[1319]
Beilage zu Nr. 238 der Neuen Rheinischen Zeitung.
Organ der Demokratie.
Dienstag 6. März 1849.
[Französische Republik]
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[ * ] Paris.
Die Mitglieder des Bergers an die Mitglieder der römischen konstituirenden Versammlung.
Bürger!
Die französische Demokratie begrüßt in Euch mit Enthusiasmus die glorreich an den Ufern des Tibers gegründete Republik. Ehre dem römischen Volke! Die Geschichte wird die Größe seines Werkes bewundern! Die Befreiung Rom's ist das Signal der Befreiung von ganz Italien, es ist der erste Schritt zur Wiederherstellung der italienischen Nationalität unter der einzig möglichen Form, der Republik. Muth Brüder! Schon ist Toskana frei, Venedig kämpft, die Lombardei knirscht, Piemont setzt sich in Bewegung, das zu Neapel vergossene Blut wird seine Rächer finden. Bald wird aus allen diesen emancipirten Staaten glänzend die italienische Einheit hervorgehen. Bis dahin, Männer, überwacht euren Sieg, laßt euch seine Früchte durch keine retrograde Partei rauben. Seht, was in Frankreich vorgeht; diese Lehre möge nicht für euch verloren gehen. Nur durch revolutionäre Energie rettet man die Revolutionen. Haltet das Volk bewaffnet, immer bereit, seine Eroberung zu vertheidigen und seine Feinde niederzuschmettern. Spanien, Neapel und Oestreich bilden, wie es heißt, eine infame Allianz, um zu Rom die Volksmacht zu ersticken. Diese Gerüchte, Bürger, dürfen euch in der ersten Arbeit eurer Konstituirung nicht irre machen, die alten Tyrannen werden anstehen vor einem Angriffe auf die Römer, die ihre Unabhängigkeit begründen. Sollten sie es je wagen, Bürger von Italien, die Sympathieen der französischen Demokratie sind mit euch; auf euren Ruf werden ihre Freiwilligen euch zur Hülfe eilen, um den Barbaren fortzujagen. Es lebe die römische Republik! Es lebe die italienische Republik!
(Folgen die Unterschriften der Repräsentanten des Berges.)
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[ 12 ] Paris, 3. März.
Die jetzige Kammer ist todt: daran zweifelt kein Mensch; das beweisen die Wahlgesetze; das beweist mehr noch das Gesetz über den Staatsrath.
Alle Parteien beschäftigen sich daher mit den Wahlen für die nächste Kammer. Was soll aus der neuen Kammer hervorgehen? Ein 10. Dezember, ein 24. Februar, ein 23. Februar oder ein 24. Juni? Dies ist die eigentliche Bedeutung aller bisheran veröffentlichten Manifeste der verschiedenen Parteien.
Der 24. Februar, das ist der Standpunkt des Nationals, der Standpunkt derjenigen Partei, die sich an die Stelle des gestürzten Königthums setzen will. Dieses Comite nennt sich das Comite vom quai d'Orsai. Unter der Firma: gemäßigte Republik und Festhaltung an der Constitution sucht dieses Wahlkomite die Wähler heranzuziehen. Nach ihm kömmt das Comite der Rue Poitiers. Dieses Comite aus der Partei Thiers, Bugeaud und Consorten zusammengesetzt, faßt alle alte royalistische Elemente in sich. Wir nennen dieses Comite das Wahlkomite vom 23. Februar: denn es verlangt eine Revision der Konstitution von der neuen Kammer und will dadurch alle die royalistischen Elemente heranziehen, die mit der jetzigen Sachlage unzufrieden sind. Das bonapartistische Comite ist unstreitig das komischste, das man sich denken kann. Im Manifest heißt es zwar: Festhaltung an der Constitution, aber mit „Anrufung des Namens Napoleon.“
Die sozialistischen Demokraten ihrerseits haben ebenfalls ein Wahlkomite gebildet. Der Centralrath und der Nationalkongreß, welche früher jeder für sich bestanden, haben sich vereinigt, und bringen heute folgende Beschlüsse zur Veröffentlichung des Volkes:
„Das vereinigte Comite nimmt den Namen: demokratisch-sozialistisches Wahlkomite an, und besteht aus den Delegirten des Centralraths und denen des Nationalkongresses. Die Volksvertreter des Berges, die vorher schon zum Nationalkongresse gehörten, sind dadurch schon ohne Ausnahme Mitglieder des Comites.
Das demokratisch-sozialistische Comite zieht hinzu die Delegirten der Arbeiter-Corporationen und Delegirte vom Luxemburg, den Verwundeten vom Juli, Juni und Februar; ferner die Delegirten von der Gesellschaft zur Abschaffung der indirekten Steuern; die Delegirten von der Arbeiter-Kammer, und von allen zu einem demokratischen Zwecke gestifteten Gesellschaften und Verbindungen.
Die demokratisch-sozialistische Presse ist berufen, ihre ganze Mitwirkung diesem Comite angedeihen zu lassen.
Vor Allem Republikaner, stützt sich dies neue Comite auf alle Demokraten, welche die Februar-Revolution mit allen ihren Consequenzen wollen, sowie auf alle Sozialisten, welche die Umgestaltung der Gesellschaft wollen. Das Comite ist revolutionär konstituirt; es ist provisorisch.
Gleich mit dem ersten Tage der Wahlperiode beruft es die Wahlkomite's in den 14 Arrondissements der Seine, um dort Rechenschaft abzulegen von seinen Handlungen und sein Mandat vor der Volkssouveränität niederzulegen.
Das Volk hat das definitive Wahl-Comite zu ernennen.
Unter den Namen, welche dieses Manifest unterzeichnet haben, finden wir Joly, d'Alton Shee, Mathieu (de la Drome.)
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[ 12 ] Paris, 3. März.
Eine wahrhaft deutsche Polemik hat sich unter den vier Journalen: l'Evénément, l'Opinion Publique, la Presse und la Gazette de France entsponnen. Es handelt sich um die Frage, ob die Republik rechtmäßig oder nicht, und was zu thun sei, um die rechtmäßige Gewalt wieder an die Spitze zu setzen. Die Presse sagt: Gehen wir nicht auf den Ursprung der Republik zurück; nehmen wir die Republik als ein Faktum an und suchen wir von derselben die bestmöglichsten Resultate zu erzielen. Wir wir sehen, tritt Girardin ganz doktrinär auf, und in seiner weitern Entwicklung sagt er sogar le droit c'est le fait, die Republik ist thatsächlich da; folglich ist sie rechtmäßig da. Was die bestmöglichsten Resultate der Republik sind, darauf geht Herr Girardin weiter nicht ein: aber er hat früher schon von der vortrefflichen Wirkung seiner neuen Buchhaltung gesprochen und von der Reduzirung der 8 Minister auf 3. Nun kommen aber die drei andern Journale und sagen: Was? es soll nicht erlaubt sein, auf den Ursprung der Republik zurückzugehn? Wenn am 24. Februar die Volksautorität eskamotirt worden, sollen wir dann das Resultat dieser Eskamotage gelten lassen? Wenn es heute diesem oder jenem einfällt, durch einen Handstreich die Staatsgewalt zu usurpiren, sollte diese Usurpation legitimirt werden können durch den Gebrauch, den der Usurpator von der Staatsgewalt machte?
In seiner Antwort ist Girardin weit kecker als alle revolutionären Journale. Nehmen wir an, sagt er, daß die Volksautorität am 24. Februar wirklich eskamotirt worden ist. Wer verschuldet in diesem Falle den Sturz der Monarchie? Derjenige, welcher den Muth gehabt, die Gewalt an sich zu reißen, oder derjenige, der den Muth nicht gehabt, sie zu vertheidigen?
Diejenigen, welche, wie Ledru-Rollin, am 24. Februar ihren Kopf eingesetzt haben, sind mir immer noch lieber, als diejenigen, welche, wie Thiers, mit allen Vieren davon gekrochen sind. War Ledru-Rollin wirklich ein Escamoteur, so ist Thiers um so straffälliger, daß er sich wie ein kleiner Bursche hat escamotiren lassen.
„Wenn es nun heute dem Napoleon einfiele, fragt das Journal „Evénément“ weiter, die Kammer zu sprengen mit zwei Regimentern und sich zum Kaiser ausrufen zu lassen; hätte er das Recht dazu?
Allerdings, gibt die Presse zu verstehen, wenn die Kammer schwach genug ist, davon zu laufen, statt sich mit dem übrigen Volke der Ursurpation zu widersetzen.
Hiermit ist aber keineswegs gesagt, daß Girardin es ernst meint mit der Republik; er nimmt die Republik mit Vorbehalt einer Revision an, und glaubt ganz sicher, daß aus dieser Revision die Monarchie wieder hervorgehen wird. Er verheimlicht diese seine Hoffnungen gar nicht, und in seiner Antwort auf das Peuple frägt er, warum es nicht erlaubt sein solle, die Monarchie in England und Belgien zu lieben, da sie ja der Nation das gebe, was Frankreich als Republik zu geben nicht im Stande sei?
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Paris, 3. März.
Der demokratische Wahlausschuß erläßt im heutigen „Peuple“ seine erste Erklärung.
Die „Debats“ weissagen der Proudhon'schen Volksbank ein baldiges seliges Ende.
— Larochejaquelein, mit seinem legitimistischen Anhange, hat sich von der Rue de Poitiers getrennt. Die Gazette de France und die Union werden uns wohl morgen nähere Aufschlüsse über dieses „Ereignis“ geben.
— In verflossener Nacht wurden die Maigefangenen aus unserer Nähe in Vincennes nach Bourges geschafft, wo ihr Prozeß in vier Tagen beginnt. Obgleich Niemand an Gewaltthätigkeiten zu ihrer Befreiung dachte, waren doch Truppenmassen von Vincennes bis zum Präfekturgebäude und von dort bis zum Bahnhofe der Centralbahn aufgestellt.
Lepreux, Oberkerkermeister, und Primorin, jüngst erst zum Generalpolizeikommissarius von Bourges und des Cherdepartements ernannt für die Dauer des Prozesses, leiteten diese nächtliche Abfahrt. Die den Nationalgerichtshof dirigirenden Glieder des Cassationshofs (meist Deputirte, mithin natürliche Gegner der Angeklagten) werden ihnen morgen nach Bourges folgen, das in diesem Augenblick das Bild einer spanischen Inquisitionsstadt bietet, wo alle Gasthöfe und Privatwohnungen zu enormen Preisen vermiethet sind.
— Es heißt daß sich das Audedepartement, (stark kommunistisch) in vollem Aufruhr befinde. Es ist überhaupt merkwürdig, daß gerade im mittäglichen Frankreich, wo die Reaktion aller Jahrhunderte am ärgsten wüthete, die rothe Republik die meisten Anhänger zählt. Wir erinnern nur an die Heimathsorte der Pariser Club-Chefs und der meisten Montagne-Glieder.
— In der Rue d'Anjou St. Honoré ereignete sich gestern Abend eine Familienscene, wie sie eigentlich nur Paris und jede große Stadt häufig bietet. Der Constitutionnel hängt ihr aber in seinem gewöhnlichen Puritanismus eine solche Menge dramatischer Lappen an, daß sich der Leser in eines der blutigsten Drama's von Alex. Dumas oder Scribe versetzt fühlt. Das einfache Faktum ist, daß in jener Straße ein reicher Amerikaner, Namens C*** wohnt, der ein schönes Stubenmädchen hat, das ihm in der Vertraulichkeit die sehr unangenehme Mittheilung machte: daß sich in seiner Abwesenheit oder hinter seinem Rücken ein gewisser Hr. Eoëtlogen, würdiger Bruder des würdigen Corsaren-Redaktors gl. N., der sich neulich mit Clement Thomas duellirte, zu seiner Ehegattin stehle und..... nun nehme man den Constitutionnel zur Hand, damit man ersehe, was sich zwischen diesem Coëtlogen und jener Ehegattin weiter zugetragen. Für uns haben dergleichen Ereignisse, wie sie in heutigen Familien wie Spargel emporschießen, nichts Ueberraschendes. Aber wir erwähnen dieses Falles, den wir speziell kennen, um das schöne Schriftstellertalent des Pariser Constitutionnel würdigen zu lassen.
Drouyn de Lhuys, Minister des Auswärtigen, hat der Nationalversammlung den Art. 19 zu der Convention vorgelegt, welche Frankreich am 31. März 1831 mit den deutschen Rheinstaaten, bezüglich der Rheinschiffahrt abschloß. Dieser Art. 19 schreibt vor, nur denjenigen Schiffern Patente zu ertheilen, welche die Gewässer des Rheins genau kennen. Kein Zweifel, daß die Versammlung diesen Artikel ohne Weiteres bestätigt.
— Die Rue de Poitiers breitet ihr Netz, wie Petrus, in aller Stille aus. Es scheint aber, als wollten nicht blos die rallierten Legitimisten unter Larochejaquelin, sondern auch die sogenannten revolutionären Bonapartisten sich von der alleinseligmachenden Glaubensfahne des Herrn Thiers losreißen.
Vielleicht sind wir im Stande, nächstens über diesen neuen Bruch nähere Aufschlüsse zu geben. Der Wahlkampf bildet ja die eigentliche Tagesfrage.
National-Versammlung. Sitzung vom 3. März. Anfang 1 ¼ Uhr.
Präsident Marrast.
Nach Erledigung mehrerer lokaler Gesetzentwürfe geht die Versammlung zu ihrer eigentlichen Tagesordnung (Schlußdebatte des Staatsraths) über.
Vaulabelle, dann Favart hatten den Nachtrag gestellt:
„Unmittelbar nach Votirung gegenwärtigen Gesetzes wählt die National-Versammlung 20 Glieder des neuen Staatsrathes, die 20 übrigen Glieder sind von der künftigen Kammer zu wählen.“
Martin (Straßburg) bekämpfte diesen Nachtrag. Das hieße die künftige Kammer verdächtigen. Sie wird besser ausfallen, als man glaubt. (Gelächter.)
Vaulabelle zieht den Antrag zurück; desto hartnäckiger vertheidigt ihn Favart.
Trotzdem verwirft ihn die Versammlung mit 388 gegen 360 Stimmen und nimmt den Schlußparagraphen der Kommission an der also lautet:
„Der Staatsrath besteht aus 40 Gliedern. Dieselben werden sogleich nach Veröffentlichung dieses Gesetzes von der National-Versammlung gewählt. Drei Monate nach ihrem Zusammentritt hat die künftige Kammer zwanzig Glieder des Staatsrathes von jenen 40 zu erneuern.“
Marrast bringt endlich das Gesammtgesetz zur Abstimmung.
Dasselbe wird mit 524 gegen 219 Stimmen angenommen.
So weit wäre die Staatsrathsdebatte glücklich beendigt. Nun noch den 3. Rateaukuchen und wir sind vollständig gesättigt.
Buffet, Handels- und Ackerbau-Minister, legte Lokal-Gesetzentwürfe vor, die kein Interesse haben.
Passy, Finanz-Minister, legt einen Entwurf vor, der 2 neue Zwölftel des Büdgets (für April und Mai) verlangt. (Lärm zur Linken.)
Passy legt einen 2. Entwurf vor, der 90,666 Franken Repräsentationskosten für den Vicepräsidenten Boulay fordert. (Oh! Oh!)
Die Dringlichkeit für beide Entwürfe wird erklärt.
Martin Bernard erhält das Wort, um den Minister des Innern zu interpelliren.
Martin Bernard: (Aufmerksamkeit) Die studirende Jugend faßte die patriotische Idee..... (Geheul zur Rechten).
Stimmen lirks: A bas les aboyeurs.
Martin Bernard:.... sich an der Barriere du Maine brüderlich zu versammeln. Ich selbst mit einem anderen unserer Kollegen wohnte der Versammlung bei, als ein Polizeikommissarius am Saale erschien und Einlaß begehrte, der ihm natürlich verweigert wurde. Statt uns in Ruhe zu lassen, erschien derselbe mit einer Schaar von Söldnern und räumte mit solchem Ungestüm den Saal, daß viele der Anwesenden niedergerissen wurden. Ich will wissen, ob der Minister dieses Verfahren billigt? Billigt er es, so bricht er die Verfassung, billigt er es nicht, so muß er den Polizeikommissarius absetzen.
Leon Faucher, Minister des Innern: Der Redner vergleicht diese Versammlungen oder Zweckessen mit den Banketten vor dem 24. Febr. 1848. Dies ist ein Irrthum. Jene Bankette geschahen öffentlich, wurden vorher angezeigt u. s. w. Dies ist aber bei den Zusammenkünften an der Barriere du Maine nicht der Fall. Sie sind geheim. (Lärm zur Linken.) Man sucht sich so viel als möglich der Aufsicht der Polizei zu entziehen etc.
Corbon ersetzt den Marrast auf dem Präsidentenstuhle.
Faucher läugnet schließlich, daß Jemand mißhandelt worden sei. (Widerspruch)
Pierre Leroux folgt ihm auf der Bühne. Er liest den Artikel 8 der Verfassung und sagt: hienach ist das Vereinsrecht heilig, es sei ein direkter Ausfluß des Willens Gottes. Ihr (zu den Ministern gewandt) habt das Associationsrecht bereits unterdrückt oder wenigstens geschmälert. Sind wir in der Republik oder in der Monarchie? Sind wir Freie oder Sklaven? Ich sage, wir sind Sklaven. Ihr verletzt das Associationsrecht: das ist ein infamer Despotismus. Eure Söldner berufen sich auf das Gesetz von 1790 gegen die Attrouppements.... dasselbe hat keine Gewalt gegen die Banketts, deren Recht Ihr nicht angreifen dürft. Ich trage auf Abschaffung des Artikel 291 des Strafgesetzbuchs an, welcher das Reunionsrecht betrifft.
Grandin kömmt dem Minister zu Hülfe. Er grrift den Socialismus und seine Lehren an. (Unterbrechung.) Das Elend des Volks hat der Socialismus zu verantworten. (Oh! Oh!) Er wirft dem Ministerium vor, das es nicht scharf genug gegen die Tagespresse auftrete. (Lärm.)
Ledru-Rollin erhebt sich. Er erscheint mit Papieren auf der Bühne und liest Stellen aus den Reden, die Leon de Malleville vor dem 24. Febr. 1848 im Chateau Rouge hielt.
Ebenso Barrot. Er zergliedert die Anklage gegen den Socialismus und nennt die Verfolgungssucht des Ministeriums eine Absurdität. Die Männer, die man früher Helden nannte, läßt man jetzt einsperren. Das Haupt der Bergpartei zeigte hierauf den Zweck des Socialismus und erklärt schließlich, daß die Reaktion des Ministeriums nur gegen dasselbe schlagen werde.
Odilon-Barrot verwahrt sich gegen den Vergleich, daß sein Verfahren dem der Juli-Monarchie von 1847-48 gleiche. Er bestreitet jede Analogie zwischen jenen Zusammenkünften an der Barriere und den Banketten im Chateau Rouge und beruft sich auf Recht und Gesetzlichkeit. Er wird so oft und heftig unterbrochen, daß er kaum einen Satz vollenden kann. Er ist darüber sehr böse.
Berard und Denjoy expliciren unter fürchterlichem Lärme, warum sie zur Ordnung gerufen worden seien.
Auf Barrots Gesuche geht die Veesammlung zur einfachen Tagesordnung über.
Die Sitzung wird um 6 ½ Uhr in großer Aufregung geschlossen.
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Straßburg, 3. März.
Die Eröffnung der Paris-Straßburger Eisenbahn bis Epernay soll am 1. Mai, spätestens aber am 1. Juni erfolgen. Wir rücken dadurch der Hauptstadt einstweilen in so fern näher, als die Reise von hier nach Paris nur noch 24 Stunden erfordert. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Gesellschaft, welche diesen Schienenweg baut, auch den Bau der Eisenbahn an die baierische Gränze übernehmen wird.
Dänemark.
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Kopenhagen, 27. Febr.
Der Reichstag von gestern ward mit der Mittheilung des Finanzministers eröffnet, daß es der Regierung gelungen, eine Anleihe in London abzuschließen; zwar unter weniger günstigen Bedingungen als man im Verhältniß zum Kredite Dänemarks erwarten dürfen, aber doch in hohem Grade vortheilhafter als man im Verhältniß zu den anderer Orten abgeschlossenen Anleihen und bei den gegenwärtigen europäischen Verhältnissen erwarten konnte. Ueber das Nähere könne er hier für den Augenblick sich nicht aussprechen.
Großbritannien.
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[ * ] London, 3 März.
Auch in England ist der Jahrestag der franz. Revolution überall von den Chartisten festlich begangen worden. In London fand ein großes Bankett statt, dem der Redakteur en chef des Northern Star, G. Julian Haruy präsidirte. Louis Blanc und Caussidiere waren eingeladen, ließen sich aber entschuldigen, weil sie als Proscribirte zu einer Zurückhaltung gezwungen seien, welche der Patriotismus der Versammlung ohne Zweifel verstehen werde.“ Unter den Toasten heben wir folgende hervor: G. J. Holyoake: der Souverainetät des Volks und der Verbrüderung der Proletarier aller Nationen. — G. J. Harney: der französischen Revolution, ihren Aposteln, Helden, u. Märtyrern u. dem baldigen Triumph der sozial-demokratischen Republik. — R. Buchanan: dem demokratischen Deutschland, Polen, Ungarn und Italien; dem ruhmvollen Volk, das die Ketten der Priesterherrschaft abgeschüttelt und die römische Republik wiederhergestellt hat. — W. Dixon: Der baldigen Einführung der Volscharte, und allen die für sie gelitten haben. Außerdem sprachen noch J. Bronterre OBrien, J. Clark, W. Cooper, Charles Keen und E. Stallwood.
In Nottingham wurde ebenfalls ein Bankett gehalten und die franz. Revolution, die römische Republik, Bem, Dembinski und die Ungarn, Ledru-Rollin und die Montagne, Ernst Jones und die übrigen politischen Gefangnen, das Andenken Blums und Messenhausers, die demokratische Presse etc., wurden mit Trinksprüchen bedacht.
Aehnliche Feste fanden in Brimingham und Portsea statt.
Aus Athlone (Irland) wird geschrieben, daß die Austreibung von Pächtern dort mit wahrer Eisenbahnschnelligkeit vorwärts geht. Der Sheriff und seine Exekutionsbeamten ziehen von Dorf zu Dorf, um die Pacht einzutreiben. Natürlich kann Niemand zahlen. Dann werden die Bauern aus ihren Häusern vertrieben, der Hausrath vor die Thür auf die Chaussee gesetzt, und die Hütte niedergerissen. Der Grundherr schlägt dann einige hundert solcher kleinen Pachtungen zu einer großen Farm zusammen und vermiethet sie an einen einzigen Kapitalisten, der den Ackerbau im Großen betreibt, oder wo der Boden schlecht ist, wird er zur Schaafzucht verwandt. Dies Entvölkerungssystem, das vor circa 30 Jahren in Sutherlandshire in Schottland eingeführt und von da allmälig über den ganzen Norden von Schottland ausgedehnt wurde, ist seit mehreren Jahren auch von den irischen Grundbesitzern in Ausführung gebracht worden und durchwandert jetzt, wie eine Seuche, wie ein Heuschreckenzug, ganz Irland. Den Bauern bleibt nichts als nach Amerika zu ziehen, wenn sie die Mittel dazu haben oder zu verhungern, wenn sie daheim bleiben müssen. Die Grundbesitzer inzwischen ziehen größere Renten aus ihren Gütern, und haben obendrein bei großen Pächtern weniger Risiko und Eintreibungskosten als bei den kleinen irischen Kartoffelbauern. So wird es nicht lange währen und die 9 Mill. Irländer werden auf die Hälfte reduzirt sein. Das kleine Irland allein liefert soviel Auswanderer nach den Vereinigten Staaten wie das große Deutschland.
Ein amerikanischer Auswanderungskommissär, Hr. Minturn, hat berechnet, daß die Zahl der Auswanderer, die seit 1790 nach den Vereinigten Staaten gegangen sind, die Zahl der damaligen Gesammtbevölkerung übertrifft. 1840 wanderten 125,000, 1844 154,000, 1845 221,000 und 1846 300,000 Köpfe nach Amerika [1320] ein. Davon etwa die Hälfte aus Großbritannien und Irland. In New-York kamen vom 5. Mai bis 31. Dez. 1847 129,000 Einwandrer an, davon 53,000 Irländer, 8860 Engländer, 2350 Schotten, 53,000 Deutsche, 3330 Franzosen, 2000 Schweizer.
Herr Minturn hält dies so ziemlich für das Durchschnittsverhältniß der einwandernden Nationalitäten.
Das Handelsamt hat gestern den Bericht über die Aus- und Einfuhr Englands während des letzten mit dem 5. Jan. c. abschließenden Monats veröffentlicht. Bei der Einfuhr ist der hervortretendste Posten: Getreide, denn es wurde im bezeichneten Monat an Weizen, Gerste und Hafer 887,084 Quarters eingeführt, dagegen im korrespondirenden Monat des vorigen Jahres nur 330,242 Quarters.
Der Gebrauch von Zucker, Thee, Kakao und Kaffe ist stetig geblieben. Die Kaffee-Einfuhr betrug jedoch nur 2 Millionen 733,745 Pf. gegenüber 11 Millionen 711,894 Pf. im Jan. 1848.
In europäischen Seidenfabrikaten hat sowohl, was Einfuhr als Verbrauch anlangt, eine beträchtliche Vermehrung stattgefunden. Die Gesammtausfuhr zeigt eine Zunahme von 589,301 Pf. Strl. über die Ausfuhr des entsprechenden Monats von 1848. Besonders auffallend ist die Zunahme in Bezug auf Baumwollen-, Wollen- und Linnen-Fabrikaten. Wir lassen aus der Tabelle des Handelsamts einige Angaben folgen.
Deklarirter Werth der Exporte.
Für den mit dem 5. Jan. endenden Monat
1848 1849
Calicot1,292,932 1,720,289 Pf. St.
Baumwollengarn410,037 484,156 Pf. St.
Linnenfabrikate268,315 327,599 Pf. St.
Linnengarn34,343 49,760 Pf. St.
Maschinen76,095 29,805 Pf. St.
Eisen und Stahl322,651 281,033 Pf. St.
Salz10,768 26,062 Pf. St.
Seidenfabrikate72,784 64,606 Pf. St.
Seife11,608 15,683 Pf. St.
Raffinirter Zucker36,829 30,317 Pf. St.
Wollengarn60,206 64,140 Pf. St.
Die Ausfuhr für das ganze, mit dem 5. Jan. 1849 zu Ende gehende Jahr betrug insgesammt 46,407,939 Pf. St.; die Abnahme gegen das vorhergehende Jahr 4,597,000 Pf. St.
Einheimischer Verbrauch.
Das mit dem 5. Januar endende Jahr
1848. 1849.
Weizen, in Quarters 2,851,983. 1,864,186.
Anderes Getreide in Quarters 3,331,060. 2,449,242.
Mais in Quarters 3,615,219. 1,579,838.
Weizen- u. Mais-Mehl in Centnern 9,119,212. 1,476,535.
Butter und Käse, in Centnern 681,900. 719,573.
Kakao, in Pfunden 3,095,628. 2,935,479.
Kaffee, britischer, in Pfunden 27,032,840. 30,146,707.
Kaffee, fremder, in Pfunden 10,439,301. 6,959,585.
Zucker, westindischer, in Centnern 2,581,582. 2,770,597.
Zucker, von Mauritius in Centnern 1,050,388. 813,751.
Zucker, ostindischer, in Centnern 1,183,309. 1,352,410.
Zucker, fremder, in Centnern 975,478. 1,225,863.
Thee, in Pfunden 46,326,582. 48,735,971.
Branntwein, in Gallonen 4,896,257. 4,619,737.
Wein, in Gallonen 6,311,460. 6,368,909.
Opium, in Pfunden 45,768. 61,188.
Taback, in Pfunden 26,753,933. 27,267,407.
Einfuhr der Rohstoffe.
Flachs, in Centnern 1,052,089 1,462,007
Hanf, dito 811,565 832,212
Rohe Seide, in Pfunden 4,133,302 4,413,360
Baumwolle, in Centnern 4,238,461 6,362,090
Wolle, in Pfunden 62,592,598 70,521,957
Talg, in Centnern 1,099,275 1,500,242
Redakteur en chef: Karl Marx.
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Handelsnachrichten.
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Civilstand der Stadt Köln.
Den 24. u. 24. Februar. 1849.
Geburten.
Maria Anna Hubert,. T. v. Bernh. Backes, Miethkutscher, Thieboldsg. ‒ Peter Jacob, S. v. Jos. Peffer, Cigarrenm., Entenpf. ‒ Maria Joh. Cathar., T. v. Joh. Cleff, Eisengießer, Ferkulum. ‒ Joh. Friebr., S. v. Joh. Wilh. Seelbach, Drechsler, Maximinenstr. ‒ Joh. Paul, S. v. Joh. Martin Hansmann, Fuhrm., Follerstr. ‒ Vincenz, S. v. Christ. Sutter, Tagl., Hundsg.
Karl Hub. Sebast., S. v. Joh. Bapt. Kopp, Tischlerm., Blindg. ‒ Joh. Friedr., S. v. Gottfr. Körten, Schuhm., Plankg. ‒ Albert, S. v. Math. Orban, Tagl, Friedrichstr. ‒ Pet. Math. Hub., S. v. Mich. Jos. DuMont, Kfm., Severinstr. ‒ Franz, S. v. Adam Jos. Pütz, Tagl., Achterstr. ‒ Gertr. Math. Henr, T. v. Aug. Weise, Lieut. a. D., Thürmchensw. ‒ Henr. Brig, T. v. Barth. Falderbaum, Handlungscommis, Hämerg. ‒ Maria Louise, T. v. Joh. Gottl Schürmann, Schreinerges., Himmelreich. ‒ Gertr., T. v. Joh. Dresser, Tagl., Carthäuserhof. ‒ Georg Hub. Aimé, S. v. Hub. Jos Eiler, Notariats-Kandidat, Schwalbeng. ‒ Franz, S. v Jos. Frings, Tagl., Hämerg. ‒ Maria Elisab. Hubert., T. v. Franz Paul Schenkel, Maurer, Weideng. ‒ Conr., S. v. Clem. Aug. Dentz, Seidenw, Hoferg ‒ Joh. Georg, S. v. Peter Jos. Beckers, Gastw., Waisenhausg. ‒ Ein unehel. Mädchen.
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Sterbefälle.
Joh. Phil. Hukert, Kutscher, 36 J. alt, unverh., Carthäuserw. ‒ Cathar Rodenkirchen, geb. Meyer, 33 J. alt, Severinstr. ‒ Herm. Jos. Evertz, ohne Gew., 79 J. alt, Wittwer, gr. Neug. ‒ Math. Jos. Lüttgen, ohne Gew., 39 J. alt, unverh., Heumarkt. ‒ Laur. Effgen, 4 M. alt, Entenpf. ‒ Wilh. Hitz, Ulanen-Gefreiter, unverh., 22 J. alt, Garn.-Lazar. ‒ Peter Jacob Frings, 2 J. 8 M. alt, vor Martin. ‒ Joh. Degenh. Löhe, 3 J. 9 M. alt, Fischmarkt. ‒ Elisab. Henrichs, geb. Jauchel, 40 J. alt, Catharinengr. ‒ Drei unehel. Knaben.
Karl Ludw. Traug. Kretschmar, Gensd'armerie-Wachtmeister, 44 J. alt, verheir., Hämerg. ‒ Anna Maria Bodden, 1 J. alt, Spulmannsg. ‒ Sib. Vogt, 6 M. alt, Weingarteng. ‒ Math. Groß, 6 J. alt, Follerstr. ‒ Barthol. Meyer, 16 M. alt, unter Sachsenh. ‒ Anna Erven, 3 M. alt, kl. Witschg. ‒ Elisab. Schnieber, geb. Tapper, 23 J alt, St. Agatha. ‒ Apoll. Lörchen, 7 M. alt, gr. Griechenm. ‒ Christ. Huberti, Wittwe Schlimm, 85 J. alt, Quatterm. ‒ Anton Junker, Musketier, 24 J. alt, unverh., Garn.-Lazar. ‒ Andr. Müller, 6 M. alt, Altengr. ‒ Herm. Jos. Wolff, 6 J. alt, Nächelsg.
Heirathen.
(22) Ferd. Holtz, Schreinerges., v. hier, und Anna Maria Sophia Dahmen, v. Mariawald.
Leonard Helferich, Cigarrenm., v. hier, und Cathar. Kluht, zu Frechen. ‒ Georg Wirz, Maurerges. v. Rheinbreitdach, und Cäcilia Offer, v. Ensen. ‒ Christoph Bäumer, Kutscher, v. Ostbevern, und Maria Ther. Meisen, v. Neukirchen.
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Bekanntmachung.
Die durch die königl. Regierung festgestellte Grundsteuer-Heberolle der Gemeinde Köln pro 1849 ist dem Steuer-Empfänger Herrn De Berghes zur Offenlegung während der gesetzlichen Frist und zur Einziehung der Beträge übergeben worden.
Die Steuerpflichtigen werden demnach hiermit veranlaßt, die bereits erfallenen Zwölftel sofort an den genannten Empfänger zu entrichten.
Köln, den 5. März 1849.
Das Ober-Bürgermeister-Amt, Justizrath Schenk.
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Bekanntmachung.
Die Anlieferung der in den Jahren 1849, 1850 und 1851 zu den Rheinwasserbauten im Regierungsbezirk Köln erforderlichen Basaltsteine soll im Wege der Submission verdungen werden. Die der Lieferung zum Grunde zu legenden Bedingungen sind bei der königl. Steuerkasse zu Königswinter und beim Unterschriebenen einzusehen.
Die versiegelten, gehörig bezeichneten Offerten werden bis zum 14. März c., Vormittags 11 Uhr, vom Unterschriebenen angenommen und zur angegebenen Zeit eröffnet werden. Nachgebote bleiben unberücksichtigt.
Köln, den 27. Februar 1849.
Der Wasserbau-Inspektor, Schwedler, am Hof Nr. 33.
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Inseratur.
Ein Gerichtsvollzieher-Gehülfe ledigen Standes, der Militärdienstzeit und Parketstage absolvirt und bei den ausgezeichnetsten Gerichtsvollziehern des Landgerichts Koblenz fungirt hat, wünscht eine Stelle. Näheres in der Exp. d. Bl.
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Bekanntmachung.
Die Anlieferung der Faschinen und Pfähle, welche zu den Wasserbauten am Rheine, im Regierungsbezirk Köln, besonders an den rechtseitigen Ufern oberhalb Lülsdorf und bei Wiesdorf im laufenden Jahre gebraucht werden, soll im Wege der Submission verdungen werden. Die Bedingungen sind bei der königl. Steuerkasse zu Königswinter und beim Unterschriebenen einzusehen.
Die versiegelten, gehörig bezeichneten Offerten werden bis zum 15. März c., Vormittags 11 Uhr, vom Unterschriebenen am Hof Nr. 33 in Köln angenommen, zu welcher Zeit sie eröffnet werden. Nachgebote bleiben unbeachtet.
Köln, den 27. Februar 1849.
Der königl. Wasserbau-Inspektor, Schwedler.
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Oeffentlicher Verkauf im hiesigen Leihhause.
Mittwoch den 7. März 1849 und folgenden Tag, aus dem Monat Februar 1847.
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Licitation.
Auf Anstehen der sämmtlichen Erben und Testaments-Exekutoren des dahier verlebten Rentners, Herrn Cornelius Menzen, soll das zu dessen Nachlasse gehörige, im Dorfe Hersel an der Hauptstraße gelegene sogenannte „Uedorferhaus“ nebst Garten und Weingarten, ferner zwei gegenüber gelegene Parzellen Pflanzgrund, die Eine von 1/2 und die Andere von 3/4 Morgen Flächeninhalt am Dienstag den 6. d. M., Morgens 10 Uhr, im Hause des Gastwirthes Herren Schüller zu Hersel, vor dem unterzeichneten Notar einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und dem Meistbietenden definitiv zugeschlagen werden.
Köln, den 2. März 1849.
Fier.
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Ein durchaus erfahrener oberländischer Bäckergeselle wird gesucht. St. Apernstraße 20-22.
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Ein in der Mitte der Stadt in einer gangbaren Straße gelegenes großes Haus, steht unter annehmbaren Bedingungen zu verkaufen. Dasselbe eignet sich durch seine vorzügliche Lage in der Nähe des Rheines zu jedem Engros und Detail-Geschäft, so wie auch zur Gastwirthschaft und Restauration. Näheres in der Exp. dies. Ztg.
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In der Möbel-Fabrik von Johann Heininger Sohn, Trankgasse 27, sind zwei schön meublirte Zimmer stündlich zu vermiethen.
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DIEPGEN & BECKERSHOFF in Neanderthal bei Mettmann, Kreis Elberfeld, empfehlen: Roman-Cement, Mineral-Farben, Stuckatur- und Land Gyps, Traß, Hydraul-Kalk, Knochenmehl, geschnittene, geschliffene und behauene Sand-, Kalk- und Marmor-Steine zu Flurbelegen, Bausteinen, Mühlen-Kopfstein-Geläufen, Denkmäler etc. zur geneigten Abnahme.
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Ein erfahrener Horndrechsler-Gesell, der in allen vorkommenden Arbeiten fertig werden kann, kann gleich Arbeit erhalten, Thurnmarkt Nr. 43.
H. Halswick, Drechsler.
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Aechter Westphälischer Pumpernickel ist fortwährend zu haben bei Weiler unter Gottesgnaden Nr. 9.
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Ein Dienstmädchen, die einer kleinen Haushaltung vorzustehen weiß, findet Stelle.
Columbastraße 1 A.
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Einige wohlerfahrene Kleidermacher-Gehülfen finden Beschäftigung bei J. H. Schulz & Comp.
Columbastraße 1 A.
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Meine Versetzung von Bensberg an das Königliche Landgericht dahier, zeige ich hiermit ergebenst an.
Köln, den 3. März 1849.
W. Pickart, Gerichtsvollzieher, Schwalbengasse Nr. 9, in der Nähe des Appellhofplatzes.
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Ein sehr schönes Pianino steht billig zu verkaufen. Hosengasse Nr. 35.
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Puppentheater.
Der verliebte Einsiedler.
Lustspiel in 2 Akten Hierauf die viermal gestorbene Frau.
Ein Schwank in zwei Akten. Anfang 7 Uhr.
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In der Expedition der „Neuen Rheinischen Zeitung“ sind zu haben:
Zwei politische Prozesse.
Verhandelt vor den Februar-Assisen zu Köln.
I.
Der erste Preß-Prozeß der „Neuen Rheinischen Zeitung.“
II.
Prozeß des Kreis-Ausschusses der rheinischen Demokraten.
Preis broschirt 5 Sgr.
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Bekanntmachung über das nächtliche Durchlassen der Rheinischen Schlepp-Dampfschiffe durch die Schiffbrücke zu Köln.
Vom 1. März d. J. ab wird den Schlepp-Dampfschiffen des Nachts die Brücke geöffnet, und zwar:
1) nach einer (bis des Abends 6 Uhr) vorhergegangenen schriftlichen Anzeige an den Brükkenmeister;
2) für die zu Thal kommenden Schiffe, nachdem solche von der Altenburg an bis zum Bayenthurme drei Signalschüsse abgegeben haben;
3) für die zu Berg kommenden Schiffe nach zweimaligem Läuten mit der Glocke;
4) so lange die beiden rothen Signal-Laternen ‒ welche die statt gefundene Oeffnung der Brücke bezeichnen ‒ nicht aufgezogen, darf ein zu Thal kommendes Schlepp-Dampfschiff sich der Brücke nur so weit nähern, daß es immer noch im Stande ist, im Behinderungsfalle oberhalb der Brücke mit Sicherheit wenden und landen zu können;
5) kein Schleppschiff darf bei der Thalfahrt ein Anhängeschiff mit sich führen;
6) nur bis zu einem Wasserstande von + 10′ am hiesigen Regierungs-Pegel kann die Brücke für die Thalfahrt geöffnet werden; dagegen für die Bergfahrt bis + 14′ a. M.;
7) für die Thalfahrt wird gewöhnlich das 1., 2. und 3. Joch, für die Bergfahrt das 2. und 3. Joch zunächst der kölner Landbrücke zum Durchlaß geöffnet.
Wenn den vorstehend sub 1 bis incl. 7 bemerkten Bestimmungen zuwidergehandelt wird, so hat die betreffende Schleppschifffahrts-Gesellschaft allen dadurch möglicher Weise entstehenden Schaden an der Brücke zu ersetzen.
Köln, den 27. Februar 1849.
K. Komandantur. K. Regierung.
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Zu vermiethen.
Das Haus mit Garten, Follerstraße Nr. 74.
Das Haus mit Garten, Telegraphenstraße Nr. 45.
Das Unterhaus, Trankgasse Nr. 33. N. Trankgasse 35.
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Für Grundeigenthümer und Wald-Besitzer.
Eine große Parthie sehr starke Canada-Pappel-Pflänzlinge, 6 Fuß hohe Lerchentannen, 8 Fuß hohe Maulbeerbäume und 4 Fuß hohe Tuyas, so wie noch circa 8000 Stück 5-6jährige Rothtannen, und eben so viel 3jährige Kiefer sind billig zu verkaufen bei Ad. Bastin in Stolberg.
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Ein junger Mensch, im 25. Jahre, welcher in einer Preßspanfabrik erzogen, deren Fabrizirung vollkommen kennt, so wie die ganze Leitung eines solchen Geschäfts übernehmen kann, auch der Buchführung in diesem Fache gewachsen ist, und sehr bedeutende Häuser seinem zukünftigen Prinzipal als Abnehmer empfehlen könnte, sucht eine Stelle als Werkmeister. Hierauf Reflektirende werden ersucht, sich gefälligst an Hrn. J. Maggi Minoprio in Frankfurt a. M. franco zu wenden.
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Ein solider junger Mann der seine Lehrzeit in einem bedeutenden Wein- und Kommissions-Geschäft bestanden, und über seine spätere Führung gute Atteste vorzulegen im Stande ist, wünscht baldmöglichst eine Comptoir- oder Reisestelle. Das Nähere bei der Exp. d. Z.
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Unserm lieben langen Fritz in der Telegraphenstraße.
Ein langes dreifaches donnerndes Lebehoch.
Im Auftrage vieler Freunde.
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Fritz Schmitz.
Die Schmill fall levve! Hurra!!!
Glückliche Reise nach Düsseldorf!
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An Fräulein Friedricke bei von Thenen!
Zu Ihrem gestrigen Namenstage bringt Ihnen aus voller Brust ein donnerndes Lebehoch! S.
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Eine gewandte Aufwärterin und ein Mädchen für häusliche Arbeit wird gesucht, in der „Schönen Aussicht“ am Holzthor.
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Das französische Mädchen-Institut in Weißenburg (Bas rhin) unter der Leitung der Damen Mansuy & Duvernoy,
von der Akademie zu Paris brevetirte Erzieherinnen, empfiehlt sich den geehrten Eltern durch den 16jährigen Erfolg einer besonderen Weise der Erziehung, der Grundlage alles Lebensglücks, und einer Lehr-Methode, welche die Schnelligkeit mit der Gründlichkeit der Studien vereinigt.
Dieser doppelte Erfolg wird durch die große Zahl der Zöglinge, und besonders der Erzieherinnen, bezeugt, welche aus dieser Anstalt hervorgegangen ist, und von denen mehrere Pensionate, selbst in Weißenburg, gegründet haben.
Die Umgangssprache in diesem Institute ist die französische, welche von den Direktorinnen, deren Muttersprache sie ist, selbst gelehrt wird, während für das Deutsche und Englische Lehrerinnen angestellt sind, welche die reinste Aussprache besitzen.
Das in dem schönsten Theile der Stadt, mit freier Aussicht nach dem Lande, gelegene Lokal, vereinigt Alles, was man für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Zöglinge wünschen kann, und wird nur zu den Zwecken der Anstalt verwendet.
Um den Prospektus und den Studienplan zu erhalten, wende man sich franco entweder an die Expedition dieses Blattes, oder an die Damen Mansuy & Duvernoy in Weißenburg.
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Reibzündhölzer von rother, blauer und brauner Farbe, ausgezeichneter Qualität ‒ wofür wir garantiren ‒ erlassen wir ab hier
in Kisten von 100 Pakets à 4 fl 48 kr.
in Kisten von 200 Pakets à 4 fl. 42 kr.
und brauner Farbe von 200 Pakets à 4 fl. 36 kr. per 100 Paket in ovalen Holzschachteln gegen Nachnahme des Betrags. Die Kiste wird mit 18 kr. berechnet.
Consoni Rheinhardt.
Biberach bei Ulm, im Februar 1849.
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Verkauf eines Landguts.
Ein Landgut von 45 Morgen Grundeigenthum, mit einem einträglichen Handels-Geschäft verbunden, ist billig aus freier Hand zu kaufen, und am 1. Mai d. J. zu beziehen, wo sagt die Exp. d. Bl.
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Spargelpflanzen.
2- und 3jährige 1 fl. und 1 fl. 12 kr. per 100 Stück in bekannter Güte, hoch- und niederstämmige Rosen mit schönen Kronen per 100 Stück 40 fl., deßgleichen auch wurzelächte Monat- und Landrosen in vielen Sorten à 6-18 kr., 3jährige Weinsetzlinge der besten Tafeltrauben à 6-8 kr., die beliebten neuen Maßßliebchen (Bellis perennis pl.) in 20-24 Varietäten per 100 Stück 36 kr., 1000 Stück 5 fl., Wiederverkäufer erhalten bedeutenden Rabatt. Reelle und billige Bedienung meine Hauptsorge. Briefe und Geldet erbitte franco, gleichwie auf Franco-Briefe meine Verzeichnisse gratis zugesendet werden.
Heinrich Noack, Handelsgärtner in Bessungen vor Darmstadt.
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Taubenfutter.
Ein Partiechen Wicken werden billig verkauft. St. Agatha Nr. 33 an der Schildergasse.
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Ein Mädchen von braven Eltern, das Waschen und Bügeln kann, wünscht eine Stelle als Zweitesmädchen oder in einer stillen Haushaltung. Die Exp. sagt wo.
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Konzessionirtes Baudeville Theater.
Sonntag den 6 März 1849:
Zum Erstenmale wiederholt Einmalhunderttausend Thaler.
Baudeville in drei Abtheilungen von David Kalisch.
Entree 10 Sgr. wofür Getränke verabreicht werden.
Kinder unter 12 Jahren zahlen die Hälfte.
Kassa-Eröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr.
Um den vielseitigen Wünschen zu entsprechen, ist auch ein Sperrsitz eröffnet.
Franz Stollwerk.
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Zu vermiethen und gleich zu beziehen für einzelne Herren zwei meublirte Zimmer straßenwärts, am Hof Nro. 11 und 13.
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Der Gerant Korff.
Druck von J. W. Dietz, unter Hutmacher 17.