[1235]
Neue Rheinische Zeitung
Organ der Demokratie.
No 225. Köln, Sonntag den 18. Februar. 1849.
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Vierteljähriger Abonnementspreis in Köln 1 Thlr. 7 1/2 Sgr., bei allen preußischen Postanstalten 1 Thlr. 17 Sgr. — Im Auslande wende man sich: in Belgien an die betreffenden Postanstalten; in London an W. Thomas, 21 Catherine-Street, Strand; in Paris an W. Thomas, 38 Rue Vivienne, und an A. Havas, 3 Rue Jean Jaques Rousseau.
Insertionen werden mit 18 Pf. die Petitzeile oder deren Raum berechnet.
Auskunft, Annahme und Abgabe chiffrirter Briefe gratis.
Nur frankirte Briefe werden angenommen.
Expedition Unter Hutmacher Nro. 17.
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Den Freunden unseres Blattes, welche noch zu abonniren wünschen, die Anzeige, daß wir für die Stadt Köln Abonnements fur den Zeitraum vom 15. Februar bis 31. März zum Preise von 20 Sgr. praenumerando entgegen nehmen.
Auf die vielen Anfragen von auswärts bedauern wir erwidern zu müssen, daß unsere desfallsigen Anträge bei der Post auf Hindernisse gestoßen sind.
[ Die Geranten.]
Insertionen für die Montags-Zeitung werden heute Sonntag morgen vor eilf Uhr erbeten.
[Die Expedition der „Neuen Rhein. Ztg.“]
Uebersicht.
Deutschland. Köln. (Der Steuerverweigerungsprozeß. — Saedt. — Dreigestirn g egenDreieck. — Der Wiener Korrespondent der „Kölnischen Zeitung“. — Die „K. Z.“ über den magyarischen Kampf. — Stein.) Mühlheim. (Demokratisches Banket.) Bonn. (Demokratisches Studentenbanket.) Essen. (Ankunft und Aufnahme zweier preußischen Größen) Berlin. (Die Wahlen. — Militärische Besatzung. — Bürgerwehr. — Die österreichische Note. — Pauperismus. — Die Bankdividende und Herr Hansemann. — Abermals Gödsche. — Aus der Kreuzritterin.) Wien. (Einrücken neuer Truppen. — Schließung des polnischen Gymnasiums in Lemberg. — Das k. k. Kommissariat. — Bemerkung des „Slavenski jug.“) Frankfurt. (National-Versammlung.) Leipzig. (Kulturzustand. — Die Wiener Flüchtlinge. — Die Demokratie. — Der Buchhandel.)
Ungarn. (Das zweiundzwanzigste Bülletin. — Besetzung von Kronstadt und Hermannstadt durch die Russen. — Geheimer russisch-östreichischer Staatsvertrag. — Graf Montecuculi. — Karlowitz in Belagerungszustand.)
Italien. (Der Großherzog v. Toskana. — Provisorische Regierung in Florenz. — Die römische Konstituante. — Angebliche Proklamirung der Republik zu Rom und Florenz.) Rom. (Die Eröffnung der Konstituante.) Neapel. (Die Kammern.)
Französische Republik. (Paris. Konflikt zwischen der Union und dem Journal des Debats. — Die Afrikaner und die Bourgeois. — Der Courrier Francais. — .Proudhon's Versetzung in Anklagestand. — Nationalversammlung.)
Belgien. Brüssel. (Parlament. — Banket zu Ehren L. Blanc's und [unleserlicher Text]aussidières.
Deutschland.
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Edition: [Karl Marx: Der Steuerverweigerungsprozeß, vorgesehen für: MEGA2, I/8. ]
[ 068 ] Köln, 17. Februar.
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Edition: [Friedrich Engels: Saedt, vorgesehen für: MEGA2, I/8. ]
[ 068 ] Köln, 17. Febr.
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Edition: [Karl Marx: Dreigestirn gegen Dreieck, vorgesehen für: MEGA2, I/8. ]
[ 068 ] Köln, 16. Februar.
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Edition: [Friedrich Engels: Der Wiener Korrespondent der „Kölnischen Zeitung“, vorgesehen für: MEGA2, I/8. ]
[ 068 ] Köln, 17. Febr.
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Edition: [Karl Marx/Friedrich Engels: vorgesehen für: MEGA2, I/8. ]
[ 068 ] Köln, 16. Febr.
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@facs1236
[ X ] Mülheim a. Rh., 11. Febr.
(Verspätet). Heute fand hier ein vom Arbeiterverein veranstaltetes demokratisches Banket statt. Mitglieder des Kölnischen Arbeiter- und demokratischen Vereins waren eingeladen. Instrumentalmusik und Gesang wechselten ab mit Toasten, die in längeren Reden motivirt wurden.
Bengel, Präsident des hiesigen Arbeitervereins, entwickelte in einem längern Vortrag das Verhältniß der Gegenwart zur Vergangenheit. Lucas brachte einen Toast auf die Gäste aus, speziell auf die Männer, die wie der anwesende Redakteur en chef der „N. Rh. Z.“, K. Marx, lange vor der Februarrevolution die Rechte der Arbeiterklasse in That und Wort behauptet hätten. Schapper ließ die „demokratische Republik“ leben. K. Marx sprach über die Betheiligung der deutschen Arbeiter an den Kämpfen in Frankreich, England, Belgien und der Schweiz. Er brachte einen Trinkspruch auf Gladbach aus, einer der ausnahmsweisen Vereinbarer, die wirklich die Interessen des Volkes vertreten. F. Engels betoastete die Ungarn und Kossuth. Ott aus Worringen sprach über den constitutionellen Liberalismus, die Aristokratie und die Demokratie, Fischbach über das Elend des Volks und die Mittel zur Abhülfe. Gladbach warf einen Rückblick auf die aufgelöste Nationalversammlung und kriticirte in einem energischen Vortrag ihre Schwächen, ihre Unentschiedenheit und ihren Mangel an revolutionärem Verstand. Krahe sprach schließlich über die Devise der Februarrevolution: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.“
Dies erste demokratische Banket in der Rheinprovinz hat so sehr angesprochen, daß es sicher Nachahmung finden wird.
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[ Z ] Bonn, 16. Febr.
In unsrer Studentenwelt regt es sich. „Zu einem sich selbstgenügenden Commers?“ werden Sie fragen. Nein, zu einer politischen Demonstration, — zu einem Banket am Jahrestage der Pariser Februarrevolution — eine Antwort auf die Adresse, die zur Zeit der Steuerverweigerung ein hochlöblicher Senat vor Ehrfurcht ersterbend, sich im Staube krümmend und freudewinselnd im Namen der gesammten Friedrich-Wilhelms-Universität zu einer Zeit, wo 200 Studenten bewaffnet zum Schutz der Nationalversammlung fertig dastanden, zu den Füßen Sr. Majestät legte. Fahre die Reaktion nur so fort zu wühlen — hier hat sie das Ihrige gethan.
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[ X ] Essen, 16. Febr.
Gestern waren zwei spezifisch-preußische Größen hier, der Exminister von Bodelschwingh und Fabrikant a. D., Enthüllungs-Held a. D., Abgeordneter a. D., Hauptmann a. D. Friedrich Harkort. In ihrem Gefolge fanden sich eine Menge Leute von hier und Umgegend ein, als Gewerke, Regierungsmenschen, Stubengelehrte, Ritter aus den Jahren 1813-15, einige abhängige Schneider und Schuster, Gerichts- und Polizeidiener, welche einen Ruf an obengedachte Herren erlassen hatten, sie mit dem Balsam der Reaction einzusalben.
Beide kamen, hatten aber vorher schriftlich die Verschweigung ihrer k. preuß. Namen angeordnet, wobei der Letztere noch die Bemerkung machte: „Sorgen Sie aber ja dafür, daß keine Katzenmusik gebracht wird. Ich kann diese und den Pöbel, der sie bringt, einmal nicht leiden!“ Und doch übersäet dieser Herr den s. g. Pöbel mit seinen Traktätlein und falschen Berechnungen. Als die Namen nun aber dennoch sofort bei der Ankunft der preußischen Größen bekannt wurden, reiste der Exminister Bodelschwingh gleich wieder ab, doch der Enthüllungsheld a. D. wollte noch mehr von der Reise wissen. Er wollte erst wie ein Klosterbruder für sein körperliches Bestehen terminiren. Jener gab für einen fetten Ertrag ein Bildchen, dieser schöne Reden.
Man bezweckte mit dem ganzen Witze eine Demonstration gegen die Demokraten; aber der Enthüllungsheld mit Gefolge wurde blamirt. Man kannte ihn hier schon seit lange und schickte ihm daher einen Brief zu, enthaltend die Nr. 17 des „Hermann“, welche einen getreuen Abdruck des in Nr. 213 d. Bl. befindlichen Denkmal-Artikels aus Hagen enthält, der jedenfalls die verschiedenen geistigen Stoffe in dem betr. Kopfe sehr in Gährung brachte.
Die Abfütterung war der erste, die Begeisterungsrede des Denkmal-Enthüllungs-Harkort der zweite Akt dieses politischen Schauspiels. Im dritten Akte spielten 7-800 Mann auf Pfeifen und sonstigen Instrumenten. Das souveräne Volk brachte eine so klangvolle Katzenmusik, daß die preußischen Helden in voller Verzweiflung und unter Begleitung der Regierungsposaune heulten: Ich bin ein Preuße etc. Doch der Kampf war zu ungleich, man mußte bald damit schließen. Denkmal-Enthüllungs-Harkort äußernd: „So bin ich noch nirgend vom Pöbel empfangen worden!“ verließ mit Gefolge das preußische Heuler-Verein-Lokal. Das souveräne Volk folgte ihm nach seinem Logis, rufend: „Es werden 800 Thlr. ausgezahlt!“ und setzte dabei unter anhaltendem Zuwachs die klangvolle und taktvolle Musik fort. Zum Schlusse hört man von einigen unschuldigen Arretirungen und Denunziationen, welche letztere in der Wuth der Heuler entsprungen sein mögen. Es wird häufig der Wunsch ausgesprochen: der große Wahl-Agitator-Denkmal-Enthüllungs-Harkort möge recht bald mal wieder kommen.
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[ 9 ] Berlin, 15. Febr.
Die Frage wegen Vertagung der Kammern ist noch immer nicht beantwortet. Es ist kaum ein Zweifel, daß die Regierung gerade so wenig weiß, was sie thun soll, wie das Publikum, was es zu erwarten hat. Ein herrlicher Zustand dieses intelligentesten aller Staaten!
In Bezug auf die Nachwahlen divergiren die Gerüchte; bald heißt es, die Majorität suche nach „blutrothen“ Candidaten, die weiter gehen als die allerdings nicht weit gehenden Vereinbarer Waldeck, Jakoby etc., bald will man die Lücken mit den durchgefallenen Vereinbarern ausfüllen.
Bruno Bauer hat viel Hoffnung; auch spricht man von G. Jung. Wenn die Regierung noch einen der Alten à la Temme mit einem kleinen Märtyrerthum beglückte, so würde die Wahl desselben gesichert sein. Die passiven Widerständler lieben die Märtyrer. — Eine gute Idee der Regierung scheint es, in die Umgegend Berlins 80,000 Mann Truppen zu verlegen. Die Residenz selbst wird statt preußischer, polnische Regimenter erhalten. Die hiesigen Truppen sind nicht so böse — leiden aber gewaltig an Ungeziefer, so daß neulich eine ganze Compagnie sich beim Obersten beschwerte. Der Oberst erwiederte: auch die Offiziere hätten Ungeziefer.
An der Reorganisation der Bürgerwehr wird wirklich gearbeitet; 10,000 königlich gesinnte und vermögende Unterthanen soll zunächst das Glück der Behelmung treffen.
Viel Spaß macht in gewissen Kreisen die östreichische Note an das Frankfurter Narrenparlament. Solche gediegene Heuchelei ist noch nicht dagewesen, und Michel hat wirklich noch die ehemalige Gutmüthigkeit, sonst würde er gleich wissen, daß Oestreich und Preußen mit nichten sich veruneinbart haben, sondern treulichst Hand in Hand gehen. „Knöpfleschwab geh Du voran! Du hast schon viele Sünd' gethan!“ So sprach Radowitz zu Metternich — denn sie wollen beide den alten Bundestag wieder ha'n.
Der hiesige Pauperismus steht in höchster Blüthe. Es ist wunderbarer damit als jemals. Die allerunnatürlichsten Verbrechen werden täglich begangen, und man hat eine wahre Lust daran, sie offen zur Schau zu tragen. Könnte man die Bestialitäten mit Worten aussprechen, so würde gewissen Freunden des Belagerungszustandes die Haut schaudern. Mancher arme Teufel vergißt jedoch seine Noth in der Hoffnung, im Frühling auszuwandern. Es haben sich drei oder vier Auswanderungsgesellschaften gebildet und man spricht von mehren tausend Menschen, die März und April in's goldene Californien oder nach Australien ziehen.
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[ X ] Berlin, 15. Febr.
Die gestern bekannt gewordene Feststellung der Bankdividende pro 1848 auf 8/10 pCt. (incl. der 3 1/2 pCt. Zinsen 4 3/10 pCt.) hat an der hiesigen Börse und namentlich unter den Haussiers große Unzufriedenheit erregt, wie auch das gestrige Fallen der Course der Bankantheile um 2 pCt. beweist. Hr. Hansemann hat nämlich 354,000 Thlr. für den Reservefonds zurückgelegt und nur 160,000 Thlr. für die Dividende bestimmt, wovon der Staat bekanntlich die Hälfte erhält. Er motivirte dies damit, daß die Bank im Besitz bedeutender Depositen an Aktien und andern Papieren sei, deren Cours seit ihrer Deponirung beträchtlich gefallen und noch ferner fallen könne; so seien namentlich auch einzelne Depositen noch mit 33000 Thlr. über den jetzigen Courswerth beliehen. Ein Verkaufen dieser Effekten nun, sei weder im Interesse der Bank noch der Deponenten noch endlich der Börsenwelt selbst, denn es würde dadurch nothwendig ein ferneres Fallen der Course, also ein noch größerer Schaden für die Bank und ihre Aktionäre herbeigeführt werden. Die Mißvergnügten aber ließen sich durch diese Gründe nicht überzeugen, sondern sahen in der Maßregel nur ein Manöver des Hrn. Hansemann, der für das nächste Jahr, wo er allein die Bankverwaltung geleitet haben werde, eine recht große Dividende erzielen wolle. Hr. Hansemann kann sich freuen, daß die Aktienzeichnungen für sein Blatt glücklich beendigt sind. Die Neue Preuß. kommt in einer ihrer letzten Rummern abermals darauf zurück, Hansemann habe die richterliche Unabsetzbarkeit in Anspruch genommen. Man ist sehr gespannt, ob Hr. H. sich den Vorwurf der Lüge, den die N. Pr. Ztg. ihn macht, gefallen lassen wird.
Hr. Goedsche hat die Frechheit in der heutigen „Spenerschen“ die Behauptung der „Neuen Rhein. Ztg.“, er habe derselben seine Mitwirkung für ihr Feuilleton angetragen, für eine Unwahrheit zu erklären. Er habe nie mit ihr in Verbindung gestanden und sei mit zu inniger Ueberzeugung Preuße und Royalist, als daß er mit einem Blatt dieser Farbe einen Verkehr unterhalten könne. Wem das Publikum mehr glauben wird, der Redakt. d. N. Rh. Ztg. oder Goedsche, steht wohl außer Frage.
(Wir versichern nochmals — obgleich dies einem Subject, wie Hrn. Goedsche, gegenüber, ganz überflüssig ist — daß uns Hr. Goedsche aus Düsseldorf (vergl. Nr. 223 d. Bl.) nicht blos seine Mitwirkung für's Feulleton, sondern auch Proben, darunter einen Aufsatz „Aphorismen“ betitelt, angeboten hat. Anmerkung d. Red. der „N. Rh. Ztg.“)
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[ 068 ] Berlin, 15. Febr.
Die geheimsten Gedanken des gottbegnadeten preußischen Regiments und seiner Brandenburg-Manteufel, fördert die „Galgenzeitung“ in jeder ihrer Nummern mit lobenswerther Offenheit zu Tage. Das Volk kann sich wenigstens nicht beklagen, daß ihm die contrerevolutionären Ansichten und Pläne der christlich-germanischen Regierung verhüllt gewesen. Zu bedauern ist, daß uns der Raum verhindert, täglich aus dem kreuzritterlichen Galgenblättchen alle markanten Stellen hervorzuheben und in einer lieblichen Blumenlese zusammenzufassen. Wir müssen uns auch heute auf folgendes Wenige beschränken, das wir aus der gleichgearteten Masse der neuesten Nummer der braven „Kreuzritterin“ herausgreifen. So heißt es hier u. A.:
Alle Gewalt geht vom Volke aus“, diesen abgeschmackten und, wenn er einen Sinn hat, gotteslästerlichen Satz hat die östreichische Regierung aus den „Grundrechten“ glücklich entfernt, die man in Kremsier, wie in Frankfurt,Rousseau'n und den Franzosen pünktlich gehorchend, — glaubt ausarbeiten zu müssen. Die Kremsierer hätten eben so gut in ihre Grundrechte schreiben können: „Alle Vaterschaft geht von den Kindern aus.“ Hoffen wir, daß die von dem Reichstage beschlossene, von dem Deutschkatholiken Schuselka so warm befürwortete Abschaffung der Todesstrafe eben so durchfallen wird, zumal Oestreich in dem bezwungenen Wien zu Deutschlands Heil bewiesen hat, daß es noch Schwerdter in Deutschland gibt, welche die Obrigkeit nicht umsonst führt. Bajonette sind ein köstliches Mittel, Irrthümer nieder zu werfen, wenn diese Irrthümer, wie es heut zu Tage fast immer der Fall ist, sich bewaffnet haben, aber nur so fern Wahrheiten hinter den Bajonetten stehen, welche die Bajonette hindern, gegen die sich zu wenden, welche sie in Bewegung setzen,“
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Berlin, 15. Febr.
Für die Krautjunker- und Geldsack[unleserlicher Text]mmer wurden ferner gewählt:
Prev. Preußen: Justizkom. Tamnau aus Königsberg. Oberpräsid. v. Auerswald (2mal), Ober-Burggraf v. Brünneck, Bürgermeister Sperling, Reg.-Rath v. Unruh, Ober-Burggraf v. Brünneck.
Prov. Pommern: Prinz von Preußen, Graf von Bülow, (Polzin).
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[ 068 ] Wien, den 13. Febr.
Gestern sind wieder Grenzer und Sereczaner-Truppen zur Ergänzung der hiesigen Besatzung eingerückt, weil das Herannahen der Märztage die Complettirung derselben wünschenswerth macht.
In Lemberg wurde das polnische Gymnasium geschlossen, da sich die Studirenden gegen Einführung der deutschen Sprache sträubten. Auch im akademischen, gegenwärtig noch deutschen Gymnasium herrscht große Aufregung über den Zwang, das Ruthenische als obligaten Gegenstand lernen zu müssen. In Przemisl soll ein Professor, der dem Regierungsbefehle durchaus Folge verschaffen wollte, zum Fenster hinausgestürzt worden sein.
In Kroatien herrscht immer ärgere Aufregung. Windischgrätz hat ein K. K. Kommissariat für die Slaven und Magyaren gebildet. Das in Agram erscheinende Blatt; „Slavenski jug“ bemerkt hierzu:
Wir haben diesen neuen Akt der österr. Olla potrida-Politik ohne Uebersetzung aufgenommen. Unsere Nation ist jetzt sattsam belehrt, wie ihr unsre Regierung in den Händen eines Stadion und Kulmer die ungeheueren Opfer an Gut und Blut ohnt, die sie gebracht für den Thron des Kaisers und des nicht gekrönten Königs von Kroatien Fr. Josef I.
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[ !!! ] Frankfurt, 15. Februar.
National-Versammlung. [unleserlicher Text] präsidirt Simson, der erst gegen 10 Uhr die Sitzung eröffnet. — Tagesordnung:
1) Fortsetzung der Berathung über die noch rückständigen Paragraphen des Entwurfs der Grundrechte: Art. 11 und 12, § 47 und 48.
2) Berathung des vom Abgeordneten Uhland, Namens des Prioritäts- und Petitions-Ausschusses erstatteten Berichts über den Antrag des Abgeordneten Künßberg, die weitere Behandlung des Verfassungswerkes betreffend.
3) Berathung des vom Verfassungs-Ausschusse vorgelegten Entwurfs: „Reichsgesetz über die Wahlen der Abgeordneten zum Volkshause.“
Mohl (Reichsjustizminister) beantwortet die Interpellation wegen der Criminal-Untersuchung der östreichischen Regierung gegen den Abgeordneten Gritzner, welche ohne Erlaubniß der National-Versammlung verhängt worden ist. — Das Reichsjustizministerium hat die östreichische Regierung auf das betreffende Reichsgesetz aufmerksam gemacht und gegen jedes Verfahren, das die Zustimmung der Versammlung entbehre, protestirt. In dem speziellen Fall habe das Reichsministerium noch nichts zu erwidern. (Gelächter.) Eine zweite Beantwortung in der bereits berührten Altenburgischen Angelegenheit sagt ebenfalls — Nichts! —
Patri (aus Oestreich — links!) beantragt dringlich, den sogenannten Biedermännischen Ausschuß, (welcher sich durch Langsamkeit und Langweiligkeit auszeichnet) aufzufordern, über einen vor etwa drei Monaten gestellten Antrag, das Verhältniß der Centralgewalt zu den Einzelstaaten betreffend, alsbald zu berichten. — Obschon dieser Antrag gegenüber den Noten der Einzelstaaten und den Vereinbarungs- oder Veruneinbarungs-Versuchen der edlen Fürsten von Deutschland, eigentlich der einzig dringliche für diese Versammlung ist, erkennt letztere die Dringlichkeit nicht an.
Rösler von Oels frägt das gesammte Reichsministerium, ob und auf welche Weise es Kenntniß habe von der preuß. Circularnote vom 23. Januar? (Gelächter.)
Odilon-Gagern (der Ministerpräsidert) antwortet im Namen des gesammten Reichsministeriums „Ja!“ —
Auf eine Interpellation von Martiny, den Brüsseler Congreß betreffend, antwortet der „Edle“, das Ministerium sei zweifelhaft, ob und in welcher Ausdehnung der Congreß zu Stande kommen würde; vorläufig fehle es dieser Interpellation noch an faktischer Grundlage; aber sollte der Congreß zu Stande kommen und die Centralgewalt sich betheiligen, so würde das [1237] Reichsministerium die in Martiny's Interpellation aufgestellten Prinzipien gewiß nicht unterstützen. (Vergnügen rechts).
Rösler von Oels und Pattai stellen den dringlichen Antrag:
„Die National-Versammlung verlangt vom Reichsministerium die offizielle Mittheilung der preuß. Circularnote; 2. dieselbe ist gleich der östreichischen Note an den Verfassungs-Ausschuß zu übergeben: 3 dieser Ausschuß erstattet einen baldigen und speziellen Bericht über beide Noten.“
Die Dringlichkeit wird mit sehr zweifelhafter Majorität abgelehnt.
Tagesordnung.
Artikel 11. § 47.
Den nicht deutschredenden Volksstämmen Deutschlands ist ihre volksthümliche Entwicklung gewährleistet, namentlich die Gleichberechtigung ihrer Sprachen, soweit deren Gebiet reichen, in dem Kirchenwesen, dem Unterrichte, der Literatur, der inneren Verwaltung und Rechtspflege.
Nach kurzer Diskussion wird der § (nach Verwerfung eines Amendements von Esterle) angenommen.
Ebenso § 48.
„Jeder deutsche Staatsbürger in der Fremde steht unter dem Schutze der deutschen Nation.“
Dazu ein Zusatz:
„Die im Auslande angestellten Gesandten, Consuln und sonstigen Agenten Deutschlands sind verpflichtet, den Angehörigen des deutschen Volks den erforderlichen Schutz zu gewähren.“
Der Zusatz ist von Michelsen.
Die Grundrechte sind beendigt bis auf die zweite Lesung des letzten Theils.
Punkt 2 der Tagesordnung (S. o.) die Anträge von Künßberg lauten:
„Die hohe Nationalversammlung wolle beschließen,
1) es sei durch die Abtheilungen ein Ausschuß von 15 Personen [unleserlicher Text] wählen, welcher — abgesehen von dem bereits publicirten Theile der Grundrechte — alle von dem bisherigen Verfassungsausschusse vorgelegten Abschnitte eines Verfassungsentwurfs zu revidiren und über das Ergebniß unter Vorlegung eines neuen Gesammtentwurfs Bericht zu erstatten hat;
2) bis letzteres geschehen ist, sei die Berathung der Versammlung über das Verfassungswerk auszusetzen.“
Der Ausschuß hat beantragt:
„Den Künßbergischen Anträgen keine Folge zu geben.“
Nachdem Künßberg unter gänzlicher Gleichgültigkeit des Hauses seine Anträge nochmals empfohlen, sagt Jahn folgende sehr denkwürdige Worte: „Da Alle, die irgend Zeitungen lesen, klar darüber sein müssen, daß wir (die National-Versammlung) alles Zutrauen in Deutschland verloren haben, (rauschender Beifall links und Gallerien) so wird es das Beste sein, wir berathen das Wahlgesetz zum Volkshaus, demnächst das zum Staatenhaus, gehen dann nach Hause (rauschender Beifall!) und überlassen Oberhaupts- und alle andern Fragen der künftigen Vertretung von Deutschland. (Beifall und Gelächter! Auf Rateau-Jahn kann man ein bekanntes Sprüchwort anwenden: Kinder und Narren reden die Wahrheit!!!)
Plathner empfiehlt den Ausschußantrag.
Uhland (der Berichterstatter) verzichtet aufs Wort, damit das Wahlgesetz recht bald zur Berathung kommen kann, (Bravo!) dieser brave Vorsatz wird durch die „Rechte“ zu Schanden gemacht, indem sie über den ganz Interesselosen Ausschußantrag namentliche Abstimmung verlangt.
Der Ausschußantrag wird mit 298 Stimmen gegen 110 angenommen, also Künßberg's verworfen. (Bravo rechts. Links: Ruhe!)
Die äußerste Linke erklärt, sie habe gegen den Antrag gestimmt, weil sie in den Abschnitten der Verfassung weder die demokratische Freiheit noch die deutsche Einheit gewahrt findet. (Gelächter rechts.)
64 Abgeordnete aus Oestreich erklären, da die Begutachtung der östreichischen Note erst in längerer Zeit in Aussicht steht, schon heute, daß sie ihr vom Volke ertheiltes Mandat nicht anders verstehen, als daß sie berufen sind zur Begründung der Einheit Deutschlands. (Bravo.)
Punkt 3 der Tagesordnung (S. o.). Zuvörderst wird beschlossen, das Reichswahlgesetz auch 2 Mal zu lesen, und Betreffs der Diskussion die früheren Regeln (nach Schneer's Antrag) bestehen zu lassen.
Ueber das ganze Gesetz beschließt man eine allgemeine Diskussion.
Vogt beantragt, die Berathung Montag zu beginnen, damit sie ohne Unterbrechung zu Ende geführt werden können.
Biedermann beantragt hierüber namentliche Abstimmung. (Horribles Gelächter.)
Vogt's Antrag wird abgelehnt.
Die allgemeine Diskussion beginnt mit dem Berichterstatter des Ausschusses, — Scheller, welcher den „noblen“ Wahlgesetzentwurf einführt.
Als Redner sind 42 Mitglieder, größtentheils gegen den Entwurf eingeschrieben. Diesen Entwurf anzunehmen, so weit wird wohl kaum die reaktionäre Energie des Froschteiches gehen.
Folgenden Antrag beeile ich mich Ihnen zu geben. Er ist zu schön!!! (Vergl. § 2 des Wahlgesetzes.)
1. Des Abgeordneten Nägele:
Für den Fall, daß der § 2 des Majoritäts-Antrags angenommen würde, beantrage ich, um der Consequenz willen und um dem Rechts- und Ehrgefühl der arbeitenden Klassen einigermaßen zu genügen, folgende Zusätze:
Zu Nr. 4 zwischen „Handwerksgehülfen“ und „einzuschalten“: „Handlungs-, Apotheker-, Schreiberei-, Forst-, Jagd-, Pfarr- und Lehrgehülfen “: zu Nr. 5 den Beisatz: „jeden Standes.“
Ziegert spricht gegen den Entwurf.
Das ganze Haus ist leer. Alles ist Mittagessen und spazieren.
Vogt beantragt Vertagung, weil keine 200 Mitglieder anwesend.
Man zählt Es sind von über 600 Abgeordneten!! 157!! anwesend!!
Die Parlamentsdiener laufen in die um die Kirche zahlreich gelegenen Kneipen und schleppen die ehrenwerthen Mitglieder herbei.
Präsident Kirchgeßner: Die Vertagung könne nicht ausgesprochen werden, weil die Versammlung nicht beschlußfähig.
Indessen sind bis auf 200 herbeigeschleppt und die Diskussion nimmt ihren mühseligen Fortgang
Edlauer für den Entwurf.
Man läuft wieder weiter — essen. —
Um 2 Uhr vertagt sich nach Edlauer's fader Rede die Gesellschaft bis Morgen.
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@facs1237
[ 110 ] Leipzig, 14. Febr.
Das hiesige Leben ist ganz Spießbürgerthum. Das Proletariat hat noch keinen Begriff von seiner Bedeutung, und es ist auch Niemand da, der ihm denselben beibringt, obwohl der Stoff hinreichend vorhanden ist. Bourgeois und Proletarier vegetiren hier ohne zu denken, geschweige zu handeln. Die Sachsen gehören unter das gemüthlichste Zwergobst des christlich-germanischen Augiasstalls, und können ohne dessen Mist nicht gedeihen. Ihre wildesten Demokraten bringen es daher höchstens zu einer spießbürgerlichen Schützengesellschaft „mit Wein (vielmehr Bier), Weib und Gesang,“ und allerhöchstens zu einer demokratischen Gesellschaft im Odeon, wo man, ganz so wie in Frankfurt, die Frankfurter Würste, Grundrechte des deutschen Volks genannt, mit dem Talente der Frankfurter Wurst- und Hanswurstmacher, noch einmal debattirt, statt sie unisono in den Heine'schen Leibstuhl der Hammonia zu werfen. Die Demokratie wurde dort in meiner Gegenwart sogar soweit getrieben, daß man mit grundrechtlichem Talente und mit deutsch-grundrechtlicher Gemüthlichkeit über eine Stunde davon sprach, ob Zwergobst Thüringen an Zwergobst Sachsen anzuschließen sei. Wer könnte den deutschen Liliputanern auch zumuthen, Riesen und damit größer zu werden, als ihre gottbegnadeten Dynasten!
Die pickanteste Erscheinung auf dem spießbürgerlichen Dornpflaster Leipzig's sind unstreitig noch die Wiener sogenannten Flüchtlinge. Leider sind es keine rothen Kroaten, sondern nur bloße Redakteure, wenn auch Redakteure der radikalsten Blätter des ehemaligen Wiens. Die meisten von ihnen haben ihre Wiener Grundsätze, nämlich die Grundsätze, à tout prix zu redigiren, mit hieher gebracht. Nach diesen Grundsätzen redigirt z. B. der ehemalige Redakteur des ehemaligen Wiener „Grad' aus,“ nachdem er sich als solcher in Wien ziemlich gerad' aus-demokratisch benommen, jetzt in Leipzig à tout prix ebenso gerad' aus-reaktionär in die antediluvianischen Grenzboten. Damit er aber unentdeckt bleibe und später wieder einmal wienersch geradausen könne, schreibt unser Held, der sich Friedmann nennt, anonym. — Von mehren andern radikalen Flüchtlingen wird eine Wochenschrift „die Wiener Boten“ genannt, herausgegeben, deren kraftbrühende Bettelsuppen der Kölnerin nicht gleichkommen, und nur durch den Zusatz österreichischer Naivetät sich vor ihr auszeichnen. Gar ergötzlich sind darin die Lukubrationen eines gewissen Kolisch, namentlich, wo sie über französische, überhaupt nichtösterreichische Zustände herfallen. Den guten Schluckern fehlt es, da sie unwillkührlich den österreichischen gar nicht zu verlieren vermögen, noch immer an einem eigentlichen Standpunkt, indem ihnen selbst der Rechtsboden der Kölnerin ein spanisches Dorf ist. Hätten sie die ersten Begriffe von dem czechisch-kroatischen Gesammtscheusal Oesterreich, sie könnten von hier aus sehr bedeutend wirken.
Unter den zahlreichen Blättchen, welche in unserer deutschen Bücherballen- und Loyalitäts-Adressen-Stadt erscheinen, und welche der Mehrheit nach ultraabtrittsfähig sind, habe ich drei gefunden, welche eine demokratische Färbung haben, nämlich: „Die oppositionellen Blätter, Organ der radikalen Partei“ (sehr kahl und sehr matt), die „Sächsische Zeitung“ (Bourgeoisliberal, zuweilen nicht übel), und die „Verbrüderung,“ eine Arbeiterzeitung.
Die soziale Frage ist hier noch ein Nebelstreif, eine Milchstraße, ein Dunst, in welchem auf's Geradewohl planlos und deutschphantastisch herumgefochten wird. Die Verbreitung der Neuen Rheinischen Zeitung in Sachsen wird dazu beitragen, daß dieser Dunst sich verkrystallisirt. Leipzig dürfte dazu ein geeigneter Ort sein. —
Was die sächsischen Thaten betrifft, so beschränken sie sich auf Maulthaten, oder sind doch nicht viel mehr. Robert Blum's standrechtliche Ermordung hat in Leipzig, seinem Domizil, zwar einige Maulentrüstung verursacht, weiter aber auch fast nichts. Die bücherballenden Spekulanten exploitirten das Faktum zu einträglichen Geschäften, und bedauern von diesem Gesichtspunkte aus nur, daß Windischgrätz nicht mehre Blum's hat ermorden lassen. Die radikale Dresdener Kammer endlich hat nach langen Debatten auch nichts gethan, als verlangt, daß ihr Gesandter in Wien abberufen und — etwa nach Berlin geschickt wird. Das ist der äußerste Heroismus sächsisch-deutscher Zwergobst-Race, eine ihr angemessene Liliput-Sühne.
Der Buchhandel liegt ziemlich darnieder. Sonst machte Oesterreich in seiner kroatisch-deutschen Gesammtheit die hiesigen Verleger fett. Sie schwärzten unter Metternich nach Noten. Die Zeiten haben sich geändert, die Banknoten stehen tief, und andere Zahlung gibts nicht in Oesterreich. Nach Ungarn können keine Ballen mehr versendet werden, und zudem zahlen die ungarischen Buchhändler ihre Rückstände weder in Zwanzigern, noch in österreichischen, noch auch in ungarischen Banknoten, sondern sie zahlen gar nicht mehr, lassen nichts von sich hören. Das Resultat ist, daß die meisten Verleger nichts verlegen, die Schriftsteller aber betteln gehen. — Ueberdies sind sämmtliche Verleger von dem Bourgeoisgeiste dermaßen heimgesucht, daß sie ein radikales Manuskript nur wie eine glühende Kohle in die Hand nehmen.
Sie hatten sehr recht, als Sie in einer Ihrer vorhergehenden Nummern behaupteten, der Unterschied zwischen Deutschland und Oesterreich bestehe fast allein darin, daß Oesterreich Kroaten, Deutschland aber keine habe. In Oesterreich existiren auch sozial große Maßstäbe, hier aber herrscht politisch und sozial der infamste tödtlich-langweiligste, reizloseste Polizeikrähwinklianismus.
Belgien.
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@typejArticle
@facs1237
[ * ] Brüssel, 15. Febr.
Ich unterhielt Ihre Leser gestern von dem Pariser Correspondeten der „Indèpendance“. Herr Perrot verleugnet den braven Mann, aber umsonst. Gustav Robert, Literat, hat sich selbst denuncirt auf dem Bureau des Journal „Le Peuple“. Er erklärte, bis zum 15. Mai Mitglied des Club Blanqui gewesen zu sein. Er erklärte, der „Indèpendance Belge“ Noten über die Ereignisse von Paris, die Sitzungen und Redner der Clubs mitgetheilt zu haben. Er erklärte, im Ministerium des Innern in den Bureaux des Herrn Carlier (Chefs der geheimen Polizei) beschäftigt zu worden sein. Er forderte seine Freunde auf, mit denen er in Verbindung geblieben war, sich mit ihm zu vereinen, um ihm Noten über die Clubs zu redigiren, die angeblich zu einer «Histoire contemporaire des Clubs» verwandt werden sollten. Diese Noten waren für den Minister des Innern bestimmt. Herr Gustav Robert übergab sie in eigener Person Herrn Carlier. Diesen Geständnissen setzt Robert die Krone auf, indem er sich seiner Verbindungen mit Carlier rühmt und dies berüchtigte Subjekt für einen „Freund des Fortschritts und wahren Socialisten“ erklärt. Freund des Fortschritts und wahrer Socialist in der Weise des Philantropen Hody zu Brüssel.
Italien.
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@typejArticle
@facs1237
[ 068 ]
Die Journalberichte reichen aus Florenz bis zum 8. Febr. und aus Rom 6. Febr.
Aus Florenz ist der Großherzog (dem Pius IX. mit Bannfluch drohte, wenn Toskana die Constituante in Rom beschicke) über S. Stefano auf dem Bellerophon (!) nach Elba geflohen und eine Provisorische-Regierung eingesetzt worden, die aus drei erprobten Patrioten besteht, welche heißen: Montanelli, Guerrazzi und Mazzoni.
Aus Rom reichen die Journale z. B. „Contemporaneo“ bis zum 6. Febr. d. h. bis 5. Febr. Abends. Sie enthalten die Verhandlungen der ersten Sitzung der römischen Constituante, die sich hauptsächlich durch die häufigen Unterbrechungen und Ordnungsrufe des Prinzen Canino-Bonaparte auszeichnet.
Vorstehende Journalauszüge scheinen aber vom Telegraphen überflügelt worden zu sein, denn die Regierung besitzt Depeschen aus Rom vom 8. Febr. Abends. Wenigstens sagt die „Patria“ sehr diplomatisch:
„Wir glauben zu wissen, daß Berichte in Paris eintrafen, welche melden: daß in Rom am 8. Febr., Nachmittags 2 Uhr, die Republik proklamirt worden ist. An demselben wurde der Pabst seiner weltlichen Herrschaft als verlustig erklärt‥‥ Dieselbe Depesche meldet, daß sich der Großherzog von Toscana nach San Stefano geflüchtet.“
Die Dêmocratie pacifique fügt aus Privatquellen hinzu: daß auch in Florenz die Republick proklamirt wurde.
So brachte uns denn die italienische Post von heute Morgen zwei Republiken auf ein Mal!
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@facs1237
[ * ] Rom, 5. Februar.
Die konstituirende Versammlung wurde unter unbeschreiblichem Enthusiasmus von Seiten des massenhaft versammelten Volkes eröffnet. Der Minister des Innern, Armellini, verlies't eine Rede, in welcher er die Unverträglichkeit der geistlichen mit der weltlichen Macht des Pabstes nachweis't. Unter dem Ruf: „Es lebe Italien! Es lebe das Volk!“ verläßt er die Tribüne. Die Zahl der anwesenden Deputirten betrug 140. Die Kammer bildete darauf ihre Büreaux. Die ganze Bevölkerung ist auf den Straßen. 12,000 Mann Linienmilitär und Bürgerwehr stehen unter den Waffen. Die ruhige und würdige Haltung des Volks auf den Gallerien zeigt von dem moralischen Einfluß, den bereits dieser, aus dem allgemeinen Stimmrecht hervorgegangene Kongreß, ausübt. Garibaldi verlangte, daß man vor Allem die Republik proklamire. Sein Antrag wurde beseitigt, weil man nichts übereilen will, denn die Mehrzahl der Deputirten ist für die Republik.
Die Nachricht, daß Zucchi mit 10,000 Neapolitanern unter päbstlichem Banner in Fondi stehe, veranlaßte die Absendung eines Truppenkorps nach der Gränze.
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@facs1237
[ X ] Neapel, 4. Febr.
Die Kammern wurden am 1. d. Mts. bis zum 3ten vertagt. Inzwischen hieß es, daß sie an diesem Tage unter neuen Auspizien, d. h. unter einem neuen Ministerium würden eröffnet werden. Dieses Gerücht hat sich nicht bestätigt. Der 3te ist ohne die gehoffte Eröffnung vorübergegangen. Die Kammern haben zwei vorbereitende Versammlungen zur Prüfung der Vollmachten gehalten.
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@facs1237
[ * ] Neapel, 10. Febr.
Unter diesem Datum berichten Genueser Blätter, daß die Kammern das Budget zurückgewiesen und die Entlassung des Ministeriums gefordert haben.
Französische Republik.
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@typejArticle
@facs1237
[ 17 ] Paris, 15. Febr.
Die erstaunliche Schwachköpfigkeit des Jesuiten- und Biedermännerministeriums geht so weit, daß es mit Einstecken, Transportiren und Expulsiren in der That völlig sich gerettet wähnt. Wie die Kinder laut singen im Dunkeln aus purer Angst, und desto lauter je mehr sie vor Angst beben, so Herr Bugeaud nebst Spießgesellen. Seine neueste Pauke in Lyon ist ein wahres Meisterwerk. Die östreichische Mörderarmee empfiehlt er als Modell für die französische; Krieg mit dem Auslande werde es nicht setzen, desto mehr Inlandskriege (d. h. Bürgerabschlachtungen en gros et en masse) und das sei gut, Europa werde der französischen Armee Dank wissen, im eignen Lande das Europa bedrohende Unthier Anarchie oder Sozialismus zermalmt zu haben. „Nur nicht ängstlich, ruft er am Schluß, nur energisch, immer drauf los; vor Gericht nur niemals mehr Milderungsumstände aufgesucht, die Polizei geschärft, das öffentliche Anklägerauge weit geöffnet; wir siegen, wir haben das Recht! — Hört einmal die Komunisten schwätzen, das sind die Tollsten und Gefährlichsten aller Sozialumrüttler: sie wollen Gemeinschaft in Frankreich! diese Thoren scheinen nicht zu wissen, daß schon längst in Frankreich Gemeinschaft herrscht, nämlich Gemeinschaft der Interessen.“ So Vater Bugeaud; er würde jedenfalls den Windischgrätz erreichen, wenn er so glücklich wäre, östreichische Soldateska zu kommandiren. Diese afrikanischen Generale sind sämmtlich nicht einen Schuß Pulver werth, sondern nur ohne Weiteres zu guillotiniren oder stranguliren; das sind keine Franzosen mehr, das ist louis-philippsches Hofschranzenpack und Kadettengesindel mit arabischer Kriegsrohheit; die Republik muß das verschleißen, aber sie wäre toll, baute sie auf solche Kerls; Lamorciere und Cavaignac sind die einzigen Republikaner unter diesen Afrikanern: urtheilen sie jetzt auf den Rest, sagte mir ein mit den meisten derselben häufig in Berührung kommender Schriftsteller. Die Kleinbürger der Hauptstadt sind höchst gespalten, theils wollen sie um allen Preis heraus aus der jetzigen Creditsperre und Fallimentszeit, theils wollen sie lieber noch schlimmeres abwarten als einen König einsetzen sehen; in letzterm Falle vermuthen sie nicht ohne Grund eine beispiellose Mordschlacht. Genug, wenn der dumme plumpe Bugeaud mit einigen 60tausend Linien- und Nationalgardentruppen der Provinz Paris umzingelte und bombardiren wollte, (wobei es sich noch mit mathematischer Gewißheit vorhersagen läßt, daß keine französische Soldatenhand sich zum Bombardiren der „schönen und guten“ Stadt Paris hergibt) so wäre damit keineswegs die Stadt erobert; diese Kleinbürger, wenn sie den „Beduinentriumphator“ nicht einlassen wollen, sind mit dem „Blousenpöbel“ zusammen, stärker als alle Liniensoldaten des Reiches. Zudem ist es eine alte Erfahrung, daß die französische Linie wohl auf Nichtuniformirte, aber nicht auf Uniformirte, so wohl Linie als Bürgerwehr, feuert. Jedenfalls ist es nicht ohne Interesse dem allmälig und unabhaltsam heraufsteigenden Verderben des alten Staats, sammt Armee und Büreaukratie, Junkerthum und Pfafferei, zuzuschauen; wie sie anfangen zu faseln — zu zucken — zu toben und wieder zwischenein greinen und winseln und fluchen und beten. Es ist bezeichnend für diese Brut, daß sie vorgestern die Börsenkurse aufschlagen ließ, weil der Präsident Bonaparte in seinem englischen Lordsfiaker selbstständig vorkutschirte und in die Börsenhalle trat. Vive Bonaparte! heulten diese Elenden, und nur drei verlorne Stimmen brachten ein Lebehoch der Republik. Sie reißen jetzt Nachts die rothe Jakobinermütze von den Freiheitspappelbäumen, und in Cette, wo die Mütze schier zu feste saß, sägten sie den Baum ab, auf Spezialkommando des ehemaligen ultraliberalen Redakteurs en chef vom „Courrier français“, dem Freetvader und hirnlosen Tropf Leon Faucher, der als Minister eine ochsenartige Scheu vor der rothen Farbe fühlt. Der Courier français hat überhaupt Glück, der letzte Redakteur Xavier Duvrieu, jetzt sogar Volksrepräsentant, ist ausgeschieden aus der Redaktion und hat „Le Temps“, ein katzenjämmerliches, hundetrübseliges Blatt publicirt. Diese liberale Schule zeigt sich jetzt in vollster Glorie, „wie das Todtengerippe in der Leonore auf dem Kirchhof“, sagt der Toulouser Constituant. Und wie sollte sie nicht? wenn selbst des Nationals Schule scheitern geht; „Väterchen“ Marrast ward vor etlichen Tagen wieder mit Gezisch in der Oper empfangen und zum Forteilen genöthigt.
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@typejArticle
@facs1237
[ 068 ] Paris.
Die legitimistische „Union“ und das „Journal des Debats“ betrachten sich wechselseitig als Dupes. Das „Journal des Debats“ sagte zur „Union“: „Stürzen wir die Republik und setzen wir das Königthum an seine Stelle.“ Die „Union“ antwortete: „Das ist grade auch meine Absicht; arbeiten wir gemeinschaftlich und treten wir diese unmögliche Regierung der Demokratie mit Füßen.“
Beide hetzten also die „Männer der Ordnung“ auf. Aber sieh da, einer dieser Männer erklärt das Räthsel und die „Union“ entrüstet sich. Der brave Liadières, Exadjutant Louis Philipp's, seit der Februarrevolution gänzlich verschwunden, offenbart in einem Buche, das er soeben veröffentlicht hat und das nothwendig vom „Journal des Debats“ mit Weihrauch beräuchert wird, den König, der die Erbschaft der gestorbnen und beerdigten Republik antreten soll, und die „Union“, die ihren Fetisch nicht wieder erkennt, sagt zum „Journal des Debats“: „Bester, Sie täuschen sich. Dieser König ist nicht der, den wir zulassen können. Der wahre König heißt Heinrich V.
Unter anderm poltert die „Union“: „Die Regierung von 1830 rehabilitiren wollen, mag ein ganz natürliches Gelüste derjenigen sein, welche Theil an derselben genommen haben: aber die Rehabilitation könnte in keinem Falle eine absolute sein. Vor allem, sie könnte nicht von den rein revolutionären Thatsachen absolviren, denen die Regierung von 1830 ihren Ursprung verdankt. Wir werden nach dieser Seite hin kein Mißverständniß dulden, keine Confusion. Man weiß wie sorglich wir Beschwerden, Erinnerungen selbst vermieden, die Frankreich spalten konnten. Wenn andre aber nicht dieselbe Rückhaltung beobachten, werden wir gegen sie die Waffen wieder herausholen, die Waffen der Geschichte und der Logik. Man nehme sich in Acht! Wir verlangen die Vereinigung der Männer der Ordnung, aber wir verlangen sie im Interesse der Gesellschaft (des Faubourg St. Germain), im Interesse der moralischen und politischen (soll heißen: legitimistischen) Doktrinen, ohne welche es weder Volk, noch öffentliche Gewalt, noch Tradition, noch Beständigkeit giebt. Wenn sich Politiker finden, die zum Vortheile einer Koterie diese großen Gesetze der Organisation und der Sicherheit der Staaten confisziren wollen, so trennen wir uns von Ihnen.“
Was dünkt Euch von diesem Kauderwälsch. „Wir müssen die Brochüre des Herrn Liadières als einen isolirten Akt der Julidynastie betrachten. Herr Liadières war er nicht so etwas wie Adjutant Louis Philipp's? Aber der Beifall des „Journal des Debats“ ist schwerer zu entschuldigen. Es nimmt implicite wieder die ganze Theorie vom Rechte der Emeute auf, Könige zu machen und zu vernichten. Das setzt uns in Verwunderung, das zerstört die wohlwollendsten Gedanken der Vereinigung.“
Schön! Die Vereinigung existirt nicht mehr. Was wird aus (Siehe den Verfolg in der Beilage.)
[1238]
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@facs1238
Brodpreis der Stadt Köln.
Vom 18. bis zum 24. Febr. 1849.
Ein Schwarzbrod von 8 Pfd. soll kosten 4 Sgr. 3 Pf.
Köln, 19 Febr. 1849.
Der Polizei-Direktor, Geiger.
@typejAn
@facs1238
Auf die leise Anfrage vom 15. Febr. in der Kölnischen Zeitung, den Schiffer Bernhard Tillmann betreffend, erwiedere ich, daß es wahr ist, daß mein Schiff am Urmitzer Kopf festgelegen hat, daß es aber auch denselben Tag wieder flott geworden ist. Es stehet indessen Niemanden zu, Unwahrheiten zu sagen, oder er wird zum Verläumder, daß die hiesige S[c]hifffahrts-Kommission, Schiffe in Ladung, in den Blättern anoncirt, die noch vor dem Urmitzer Kopf lägen, ist eine Unwahrheit. Ich halte mit meinem Schiffe an dem hiesigen Ufer, um die mir angewiesenen Waaren in Empfang zu nehmen, möchte sich daher jener Verläumder, besser überzeugen oder belehren lassen. Noch bemerke ich ihm, daß es einem Bauern, der nicht viel von der Schifferei versteht, vielleicht nicht so geschwind gelungen sei, sich flott zu machen, wozu indessen die auf den Schiffen nöthigen Geräthschaften, (die bei manchem fehlen) mithelfen müssen.
Köln, 16. Febr. 1849.
Leonhard Tillmann.
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@facs1238
Rangschifffahrt zwischen TRIER, COBLENZ und COELN.
Die seit einer Reihe von Jahren zu einer Rangschifffahrt zwischen Trier, Coblenz u. Cöln vereinigten unterzeichneten Schiffer werden auch in diesem Jahre jene Fahrten ausführen.
Frachtpreise sind:
Von Cöln nach der Mosel und Trier
5 Sgr. per 50 Kilogr.
Von Cöln nach der Saar
9 Sgr. per 50 Kilogr.
Von Cöln nach Luxemburg
13 1/2 Sgr. per 50 Kilogr.
Für prompte und gute Ablieferung der Güter werden die Unterzeichneten sorgen und bürgen ihre bekannten Namen dafür, dass sie diesem Versprechen nachkommen werden. Der verehrliche Handelsstand wird demnach gebeten, sich dieser Beurt für die Waaren-Beziehungen von Cöln und Coblenz zu bedienen und den resp. Gecchäftsfreunden die Verladung an die Unterzeichneten besonders empfehlen zu wollen.
Trier, den 18. Januar 1849.
Die Rangschiffer zwischen Cöln und Coblenz:
Leonhard Tillmann.
Jacob Tillmann.
Joseph Zeiler.
Gisbert Weidner.
Dionis Schlaegel.
Pantaleon Schlaegel.
Die Rangschiffer zwischen Coblenz und Trier:
Johann Lauterborn.
Johann Mathias Bayer.
Michel Lauterborn.
Georg Wolff.
Nicol. Lucas.
Johann Wolff,
Nicol. Bayer.
Theodor Reudenbach.
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@facs1238
Herr André Stahl!
Ist Ihre Anzeige in der Kölnischen Zeitung Nro. 24 vom 28. Januar, betreffend Schiff Europa, Kapt. Whitmi, auch ein Irrthum?? Ihre Berichtigung von gestern liefert mir den Beweis, daß Ihre Ankündigungen auf Unwahrheiten beruhen, und wäre es besser, Sie sparten sich die Gelder der Insertionen.
Schmitz.
@typejAn
@facs1238
Mosel-Dampfschifffahrt.
Wir werden unsern diesjährigen Dienst am Samstag den 3. Februar eröffnen und vorläufig wöchentlich vier Mal fahren, und zwar von Trier:
Montags, Mittwochs, Freitags und Samstags, Morgens 5 Uhr:
von Koblenz:
Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags, Morgens 6 Uhr.
Taxen für Güter und Personen sind unverändert geblieben.
Trier, den 29. Januar 1949.
Die Direktion.
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@facs1238
Dampfschifffahrt zwischen Bremen und New-York durch die amerikanischen Post-Dampfschiffe Washington, Capt Johnston, Hermann, Capt Cratbree.
Die erste diesjährige Fahrt wird am 20. Februar von New-York und am 15. März von der Weser stattfinden, und regelmäßig in den folgenden Monaten am 15. ein Schiff von hier abgehen.
Nähre Nachrichten ertheilen C. A. Heineken & Comp. in Bremen
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@facs1238
Bei J. P. Grohe in Mannheim ist so eben erschienen, und in der unterzeichneten Buchhandlung wieder angekommen: D'ESTER, der Kampf der Demokratie und des Absolutismus in der preuß. konstit. Versammlung, brochirt 72 Seiten. Preis 8 Sgr.
Vorräthig bei Adolph Bädecker in Köln.
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@facs1238
Herrenkleider werden gewaschen und reparirt. Herzogstraße Nr. 11.
@typejAn
@facs1238
Das Unterhaus Trankgasse Nr. 33 zu vermiethen.
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@facs1238
Das Haus Telegraphenstraße Nr. 45, mit Einfahrt Garten etc., billig zu vermiethen. Näheres Trankgasse 35.
@typejAn
@facs1238
Ein Haus oder Unterhaus wird zu miethen gesucht, unter Hutmacher Nr. 18
@typejAn
@facs1238
Für eine Tapetenfabrik in Münster wird ein junger Mann gesucht, der mit diesem Artikel vertraut, auch Reisen besorgen kann.
Das Nähere auf frankirte Briefe unter Lit. M. durch die Expedition dieser Ztg
@typejAn
@facs1238
Ein braves Mädchen aus dem Oberlande sucht Dienst. Bescheid auf der Ahr Nr. 5.
@typejAn
@facs1238
OSTENDER-AUSTERN-DEPOT für Deutschland, große Budengasse Nr. 1 in Köln.
Diesem Depot, in welchem während den Karnevalstagen in der ersten Etage noch ein drittes Gastzimmer geöffnet ist, anhaltend täglich zugehenden ganz frischen Austern, werden auch an den vorbesagten Tagen bei einer Auswahl vorzüglicher in- und ausl. Weine, zu den nachstehend beigefügten Preisen verabreicht:
  • Kleine Austern a Sgr. 25
  • Mittel Austern a Thlr. 1 1/4
  • Grösste gemästete a Thlr. 2
  • p. 100 Stück
Ferner ist daselbst in bester Qualität vorräthig zu finden:
Echter Astrachan, sowie Elb. Kaviar, ersterer à Thlr. 1 1/2 und letzterer à Sgr. 25 pr. Pfd.; geräucherter Wintersalm, dicker Spickaal, Sprotten — geräucherte Sardinen —, holl. Milcher und einmarinirte Häringe, holl. Sardellen, Pricken, Kräuter-Anchovis, dicke pommersche Gänsebrüste von 22-25 Sgr. pr. Stück, Gothaer Servelatwurst à Sgr. 8 pr. Pfd. und viele Sorten Käse, unter welchen letztern namentlich wegen ihrer Vorzüglichkeit «Fromage de Brie» und «Fromage de Neufchatel» besonders hervorgehoben werden dürfen.
@typejAn
@facs1238
Δ Eine Lebensgefährtin wird gesucht. Briefe unter der Chiffre Δ. S. können in der Expedition der Köln. Ztg. abgegeben werden.
@typejAn
@facs1238
Haupt-Niederlage der Tabake von W. BRUNZLOW & Sohn in BERLIN bei W. F. KIRCHNER vormals FRANZ RAVEAUX Hochstrasse Nr. 77 in Cöln.
Varinasblätter, Mischung Nr. 1per Pf.16 Sgr
Varinasblätter, Mischung Nr. 2per Pf.12 Sgr.
Varinasblätter, Mischung Nr. 3per Pf.10 Sgr.
Varinasblätter, Mischung Nr. 4per Pf.8 Sgr.
Cuba-Canaster10 Sgr.
Lager importirter Havanna, Bremer und Hamburger Cigarren.
@typejAn
@facs1238
Ein Unterhaus zu vermiethen, was sich wegen seiner guten Lage zu einem jeden Ladengeschäft eignet, Thurnmarkt Nr. 15.
@typejAn
@facs1238
Von Nußbaum ein Sekretär, sechs Stühle, zwei Schreibtische, ein Magahoni Klapptisch, sind billig zu verkaufen. kleine Budengasse Nr. 18.
@typejAn
@facs1238
Das Haus kleine Budengasse Nr. 12 steht billig zu verkaufen oder auch zu vermiethen. Bescheid Friedrich-Wilhelmstraße Nr. 7
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@facs1238
DIEPGEN & BECKERSHOFF in Neanderthal bei Mettmann, Kreis Elberfeld, empfehlen: Roman-Cement, Mineral-Farben, Stuckatur- und Land-Gyps, Traß, Hydraul-Kalk, Knochenmehl, geschnittene, geschliffene und behauene Sand-, Kalk- und Marmor-Steine zu Flurbelegen, Bausteinen, Mühlen-Kopfstein-Geläufen, Denkmäler etc. zur geneigten Abnahme.
@typejAn
@facs1238
Empfehlung.
Ich empfehle mich mit Metzer Strohstühlen, so wie alte Stühle in Rohr oder Stroh zu flechten, sowie in Besen und auch zu repariren. Unter Pfannenschläger Nr. 26.
@typejAn
@facs1238
Schön geformte glasirte Spielsachen einen Zoll hoch, wieder vorräthig bei Paul Jos. Bungartz, unter Hutmacher Nr. 18.
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@facs1238
Austern-Salon Breitstraße Nr. 59—.
Am 18, 19, 20. und 21. d. frische englische Austern in allen Sorten und zu den billigsten Preisen. Ikra und deutscher Caviar, Mock-Turtle (Schildkröten-Suppe) alle Sorten Weine, in vorzüglicher Qualität und preiswürdig, die feinsten Seefische in Portionen u. s. w., bei J. Barlen.
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@facs1238
Wein-Verkauf außer dem Hause.
Reingehaltener Moselwein per Quart 2, 2 1/2, 3 und 3 1/2 Sgr..Johannisstraße Nr. 48.
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@facs1238
LASILHOUETTE, ILLUSTRATION POUR RIRE, 600 vignettes par an, 52 rébus illustrés. Une livraison chaque dimanche, égale à deux numéros [unleserlicher Text] Charivari, illustrée par les meilleurs artistes et rédigée par les plus spirituels écrivains de la presse parisienne. Voilà ce que la Silhouette donne pour le prix de 6 fr. par an, 3 fr. 50 c. pour six mois (2 fr. en sus par an pour la provinee.)
Primes rendues gratuitement chez l'abonné: pour six mois: Les Journées de Juin, 1 vol in-32, avec 50 vignettes, portraits, etc., et un album de caricatures, charges et actualités comiques. — Pour un an, les mêmes ouvrages, plus la Bourse et les Boursiers, 1 vol. in-32, avec 100 caricatures. — On s'abonne à Paris, rue Feydeau, 22; en province, chez les libraires, aux Messageries; à la poste, par mandat. (Affranchir.)
La Silhouette vient de commencer la biographie de M. Emile de Girardin Les personnes qui souscriront pour le 1er janvier 1849 recevront gratuitement les premiers chapitres de cette biographie qui auront paru avant la date de leur abonnement.
@typejAn
@facs1238
Sechs Stück der besten Piano von 300, 250 200, 185, 160, 145 Thlr., vier Stück Piano von 110, 130, 140, 160 Thlr. bei J. P. Hospelt, Höhle Nr. 35.
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@facs1238
Rothenberg Nr. 3 sind mehre Zimmer zu vermiethen. Das Nähere Friedrich-Wilhelmstraße Nr. 7.
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@facs1238
Altes Kupfer und Messing wird fortwährend angekauft bei F. Dorandt, Lungengasse Nr. 31.
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@facs1238
Mailust in Deutz.
Großes Maskenfest.
Sonntag maskirte Tanzmusik.
Montag großer Maskenball der mobilen Weibergarde.
Anfang um 7 Uhr, um 12 Uhr großer Zug. Parade-Aufstellung und Ballet. Eintrittskarten zum Balle à 5 Sgr. sind zu haben bei Herrn Hackhausen, Herzogstraße Nr 4, Herrn Halin in der Börse und im Ball-Lokale in Deutz — An der Kassa 7 1/2 Sgr. Unmaskirte Damen frei.
Der Kommandant, (Gez.) Lolla.
@typejAn
@facs1238
Ausgezeichnete Punsch-Essenz, Rum, die große Flasche 17 1/2 Sgr. Die halbe 9 Sgr. Arrac, die große Flasche 22 1/2 Sgr. Die halbe 11 1/2 Sgr. bei G. Tonger, Pauluswache.
@typejAn
@facs1238
Zu dem bewußten Zweck lade ich meine Freunde ergebenst ein, auf Samstag Abend 7 Uhr in die Punschstube bei H. Cron Unter Gottesgnaden Nr. 13 u. 15.
J. Kurth.
@typejAn
@facs1238
Rum-Punsch-Essenz Sgr. 18 die Flasche, Antillen-Rum, Sgr. 12 1/2 der Krug, so wie ausgezeichneter Nordhäuser zu billigem Preise in der Liqueur-Fabrik von H. Cron. Unter Gottesgnaden Nr. 13 und 15.
@typejAn
@facs1238
Bekanntmachung.
Die diesjährige Heberolle der Beiträge für die bei der Rheinischen Provinzial-Feuer-Societät versicherten Gebäude der Stadt Köln, ist heute dem Steuer-Einnehmer Herrn de Berghes zugestellt worden. Die betreffenden Hausbesitzer werden demnach hiermit veranlaßt, ihre resp. Beiträge innerhalb der im §. 29 des Reglements vom 5. Januar 1836 festgesetzten Frist von 8 Wochen an den genannten Empfänger einzuzahlen.
Köln, den 24. Januar 1849.
Das kön. Oberbürgermeister-Amt, Justizrath Schenk.
@typejAn
@facs1238
Niederländische Handels-Gesellschaft.
Die Direktion macht bekannt, daß von ihr zu Amsterdam am 6. März 1849 verkauft werden sollen:
14697Kranjangs und Kanasser Java-Zucker, lagernd
daselbst.
20869Kranjangs und Kanasser Java-Zucker, lagernd in
Rotterdam.
2506Kranjangs und Kanasser Java-Zucker, lagernd in
Middelburg.
Die Notizen und Verkaufs-Bedingungen sollen zeitig ausgegeben werden.
Amsterdam, 29. Januar 1849.
Van der Oudermeulen, Präsident.
Goudswaard, Dir., d. Z. Sekretair.
@typejAn
@facs1238
Zu Commissions-, Speditions- und Incasso-Beschäftigungen, sowie zur Uebernahme von Agenturen, empfehlen sich unter Zusicherung promptester und billigster Bedienung.
Carl Nettelbeck & Comp. in Danzig
@typejAn
@facs1238
Ausverkauf.
Da ich wegen Alterschwäche meine Spiegel u. Möbelfabrik eingehen lasse, so verkaufe ich die vorräthigen Spiegel und Möbel, elegante als einfache, in Palisander, Mahagoni, Nuß- und Kirschbaum zu den billigsten Preisen und bitte um gen[e]igten Zuspruch.
Joh. Gottfr. Schlömer, Hohestraße Nr. 20-24
@typejAn
@facs1238
Börse bei Halin.
Während den Karnevalstagen grosse Harmonie.
J. H. Halin.
@typejAn
@facs1238
Schöne Aussicht am Holzthor!
Täglich frischer Maiwein, vorzügliches baierisches Bier, preiswürdige Weine und Kaffee, nebst prompter Bedienung. Es bittet um geneigten Zuspruch Cath. Fühling.
@typejAn
@facs1238
Ich empfehle meine große Carnevals-Garderobe zu den billigsten Preisen.
Tonger, Pauluswache.
@typejAn
@facs1238
Für Herren neueste französische und englische Kragen und Ueberhemde.
Obenmarspforten 42.
@typejAn
@facs1238
Wirthschafts-Eröffnung.
Die Uebernahme der Gastwirthschaft zum „Nürnberger Hof“ am Appelhofplatz zeige ich hiermit ergebenst an, und empfehle meine damit verbundene Restauration und baierisches und Bockbier zu geneigtem Zuspruch, unter Zusicherung bestmöglicher und billiger Bedienung.
Leonhard Horn.
@typejAn
@facs1238
Zum ge[unleserlicher Text]lligen Besuch empfehle ich meine Punschstube bestens und verabreiche auch eine gute Flasche Wein.
H. Cron, Unter Gottesgnaden Nro. 13 u. 15.
@typejAn
@facs1238
Rein gehaltene Weine vorzüglicher Qualität rothen und weißen, per Krug zu 5 Sgr. und 8 Sgr außer dem Hause bei H. Cron, Unter Gottesgnaden Nro. 13 u. 15.
@typejAn
@facs1238
Ein Haus oder Unterhaus wird, um es Anfangs März zu beziehen, zu miethen gesucht. Unter Hutmacher 18.
@typejAn
@facs1238
Marasquin Punsch-Essenz,
Annanas Punsch-Essenz,
Arrac Punsch-Essenz,
Rum Punsch-Essenz,
Batavia-Arrac,
Jamaica-Rum,
Cognac,
Malaga,
Madera,
Holländischer Anisette etc.
Alles in vorzüglicher Qualität und zum billigsten Preise in der Liqueurfabrik von H. Cron, Unter Gottesgnaden Nro. 13 u. 15.
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@facs1238
J. P. Hospelt, Höhle 35 nimmt alle solide Gegenstände in Niederlage zum Verkauf an; kauft solche sowie Gold und Silbergegenstände.
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Medallien mit dem wohl getroffenen Bilde Robert Blums empfiehlt in ausgezeichnet schöner Arbeit, mit Beschreibung Fr. Hermann, Marsplatz Nr. 3.
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Restauration GUTTENBERG.
Obige Restauration empfiehlt bestens Romberg.
Zugleich bemerke ich, daß ich für die Karnevalsfestlichkeiten ein ausgezeichnetes Fuder 1846r Pisporter in Anstich genommen habe.
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Englischer Hof.
Für die bevorstehenden Karnevalstage empfehle ich meine Restauration aufs Beste. Zu jeder Zeit des Tages werden alle der Saison angemessene kalte und warme Speisen bei mir verabreicht, und habe ich für gute und preiswürdige Weine bestens gesorgt. — Table d'hôte findet täglich Punkt 1 Uhr Statt.
Köln, 17. Februar 1849.
H. J. THIBUS, Kasinostraße Nro. 1.
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Saamen-Offerte.
Zu bevorstehender Kultur-Zeit empfehle ich mein Lager von Fichten-, Rothtannen-, Weißtannen-, Kiefer-, Lärchen-, Schwarzkiefer-, Birken-, Ulmen-, Rothbuchen-, Ellern-, Nordischen Berg-Ellern-, Akazien-, Ahorn- und andere Nadel- und Laubholz-Sämereien zur gefälligen Abnahme. Vollständige Preis-Verzeichnisse bitte ich bei mir abfordern zu lassen
H. G. Trumpff, in Blankenburg am Harze.
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Feines Mainzer Schwungmehl und beste Bamberger Schmalzbutter, so wie Muzen und Muzenmandeln bei Weiler, unter Gottesgnaden Nr. 9.
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Große Vorstellung des Monster Elephanten mit neuen Abwechselungen täglich von Morgens 10 bis Abends 7 1/2 Uhr. Die Fütterung wird um 11, 2, 3, 4 und 5 Uhr stattfinden. Um 6 Uhr Hauptfütterung, wo man zugleich sehen kann, wie er 6 bis 8 Eimer Wasser verschlingt, und auf welche Weise er sich des Rüssels bedient um das Wasser zu sich zu nehmen. Um 7 Uhr letzte und große Fütterung.
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Hôtel Royal 26 New-Bridge-Street Blackfriars London bei C. de Keyser.
Das einzige Hotel in London, wo sämmtliche Bedienung in deutscher und französischer Sprache Statt findet.
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Associations-Gesuch.
In einem Speditions-Geschäft Baierns wird ein thätiger, mit vielen Bekanntschaften, besonders in den Rheinlanden und den Niederlanden, versehener solider Mann zur weiteren Ausdehnung mit etwas Fond als Associe gesucht. Frankirte Offerten besorgt das Comptoir von Julius Jaffé, Allee Nro. 17 in Frankfurt a. M.
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Circa 300 Pfd. Makulatur zu verkaufen Die Expedition sagt wo.
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Ich wohne jetzt Hochstraße Nr. 43 nahe beim Augustinerplatz.
Dr. LEUFFEN, prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer.
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Theater Anzeige.
Sonntag, den 18. Februar: Euryanthe. Große Oper in 3 Akten von M. v. Weber.
Montag, den 19. Februar: Martha oder der Markt zu Richmond. Große Oper in 4 Akten von Flotow.
Dienstag, din 20. Februar: (Vormittags 11 Uhr.) Gustav oder der Maskenball. Große Oper in 5 Akten von Auber.
Unter Mitwirkung des Herrn Balletmeisters Martin, der Frau Martin-Zimmann und des Fräulein Gärtner Ende um 1 Uhr Mittags.
Abends großer Maskenball im Theater. Anfang um 9 Uhr.
Mittwoch, den 21. Februar: Der Templer und die Jüdin. Große Oper in 4. Akten von Marschner.
Einem resp. Publikum steht es frei, in Dominos oder sonstigen Costüms gegen Abgabe des Billets ersten Rangs oder Parterre den 5. Akt des Gustavs auf der Bühne mit beizuwohnen.
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Der Gerant Korff.
Druck von J. W. Dietz, unter Hutmacher 17.