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Brombach, Nicolaus: Ein Christliche Leichpredig. Basel, 1610.

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Textus.
Vers. 33. 34. 35. 36. Capitis decimi-
tertii Marci.

Sehet zu/ Wachet vnd bettet/ dann jhr wissen
nit/ wann es zeit ist. Gleich alß ein mensch/
der vber landt zog/ vnd ließ sein hauß/ vnd
gab seinen knechten gewalt/ auch einem je-
glichen sein werck/ vnd gebott dem Thür-
hüter/ er solte wachen. So wachet nun/
dann jhr wisset nicht/ wann der Herr des
hauses kompt/ ob er komme am abendt/ oder
zu mitternacht/ oder vmb das Hanenge-
schrey/ oder des morgens: auff daß er nit
schnell komme/ vnd finde euch schlaffen.
Was ich aber euch sag/ das sag ich allen/
Wachet.

DJeweil wir Menschen alle von na-
tur also beschaffen/ Fromme vnd Auß-
erwöhlte in Jesu Christo dem Herren/
daß wir vns so hefftig entsetzen/ wann jrr-
gent ein meldung des Tods vnd vnsers
absterbens beschicht: wie sich dann solche
schwachheit nicht allein an den kinderen dieser Welt er-
zeigt/ ab welchen sich doch so sehr nicht zu verwunderen:

A ij


Textus.
Verſ. 33. 34. 35. 36. Capitis decimi-
tertii Marci.

Sehet zu/ Wachet vnd bettet/ dann jhꝛ wiſſen
nit/ wañ es zeit iſt. Gleich alß ein menſch/
der vber landt zog/ vnd ließ ſein hauß/ vnd
gab ſeinen knechten gewalt/ auch einem je-
glichen ſein werck/ vnd gebott dem Thuͤr-
huͤter/ er ſolte wachen. So wachet nun/
dann jhr wiſſet nicht/ wann der Herꝛ des
hauſes kompt/ ob er kom̃e am abendt/ oder
zu mitternacht/ oder vmb das Hanenge-
ſchrey/ oder des morgens: auff daß er nit
ſchnell komme/ vnd finde euch ſchlaffen.
Was ich aber euch ſag/ das ſag ich allen/
Wachet.

DJeweil wir Menſchen alle von na-
tur alſo beſchaffen/ Fromme vnd Auß-
erwoͤhlte in Jeſu Chriſto dem Herꝛen/
daß wir vns ſo hefftig entſetzen/ wañ jrꝛ-
gent ein meldung des Tods vnd vnſers
abſterbens beſchicht: wie ſich dann ſolche
ſchwachheit nicht allein an den kinderen dieſer Welt er-
zeigt/ ab welchen ſich doch ſo ſehr nicht zu verwunderen:

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[3/0003] Textus. Verſ. 33. 34. 35. 36. Capitis decimi- tertii Marci. Sehet zu/ Wachet vnd bettet/ dann jhꝛ wiſſen nit/ wañ es zeit iſt. Gleich alß ein menſch/ der vber landt zog/ vnd ließ ſein hauß/ vnd gab ſeinen knechten gewalt/ auch einem je- glichen ſein werck/ vnd gebott dem Thuͤr- huͤter/ er ſolte wachen. So wachet nun/ dann jhr wiſſet nicht/ wann der Herꝛ des hauſes kompt/ ob er kom̃e am abendt/ oder zu mitternacht/ oder vmb das Hanenge- ſchrey/ oder des morgens: auff daß er nit ſchnell komme/ vnd finde euch ſchlaffen. Was ich aber euch ſag/ das ſag ich allen/ Wachet. DJeweil wir Menſchen alle von na- tur alſo beſchaffen/ Fromme vnd Auß- erwoͤhlte in Jeſu Chriſto dem Herꝛen/ daß wir vns ſo hefftig entſetzen/ wañ jrꝛ- gent ein meldung des Tods vnd vnſers abſterbens beſchicht: wie ſich dann ſolche ſchwachheit nicht allein an den kinderen dieſer Welt er- zeigt/ ab welchen ſich doch ſo ſehr nicht zu verwunderen: A ij

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Zitationshilfe: Brombach, Nicolaus: Ein Christliche Leichpredig. Basel, 1610, S. 3. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/511318/3>, abgerufen am 25.02.2021.