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Richter, Gottfried: Fröliches Himmlisches Bewillkommen/ Treuer Prediger und Knechte Gottes. Liegnitz, [1678].

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2. Daß sie GOtt sonderlich ver-
pflichtet wären.
Umb daßGOtt seinVolck
Levit.
XXV,
55.
auß Egyptenland geführet/ waren sie ihm verpflich-
tet zu dienen nach seinen Geboten/ Levit. XXV, 55.
da sie auch heissen Knechte GOttes. Jtzt aber hatte
der HErr unser GOtt sie auß der Babylonischen sie-
bentzigjährigen Gefängniß geführet/ daher sie in Er-
innerung ihrer Pflicht für solche grosse Wolthat sich
billich für GOttes Knechte erkennen.

3. Daß sie seinem Dienst ergeben
wären/
sintemal sie mit dem Bau des Tempels
zu Jerusalem beschäfftiget waren/ dazu die Prophe-
ten des HErren Haggai und Zacharias sie durch ihre
Hagg. I. 8.Predigten treulich ermahneten/ Hagg. I. 8. seqq.
Zachar.
IV,
9.
Zachar. IV, 9. seq.

Wenn denn im Neuen Testament der HErr un-
ser GOtt auch sein Geistliches Jsrael/ das ist/ sein
Volck und Heerde hat/ so hat dasselbige nicht weniger
als das Volck JEsrael vor Zeiten zu bedencken/ daß
es auch von ihm heisse: Wir sind Knechte des Got-
tes Himmels und der Erden. Der hat seine Gläu-
Joh. XV,
19.
bigen erwehlet von der Welt/ Joh. XV, 19. hat sie
Jhm erlöset und gereiniget zum Volck des Eigen-
Tit. II, 14.thums/ Tit. II. 14. dem sind sie auch schuldig zu die-
nen ohne Furcht ihr Lebenlang/ in Heiligkeit undGe-
Luc. I, 74.
75.
rechtigkeit die Jhm gefällig ist/ Luc. I, 74. 75. Und das
Jeder in seinem Christen-Stande.

Ein Christ heist billich ein Knecht Gottes/ billich
daß er GOtt auch in Demuth und Gehorsam

diene.

2. Daß ſie GOtt ſonderlich ver-
pflichtet waͤren.
Umb daßGOtt ſeinVolck
Levit.
XXV,
55.
auß Egyptenland gefuͤhret/ waren ſie ihm verpflich-
tet zu dienen nach ſeinen Geboten/ Levit. XXV, 55.
da ſie auch heiſſen Knechte GOttes. Jtzt aber hatte
der HErr unſer GOtt ſie auß der Babyloniſchen ſie-
bentzigjaͤhrigen Gefaͤngniß gefuͤhret/ daher ſie in Er-
innerung ihrer Pflicht fuͤr ſolche groſſe Wolthat ſich
billich fuͤr GOttes Knechte erkennen.

3. Daß ſie ſeinem Dienſt ergeben
waͤren/
ſintemal ſie mit dem Bau des Tempels
zu Jeruſalem beſchaͤfftiget waren/ dazu die Prophe-
ten des HErren Haggai und Zacharias ſie durch ihre
Hagg. I. 8.Predigten treulich ermahneten/ Hagg. I. 8. ſeqq.
Zachar.
IV,
9.
Zachar. IV, 9. ſeq.

Wenn denn im Neuen Teſtament der HErr un-
ſer GOtt auch ſein Geiſtliches Jſrael/ das iſt/ ſein
Volck und Heerde hat/ ſo hat daſſelbige nicht weniger
als das Volck JEſrael vor Zeiten zu bedencken/ daß
es auch von ihm heiſſe: Wir ſind Knechte des Got-
tes Himmels und der Erden. Der hat ſeine Glaͤu-
Joh. XV,
19.
bigen erwehlet von der Welt/ Joh. XV, 19. hat ſie
Jhm erloͤſet und gereiniget zum Volck des Eigen-
Tit. II, 14.thums/ Tit. II. 14. dem ſind ſie auch ſchuldig zu die-
nen ohne Furcht ihr Lebenlang/ in Heiligkeit undGe-
Luc. I, 74.
75.
rechtigkeit die Jhm gefaͤllig iſt/ Luc. I, 74. 75. Und das
Jeder in ſeinem Chriſten-Stande.

Ein Chriſt heiſt billich ein Knecht Gottes/ billich
daß er GOtt auch in Demuth und Gehorſam

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[[8]/0008] 2. Daß ſie GOtt ſonderlich ver- pflichtet waͤren. Umb daßGOtt ſeinVolck auß Egyptenland gefuͤhret/ waren ſie ihm verpflich- tet zu dienen nach ſeinen Geboten/ Levit. XXV, 55. da ſie auch heiſſen Knechte GOttes. Jtzt aber hatte der HErr unſer GOtt ſie auß der Babyloniſchen ſie- bentzigjaͤhrigen Gefaͤngniß gefuͤhret/ daher ſie in Er- innerung ihrer Pflicht fuͤr ſolche groſſe Wolthat ſich billich fuͤr GOttes Knechte erkennen. Levit. XXV, 55. 3. Daß ſie ſeinem Dienſt ergeben waͤren/ ſintemal ſie mit dem Bau des Tempels zu Jeruſalem beſchaͤfftiget waren/ dazu die Prophe- ten des HErren Haggai und Zacharias ſie durch ihre Predigten treulich ermahneten/ Hagg. I. 8. ſeqq. Zachar. IV, 9. ſeq. Hagg. I. 8. Zachar. IV, 9. Wenn denn im Neuen Teſtament der HErr un- ſer GOtt auch ſein Geiſtliches Jſrael/ das iſt/ ſein Volck und Heerde hat/ ſo hat daſſelbige nicht weniger als das Volck JEſrael vor Zeiten zu bedencken/ daß es auch von ihm heiſſe: Wir ſind Knechte des Got- tes Himmels und der Erden. Der hat ſeine Glaͤu- bigen erwehlet von der Welt/ Joh. XV, 19. hat ſie Jhm erloͤſet und gereiniget zum Volck des Eigen- thums/ Tit. II. 14. dem ſind ſie auch ſchuldig zu die- nen ohne Furcht ihr Lebenlang/ in Heiligkeit undGe- rechtigkeit die Jhm gefaͤllig iſt/ Luc. I, 74. 75. Und das Jeder in ſeinem Chriſten-Stande. Joh. XV, 19. Tit. II, 14. Luc. I, 74. 75. Ein Chriſt heiſt billich ein Knecht Gottes/ billich daß er GOtt auch in Demuth und Gehorſam diene.

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Zitationshilfe: Richter, Gottfried: Fröliches Himmlisches Bewillkommen/ Treuer Prediger und Knechte Gottes. Liegnitz, [1678], S. [8]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/539562/8>, abgerufen am 25.06.2022.