Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Schellbach, Esaias: Threnus sive oratio funebris. Liegnitz, 1621.

Bild:
<< vorherige Seite

ctum. Der HErr hats gegeben/ der HErr hats ge-
nommen/ wie es dem HErren gefallen/ so ist es ge-
schehen/ der Name des HErren sey gelobet. Sollen
auch der gewissen hoffnung vnd zuversicht sein/ das sie
jhr hertzliebes Ehegemahl vnd Freunden/ nicht verloh-
ren/ sondern im Ewigen Leben/ in grosser volkomme-
ner Freude vnd Wohne wieder sehen werden.

Dieweil dann diese gegenwertige Adeliche Leiche/
bey lebezeiten jhr etzliche schöne Trostsprüche aus hei-
liger Göttlicher Schrifft in ein besonderes Betbüch-
lein auffgezeichnet/ derer sie sich in jhrer täglichen an-
dacht vnd Betstunde gebraucht/ auch in jhrer schwach-
heit sich damit getröstet/ vnd mir vnter andern auch
diese tröstliche worte Luc. 18. cap. welche sie täglich in
jhrem Munde geführet/ sind angedeutet worden.

JEsu du Sohn David er
barm dich mein.

Als habe ich mir belieben lassen denselbten in der
Furchte Gottes ein wenig nach zu dencken vnd zube-
trachten.

Propositio.

Auff was art vnd weise vns der Ewige
Sohn Gottes in diesen Trostreichen
worten werde beschrieben vnd fürge-
mahlet/ vnd wie wir vns derselbten
Worte im Leben vnd im Sterben
recht trösten vnd gebrauchen sollen.

Expli-

ctum. Der HErr hats gegeben/ der HErr hats ge-
nommen/ wie es dem HErren gefallen/ ſo iſt es ge-
ſchehen/ der Name des HErren ſey gelobet. Sollen
auch der gewiſſen hoffnung vnd zuverſicht ſein/ das ſie
jhr hertzliebes Ehegemahl vnd Freunden/ nicht verloh-
ren/ ſondern im Ewigen Leben/ in groſſer volkomme-
ner Freude vnd Wohne wieder ſehen werden.

Dieweil dann dieſe gegenwertige Adeliche Leiche/
bey lebezeiten jhr etzliche ſchoͤne Troſtſpruͤche aus hei-
liger Goͤttlicher Schrifft in ein beſonderes Betbuͤch-
lein auffgezeichnet/ derer ſie ſich in jhrer taͤglichen an-
dacht vnd Betſtunde gebraucht/ auch in jhrer ſchwach-
heit ſich damit getroͤſtet/ vnd mir vnter andern auch
dieſe troͤſtliche worte Luc. 18. cap. welche ſie taͤglich in
jhrem Munde gefuͤhret/ ſind angedeutet worden.

JEſu du Sohn David er
barm dich mein.

Als habe ich mir belieben laſſen denſelbten in der
Furchte Gottes ein wenig nach zu dencken vnd zube-
trachten.

Propositio.

Auff was art vnd weiſe vns der Ewige
Sohn Gottes in dieſen Troſtreichen
worten werde beſchrieben vnd fuͤrge-
mahlet/ vnd wie wir vns derſelbten
Worte im Leben vnd im Sterben
recht troͤſten vnd gebrauchen ſollen.

Expli-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsRemembrance" n="1">
        <p><pb facs="#f0006" n="[6]"/><hi rendition="#aq">ctum.</hi> Der HErr hats gegeben/ der HErr hats ge-<lb/>
nommen/ wie es dem HErren gefallen/ &#x017F;o i&#x017F;t es ge-<lb/>
&#x017F;chehen/ der Name des HErren &#x017F;ey gelobet. Sollen<lb/>
auch der gewi&#x017F;&#x017F;en hoffnung vnd zuver&#x017F;icht &#x017F;ein/ das &#x017F;ie<lb/>
jhr hertzliebes Ehegemahl vnd Freunden/ nicht verloh-<lb/>
ren/ &#x017F;ondern im Ewigen Leben/ in gro&#x017F;&#x017F;er volkomme-<lb/>
ner Freude vnd Wohne wieder &#x017F;ehen werden.</p><lb/>
        <div type="fsBibleVerse" n="2">
          <head/>
          <p>Dieweil dann die&#x017F;e gegenwertige Adeliche Leiche/<lb/>
bey lebezeiten jhr etzliche &#x017F;cho&#x0364;ne Tro&#x017F;t&#x017F;pru&#x0364;che aus hei-<lb/>
liger Go&#x0364;ttlicher Schrifft in ein be&#x017F;onderes Betbu&#x0364;ch-<lb/>
lein auffgezeichnet/ derer &#x017F;ie &#x017F;ich in jhrer ta&#x0364;glichen an-<lb/>
dacht vnd Bet&#x017F;tunde gebraucht/ auch in jhrer &#x017F;chwach-<lb/>
heit &#x017F;ich damit getro&#x0364;&#x017F;tet/ vnd mir vnter andern auch<lb/>
die&#x017F;e tro&#x0364;&#x017F;tliche worte <cit xml:id="textus1" next="#textus2"><bibl><hi rendition="#aq">Luc. 18. cap.</hi></bibl></cit> welche &#x017F;ie ta&#x0364;glich in<lb/>
jhrem Munde gefu&#x0364;hret/ &#x017F;ind angedeutet worden.</p><lb/>
          <cit xml:id="textus2" prev="#textus1">
            <quote> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#in">J</hi>E&#x017F;u du Sohn David er<lb/>
barm dich mein.</hi> </quote>
          </cit>
        </div><lb/>
        <div type="fsExordium" n="2">
          <head/>
          <p>Als habe ich mir belieben la&#x017F;&#x017F;en den&#x017F;elbten in der<lb/>
Furchte Gottes ein wenig nach zu dencken vnd zube-<lb/>
trachten.</p><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#g"> <hi rendition="#k">Propositio.</hi> </hi> </hi> </head><lb/>
            <p> <hi rendition="#fr">Auff was art vnd wei&#x017F;e vns der Ewige<lb/>
Sohn Gottes in die&#x017F;en Tro&#x017F;treichen<lb/>
worten werde be&#x017F;chrieben vnd fu&#x0364;rge-<lb/>
mahlet/ vnd wie wir vns der&#x017F;elbten<lb/>
Worte im Leben vnd im Sterben<lb/>
recht tro&#x0364;&#x017F;ten vnd gebrauchen &#x017F;ollen.</hi> </p><lb/>
          </div>
        </div>
        <fw type="catch" place="bottom"> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#g"> <hi rendition="#k">Expli-</hi> </hi> </hi> </fw><lb/>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[6]/0006] ctum. Der HErr hats gegeben/ der HErr hats ge- nommen/ wie es dem HErren gefallen/ ſo iſt es ge- ſchehen/ der Name des HErren ſey gelobet. Sollen auch der gewiſſen hoffnung vnd zuverſicht ſein/ das ſie jhr hertzliebes Ehegemahl vnd Freunden/ nicht verloh- ren/ ſondern im Ewigen Leben/ in groſſer volkomme- ner Freude vnd Wohne wieder ſehen werden. Dieweil dann dieſe gegenwertige Adeliche Leiche/ bey lebezeiten jhr etzliche ſchoͤne Troſtſpruͤche aus hei- liger Goͤttlicher Schrifft in ein beſonderes Betbuͤch- lein auffgezeichnet/ derer ſie ſich in jhrer taͤglichen an- dacht vnd Betſtunde gebraucht/ auch in jhrer ſchwach- heit ſich damit getroͤſtet/ vnd mir vnter andern auch dieſe troͤſtliche worte Luc. 18. cap. welche ſie taͤglich in jhrem Munde gefuͤhret/ ſind angedeutet worden. JEſu du Sohn David er barm dich mein. Als habe ich mir belieben laſſen denſelbten in der Furchte Gottes ein wenig nach zu dencken vnd zube- trachten. Propositio. Auff was art vnd weiſe vns der Ewige Sohn Gottes in dieſen Troſtreichen worten werde beſchrieben vnd fuͤrge- mahlet/ vnd wie wir vns derſelbten Worte im Leben vnd im Sterben recht troͤſten vnd gebrauchen ſollen. Expli-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/387514
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/387514/6
Zitationshilfe: Schellbach, Esaias: Threnus sive oratio funebris. Liegnitz, 1621, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/387514/6>, abgerufen am 27.07.2021.