[0301]
Beilage zu Nr. 60 der Neuen Rhein. Zeitg.
Sonntag 30. Juli 1848
[Spaltenumbruch]
Uebersicht.
Deutschland. Köln. (Gesetzentwurf über die Zwangsanleihe. [Schluß]. ‒ Gesetzentwurf über die Aufhebung der Feudallasten). Crefeld. (Fabrikanten und Arbeiter). Bielefeld. (Ordre pariren). Frankfurt. (National-Versammlung). Berlin. (Preußen und Deutschland. Eichler. Preußenverein. ‒ Die Konstabler. ‒ Der 6. August. ‒ Konferenz über die Kriminal-Ordnung. ‒ Monecke. ‒ Erste Heldenthat der Konstabler. ‒ Abbrechen der Unterhandlungen mit Dänemark). Breslau. (Polizeiaufsicht). Kassel. (Die Machinationen der Aristokraten und Konstitutionellen gegen die Demokraten). Wien. (Reichstag. ‒ Graf Leo Thun. Graf Brandis).
Ungarn. Wien. (Vom Kriegsschauplatz). Pesth. (Adreßdebatten).
Polen. Tarnow. (Altes Polizeiwesen).
Italien. Mailand. (Garibaldis Auftrag). Genua. (Volksdemonstration).
Turin. (Deputirtenkammer. Vom Kriegsschauplatz). Rom. (Verwendung der Geschenke des Sultans. ‒ Stimmung der Gemüther gegen den Papst. Der „Contemporaneo“. ‒ Protest des Papstes gegen die Intervention der Oesterreicher). Messina. (Die sizilische Hülfsschaar in Calabrien).
Französische Republik. Paris. (Die Gefangenen. ‒ Duvins Clubgesetz. ‒ Die Anleihen. ‒ Amnestieprojekt. Thiers und Proudhon. ‒ Sitzung der National-Versammlung. ‒ Vermischtes).
Holland. (Beschluß der Regierung wegen Limburg).
Rußland. Petersburg. (Cholera).
Donau-Fürstenthümer. Cronstadt. (Die Russen in Bucharest. Herstellung des alten Zustandes).
Großbritannien. London. (Revolution in Süd-Irland).
Amerika. New-York. (Wahlen der Präsidentschaftskandidaten).
Nachtrag. Schleswig-Holstein. (General Wrangel in Jütland eingerückt).
[Italien]
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[Fortsetzung] von Todten und namenlich von Gefangenen in die Festung zurückziehen.
Birio's Gesetzvorschlag über ewige Ausweisung der Jesuiten und der ihnen verbündeten Orden ist nach langer interessanter Debatte mit einigen Abänderungen angenommen worden. Darin ist auch die Einziehung aller den Jesuiten und ihren Affiliirten gehörenden Güter und Besitzungen durch den Staat ausgesprochen. Die Entscheidung über einige Orden ist noch aufgeschoben, indem über ihre Statuten, ihr Wirken etc. noch genauerer Nachweis geliefert werden soll. Das ganze Gesetz erhielt bei der (geheimen) Schlußabstimmung 109 weiße gegen 24 schwarze Kugeln. ‒ Das Gesetz über die Vereinigung der Stadt und Provinz Venedig mit Piemont wurde gestern in der Deputirtenkammer mit 134 gegen 1 Stimme angenommen. Die Bedingungen sind dieselben wie in dem Vereinigungsgesetz, betreffend die Lombardei. ‒ Ein abermaliger Angriff der Oestreicher gegen das Stilfser Joch ist nach einem zwölfstündigen Kampfe den 17. d. zurückgeschlagen worden. Aus Mailand erhielten wir heute den offiziellen Bericht der provisorischen Regierung über den bei Governolo gegen die Oestreicher gewonnenen Sieg.
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Edition: [Friedrich Engels: Italien. 30. Juli 1848. In: MEGA2 I/7. S. 441.]
[ * ] Rom, 17. Juli.
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Edition: [Friedrich Engels: Italien. 30. Juli 1848. In: MEGA2 I/7. S. 441.]
[ 16 ] Rom, 19. Juli.
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Edition: [Friedrich Engels: Italien. 30. Juli 1848. In: MEGA2 I/7. S. 441.]
[ * ] Messina, 12. Juli.
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Holland.
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@facs0301
Das in Mastricht erscheinende Journal Duché de Limbourg will aus glaubwürdiger Quelle wissen, daß die Regierung fest entschlossen sei, nicht einen Zoll Land von Limbrug andrs, als durch die Gewalt der Waffen abzutreten.
[(Amst.Han.)]
Rußland
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Petersburg, 21. Juli.
Zum 18.Juli waren hier 3710 Cholerakranke in Behandlung verblieben; im Verlaufe dieses Tages kamen hinzu 342, genasen 206 und starben 210 (darunter 107 in den Wohnungen.) Zum 19.Juli verblieben in Behandlung 3636 Kranke. In Moskau waren zum 13. Juli in Behandlung verblieben 2523 Cholerakranke; im Verlaufe dieses Tages kamen hinzu, 314, genesen 116 und starben 127. Zum 14. Juli verblieben 2594 in Behandlung. Unter dem Militär waren zum 13. Juli 109 Cholerakranke in Behandlung verblieben, im Verlaufe dieses Tages kamen hinzu 15, es genasen 8 und starben 7. Zum 14. Juli verblieben 109 in Behandlung.
[(P. St. A. )]
Donaufürstenthümer.
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[ * ] Kronstadt, 15. Juli.
Wie bekannt, hält sich Bibesco seit seiner gezwungenen Abdankung in hiesiger Stadt auf. Vorgestern nun gingen ihm aus Bucharest mittels eines Kouriers Nachrichten zu in denen es heißt, daß dort die Russen am 12. Juli ohne Widerstand eingerückt seien, daß die noch in der Walachei befindlichen Mitglieder des alten Ministeriums unter dem Schutz der russischen Knute und Bajonete wieder das Ruder ergriffen und daß also mit einem Wort die „Ordnung“ in Bucharest herschte. Bibesco ist zugleich zur Rückkehr dringend eingeladen worden; er selbst scheint es aber vorder Hand nicht dringend zu haben. Viele Personen, die an der Bewegung Theil genommen, flüchten sich hierher, während sie sich unterwegs mit denen begegnen, die als Feinde der Revolution kürzlich hierhergekommen, jetzt bei dem Umschwung der Dinge zurückkehren.
Großbritannien.
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[ * ] Die eben eintreffende englische Post bringt folgende wichtige Nachricht.
London, 27. Juni.
Telegraphische Depesche von
Liverpool, Donnerstag, 27. Juli. 10 Uhr Morgens.
Der ganze Süden von Irland ist in offner Rebellion.
Die Schienen sind in Thurles mehrere Meilen weit aufgerissen, der Bahnhof ist in Flammen, das Volk legt Beschlag auf jede ankommende Lokomotive.
In Clonmel schlug man sich furchtbar. Das Volk zog in Massen herzu. Die Dubliner Partheichefs sind in Clonmel. Die Truppen wurden bald überwältigt, viele weigerten sich zu feuern.
Die Soldaten in Carrick zeigten sich ebenfalls schwankend; sie wurden zurückgetrieben und ihre Kasernen in Brand gesteckt.
In Kilkenny dauert der Kampf fort, und auch hier soll das Volk siegreich sein.
Keine Nachrichten von Cork oder Waterford.
[(Dublin Evening Post.)]
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[ * ] London, 27. Juli. 5 Uhr Nachmittags.
In Liverpool und Manchester große Aufregung. London ist vollkommen ruhig.
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Konsols, 27. Juli. 23/4 Uhr.
85 5/8 à 7/8 für Rechnung.
Französische Republik.
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[ 16 ] Paris, 28. Juli.
Die Zahl der verhafteten Insurgentinnen steigt bereits auf 488. Im St. Antoineviertel arretirte man gestern noch 43, weil sie Barrikaden bauen geholfen und den Blousenmännern Patronen zugetragen hatten. Rue de Seine ward ein Mädchen denunzirt, welches auf einem Balle sich etwas laut ihres rothen Seidenshawls gerühmt, der als Barrikadenfahne gedient hatte und von vielen Kugeln durchbohrt war; die Polizei fand in ihrem Zimmer einen Ebenisten der Nationalwerkstätten und arretirte ihn und einen Schuhmacher daneben, der Waffen besaß; das Mädchen lag im Hospital, doch streckte sich der Arm der Rache bis zu ihrem Bette aus und legte Beschlag auf sie. Zwei junge Markedenterinnen dagegen haben das Ehrenkreuz erhalten. Ueberhaupt wird jetzt viel dekorirt, obschon die Mehrzahl der Obersten der Nationalgarde dem General Cavaignac ausdrücklich das Skandalöse einer solchen Auszeichnung nach einem Bürgerkrieg vorgestellt hatten; er befiehlt jetzt in jeder Legion die Würdigsten der Junikämpfer ihm zu nennen, auf daß er sie bekreuze. ‒ Man petitionirt einige Tausende in neue Strafregimenter zu stecken und gegen die Kabylen und Araber zu verwenden; das sei ja minder kostspielig als Kolonien daselbst anlegen! ‒ Die Sterblichkeit der Verwundeten ist jetzt sehr stark wegen der Hitze, und weil es in die vierte Woche geht, welche immer gefährlich ist; die blessirten Insurgenten transportirt man von allen Seiten nach dem St. Lazargefängniß und Spital, um sie mit Bequemlichkeit zu inquiriren. Das Repräsentantenhaus hat jetzt wieder mit Ruhm sich bedeckt und mit ungeheurer Majorität dem weiblichen Geschlechte sogar die Anwesenheit in den Klubs verboten, ebenso den Minderjährigen. „Zu bemerken war der giftig sprudelnde Eifer des Advokaten Dubin und des protestantischen Pfarrers Cocquerrel, welche beide eine spezielle Thätigkeit bei Fabrizirung des neuen Klub- (richtiger Anti-Klub.) Gesetzes entwickelt haben; Herr Dupin hält wenig von Eva's Töchtern, denen er es nicht verzeiht das Ehescheidungsgesetz seit Februar gewünscht und in mehreren Klubs diskutirt zu haben (sagt der „Conciliateur“); er ist rachsüchtig wie ein fanatischer Hohepriester der Themis, der blinden Göttin, die immerdar wägt und nie sieht was man ihr zu wägen gibt; er zittert das moderne Weib der Republik möge die elenden Paragraphen des Code abschütteln, die wie endlose Kettenglieder es umstrickt halten und zum Spielzeug oder zur Waare machen. Herr Dupin ist ein würdiger Statthalter des Meisters.“ Uebrigens wurde das Gesetz gegen die Klubs so despotisch, daß sogar Herr Dufaure sich auflehnte. ‒ In der hohen Finanzregion herrscht Freude über die neue Anleihe zu fast 8 Prozent und 75 Frs., wobei Rothschild die schon unter Louis Philipp vorgeschossenen Summen der letzten Anleihe sich ingeniöser Weise anschreiben läßt, obschon er sie durch Nichterfüllung verwirkt hätte. „La Concorde,“ ein lebensheiteres frisch gezeugtes Banquierjournal, ermuntert in wohlhäbigem Tone die Regierung, auf diesem „einzig vernünftigen vor Staatsbankrutt und dem damit gleichbedeutenden Emittiren von Papiergeld schützenden Wege“ fortzuwandeln. „Kredit, ruft es, Kredit! ja, das ist die Pulsader aller hochcivilisirten Staaten und wie vor der grausen Gewitterwolke des sozialistischen Barbarenthums sich das Circulationsmittel in gerechtem Abscheu zurückzog, gerade so wird es jetzt zutrauensvoll und brüderlich (!) sich durch die Glieder des Ganzen vertheilen u. s. w. “ Letzteres ist noch zu bezweifeln; die Münzmaschine arbeitet Tag und Nacht in Gold und Silber,aber„der Pöbel“ kriegt davon nichts zu sehen. ‒ Cabet hat, wie es scheint, Cavaignac geschrieben ihn und seine Anhänger endlich auf Staatsschiffen nach Tyras zu schaffen, ist aber bis jetzt noch ohne Antwort.
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@facs0301
[ 12 ] Paris, 27. Juli.
Im Theater wird jetzt überall, in Paris wie in den Provinzen, die Demokratie lächerlich dargestellt; in Lyon führt man sie als Gespenst auf, und Louis Blanc wird hier im Palaisroyaltheater mit einem Maikäfer verglichen, der ein Atelier für alle trägen Maikäfer angelegt, wobei das Bravo- und Bisrufen kein Ende nimmt. Die Anspielungen auf den Frauenklub wurden jubelnd beklatscht von denselben blankgewichsten Pomaderittern die ihn durch pöbelhaftes Lärmen und Zischen einst dreimal gesprengt, und die hinausgehenden Frauen, die über die Situation der Proletarierinnen zu diskutiren angefangen hatten, mit einem Zoten-Liede auf offnem Boulevard verfolgten das kein „Juniräuber“ gesungen haben würde. Diese neue Jeunesse dorée mag freilich froh sein nach dem letzten Siege, denn jene elftausend Blousen, die am Vorabend bei Fackelschein vor dem Pantheon Reden hielten, sprachen den allgemeinen Volkshaß gegen die faulenzenden Stutzer der Boulevard sehr deutlich aus. Notabene, Marschall Bugeaud, der in der Revue des Deux Mondes gegen den Kommunismus schreibt, wird wohl nächstens in die Kammer gewählt werden, und Emil Girardin desgleichen. Sogar der unverschämte Granier de Cassagnac, der gascogner Possenreißer Guizots und Exredakteur des „Globe“ und der „Epoche“ hat Aussichten Repräsentant zu werden. ‒ Die Bourgeois lassen jetzt in allen Stadttheilen Gratisvorlesungen abhalten „über die Meisterwerke der französischen Literatur;“ ein Gegenmittelchen gegen sonstige Abendunterhaltungen. Victor Hugo pries auch das Schauspiel als ein treffliches Gegengift; worauf Flocon einwarf: „Ja wohl, aber man muß zuerst satt zu essen haben.“ Aber da die Repräsentanten 25 Frs. zum täglichen Sattessen bekommen, erregte die Einwendung gar keine Sensation.
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Paris.
Ein Dekret der Exekutivgewalt löst die von Schoelcher präsidirte Kommission der Sklavendienstabschaffung auf, weil sie ihre Arbeiten beendet. Diese Arbeiten bestanden in letzter Zeit in der Begutachtung beider Fragen: a) Wie können in den Kolonien Sparkassen angelegt? b) Auf welche Weise am besten Europäer mit den befreiten Sklaven vermischt werden?
‒ Ein Dekret setzt eine General-Thierschau von ganz Frankreich, an dem Mittwoch der Osterwoche alljährlich in Poissy, fest.
‒ Bixio, der jüngst gewählte Vicepräsident der Nationalversammlung hat seine Entlassung eingereicht, weil sich bei einer anderen Gelegenheit herausstellte, daß alle Beschlüsse der Nationalversammlung, in öffentlicher Sitzung oder in den Bureaus, null und nichtig seien, wenn keine 500 Glieder gegenwärtig, d. h. an der Abstimmung Theil nehmen.
‒ Der Defizit der Stadt Paris beträgt für das Jahr 1848 nicht weniger als 10,000,000 Franken. Herr Stadtrath Galis ist beauftragt, sie bei der hiesigen Bank in Form eines Darlehns, abgesehen von der großen Anleihe der 25,000,000 Franken sofort zu negoziren. Die Bankdirektion hat sich gegen gute Sicherheit mit Vergnügen dazu bereit erklärt.
‒ Eine Petition gegen die Jesuiten hat im Unterrichtsausschusse einen furchtbaren Redekampf hervorgerufen und verrieth wieder einmal, wo die eigentlichen Jesuiten sitzen. Sarrut, Berichterstatter, trug auf Ueberweisung der Bittschrift an den Minister des Innern an, damit er über das Vorhandensein der Jesuiten in Frankreich überhaupt sich erkläre. v. Kerdrel, namentlich aber der fanatische Graf Montalembert, einer der seichtesten, obwohl gewandtesten Schwätzer der alten Pairskammer, die sich beide in den Unterrichtsausschuß geschlichen, erhoben sich mit Heftigkeit und Letzterer rief aus: „Wohlan, ich bin Jesuit und mache mir eine Ehre daraus, diesen Orden zu vertheidigen.“ Der Ausschuß stutzte; Froussard und Sarrut, ein paar eingefleischte Freimaurer, [0302] sahen sich verdutzt einander an und die Petition wird wohl beim Minister des Innern ins Wasser fallen.
National-Versammlung. Sitzung vom 27. Juli. Präsident Marrast eröffnet sie um 2 1/4 Uhr. Adelsward überreicht seinen Bericht über die Vorschläge Montreuil's rücksichtlich eines neuen Kolonisationsplans Algeriens. Die Versammlung schreitet zur Tagesordnung. Pfarrer Coquerel besteigt die Bühne, um der Versammlung über die Masse der zum Artikel 13 des Klubgesetzes gestellten Amendements die Ansicht des Prüfungsausschusses mitzutheilen. Diese Ansicht besteht darin, sie alle zu verwerfen und an der ursprünglichen Fassung festzuhalten, mit der einzigen Aenderung, die von Vivien vorgeschlagenen Strafen aufzunehmen. Hienach lautet der Artikel wie folgt: „1) Die geheimen Gesellschaften sind untersagt. Diejenigen, welchen nachgewiesen ist, daß sie an einer solchen Gesellschaft Theil nehmen, verfallen in eine Geldbuße von 100 bis 500 Frs., einer halb- bis zweijährigen Gefangenschaft und Einstellung ihrer bürgerlichen Rechte während 5 bis 10 Jahre. 2) Vorstehende Strafen können gegen die Chefs besagter Gesellschaften verdoppelt werden. 3) Diese Strafen treten ganz unabhängig von denjenigen ein, welche durch die gewöhnlichen Gerichte gegen Verbrechen oder Vergehen ausgesprochen werden.“ Die Diskussion ist über diese Fassung eröffnet.
Vergnes findet sie noch nicht bezeichnend genug und stellt den Zusatz, den 24., welcher also lautet: „Geheime Gesellschaften sind solche, welche sich verbergen und ihr Dasein verläugnen.“ (Gelächter) Dieser Zusatz fällt durch.
Gillon, ziemlich entrüstet: Zwei Tage diskutiren wir nun über den Art. 13. rücksichtlich der geheimen Gesellschaften, und wissen immer noch nicht, was eine geheime Gesellschaft ist, die wir mit so harten Strafen verfolgen. Ihm zufolge entspreche der Artikel 14 der Staatssicherheit vollkommen, weshalb er auf Streichung des ominösen Artikels antrage.
Der Antrag Gillon's stieß auf harten Widerspruch. Mehrere Redner rennen zugleich auf die Bühne; das Geschrei: zum Schluß, zum Schluß! Zur Abstimmung, zur Abstimmung! jagt sie indeß wieder herunter, und die Versammlung schreitet zur Abstimmung.
Der Artikel 13 wird mit großer Mehrheit genehmigt. Man will zur Abstimmung des Ganzen schreiten; doch Favre tritt mit einem Zusatze dazwischen, der also lautet:
„Obstehende Bestimmungen finden auf diejenigen geheimen Gesellschaften keine Anwendung, die keinen politischen Zweck haben.“
Er bezeichnet in seiner Entwickelung desselben die zahlreichen Aktiengesellschaften und andere Associationsverträge unter Fabrikanten, Kaufleuten, Industriellen u. s. w., die gar keinen politischen Charakter haben, die sich bedroht sehen könnten, also füglich ausgenommen werden dürfen.
Senard, Minister des Innern und Vater des Klubsgesetzes, eilt auf die Bühne, um den Zusatz als überflüssig zu bekämpfen. Artikel 14 genüge den industriellen Vereinen vollkommen.
Favre besteht auf seinem Zusatze, und zieht gelegentlich gegen die Härte des ganzen Gesetzes zu Felde, die ihm ärger erscheinen, als das berüchtigte Gesetz von 1834. (Lärm.)
Dupin Senior bekämpft diesen Zusatz, der ihm von einer Natur erscheine, welche den ganzen, eben abgestimmten Artikel 13, umstoßen könne.
Der Zusatz wird zur Abstimmung gebracht und verworfen.
Tranchant läßt sich hierdurch nicht abschrecken und trägt ein ähnliches Anhängsel vor, das aber ebenfalls ohne ernste Diskussion durchfällt.
Der Artikel 14 kommt an die Reihe.
„Die Klubvergehen werden an die Zuchtgerichte verwiesen.“
Eine Menge Zusätze regnets von allen Seiten, die jedoch bald beseitigt werden.
Der Ausschußentwurf hat dem ursprünglichen Gesetz noch eine 15 und 16 Artikel angehangen. Letzterer gestattet den Wahlversammlungen eine Ausnahme.
Die Diskussion dauert fort. (4 Uhr.)
Nach 4 Uhr. ‒ Art. 14 (ursprünglicher Nachsatz zu Art. 13) lautet also: „Unabhängig von den Vereinen, welche durch gegenwärtiges Gesetz geregelt sind, können die Bürger zu einem nichtpolitischen Zweck Cirkel oder nichtpolitische Gesellschaften bilden, müssen jedoch vorher der Ortsobrigkeit den Zweck der Gesellschaft anzeigen und die Namen der sie bildenden Mitglieder angeben.
In Ermangelung dieser Anzeige oder im Falle falscher Angaben werden die Vereinslokale unverzüglich geschlossen und die Mitglieder gleich den Theilnehmern geheimer Gesellschaften bestraft.
Nach langer Diskussion angenommen.
Dufaure schlägt einen 15. Paragraphen vor, der den Gemeindebehörden anheimstellt, die Erlaubniß zu nichtpolitischen Vereinen zu ertheilen oder zu verweigern. Aber den Rekurs an die Oberbehörde gestattet.
Wird lange diskutirt und nach zweimaliger zweifelhafter Stimmprobe zum allgemeinen Erstaunen des Saales angenommen.
Ein ungeheures Ah! folgte der Veröffentlichung des Resultats.
Nun kehrte die Versammlung zum ursprünglichen Art. 14, jetzt 16, zurück, der die Zuwiderhandelnden vor ein Zuchtgericht stellt.
Die Versammlung schien jedoch zu ermattet und verschob die Berathung des Schlußartikels auf morgen.
Manguin zeigt der Versammlung an, daß er die äußere Lage der Republik so ernst halte, um Interpellationen an den Minister zu richten.
Diese Interpellationen über die äußere Politik wurden mit Cavaignac's und Bastide's Genehmigung auf Montag festgesetzt und die Sitzung um 6 Uhr geschlossen.
Amerika.
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[ X ] New-York, 10. Juli.
Seit den zwei Versammlungen in Baltimore und Philadelphia in Betreff der definitiven Wahl der Kadidaten für die Präsidentenschaft und die Vice-Präsidentenschaft der Vereinigten Staaten, hat diese Frage ganz neue und unerwartete Phasen durchgemacht. Die demokratische Partei von New-York veranstaltete nemlich einen neuen Konvent, der sich in so weit theilte, als die eine Seite, den schon im Jahre 1836 Präsident gewesenen John van Buren auf dem Schild erhob, und die andere einen Hr. Hale als einen Gegner des Sclavenhandels in den Vordergrund stellte. Diese Spaltung ist für General Caß von großem Nachtheil, da sie die Partei der Wighs verstärkt, die zwar selbst noch zwischen ihrem offiziellen Kandidaten Taylor und ihrem alten Chef, Henry Clay, schwankt.
Aus allen diesen Bewegungen geht indeß noch kein positives Resultat hervor. Die Hauptfrage bei der Wahl des Präsidenten bleibt indeß nach wie vor das Verbot der Sclaveneinfuhr in jeden neuen Landesstrich, welcher in Folge des mexikanischen Kriges mit der Union verbunden wird. Sowohl die Wighs wie die Demokraten sämmtlicher Süd-Staaten sind einem Gesetze feindlich, das nach ihrer Meinung des Eigenthumsrecht angreift. Das Entstehen neuer Staaten, in denen die Sclaverei nicht gestattet wäre, müßte früher oder später für die Abolitionisten die Majorität im Kongresse mit sich bringen; die Ernennung eines der Abschaffung der Sclaverei, dem sogenanten Wilmot-Proviso günstigen Präsidenten, würde daher ein wahrer Schlag für die Südstaaten sein, die in dem Fortbestehen der Sclaverei ihren Hauptvortheil sehen.
Die Ernte hat in den meisten Theilen des Landes begonnen und wird außerordentlich günstig ausfallen.
Nachtrag.
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Schleswig-Holstein.
In einer Korrespondenz aus Kiel vom 26. Juli in den „Hamburger Nachrichten“ heißt es:
Ein heute eingetroffener Reisender aus Rendsburg berichtet, daß eine Stafette dort die Nachricht überbracht habe: General Wrangel sei in Jütland eingerückt.
[Anzeigen]
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Schiffahrts-Anzeige. Köln, 29. Juli 1848.
In Ladung: Nach Ruhrort bis Emmerich H. Lübbers; nach Düsseldorf bis Mühlheim an der Ruhr L. Ducoffre; nach Andernach und Neuwied B. Schilowski und M. Wiebel; nach Koblenz, der Mosel und Saar J. Tillmann; nach der Mosel, Trier und der Saar P. Kohlbecher; nach Mainz Joh. Acker; nach dem Niedermain Fr. Gerling; nach dem Mittel- und Obermain C. Hegewein; nach Heilbronn G. A. Klee; nach Kannstadt und Stuttgart L. Hermann; nach Worms und Mannheim And. Rauth;
Ferner: Nach Rotterdam Kapt. Willms Köln Nr. 20
Ferner: Nach Amsterdam Kapt. Berns Köln Nr. 4
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Wasserstand.
Köln, am 29 Juli. Rheinhöhe 8′ 2″
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Civilstand der Stadt Köln.
Geburten.
29. Juli. Karl, S. v. Pet. Jos. Dohmen, Zimmergeselle, Ulrichsgasse. ‒ Heinr., S. v. Theod. Edeler, Taglöhner, gr. Griechenmarkt. ‒ Wilh. Bernh., S.v. Anton Prömper, Postkundukteur, Breitstraße. ‒ Ant. Georg, S. v. Georg Kartell, Weinwirth, Rothenberg. ‒ Anna Gert., T. v. Joh. Maaß, Schuhmacher, Blindgasse. ‒ Ein unehel. Knabe.
Sterbefälle.
Gert. Kalenberg, geb. Backhausen, 71 J. alt, Karthäuserhof. ‒ Hub. Jos. Menden, Schreiner, 58 J. alt, verh. Berlich. ‒ Anna Sophia Mirbach, 27 J. alt, unverh., Weiherstraße. ‒ Franz Bochem, 2 J. 3 M. alt, Kranebäumerhof. ‒ Pet. Jos. Langen, 1 J. 5 M. alt, Ulrichsstraße.
Heirathen.
26. Juli. Heinr. Suthof, Schreiner, und Gertrude Weiß, beide von hier. ‒ Joh. Diekmann, Schneider, von Hamm, und Maria Johannes, von Igel. ‒ Franz Ant. Pet. Bachem, Eisengießer, Wwr., von Gent, und Maria Josepha Heep, von hier. ‒ Phil. Mart. Jos. Lehe, Schuster, von Koblenz, und Kath. Crep, von Marburg. ‒ Joh. Ant. Blaeser, Schreinergeselle, von Mörlen, und Anna Maria Lanz, von Langel. ‒ Abr. Louis Dücommün, Extrapost-Wagenmeister, v. Freternüles, und Friedr. Karol. Louise Krüger, von Göstrow. ‒ Eberh. Nuß, Wwr., Papparbeiter, und Elisabeth Hagen, beide von hier. ‒ Adam Fluß, Wwr., Zimmergeselle, und Gert. Esch, beide von hier. ‒ Christian Welter, Schreiner, von Dirmerzheim, und Elis. Floß, von Sinzenich. ‒ Jos. Ducker, Leimsieder, und Gert. Gundorf, beide von hier.
27. Juli Jos. Ditgen., Fuhrmann, von Straberg, und Klara Greven, von Delhofen.
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Brodpreis der Stadt Köln.
vom 30. Juli bis zum 6. Aug.
Ein Schwarzbrod, wiegend 8 Pfund soll kosten 4 Sgr. 8 Pf.
Köln, den 30. Juni 1848.
Königliche Polizei-Direktion.
Müller.
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@facs0302
Bekanntmachung.
Vom 1. August c. ab wird die zweite tägliche Personenpost zwischen Köln und Crefeld, welche Mittags 1 Uhr aus Crefeld und Abends 10 Uhr aus Köln abging, aufgehoben. Die weitere Regulirung der Posten zwischen Köln und Neuß bleibt vorbehalten.
Die Korrespondenz und Gegenstände nach und über Crefeld, welche bisher mit der aufgehobenen Post befördert wurden, werden von obiger Zeit ab per Eisenbahn über Düsseldorf geleitet.
Köln, den 28. Juli 1848.
Der Ober-Post-Direktor,
Rehfeld.
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@facs0302
Mobilar-Verkauf großen Griechenmarkt oder Kronenbüchel Nro. 3.
@typejAn
@facs0302
Eine große Auswahl von Häusern sind zu billigen Preisen zu verkaufen und zu vermiethen. Kapitalien gegen erste Hypotheke werden gesucht. Näheres bei J. P. Spendeck, gr. Neugasse 18.
@typejAn
@facs0302
Der freie Staatsbürger, Volksblatt aus Franken, erscheint wöchentlich drei Mal und kostet im ganzen Umfang des Königreichs Baiern jährlich 3 Fl., halbjährlich 1 Fl. 30 Krz. Außerhalb Baiern findet ein entsprechender Postaufschlag Statt. Alle Postämter nehmen Bestellungen an.
Dieses Volksblatt, das Organ der demokratischen Partei in und um Nürnberg, besteht seit dem April d. J. und wird auch in Zukunft, wie bisher, allen Anfechtungen der von der Bourgeoisie unterstützten Bureaukratie Trotz bieten. Sein Gründer und Redakteur, Gustav Drezel, ist zwar durch brutale Polizeiwillkür aus der hiesigen Stadt verwiesen, leitet aber aus der Ferne das Blatt und unterstützt es durch seine Beiträge.
Nürnberg, im Juli.
Die Expedition des „freien Staatsbürgers.“
@typejAn
@facs0302
Volksblätter redigirt von J. Schanemann und Heinrich Benary erscheinen in Berlin, Montag, Mittwoch und Freitag, Abends 6 Uhr.
Man abonnirt bei Reuter und Stargard, Charlottenstraße 54, und in der Expedition, Kommandantenstraße 42. Auswärts bei allen preußischen Postämtern für 21 Sgr. das Vierteljahr.
Der Zweck dieser Zeitschrift ist über das Wesen und die Bestrebungen der Demokratie unter alle Volksklassen Licht zu zu verbreiten. Sie bespricht die hiesigen Klubbverhandlungen, deren Organ sie ist, und ist daher vor allen hier erscheinenden Zeitungen am meisten geeignet, über das Wirken der Berliner Demokratie Nachricht zu geben.
@typejAn
@facs0302
An den Justizminister Herrn Märker in Berlin.
Ew. Excellenz wollen sofort ohne Verzug erlassen ‒ daß alle arme Leute, welche gepfändet werden ‒ 3 Mal, jedes Mal 3 Wochen, Ausstand erhalten ‒ also eine Stundung eintrete ‒ einige herzergreifende Vorfälle sind die Veranlassung hierzu.
Mit Achtung zeichnet, der sich Ew. Ew. Excellenz Gunst erworbene Bürger Schlechter aus Köln.
@typejAn
@facs0302
Berliner Hof in Essen.
Einem verehrlichen Publikum beehre ich mich anzuzeigen, daß ich den von Herrn Karl Preußner bewohnten Gasthof käuflich übernommen habe und mit dem ersten August d. J., neu eingerichtet, antreten werde. Herr Preußner führt das Geschäft bis dahin fort.
Indem ich um gefälligen Zuspruch bitte, gebe ich zugleich die Versicherung, daß ich alles aufbieten werde, meinen geehrten Gönnern zu genügen.
W. H. Frischen,aus Neuß.
@typejAn
@facs0302
Frankfurter Hof in Köln
Im Mittelpunkt der Stadt gelegen, empfiehlt sich derselbe durch seine elegante Einrichtung und billige Preise
Logis und Frühstück 15 Sgr. Diner 1/2 Flasche Wein 16 Sgr.
Edmund Leonhard.
@typejAn
@facs0302
Während der Dauer der Assisen täglich table d'hote zu 12 Sgr. per Couvert incl. 1/2 Flasche guten Wein, und zu jeder Stunde alle der Saison angemessene kalte und warme Speisen à la carte, und billige reine Weine bei
Friedrich Knipper
im Pfälzerhof, Appellhofs-Platz 17.
@typejAn
@facs0302
Für einen jungen Mann welcher fünf Jahre zur Zufriedenheit seines Prinzipalen in einem Manufakturwaaren-Geschäft thätig war. Anträge erbittet J. P. Spendeck in Köln, große Neugasse Nr. 18.
@typejAn
@facs0302
Gerichtlicher Verkauf.
Am Montag, den 31. Juli 1848, Morgens 10 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Markte in der Apostelnstraße zu Köln, mehrere Mobilien, als: ein Tisch, Stühle, ein Schrank, kupferne Kessel, eine Kochmaschine etc., sodann eine Schiebkarre an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden.
Der Gerichtsvollzieher Fülles.
@typejAn
@facs0302
Gerichtlicher Verkauf.
Am Montag, den 31. Juli 1848, Mittags 12 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Waidmarkte zu Köln, verschiedene gut gehaltene Mobilien, als: Tische, Stühle, Spiegel, Lithopraphien, Oefen, Schreibpulte, Kupfertische, Fenstervorhänge, Kommoden, Schränke, Kanapees, eine Guittarre, ein sechsoktaviges Klavier, eine Wanduhr, eine Kochmaschine etc., sodann 490 Stück neue tannene Bord an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden.
Der Gerichtsvollzieher Fülles.
@typejAn
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Gerichtlicher Verkauf.
Dienstag, den 1. August 1848, Morgens 10 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Markte in der Apostelnstraße zu Köln, Mobilien aller Art, als: Tische, Stühle, Kanapees, Schränke, Spiegeln, geschliffene Oefen, ein Schreibpult nebst Zubehör, ein Sekretair, eine Fournaise mit drei Löchern, kupferne und eiserne Kessel etc. an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden.
Der Gerichsvollzieher Fülles
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Gefrornes verschiedener Gattungen.
In dem Besitze einer neuen Maschine, welche durch mechanische Vorrichtung jede Viertelstunde zwei verschiedene Sorten Eis liefert, was viel feiner und geschmackvoller wie das auf der bisherigen Weise erzielte ist, bin ich in den Stand gesetzt, allen Anforderungen sowohl in Qualität als Schnelligkeit zu entsprechen und von den Preis à Portion in und außer dem Hause von 4 auf 3 Sgr. herunter zu setzen.
Täglich wird Vanill-, Himbeeren-, Johannis- und Citron-Eis bei mir angefertigt.
Franz Stollwerck im Deutschen Kaffeehause.
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Bürgerwehr von Köln.
Heute Sonntag, den 30. Juli 1848, Morgens 10 1/2 Uhr, findet eine Parade der gesammten Bürgerwehr auf dem Neumarkte Statt, wovon die Bürgerwehrmänner mit dem Ersuchen in Kenntniß gesetzt werden, sich pünktlich auf ihren Kompagnie-Sammelplätzen einfinden zu wollen.
Die Komm. der Bürgerwehr.
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Wir Unterzeichnete erklären hierdurch, daß wir heute aus dem hierselbst gegründeten „sogenannten Bür gerverein“ ausgetreten sind.
Bensberg, den 28. Juli 1848.
Euler. Fischbach. Berhas.
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Mailust in Deutz.
Da ich bis zum 10. August meine Fremden-Zimmer fertig und geschmackvoll möblirt habe, so empfehle ich meinen Gasthof einem geehrten reisenden Publikum zu dem bevorstehenden Dombau-Feste aufs Beste, mit der Versicherung der promptesten und billigsten Bedienung.
Joseph Kost.
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In Ladung an der Frohngasse nach Mannheim, Worms und Ludwigshafen. J. B. Hinlin, Schiff genannt Delphin.
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Kölner Zelt.
Heute Sonntag, Nachmittags von 3 Uhr an große Harmonie später Tanz.
Für der Saison angemessene Speisen und Getränke ist bestens gesorgt.
Franz Stollwerk.
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Das wohl affortirte Lager von echtem Eau de Cologne eigener Fabrik, empfehlen zu den billigsten Preisen, J. P. Spendeck & Comp. in Köln, große Neugasse Nr. 18 nahe beim Dom und Altenmarkt.
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Ein tüchtiger Ladengehülfe, mit guten Zeugnissen versehen, sucht eine Stelle in einem Kolonial-oder Material-Waarengeschäft, und könnte auch bei seinen vielseitigen Bekanntschaften die Platzgeschäfte besorgen. Die Expedition sagt wer.
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Ein ausgezeichnetes Lager-Bier Buttermarkt Nro. 20.
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Für einen Gasthof wird eine erfahrene Haushälterin und ein Zimmermädchen gesucht. Näheres bei J. P. Spendeck, gr. Neugasse Nr. 18.
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Ein junger Mann sucht eine Komptoir- oder Reise-Stelle und kann gute Zeugnisse aufweisen. Die Expedition sagt wer.
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Ein Uhrmacher-Lehrling gesucht bei J. Koch, Breitstraße 96.
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Der Gerant, Korff.