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Eder, Michael: Judith lychnuchus Mosaicus. Oder Judith Der güldene Leuchter Mosis. Lissa, [1640].

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Christliche Leich-Predigt.

Es ist kein zweyffel/ es werdens auch viel vnter
vnserm Mittel allhier zu Hertzen nehmen vnnd drauff
achten.

Jch für meine wenige Person muß nur bekennen/
daß ich wegen sonderbahrer affection, so Sie zu mir ge-
tragen/ Jhren Todt zu Hertzen nehme/ vnnd drauff
achte.

Aber was sol man machen;
Hört auff zu weinen vnd klagen;
Thut nicht/ alß wolt jhr verzagen;
GOtt sol man nicht widerstreben/
Durch den Todt gehn wir ins Leben.
Die seelige Fraw Looßin ist für dem Vnglück weg-
gerafft; sie ist kommen zum Friede; sie ruhet in jhrer
Kammer. Damit wir solches bedencken/ vnd auch
der Gerechtigkeit nachstreben/ alß wollen
wir hertzlich beten;
Vater vnser/ etc.


Leich-Text auß dem
Büchlin Judith/ cap. 8.
. 1. JVdith war eine Witwe/
eine Tochter Merari/ des

Sohns
B iij
Chriſtliche Leich-Predigt.

Es iſt kein zweyffel/ es werdens auch viel vnter
vnſerm Mittel allhier zu Hertzen nehmen vnnd drauff
achten.

Jch fuͤr meine wenige Perſon muß nur bekennen/
daß ich wegen ſonderbahrer affection, ſo Sie zu mir ge-
tragen/ Jhren Todt zu Hertzen nehme/ vnnd drauff
achte.

Aber was ſol man machen;
Hoͤrt auff zu weinen vnd klagen;
Thut nicht/ alß wolt jhr verzagen;
GOtt ſol man nicht widerſtreben/
Durch den Todt gehn wir ins Leben.
Die ſeelige Fraw Looßin iſt fuͤr dem Vngluͤck weg-
gerafft; ſie iſt kommen zum Friede; ſie ruhet in jhrer
Kammer. Damit wir ſolches bedencken/ vnd auch
der Gerechtigkeit nachſtreben/ alß wollen
wir hertzlich beten;
Vater vnſer/ ꝛc.


Leich-Text auß dem
Buͤchlin Judith/ cap. 8.
ꝟ. 1. JVdith war eine Witwe/
eine Tochter Merari/ des

Sohns
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[0013] Chriſtliche Leich-Predigt. Es iſt kein zweyffel/ es werdens auch viel vnter vnſerm Mittel allhier zu Hertzen nehmen vnnd drauff achten. Jch fuͤr meine wenige Perſon muß nur bekennen/ daß ich wegen ſonderbahrer affection, ſo Sie zu mir ge- tragen/ Jhren Todt zu Hertzen nehme/ vnnd drauff achte. Aber was ſol man machen; Hoͤrt auff zu weinen vnd klagen; Thut nicht/ alß wolt jhr verzagen; GOtt ſol man nicht widerſtreben/ Durch den Todt gehn wir ins Leben. Die ſeelige Fraw Looßin iſt fuͤr dem Vngluͤck weg- gerafft; ſie iſt kommen zum Friede; ſie ruhet in jhrer Kammer. Damit wir ſolches bedencken/ vnd auch der Gerechtigkeit nachſtreben/ alß wollen wir hertzlich beten; Vater vnſer/ ꝛc. Leich-Text auß dem Buͤchlin Judith/ cap. 8. ꝟ. 1. JVdith war eine Witwe/ eine Tochter Merari/ des Sohns B iij

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Zitationshilfe: Eder, Michael: Judith lychnuchus Mosaicus. Oder Judith Der güldene Leuchter Mosis. Lissa, [1640], S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/361724/13>, abgerufen am 07.03.2021.