Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Lutz, Wilhelm Friedrich: Ein Christliche Predig. Tübingen, 1585.

Bild:
<< vorherige Seite

Also schreibet der Geist Gottes im
andern Buch der Könige am 20. Capitel.

ZV der zeit wardt Hiskias todt kranck/ vnd der
Prophet Jesaia der Son Amos kam zu im/ vnd
sprach zu im: So spricht der Herr: Beschicke
dein Hauß/ dann du wirst sterben vnd nicht lebende
bleiben.
Außlegung.

JN verlesnen worten/ lieben Christen/
würdt vns ein seltzame vnnd wunderbarliche
Historia/ vnd geschicht/ von Hiskia dem Kö-
nig in Juda/ fürgehalten/ daß er tödtlich kranck
vnd wie er in solcher seiner schwacheit von dem
Propheten Jesaia heimgesucht vnd getröstet sey worden.
Das jhme namlich der Prophet das leben hab abgesagt vnd
jme ein Testament auffzurichten befolhen. Welches weil
es nicht von Hiskia sonder von vnsert wegen auffgezeichnet
worden/ wöllen wir solche wort für vns nemen vnnd etwas
fleissiger erwegen/ vnd wie wir sie zugebrauchen/ erlernen
Nachmals etwas von dem leben vnd tödtlichem abgang vn-
sers getrewen lieben Herrn vnd Vatters vermelden. Gott
geb gnad/ daß wir vnser Hauß wol beschicken/ vnd seliglich
auß disem Beinhauß abscheiden mögen.

So schreibt nun der Geist Gottes/ in verlesnen wor-
ten also: Zu der zeit war der König Hiskia todt kranck:
Es thut der Heilig Geist erstlich meldung der zeit wann dise

Historia
B 2

Alſo ſchreibet der Geiſt Gottes im
andern Buch der Koͤnige am 20. Capitel.

ZV der zeit wardt Hiskias todt kranck/ vnd der
Pꝛophet Jeſaia der Son Amos kam zu im/ vnd
ſprach zu im: So ſpricht der Herꝛ: Beſchicke
dein Hauß/ dann du wirſt ſterben vnd nicht lebende
bleiben.
Außlegung.

JN verleſnen woꝛten/ lieben Chꝛiſten/
wuͤrdt vns ein ſeltzame vnnd wunderbarliche
Hiſtoria/ vnd geſchicht/ von Hiskia dem Koͤ-
nig in Juda/ fuͤrgehaltẽ/ daß er toͤdtlich kranck
vnd wie er in ſolcher ſeiner ſchwacheit von dem
Propheten Jeſaia heimgeſucht vnd getroͤſtet ſey worden.
Das jhme namlich der Prophet das leben hab abgeſagt vñ
jme ein Teſtament auffzurichten befolhen. Welches weil
es nicht von Hiskia ſonder von vnſert wegen auffgezeichnet
worden/ woͤllen wir ſolche wort fuͤr vns nemen vnnd etwas
fleiſſiger erwegen/ vnd wie wir ſie zugebrauchen/ erlernen
Nachmals etwas von dem leben vñ toͤdtlichem abgang vn-
ſers getrewen lieben Herꝛn vnd Vatters vermelden. Gott
geb gnad/ daß wir vnſer Hauß wol beſchicken/ vnd ſeliglich
auß diſem Beinhauß abſcheiden moͤgen.

So ſchreibt nun der Geiſt Gottes/ in verleſnen woꝛ-
ten alſo: Zu der zeit war der Koͤnig Hiskia todt kranck:
Es thut der Heilig Geiſt erſtlich meldung der zeit wann diſe

Hiſtoria
B 2
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsSermon" n="1">
        <pb facs="#f0011" n="9"/>
        <div type="fsBibleVerse" n="2">
          <head/>
          <p> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#b">Al&#x017F;o &#x017F;chreibet der Gei&#x017F;t Gottes im</hi><lb/> <hi rendition="#fr">andern Buch der Ko&#x0364;nige am 20. Capitel.</hi> </hi> </p><lb/>
          <cit>
            <quote> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#in">Z</hi>V der zeit wardt Hiskias todt kranck/ vnd der<lb/>
P&#xA75B;ophet Je&#x017F;aia der Son Amos kam zu im/ vnd<lb/>
&#x017F;prach zu im: So &#x017F;pricht der Her&#xA75B;: Be&#x017F;chicke<lb/>
dein Hauß/ dann du wir&#x017F;t &#x017F;terben vnd nicht lebende<lb/>
bleiben.</hi> </quote>
            <bibl/>
          </cit>
        </div><lb/>
        <div type="fsMainPart" n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Außlegung.</hi> </head><lb/>
          <div n="3">
            <head/>
            <p><hi rendition="#fr"><hi rendition="#in">J</hi>N verle&#x017F;nen wo&#xA75B;ten/ lieben Ch&#xA75B;i&#x017F;ten/</hi><lb/>
wu&#x0364;rdt vns ein &#x017F;eltzame vnnd wunderbarliche<lb/>
Hi&#x017F;toria/ vnd ge&#x017F;chicht/ von Hiskia dem Ko&#x0364;-<lb/>
nig in Juda/ fu&#x0364;rgehalte&#x0303;/ daß er to&#x0364;dtlich kranck<lb/>
vnd wie er in &#x017F;olcher &#x017F;einer &#x017F;chwacheit von dem<lb/>
Propheten Je&#x017F;aia heimge&#x017F;ucht vnd getro&#x0364;&#x017F;tet &#x017F;ey worden.<lb/>
Das jhme namlich der Prophet das leben hab abge&#x017F;agt vn&#x0303;<lb/>
jme ein Te&#x017F;tament auffzurichten befolhen. Welches weil<lb/>
es nicht von Hiskia &#x017F;onder von vn&#x017F;ert wegen auffgezeichnet<lb/>
worden/ wo&#x0364;llen wir &#x017F;olche wort fu&#x0364;r vns nemen vnnd etwas<lb/>
flei&#x017F;&#x017F;iger erwegen/ vnd wie wir &#x017F;ie zugebrauchen/ erlernen<lb/>
Nachmals etwas von dem leben vn&#x0303; to&#x0364;dtlichem abgang vn-<lb/>
&#x017F;ers getrewen lieben Her&#xA75B;n vnd Vatters vermelden. Gott<lb/>
geb gnad/ daß wir vn&#x017F;er Hauß wol be&#x017F;chicken/ vnd &#x017F;eliglich<lb/>
auß di&#x017F;em Beinhauß ab&#x017F;cheiden mo&#x0364;gen.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head/>
            <p>So &#x017F;chreibt nun der Gei&#x017F;t Gottes/ in verle&#x017F;nen wo&#xA75B;-<lb/>
ten al&#x017F;o: Zu der zeit war der Ko&#x0364;nig Hiskia todt kranck:<lb/>
Es thut der Heilig Gei&#x017F;t er&#x017F;tlich meldung der zeit wann di&#x017F;e<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">B 2</fw><fw type="catch" place="bottom">Hi&#x017F;toria</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[9/0011] Alſo ſchreibet der Geiſt Gottes im andern Buch der Koͤnige am 20. Capitel. ZV der zeit wardt Hiskias todt kranck/ vnd der Pꝛophet Jeſaia der Son Amos kam zu im/ vnd ſprach zu im: So ſpricht der Herꝛ: Beſchicke dein Hauß/ dann du wirſt ſterben vnd nicht lebende bleiben. Außlegung. JN verleſnen woꝛten/ lieben Chꝛiſten/ wuͤrdt vns ein ſeltzame vnnd wunderbarliche Hiſtoria/ vnd geſchicht/ von Hiskia dem Koͤ- nig in Juda/ fuͤrgehaltẽ/ daß er toͤdtlich kranck vnd wie er in ſolcher ſeiner ſchwacheit von dem Propheten Jeſaia heimgeſucht vnd getroͤſtet ſey worden. Das jhme namlich der Prophet das leben hab abgeſagt vñ jme ein Teſtament auffzurichten befolhen. Welches weil es nicht von Hiskia ſonder von vnſert wegen auffgezeichnet worden/ woͤllen wir ſolche wort fuͤr vns nemen vnnd etwas fleiſſiger erwegen/ vnd wie wir ſie zugebrauchen/ erlernen Nachmals etwas von dem leben vñ toͤdtlichem abgang vn- ſers getrewen lieben Herꝛn vnd Vatters vermelden. Gott geb gnad/ daß wir vnſer Hauß wol beſchicken/ vnd ſeliglich auß diſem Beinhauß abſcheiden moͤgen. So ſchreibt nun der Geiſt Gottes/ in verleſnen woꝛ- ten alſo: Zu der zeit war der Koͤnig Hiskia todt kranck: Es thut der Heilig Geiſt erſtlich meldung der zeit wann diſe Hiſtoria B 2

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/524151
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/524151/11
Zitationshilfe: Lutz, Wilhelm Friedrich: Ein Christliche Predig. Tübingen, 1585, S. 9. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/524151/11>, abgerufen am 18.08.2022.