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Strobach, Johann Georg: Den Groß-Schatz-Meister Jesum. Pirna, 1701.

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in dem unschätzbaren Reiche der Gnaden.
ich dir geredt habe/ darum bricht mir mein Hertze gegen dir/
daß ich mich deiner erbarmen muß/ spricht der HErr beym Jer.
31. v. 10. Nun wir sind schon so weit versichert/ daß der hochbe-
kümmerte Vater Abraham/ die lieb- und Trost-reiche Anre-
de/ nach dem GOtt-gelassenen Exempel des Ertz-Vater Abra-
hams/ in seine bekümmerte Seele einnehmen/ und in dem itzi-
gen hohen Leid-Wesen sich darmit wird auffrichten lassen. Da-
mit aber gleichwohl dieses zum Anfang/ und was wir weiter
aus GOttes Wort reden werden/ bey Jhm/ und allen de-
nen/ so mit Jhm in tieffen Leide gehen/ fruchtbarlich beklei-
ben möge/ wohlan/ lasset uns unsere Hertzen zu GOtt dem
Allmächtigen erheben/ vor Sie und uns alle/ ein gläubiges
Vater-Unser bethen.

TEXTUS.
Matth. VI, 19. 20. 21.
JHr solt euch nicht Schätze samlen
auff Erden/ da sie die Motten und
der Rost fressen/ und da die Diebe nach-
graben/ und stehlen. Samlet euch aber
Schätze im Himmel/ da sie weder Mot-
ten noch Rost fressen/ und da die Diebe
nicht nachgraben/ noch stehlen. Denn wo
euer Schatz ist/ da ist auch euer Hertz.
Ich

in dem unſchaͤtzbaren Reiche der Gnaden.
ich dir geredt habe/ darum bricht mir mein Hertze gegen dir/
daß ich mich deiner erbarmen muß/ ſpricht der HErr beym Jer.
31. v. 10. Nun wir ſind ſchon ſo weit verſichert/ daß der hochbe-
kuͤmmerte Vater Abraham/ die lieb- und Troſt-reiche Anre-
de/ nach dem GOtt-gelaſſenen Exempel des Ertz-Vater Abra-
hams/ in ſeine bekuͤmmerte Seele einnehmen/ und in dem itzi-
gen hohen Leid-Weſen ſich darmit wird auffrichten laſſen. Da-
mit aber gleichwohl dieſes zum Anfang/ und was wir weiter
aus GOttes Wort reden werden/ bey Jhm/ und allen de-
nen/ ſo mit Jhm in tieffen Leide gehen/ fruchtbarlich beklei-
ben moͤge/ wohlan/ laſſet uns unſere Hertzen zu GOtt dem
Allmaͤchtigen erheben/ vor Sie und uns alle/ ein glaͤubiges
Vater-Unſer bethen.

TEXTUS.
Matth. VI, 19. 20. 21.
JHr ſolt euch nicht Schaͤtze ſamlen
auff Erden/ da ſie die Motten und
der Roſt freſſen/ und da die Diebe nach-
graben/ und ſtehlen. Samlet euch aber
Schaͤtze im Himmel/ da ſie weder Mot-
ten noch Roſt freſſen/ und da die Diebe
nicht nachgraben/ noch ſtehlen. Denn wo
euer Schatz iſt/ da iſt auch euer Hertz.
Ich
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[7/0007] in dem unſchaͤtzbaren Reiche der Gnaden. ich dir geredt habe/ darum bricht mir mein Hertze gegen dir/ daß ich mich deiner erbarmen muß/ ſpricht der HErr beym Jer. 31. v. 10. Nun wir ſind ſchon ſo weit verſichert/ daß der hochbe- kuͤmmerte Vater Abraham/ die lieb- und Troſt-reiche Anre- de/ nach dem GOtt-gelaſſenen Exempel des Ertz-Vater Abra- hams/ in ſeine bekuͤmmerte Seele einnehmen/ und in dem itzi- gen hohen Leid-Weſen ſich darmit wird auffrichten laſſen. Da- mit aber gleichwohl dieſes zum Anfang/ und was wir weiter aus GOttes Wort reden werden/ bey Jhm/ und allen de- nen/ ſo mit Jhm in tieffen Leide gehen/ fruchtbarlich beklei- ben moͤge/ wohlan/ laſſet uns unſere Hertzen zu GOtt dem Allmaͤchtigen erheben/ vor Sie und uns alle/ ein glaͤubiges Vater-Unſer bethen. TEXTUS. Matth. VI, 19. 20. 21. JHr ſolt euch nicht Schaͤtze ſamlen auff Erden/ da ſie die Motten und der Roſt freſſen/ und da die Diebe nach- graben/ und ſtehlen. Samlet euch aber Schaͤtze im Himmel/ da ſie weder Mot- ten noch Roſt freſſen/ und da die Diebe nicht nachgraben/ noch ſtehlen. Denn wo euer Schatz iſt/ da iſt auch euer Hertz. Ich

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Zitationshilfe: Strobach, Johann Georg: Den Groß-Schatz-Meister Jesum. Pirna, 1701, S. 7. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/392438/7>, abgerufen am 12.04.2021.