><lb/>
hirt in Ma&#x0364;hren/ noch vor Außgang eines Jahrs/<lb/>
fu&#x0364;nff ledige Weibsper&#x017F;onen ge&#x017F;chwa&#x0364;ngert/ und<lb/>
ieder/ ohne Vorwi&#x017F;&#x017F;en &#x017F;eines Vattern/ die Ehe<lb/>
ver&#x017F;prochen; welchen man etliche Wochen ge-<lb/>
fa&#x0364;nglich gehalten/ hernach mit Rueten ausge&#x017F;tri-<lb/>
chen/ und des Landgerichts verwie&#x017F;en hat. Sihe/<lb/>
was von Eheverlo&#x0364;bnußen/ im <hi rendition="#aq">I.</hi> Hnndert/ und da-<lb/>
&#x017F;elb&#x017F;t in der 27. Frag/ einkommen i&#x017F;t.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Die <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">XIII.</hi></hi> Frag.</hi><lb/> <hi rendition="#fr">Welche Ehen &#x017F;eyn verbotten/<lb/>
und welche &#x017F;eyn zu-<lb/>
gelaßen?</hi> </head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">D</hi><hi rendition="#b">Er bey der Na&#x0364;ch&#x017F;ten Frag</hi><lb/>
angezogene <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">D.</hi></hi> Felix Bidembach/ im<lb/>
Tractat von Ehe&#x017F;achen/ <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">cap.</hi></hi> 3. han-<lb/>
delt/ durch vil Fragen/ gar weitla&#x0364;uffig hievon/<lb/>
deren kurtzer Jnhalt die&#x017F;er i&#x017F;t: Es &#x017F;oll/ und mag/<lb/>
krafft des Go&#x0364;ttlichen Ge&#x017F;atzes/ im 3. Buch Mo-<lb/>
&#x017F;is/ Cap. 18. und 20. der Mann nicht zum Weib<lb/>
nemmen 1. &#x017F;eine Mutter. 2. &#x017F;eine Tochter. 3. die<lb/>
Stieffmutter. 4. die Stiefftochter. 5. 6. die Schwe-<lb/>
&#x017F;ter von einem/ oder zweyen Banden. 7. 8. des<lb/>
Sohns/ oder der Tochter Tochter. 9. die Ahna/<lb/>
oder Ahnfrau. 10. 11. des Vatters/ oder Mut-<lb/>
ter Schwe&#x017F;ter. 12. 13. des Bruders/ oder Schwe-<lb/>
&#x017F;ter Tochter. 14. 15. des Vatters/ oder Mutter<lb/>
Bruders Weib. 16. 17. des Weibs Bruders/<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">D v</fw><fw place="bottom" type="catch">oder</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[57/0081] Die XIII. Frag. hirt in Maͤhren/ noch vor Außgang eines Jahrs/ fuͤnff ledige Weibsperſonen geſchwaͤngert/ und ieder/ ohne Vorwiſſen ſeines Vattern/ die Ehe verſprochen; welchen man etliche Wochen ge- faͤnglich gehalten/ hernach mit Rueten ausgeſtri- chen/ und des Landgerichts verwieſen hat. Sihe/ was von Eheverloͤbnußen/ im I. Hnndert/ und da- ſelbſt in der 27. Frag/ einkommen iſt. Die XIII. Frag. Welche Ehen ſeyn verbotten/ und welche ſeyn zu- gelaßen? DEr bey der Naͤchſten Frag angezogene D. Felix Bidembach/ im Tractat von Eheſachen/ cap. 3. han- delt/ durch vil Fragen/ gar weitlaͤuffig hievon/ deren kurtzer Jnhalt dieſer iſt: Es ſoll/ und mag/ krafft des Goͤttlichen Geſatzes/ im 3. Buch Mo- ſis/ Cap. 18. und 20. der Mann nicht zum Weib nemmen 1. ſeine Mutter. 2. ſeine Tochter. 3. die Stieffmutter. 4. die Stiefftochter. 5. 6. die Schwe- ſter von einem/ oder zweyen Banden. 7. 8. des Sohns/ oder der Tochter Tochter. 9. die Ahna/ oder Ahnfrau. 10. 11. des Vatters/ oder Mut- ter Schweſter. 12. 13. des Bruders/ oder Schwe- ſter Tochter. 14. 15. des Vatters/ oder Mutter Bruders Weib. 16. 17. des Weibs Bruders/ oder D v

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria03_1659
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria03_1659/81
Zitationshilfe: Zeiller, Martin: Centvria III. Variarvm Quæstionvm. Bd. 3. Ulm, 1659, S. 57. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria03_1659/81>, abgerufen am 22.08.2019.