[1251]
Neue Rheinische Zeitung
Organ der Demokratie.
No 227. Köln, Mittwoch den 21. Februar. 1849.
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Vierteljähriger Abonnementspreis in Köln 1 Thlr. 7 1/2 Sgr., bei allen preußischen Postanstalten 1 Thlr. 17 Sgr. ‒ Im Auslande wende man sich: in Belgien an die betreffenden Postanstalten; in London an W. Thomas, 21 Catherine- Street, Strand; in Paris an W. Thomas, 38 Rue Vivienne, und an A. Havas, 3 Rue Jean Jacques Reusseau.
Insertionen werden mit 18 Pf. die Petitzeile oder deren Raum berechnet.
Auskunft, Annahme und Abgabe chiffrirter Briefe gratis.
Nur frankirte, Briefe werden angenommen.
Expedition unter Hutmacher Nro. 17.
Der kölnische Karneval hat der Mehrzahl unserer Setzer heute nicht gestattet, auf die Setzerei zu kommen. Wir sind daher genöthigt, heute in verkleinerter Gestalt zu erscheinen.
Deutschland
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[ X ] Berlin, 17. Febr.
Das Vertagungsprojekt ist von derjenigen Partei des Ministeriums, welche von vornherein dafür war, noch nicht aufgegeben; nur wird man es jetzt auf anderm Wege zu verwirklichen suchen. Man wird nämlich den Vertagungsantrag von der Kammer selbst ausgehen lassen und hofft in der zweiten Kammer die Partei Vinke-Bodelschwingh dazu benutzen zu können. In der Presse arbeitet man einstweilen durch die bekannte Parlaments- Korrespondenz darauf hin und läßt auch von Frankfurt aus noch immer in demselben Sinne schreiben. Zusammenhängend mit diesen Plänen, welche auf möglichst lange Aufrechterhaltung der Bayonnettherrschaft hinauslaufen, sind die in neuester Zeit mit so offenbarer Absichtlichkeit verbreiteten Gerüchte, wonach die republikanische Partei in Süd- und Mittel- Deutschland Vorbereitung zu einer bewaffneten Schilderhebung treffe. Mit diesen einschüchternden Nachrichten nicht zufrieden, verbreitete dieselbe Partei das Gerücht, als werde heute hier selbst ein Aufstandsversuch gemacht werden und sind deshalb nicht allein sämmtliche Truppen seit einigen Tagen in den Kasernen schlagfertig gehalten, sondern auch heute Kanonen ins Schloß gebracht worden. Das Lächerliche und Ungegründete aller dieser Verdächtigungen bedarf kaum der Erwähnung.
Ein neuer Kandidat für die deutsche Kaiserkrone und vielleicht ein erfolgreicherer als Habsburg und Hohenzollern ist in der Person des, wenn auch nicht mit einer Krone doch mit Witz von Gott begnadeten, bekannten Weinhändlers Louis Drucker aufgetreten. Derselbe veröffentlicht nämlich in den heutigen Blättern folgende für den Frankfurter Kaiser- Carneval höchst angemessene Anonce:
„Von meinem höhern Standpunkte als ehemaliger Hoflieferant Sr. Durchlaucht des Fürsten von Schönburg (hochseeligen Angedenken) beleuchtet, kann aus der Einheit Deutschlands in den ersten 14 Tagen nichts werden, weil sich zu viele Sonder- Interessen der Fürsten in Frage stellen.“
„Ich glaube allen Parteien zu dienen, wenn sich sämmtliche deutsche Volksstämme dahin einigten, mich als
Deutschen Kaiser
zu proklamiren.“
„Ich gelobe feierlichst, stets vergnügt zu sein, täglich eine Metze Witze zu liefern und sämmtliche Reaktionärs mit einem Hofraths- Titel zu versehen, damit endlich Ruhe und Ordnung eintreten mag!“
„Freundschaftlichen Gruß an meine Völker!“
Louis Drucker,
vergnügte Weinhandlung, Judenstr. 2
Herr Hinkeldey hat jetzt Tag und Nacht einen Polizisten auf der Post um hier ankommende oder durchgehende Gewehre zu entdecken, und das General- Postamt hat die Postbeamten angewiesen, dabei hülfreiche Hand zu leisten. Dies beweist nicht nur die Aengstlichkeit der Behörden, sondern eröffnet uns auch die erfreuliche Aussicht, nächstens das seit dem März aufgehobene schwarze Cabinet zur Eröffnung der Briefe wieder eingerichtet zu wissen. ‒
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[ X ] Berlin, 18. Febr.
Bei der sehr thätigen und rüstigen hiesigen Buchhandlung von Reuter und Stargardt ist nun auch ein Verzeichniß der Abgeordneten zum Preußen- Vereiner- Kongreß, vulgo erste Kammer, erschienen, dem jedoch bis jetzt noch 7 Namen fehlen. Wir ersehen daraus, daß, ohne Rücksicht auf die Doppelwahlen, 21 Mitglieder der aufgelösten Nationalversammlung, 10 Mitglieder des Redeübungsvereins der Paulskirche und 34 seelige vereinigte Landtägler gewählt worden sind. Der Opposition (d. h. größtentheils der des Herrn Bornemann und Anhänger) lassen sich wenigstens oder höchstens ‒ wie man will ‒ einige zwanzig Mitglieder zuzählen. An Doppelwahlen sind 12 vorgekommen; dreimal wurden gewählt 5 Personen, nämlich Oberpräsident v. Auerswald; Oberpräsident Flottwell; Ministerpräsident Brandenburg; Calicofabrikant und Minister a. D. Milde und der Prinz von Preußen; viermal gewählt wurden Oberstlieutenant v. Griesheim; Chef der Bank Hansemann und Staatsminister Ladenberg. Auf schon zur zweiten Kammer gewählte Personen sind 9 Wahlen auch zur ersten gefallen. An Ministern, hiesigen wie Frankfurtern, ehemaligen wie jetzigen, und Unterstaatssekretären, wird der Rath der Weisen 20 zählen; außerdem wird er auch zwei Diplomaten und 26 hohe Staats- und höhere Gerichtsmitglieder zählen. ‒ Was die Bezeichnung der Oppositionsmitglieder betrifft, so kann dieselbe bei dieser meist aus unbekannten Größen zusammengesetzten Kammer nicht Anspruch auf Genauigkeit machen, da es sehr schwer ist, das Oppositionselement von vorn herein zu bezeichnen.
Nachstehende Thatsache ist abermals ein Beitrag zur Geschichte der Befürchtungen einer insurrektionellen Bewegung, welche die hiesige Regierung in diesem Augenblick entweder hegt oder ‒ aus leicht begreiflichen Absichten ‒ zu hegen sich den Anschein giebt. Vorgestern erhielten die Schüler der hiesigen Artillerieschule Gewehre zugestellt, die vom Zeughause her geliefert, aber nicht durch den vordern Eingang des unter den Linden liegenden Gebäudes, sondern durch die in der Dorotheenstraße angebrachte Hinterthür in die Artillerieschule gebracht wurden. Dort erhielt jeder Schüler ein Gewehr mit der nöthigen Munition. Bei der Vertheilung, die natürlich mit einem Namensaufruf verknüpft war, hielt der Direktor der Schule, ein Artillerie- Oberst, eine Anrede, in der es unter Anderem hieß: Se. Majestät erweise den Zöglingen der Artillerieschule in besonderer Gnade die Ehre, sie zu bewaffnen. Dagegen hoffe Se. Majestät, daß die Zöglinge das Gebäude mit ihrem Blute und bis zum letzten Blutstropfen vertheidigen würden. Diese Bewaffnung selbst sollten sie übrigens pflichtmäßig verschweigen. (In Folge dieser letzten Empfehlung ist die Sache natürlich stadtkundig gewarden.)
Unter dem Vorwande, daß man Füsilier- Brigaden einrichten will, werden im Laufe dieser Woche die beiden, viel mißliebiges Element, d. h. viel Berliner einjährige Freiwillige enthaltenden Musketier- Bataillone des 24. Regiments nach Stettin geschickt und dafür Füsilierbataillone der Pommer'schen „ Druffer“ vom 2. und 9. Regiment hierhergezogen werden.
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Posen, 14. Februar.
Die „Gazeta polska“ spricht sich über die Exzesse in Nakel folgendermaßen aus:
Der gebildete Theil der Polnischen Bewohner Nakels und der Umgegend hatte am 7. d. M. eine fröhliche Abendunterhaltung beabsichtigt. Um 8 Uhr, als sich eben mehrere Männer und drei Damen eingefunden hatten, folgte ihnen dicht auf dem Fuße eine Menge von mehreren Hunderten meist fremden Eisenbahn- Arbeitern, die unter wildem Rufen und Dräuen Besitz vom Saale nahmen, und nachdem sich die wirklichen Gäste, wie natürlich, eiligst entfernt, unter Schreien und Schwingen von Knüppeln zu tanzen begannen.
Das Vergnügen dauerte etwa eine Stunde, bis der Bürgermeister erschien und die Menge bittend anredete, welche nun, nachdem sie ihm ein Hurrah gebracht und als auch Truppen sich näherten, abzog. Während des Tobens im Saale durchsuchten Andere das Haus unter dem Vorwande, Waffen zu erforschen, wobei sie mehrere Kisten der Gäste erbrachen, einen Theil derer Sachen mitnahmen, andere liegen ließen, noch andere zerrissen, auch hiebei einige Gäste mit Stöcken traktirten.
Der ganze Exzeß war augenscheinlich vorbereitet, da die Arbeiter und Handwerker keine Ursache hatten, gegen die Polen feindlich aufzutreten, im Gegentheil die Berliner Eisenbahnbauer friedliche Gesinnungen gegen die Polnischen Bewohner gehegt hatten. Der Vorfall geschah an einem Mittwoch, also an einem Werktage, und es sollen Leute, die auf 1 1/2 Meilen- Entfernung von der Stadt beschäftigt werden, dabei betheiligt gewesen sein. Die ganze Aufführung dieser Tragikomödie wurde schon mehrere Tage vorher laut besprochen und die Akteure durch freigebige Verabreichung von geistigen Getränken hierzu tauglich gemacht. Der Bürgermeister, obgleich von der beabsichtigten Abendunterhaltung in Kenntniß gesetzt, obgleich alle jene meuterischen Vorbereitungen unter seinen Augen gemacht wurden, traf keine Maßregeln, weder zur Verhütung, noch zur schleunigen Unterdrückung der Ruhestörungen, wenngleich die Truppen schon eine Stunde vorher bereit standen und nur der Requisition zum Einschreiten harrten.
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[ 24 ] Wien, 15. Febr.
Die östreichische Note in Betreff der deutschen Verhältnisse findet sich nun auch in den hiesigen Zeitungen abgedruckt. Aus Token läßt sich die „Presse“ berichten:
„Am 29. Jan. wurde in St.- Martin eine Nationalversammlung abgehalten, zu welcher eine jede Gemeinde des thuroczer Comitats ihre Vertreter sandte. Es wurde beschlossen, den Kaiser zu bitten, daß die Slowakei ihre autonome, von den Magyaren unabhängige Verwaltung erhalte, und daß sie sofort ihre Abgeordneten zum Reichstage abschicken könne. Es wurde eine eigene Deputation gewählt, welche diese Petitionspunkte nach Olmütz überbringen soll.“
Da Carneval ist, konnten wir diesen Beitrag zu den diesjährigen Faschingswitzen nicht mit Stillschweigen übergehen. Die Telegraphenlinie von hier bis Triest ist vollendet und seit dem 12. d. in Thätigkeit.
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Olmütz, 14. Februar.
Wenn dieser Brief mit der gewöhnlichen Postschnelligkeit, wollte sagen Postlangsamkeit, in Ihre Hände kömmt, so werden wir vielleicht dann schon sagen: wir haben einen Reichstag gehabt! ‒ Denn Wohlunterrichtete gestehen, daß die langen Verhandlungen der Minister in Wien und auch der neulich endlosen Ministerconseil in Olmütz, ausdrücklich Berathungen über die vorzulegende Constitution enthielten.
[(C. Bl. a. B.)]
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München, 13. Febr.
Die Ministerkrisis ist noch immer nicht zu Ende. Die „Mannh. Abend.“ theilt folgendes interessante Faktum über die Vorarbeiten zum neuen Ministerium mit:
„Am Hofe zu Nymphenburg werden unter andern Personen Armansperg und Abel Abends heimlich und so empfangen, daß keiner von der Anwesenheit des Andern etwas weiß. So kam denn dieser Tage Abel Abends nach Nymphenburg und wurde von dem Leibjäger in Folge erhaltenen Befehls in ein Kabinet gebracht, weil Armansperg gerade bei dem Könige war. Als aber Armansperg seine Arbeit vollendet hatte, wurde ihm durch ein Versehen der Lakaien der Mantel Abels umgehangen und der excellente Herr Expräsident und Exminister hätte nicht bemerkt, daß er in einer ultramontanen Kutte stecke, wäre nicht ein Lakai mit den Worten herbeigeeilt: „um Gotteswillen das ist ja Herrn von Abels Mantel.“ Armansperg war nicht wenig verblüfft, als er auf solche Weise die heimliche Anwesenheit Abels entdeckte.“
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Frankfurt, 17. Februar.
Seit einigen Tagen sind in unserer Stadt wieder verschärfte militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die Passage an der Stadtallee, in deren Mitte sich die hölzernen Nothställe für die hess. Husaren befinden, ist von Abends 10 Uhr an nur für die Bewohner der benachbarten Häuser noch zugänglich, weil sich in der jüngsten Zeit allerlei verdächtige Symptome von Brandlegung etc. gezeigt haben sollen. Auch die Kanonen sind in sicheres Gewahrsam gebracht und die vor denselben befindlichen Wachen verstärkt worden. Außerdem hat man der hiesigen Besatzung die Dienstvorschrift vom vergangenen November neuerdings in Erinnerung gebracht, und es macht sich überhaupt allenthalben eine strengere Handhabung der militärischen Vorsichtsmaßregeln bemerkbar. ‒ Heute wurde von einer großen Anzahl österreichischer, preußischer und hessischer Truppen mit den dazu gehörigen Geschützen ein großer Uebungsmarsch durch die Umgegend vorgenommen.
[(Fr. Jour.)]
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Mainz, 16. Febr.
Die hiesige Zeitung widerruft heute die Nachricht von Dr. Löhr's Tode.
Ungarn.
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Edition: [Friedrich Engels: Sieg des Generals Bem bei Hermannstadt – Vom Kriegsschauplatz, vorgesehen für: MEGA2, I/8. ]
Der Inhalt dieses Artikels kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht angezeigt werden.
Italien.
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[ * ]
Der weggelaufene Oestreicher, Leopold von Toskana, hat zwei Briefe an Guerazzi, den Konseilpräsidenten adressirt. Wir [1252] geben kurz ihren Inhalt nach dem toskanischen Moniteur. In dem ersten Briefe, d. d. Siena, 7. Februar, schreibt er, er wolle Toskana nicht verlassen, dazu habe er es viel zu lieb. Der eigentliche Inhalt des Briefs aber besteht in der Forderung, ihm die Personen, deren er unumgänglich nöthig habe, wie seine Equipagen und die seiner Familie folgen zu lassen. Unter diese unentbehrlichen Personen zählt er den Gouverneur seiner Kinder, ihren Kavalier, seine Sekretäre. Dies erste Schreiben richtet sich, wie man sieht, an den eigentlichen Staat Leopold's, seinen ‒ Hofstaat.
In dem zweiten Briefe, ebenfalls d. d. 7. Februar Siena erklärt er die „wahre Ursache seiner Flucht“. Der Wunsch, gefährliche Störungen zu vermeiden, habe ihn am 22. Januar 1849 bestimmt, in seinem Namen den Kammern den Gesetzvorschlag über die Wahl toskanischer Repräsentanten bei der italienischen Constituante vorlegen zu lassen. Da seien Gewissenszweifel in ihm erwacht, ob er durch Billigung eines solchen Gesetzes nicht der im päbstlichen Breve vom 1. Januar 1849 von [unleserlicher Text] angedrohten Exkommunikation verfalle. Sämmtliche Patres, Cansuisten und Beichtväter hätten ihm erklärt, der Casus sei bedenklich, er verfalle durch die Billigung jenes Gesetzes der Censur der Kirche. Um nun mit sich selbst in's Reine zu kommen, habe er sich in einem Schreiben vom 28. Januar an den natürlichen obersten Richter in dieser Angelegenheit, an den Pabst selbst gewandt. Der Pabst habe ihm geantwortet, und nun bleibe kein Zweifel übrig: er dürfe das Gesetz der italienischen Constituante nicht sanktioniren. Er habe allerdings ein Ministerium acceptirt, welches das Gesetz gleich in seinem Programm proklamirt habe. Er selbst habe hierauf angespielt in seiner Rede zur Eröffnung der legislativen Kammern. In diesem Augenblicke, wo sein eigenes Seelenheil und das so viel guter Toskaner auf dem Spiele stehe, sei er gezwungen, sein Wort zu brechen und die Sanktion jenes Gesetzes zu verweigern. Sein Aufenthalt in Florenz könne in diesem Augenblick seine Willensfreiheit beschränken. Er habe diese seine Hauptstadt daher verlassen, er werde auch Sienna verlassen, damit man nicht behaupte, diese Stadt habe sich seinetwegen in einen Schauplatz reaktionärer Umtriebe verwandelt. Schließlich hofft Leopold, „daß le bon dieu Sorge für sein theures Vaterland tragen wird.“
Geh' in ein Kloster! rufen wir dem braven Leopold zu und möge dir dahin viel ebenbürtige Gesellschaft nachfolgen. Am 8ten Februar ernannte die provisorische Regierung sofort eine Kommission, um die königl. Paläste und alle darin befindlichen Gegenstände zu versiegeln und ein genaues Inventarium der großherzoglichen Habseligkeiten aufzunehmen. Am 9ten erließ es eine Proklamation an die Toskaner, worin es unter andern heißt: „Die Fürsten verschwinden, das Volk bleibt. Das Volk und die Kammern haben uns (Guerazzi, Montanelli, Mazzini) die provisorische Regierung übertragen. Wir werden mit Energie kontrerevolutionäre Versuche zurückweisen und eine allgemeine Volksbewaffnung organisiren.“ Die provisorische Regierung hat sofort für ganz Toskana Regierungskommissäre ernannt, mit den nöthigen Vollmachten über alle politischen und militärischen Chefs, wie über die Nationalgarde. Die Ernennungen wurden durch außerordentliche Kouriere in alle Provinzen versandt. Nicht der Deputirte Trieci, sondern der Deputirte Socci war es, der zuerst in der Deputirtenkammer von Florenz die Nothwendigkeit einer aus den 3 Mitgliedern des alten Ministeriums zusammengesetzten provisorischen Regierung nachwies.
Am 10. Februar versuchten einige vom Golde der Reaktion erkaufte Banden eine Emeute gegen die provisorische Regierung. Sie wurde vereitelt und mehrere der aufrührerischen Individuen sind verhaftet, einige, nachdem sie starke Verwundungen erhalten. Montonelli ging selbst unter die Volksmassen, haranguirte sie und wurde im Triumphe nach seiner Wohnung zurückbegleitet. Das toskanische Parlament soll, wie es heißt, aufgelöst werden und an seine Stelle eine aus allgemeiner direkter Wahl hervorgegangene gesetzgebende Versammlung treten.
Die provisorische Regierung hat folgende telegraphische Depesche erhalten:
Livorno, 8. Febr. Alle Befehle sind ausgeführt worden. Marzintulo und General Apice reisten auf einem außerordentlichen Eisenbahnzug nach Florenz. Magagnini und Bougi reisen nach Lukka: um zwei Uhr Nachmittags soll die Expedition nach der Insel Elba stattfinden. Die Stadt ist ruhig und voller Jubel. Pisa hat am 8. Februar die provisorische Regierung anerkannt. Abends wurde daselbst die Ruhe nur durch das Abreißen einiger großherzoglichen Wappen gestört.“
Die provisorische Regierung hat durch ein Dekret an die Stelle des in gerichtlichen Urtheilen und andern öffentlichen Akten befindlichen Eingangs: „Wir Leopold u. s. w.“ die Formel gesetzt: „Die toskanische provisorische Regierung.“ Sie hat ferner die Bürgergarden und Linientruppen ihres Eides entbunden. Sie proklamirt die innige Vereinigung Toskanas mit Rom. Beide Staaten zusammen werden ein mächtiges Central- Italien bilden (5 Millionen Einwohner), gleichzeitig dem sardinischen Ehrgeiz und dauernd und fähig der neapolitanischen Blutherrschaft drohend gegenüberzutreten. Rom und Toskana, heißt es in der Proklamation der provisorischen Regierung, werden die Vorposten der italienischen Freiheit bilden.
Aus Paris 18. Februar, Mittags, schreibt man uns: Eben erhalten wir Briefe aus Genua vom 13. Februar, die uns melden: daß in Florenz die Republik proklamirt wurde. Die Anhänger des geflohenen Großherzogs und Freunde des Absolutismus, boten zwar Alles auf, um diesen Schritt zu hintertreiben. Das ganze platte Land wurde von ihnen in Bewegung gesetzt, um gegen Florenz zu marschiren. Allein, wie jene Privatbriefe melden, blieben ihre Anstrengungen fruchtlos und die Republik wurde proklamirt. Der Volksjubel ist unbeschreiblich.
Zu Rom beginnen die Parteien der italienischen Constituante sich zu organisiren und von einander abzuscheiden. Es haben sich schon mehrere Repräsentanten-Vereinigungen gebildet. Die zahlreichste, fast ganz von republikanischen Priestern zusammengesetzt, hält sich an der Mara (Mariani der päbstliche präsidirt bei Beretta, Repräsentant von Ancona, eine andere Vereinigung von beinahe 40 Gliedern. Beretta, reicher Banquier von Ancona, der vielen Einfluß auf die Wahlen dieser Provinz ausgeübt hat, hat sich zum Centrum der päbstlichen Partei gemacht. Wie zu Paris, intriguiren die Banquiers zu Rom, um den Fortschritt der Demokratie zu hemmen. Am 7. in der Nacht marschirte die römische Legion nach der neapolitanischen Grenze von der Seite von Terracina. Sie führte einige Geschütze mit sich. Der nächste Courier wird uns belehren, ob ein Zusammentreffen stattgehabt zwischen den römischen Truppen und den neapolitanischen, die alle Deserteure im Namen Pii-noni rekrutirt haben.
Bedini, Substitut des Kardinals Antonelli als Staatssekretär, ist, unter dem Vorwand nach Neapel in Privatgeschäften zu gehen, nach Paris gereist mit Spadoni, einem Schweizer- Offizier. Beim Abgang des Dampfschiffs präsidirte der Pabst das Cardinal- Collegiums. Es handelt sich um Annahme der Interyontionsanerbietungen.
In der Sitzung der Turiner Kammer vom 12. Januar antworten Gioberti und Teccio ganz in der Weise der Barrot und Faucher auf folgende Interpellationen Brofferios: 1) Wie es mit der Vermittlung stehe und wie lange man sich noch mit diplomatischen Wendungen begnügen solle! 2) Wann man den günstigen Augenblick für den Krieg gekommen glaube? 3) Wie das Ministerium, welches Italien entzweie, es wieder zu vereinigen gedenke? 4) Erkennt das Ministerium die Volkssouveränetät an, ja oder nein? 5) Ist das Ministerium entschlossen, den Krieg ohne Italien und trotz Italien zu beginnen? 6) Die Minister, die wie Conservative regieren, was verstehen sie eigentlich unter Demokratie?
Kein Zweifel! Karl Albert folgt dem braven Leopold bald nach.
In einer Rote d. d. Turin, 10. Februar, gerichtet an den Präsidenten und die Mitglieder des zu Bern residirenden Bundesraths, protestirt Gioberti gegen die im Kanton Tessin auf Radetzki's Forderung wider die italienischen Flüchtlinge ergriffenen Maßregeln.
Zu Ferrara hat ein Konflikt mit dem östreichischen Militär stattgefunden. 5 östreichische Offiziere und 5 Soldaten hatten sich in die Stadt hineingewagt und wurden mit Steinwürfen empfangen; sie waren gezwungen, in's Militärhospital zu flüchten. Darauf erschienen Patrouillen; der Flintenschuß eines Kroaten streckt den jungen Sani todt hin. Zwei Kroaten wurden sofort getödtet, ein anderer verwundet, ebenso ein Offizier. Der Rest der Oestreicher flüchtete sich in die Citadelle. Generalmarsch wurde geschlagen, man begann Barrikaden zu bauen. Die Kanonen der Citadelle donnerten, drei Schüsse fielen. Alles ließ auf den Beginn eines mörderischen Kampfes schließen. Nach einigen Stunden der Erwartung begaben sich ein Mitglied der Regierungskommission, der Oberst der Bürgergarde und der Gonalonier nach der Citadelle, um mit dem östreichischen Oberst zu parlamentiren. Von nun an, wurde abgemacht, dürfen östreichische Soldaten nur noch unter Escorte der Bürgergarde in der Stadt circuliren. So wurde alles für einstweilen geschlichtet.
[Anzeigen]
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@facs1252
Gerichtlicher Verkauf.
Am Donnerstag den 22. Februar 1849, Vormittags 12 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Waidmarkt in Köln: 1 Komode, 9 Schildereien, 2 Wachsportraits, Stadtrath Daniels und Professor Wallraff vorstellend, 1 antiker nußbaumner und 1 tannener Schrank, 1 kleiner tannener Tisch, 4 Stühle und eine Schilderei, öffentlich an den Meistbiethenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Der Gerichtsvollzieher,
Fülles.
@typejAn
@facs1252
Gerichtlicher Verkauf.
Am Donnerstag den 22ten Februar 1849, Vormittags 10 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Apostelnmarkte in Köln, 1 Tisch, 1 Nähtisch, 1 Schreibpult, 1 Spiegel, 6 Stühle, und 1 große Stickerei, die Auffindung Moses in Schilfe, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden.
Der Gerichtsvollzieher,
Fülles.
@typejAn
@facs1252
Gerichtlicher Verkauf.
Am Donnerstag den 22. Februar 1849, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Waidmarkte in Köln, durch den Unterzeichneten, verschiedene Haus- und Küchengeräthe, als: Tische, Stühle, 1 Spiegel, 1 Küchenschrank, eine Hausuhr, kupferne Kesseln u. s. w., öffentlich dem Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Der Gerichtsvollzieher,
Fülles.
@typejAn
@facs1252
Gerichtlicher Verkauf.
Am Donnerstag den 22. Februar 1849, Vormittags 10 Uhr, wird der Unterzeichnete auf dem Waidmarkte zu Köln, drei neue Fournaisen, drei eiserne Wagen, dreißig verschiedene Schlösser, 50 Stück Schuppen etc., dem Meistbietenden gegen baare Zahlung öffentlich verkaufen.
Der Gerichtsvollzieher,
Simons.
@typejAn
@facs1252
Brieftasche verloren.
Am Sonntag Nachmittag auf dem Wege von der Schildergasse, Hochstraße, Obenmarspforten, Glasstraße, Höhle, Bolzengasse nach der Friedrich- Wilhelmstraße. Wer solche dem Eigenthümer wiederbringt, dessen Name in der Brieftasche ersichtlich ist, erhält von demselben 1 Thlr. Belohnung.
@typejAn
@facs1252
Herrn Joseph DuMont Herausgeber der Kölnischen Zeitung.
Ich erkläre Sie hiermit so lange für einen gemeinen Menschen, bis Sie mir Satisfaktion geben wegen der anonymen Verdächtigungen, welche Ihre Zeitung fortwährend zur Erreichung eines reaktionären Zweckes und zu Ihrer Bereicherung gegen mich veröffentlicht.
Odenthal, den 18. Februar.
A. Gladbach.
@typejAn
@facs1252
Die von dem Heinrich Thelen, in dem Inserate vom 14. dieses Monats (Beilage zu Nr. 224 der Neuen Rheinischen Zeitung) gemachte Behauptung, daß ich eine Patrouille mit dem Auftrage abgeschickt hätte, auf Jeden, den sie im Graben sehen würde, zu schießen, erkläre ich als unwahr und verläumderisch
Zu einer solchen Anweisung wäre ich überdies nicht berecht gewesen.
Köln, den 18. Februar 1849.
Bluhm,
Gewichtsetzer.
@typejAn
@facs1252
1846er Scharzhofberger.
Die Kölnische Zeitung Nr. 42, 1. Beilage enthält eine Anzeige der dortigen Firma Peltzer et Comp, welche unterstellen läßt, daß genanntes Haus die gesammte Creszens meiner 1846er Scharzhofberger Weine an sich gebracht habe.
Ich finde mich dadurch zu der Erklärung veranlaßt, daß ich dem Herrn Peltzer nur 7 Fuder überlassen habe, und daß der mir noch verbleibende größere Rest jedenfalls mit obigem den Namen
König der Weine
zutheilen würdig ist.
Kaufliebhabern stehet die Probe hier an den Fässern stets zu Diensten.
Trier, den 19. Februar 1849.
Joseph Koch.
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Austern- Salon
Breitstraße Nr. 59 ‒
Am 18., 19., 20. und 21. d. frische englische Austern in allen Sorten und zu den billigsten Preisen. Ikra und deutscher Caviar, Mock-Turtle (Schildkröten-Suppe) alle Sorten Weine, in vorzüglicher Qualität und preiswürdig, die feinsten Seefische in Portionen u. s. w., bei
J. Barlen.
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Heute Abend
musikalische Abend-Unterhaltung nebst Zither und Guitarre.
Königstraße Nr. 5 im Römischen Hof.
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Zwei Setzer können gleich dauernde Kondition erhalten in der Buchdruckerei von Julius Schellhoff in Elberfeld.
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In einem wohlhabenden Orte von circa 3000 Seelen, wo auch eine Apotheke, wird die Niederlassung eines promov. Arztes dringend gewünscht und seinem Fortkommen aller Vorschub geleistet. Frank. Offerten unter Lit. D. C. 15 bes. d. Exp.
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Coaks
ist wieder in sehr guter Qualität vorräthig, in der
Gas- Erleuchtungs- Anstalt, Buschgasse 11
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Fischessen.
Heute Mittwoch den 21. Februar um 1 1/2 Uhr zum Bönn'schen Posthause bei
Wm. HILGERS
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@facs1252
Schöne Aussicht am Holzthor.
Heute Mittwoch Kaffeegesellschaft und frischer Maiwein.
Cath. Fühling.
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@facs1252
Englischer Hof.
Für die bevorstehenden Karnevalstage empfehle ich meine Restauration aufs Beste. Zu jeder Zeit des Tages werden alle der Saison angemessene kalte und warme Speisen bei mir verabreicht, und habe ich für gute und preiswürdige Weine bestens gesorgt. ‒ Table d'hôte findet täglich Punkt 1 Uhr Statt.
Köln, 17. Februar 1849.
H. J. THIBUS,
Kasinostraße Nro. 1.
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@facs1252
Champagner,
in Kommission, pr. Flasche 15 Sgr., bei
Franz Brückmann,
Zollstraße 5 ‒
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Von Aschermittwoch an täglich frischer Maitrank bei Schmitz- Bilstein zum goldenen Kreuz Gereonsstraße 38.
@typejAn
@facs1252
Ausgezeichnete Punsch- Essenz, Rum, die große Flasche 17 1/2 Sgr. Die halbe 9 Sgr. Arrac, die große Flasche 22 1/2 Sgr. Die halbe 11 1/2 Sgr. bei
G. Tonger, Pauluswache.
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@facs1252
Die an mich adressirten Briefe erhalte ich durch Vermittelung der Kommandantur, wo sie geöffnet und geprüft werden. Aus nahe liegenden Gründen mache ich Freunde und Bekannte auf diesen Umstand aufmerksam.
Köln, den 19. Februar 1849, St. Agatha.
Adamski, Lieutenant.
@typejAn
@facs1252
Puppentheater.
Zur Extra- Vorstellung, auf Verlangen mehrerer Puppentheater-Freunde
der betrogene Wächter.
Lustspiel von Bestevater.
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@facs1252
Rothenberg Nr. 3 sind mehre Zimmer zu vermiethen. Das Nähere Friedrich- Wilhelmstraße Nr. 7.
@typejAn
@facs1252
„Neue Rheinische Zeitung.“
Die Herren Aktionäre werden hiermit auf Grund der §§. 43 und 44 des Statuts zu einer außerordentlichen General-Versammlung auf Donnerstag den 22. Februar, Abends 8 Uhr, im Freischützen bei Hamspohn, Hochstraße, eingeladen.
Köln, den 16. Februar 1849.
Die Geranten.
der „Neuen Rheinischen Zeitung.“
@typejAn
@facs1252
Das bekannte große Kleider-Magazin
von L. Emanuel befindet sich jetzt Obenmarspforten 5,
und empfiehlt sein reichhaltiges Lager in allen möglichen Herrenkleidern zu den billigsten Preisen und reellster Bedienung.
@typejAn
@facs1252
Heilsame Erfindung.
Neu verbessertes
Pollutions-Verhütungs-Instrument,
dessen Verbreitung, da es ohne im Geringsten Unannehmlichkeiten oder nachtheilige Folgen herbeizuführen, keine Pollution zuläßt, ‒ mir von der Königl. Hochl. Regierung zu Erfurt bewilligt worden ist und über deren zweckmäßige einfache Einrichtung die besten Zeugnisse von der medizinischen Fakultät zu Paris, so wie von mehreren Sanitäts-Behörden, vorliegen. ‒ Gegen portofreie Einsendung des Betrags erhält man Instrument nebst Gebrauchs-Anweisung vom Unterzeichneten zuschickt.
1 Instrument in feinem Neusilbermit Suspensorium4 Thlr. Pr. Court.
1 Instrument in feinem Messing3 Thlr. Pr. Court.
1 Instrument in feinem Holz,ohne Suspensorium2 Thlr. Pr. Court.
H. I. Frankenheim in Bleicherode bei Nordhausen.
@typejAn
@facs1252
Möbel - Fabrik
von
H. & A. Rauch in Mainz.
Die Verlegung unseres Möbel - Magazins aus der Herzogstraße Nro. 7 nach Oben - Marspforten Nr. 7, beehren wir uns Freunden und Gönnern mit dem Bemerken anzuzeigen, daß wir daselbst stets eine reichhaltig assortirte Niederlage jedweder Möbel, für deren solide und dauerhafte Arbeit wir garantiren, vorräthig halten, und die Einrichtung ganzer Häuser in kürzester Frist und zu reellen Preisen ausführen.
Köln, im Februar 1849.
H. & A. Rauch.
@typejAn
@facs1252
„Auf Rom.“
Heute am Aschermittwoch vorzüglicher Häringssalat von Gurken; ferner einmarinirte und zubereitete Häringe.
@typejAn
@facs1252
Bei Ios. La Ruelle in Aachen erschien so eben, und ist durch alle Post-Anstalten und Buchhandlungen zu beziehen:
Karrikaturen-Album.
Wöchentlich ein Heft in gr. 4, enth. 2 große Karrikaturen, so wie Text mit kleineren humoristischen Figuren. Ungemein billiger Preis per Quartal (13 Hefte) 15 Sgr.
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Ein Oekonom
von 30 Jahren, unverheirathet, mit den besten Attesten versehen, auch im Stande, andere Empfehlungen beizubringen, sucht bald oder zu Ostern ein Unterkommen als Wirthschaftsbeamter oder Rechnungsführer. Um in Thätigkeit zu bleiben, würde derselbe auch jede andere ihm angemessene Beschäftigung außerhalb der Oekonomie annehmen. Nähere Auskunft ist zu erfahren bei Herrn Jüngling, Ohlauekstraße Nr. 38, oder durch Adresse A. Z post restante Hirschberg.
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Konzessionirtes Baudeville- Theater.
Heute Mittwoch den 21. Februar 1849.
Unwiederruflich letzte Gastdarstellung und zum Benefice des Hrn. Dornewaß.
Abonnement suspendu.
Negerrache, oder Domi der Brasilianische Affe.
Romantisch- komisches Schauspiel in 3 Akten.
Musik vom Kapellmeister Adolph Müller.
Entrée 10 Sgr., wofür Getränke verabreicht werden.
Nur die an der Kasse gelösten Billets sind gültig.
Kassa - Eröffnung um 1/2 6 Uhr.
Anfang 1/2 7 Uhr.
Franz Stollwerck.
Zu dieser Vorstellung ladet ergebenst ein.
Dornewaß.
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Der Gerant Korff. Druck von J. W. Dietz, unter Hutmacher 17.