Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Arndt, Johann: Von wahrem Christenthumb. Bd. 1. Magdeburg, 1610.

Bild:
<< vorherige Seite

Ein Christ muß sich vieler
1. Cor. 6.quellen/ mit denen sie sich alle Nacht
im Glauben vnd Geist durch den Na-
men Jesu wäschet vnd reiniget/ auff
daß sie heilig vnd wirdig sey einzugehen
in das Verborgene/ Allerheiligste/ da
Esai. 45.Gott heimlich mit jhr reden kan.

Vnd weil Gott ein verborgen Gott
ist/ muß jhme die Seele heimlich wer-
den/ mit welcher ers reden sol/ Psal. 85.
Divinum
alloqu-
um.
Audiam, quid in me loquatur Do-
minus,
Ach daß ich hören solte/ daß der
Herr redet/ Psalm. 34. Da ich den
Hern suchte/ Antwortet er mir/
vnnd errettet mich auß aller meiner
Furcht. Da dieser Elende rieff/ höret
der Herr/ vnd halff jhm auß allen
seinen Nöthen. Psalm. 5. Herr/
frühe woltestu meine Stimme hören/
frühe wil ich mich zu dir schicken vnnd
darauff mercken. Sie wird aber so viel
Wie Gott
im verbor
gen mit
vns redet.
Genes. 32.
Gott desto heimlicher/ so vil sie von der
Welt abgescheiden ist/ wie der Ertzva-
ter Jacob/ da er sich von seinen Kin-
dern vnd Freunden abzog/ reden Gott
vnd die Engel mit jhm. Denn Gott

vnd

Ein Chriſt muß ſich vieler
1. Cor. 6.quellen/ mit denen ſie ſich alle Nacht
im Glauben vnd Geiſt durch den Na-
men Jeſu waͤſchet vnd reiniget/ auff
daß ſie heilig vnd wirdig ſey einzugehẽ
in das Verborgene/ Allerheiligſte/ da
Eſai. 45.Gott heimlich mit jhr reden kan.

Vnd weil Gott ein verborgen Gott
iſt/ muß jhme die Seele heimlich wer-
den/ mit welcher ers reden ſol/ Pſal. 85.
Divinum
alloqu-
um.
Audiam, quid in me loquatur Do-
minus,
Ach daß ich hoͤrẽ ſolte/ daß der
Herr redet/ Pſalm. 34. Da ich den
Hern ſuchte/ Antwortet er mir/
vnnd errettet mich auß aller meiner
Furcht. Da dieſer Elende rieff/ hoͤret
der Herr/ vnd halff jhm auß allen
ſeinen Noͤthen. Pſalm. 5. Herr/
fruͤhe wolteſtu meine Stimme hoͤren/
fruͤhe wil ich mich zu dir ſchicken vnnd
darauff mercken. Sie wird aber ſo viel
Wie Gott
im verbor
gen mit
vns redet.
Geneſ. 32.
Gott deſto heimlicher/ ſo vil ſie von der
Welt abgeſcheiden iſt/ wie der Ertzva-
ter Jacob/ da er ſich von ſeinen Kin-
dern vnd Freunden abzog/ reden Gott
vnd die Engel mit jhm. Denn Gott

vnd
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0272" n="240"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Ein Chri&#x017F;t muß &#x017F;ich vieler</hi></fw><lb/><note place="left">1. Cor. 6.</note>quellen/ mit denen &#x017F;ie &#x017F;ich alle Nacht<lb/>
im Glauben vnd Gei&#x017F;t durch den Na-<lb/>
men Je&#x017F;u wa&#x0364;&#x017F;chet vnd reiniget/ auff<lb/>
daß &#x017F;ie heilig vnd wirdig &#x017F;ey einzugehe&#x0303;<lb/>
in das Verborgene/ Allerheilig&#x017F;te/ da<lb/><note place="left">E&#x017F;ai. 45.</note>Gott heimlich mit jhr reden kan.</p><lb/>
          <p>Vnd weil Gott ein verborgen Gott<lb/>
i&#x017F;t/ muß jhme die Seele heimlich wer-<lb/>
den/ mit welcher ers reden &#x017F;ol/ P&#x017F;al. 85.<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Divinum<lb/>
alloqu-<lb/>
um.</hi></note><hi rendition="#aq">Audiam, quid in me loquatur Do-<lb/>
minus,</hi> Ach daß ich ho&#x0364;re&#x0303; &#x017F;olte/ daß der<lb/><hi rendition="#k">Herr</hi> redet/ P&#x017F;alm. 34. Da ich den<lb/><hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Hern</hi></hi> &#x017F;uchte/ Antwortet er mir/<lb/>
vnnd errettet mich auß aller meiner<lb/>
Furcht. Da die&#x017F;er Elende rieff/ ho&#x0364;ret<lb/>
der <hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Herr</hi></hi>/ vnd halff jhm auß allen<lb/>
&#x017F;einen No&#x0364;then. P&#x017F;alm. 5. <hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Herr</hi></hi>/<lb/>
fru&#x0364;he wolte&#x017F;tu meine Stimme ho&#x0364;ren/<lb/>
fru&#x0364;he wil ich mich zu dir &#x017F;chicken vnnd<lb/>
darauff mercken. Sie wird aber &#x017F;o viel<lb/><note place="left">Wie Gott<lb/>
im verbor<lb/>
gen mit<lb/>
vns redet.<lb/>
Gene&#x017F;. 32.</note>Gott de&#x017F;to heimlicher/ &#x017F;o vil &#x017F;ie von der<lb/>
Welt abge&#x017F;cheiden i&#x017F;t/ wie der Ertzva-<lb/>
ter Jacob/ da er &#x017F;ich von &#x017F;einen Kin-<lb/>
dern vnd Freunden abzog/ reden Gott<lb/>
vnd die Engel mit jhm. Denn Gott<lb/>
<fw place="bottom" type="catch"><hi rendition="#fr">vnd</hi></fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[240/0272] Ein Chriſt muß ſich vieler quellen/ mit denen ſie ſich alle Nacht im Glauben vnd Geiſt durch den Na- men Jeſu waͤſchet vnd reiniget/ auff daß ſie heilig vnd wirdig ſey einzugehẽ in das Verborgene/ Allerheiligſte/ da Gott heimlich mit jhr reden kan. 1. Cor. 6. Eſai. 45. Vnd weil Gott ein verborgen Gott iſt/ muß jhme die Seele heimlich wer- den/ mit welcher ers reden ſol/ Pſal. 85. Audiam, quid in me loquatur Do- minus, Ach daß ich hoͤrẽ ſolte/ daß der Herr redet/ Pſalm. 34. Da ich den Hern ſuchte/ Antwortet er mir/ vnnd errettet mich auß aller meiner Furcht. Da dieſer Elende rieff/ hoͤret der Herr/ vnd halff jhm auß allen ſeinen Noͤthen. Pſalm. 5. Herr/ fruͤhe wolteſtu meine Stimme hoͤren/ fruͤhe wil ich mich zu dir ſchicken vnnd darauff mercken. Sie wird aber ſo viel Gott deſto heimlicher/ ſo vil ſie von der Welt abgeſcheiden iſt/ wie der Ertzva- ter Jacob/ da er ſich von ſeinen Kin- dern vnd Freunden abzog/ reden Gott vnd die Engel mit jhm. Denn Gott vnd Divinum alloqu- um. Wie Gott im verbor gen mit vns redet. Geneſ. 32.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Die "Urausgabe" des ersten Teils von Johann Arndt… [mehr]

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum01_1610
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum01_1610/272
Zitationshilfe: Arndt, Johann: Von wahrem Christenthumb. Bd. 1. Magdeburg, 1610, S. 240. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum01_1610/272>, abgerufen am 03.08.2021.