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Arndt, Johann: Von wahrem Christenthumb. Bd. 1. Magdeburg, 1610.

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eines christlichen Lebens
Gott ist/ vndviel Erbarmung/ Ps. 130.
Sind sie gros/ so gedencke/ daß Christi
Verdienst noch grösser sey. Psalm. 51.
Sey mir gnedig nach deiner grossen
Barmhertzigkeit. Wenn dich aber durch
göttliche Gnade der Sünde gerewet/Ezech. 33.
vnd 18.
Matth. 8.
G. schwin
de Cur. in
Gottes
Erbar-
mung.

vnd im Glauben Christum ansihest/ so
gerewet auch Gott der Straffe/ vnd auf
diese göttliche heilsame Rew folget der
Sünden Vergebung/ das geschicht/ so
bald vnd so offt der Sünder seufftzet.
Gleich als der aussetzige Mann im Au-
genblick gereiniget ward/ der zum Her-
ren sprach: Herr/ so du wilt/ kanstu
mich wol reinigen/ so bald sprach der
Herr: Ich wils thun/ sey gereiniget.Matth. 9.
So bald reiniget dich auch GOTt in-
wendig/ vnd spricht: Sey getrost mein
Sohn/ deine Sünde sind dir vergeben.
Das ist ein Bilde vnd Spiegel der in-
wendigen Reinigung vnd vergebung
der Sünden/ welche grosse Barmher-
tzigkeit Gottes den Menschen nicht soll
Vrsach geben mehr zu sündigen/ son
dern GOTT mehr vnd hertzlicher zu

lieben.

eines chriſtlichen Lebens
Gott iſt/ vndviel Erbarmung/ Pſ. 130.
Sind ſie gros/ ſo gedencke/ daß Chriſti
Verdienſt noch groͤſſer ſey. Pſalm. 51.
Sey mir gnedig nach deiner groſſen
Barmhertzigkeit. Weñ dich aber durch
goͤttliche Gnade der Suͤnde gerewet/Ezech. 33.
vnd 18.
Matth. 8.
G. ſchwin
de Cur. in
Gottes
Erbar-
mung.

vnd im Glauben Chriſtum anſiheſt/ ſo
gerewet auch Gott der Straffe/ vñ auf
dieſe goͤttliche heilſame Rew folget der
Suͤnden Vergebung/ das geſchicht/ ſo
bald vnd ſo offt der Suͤnder ſeufftzet.
Gleich als der auſſetzige Mann im Au-
genblick gereiniget ward/ der zum Her-
ren ſprach: Herr/ ſo du wilt/ kanſtu
mich wol reinigen/ ſo bald ſprach der
Herr: Ich wils thun/ ſey gereiniget.Matth. 9.
So bald reiniget dich auch GOTt in-
wendig/ vnd ſpricht: Sey getroſt mein
Sohn/ deine Suͤnde ſind dir vergeben.
Das iſt ein Bilde vnd Spiegel der in-
wendigen Reinigung vnd vergebung
der Suͤnden/ welche groſſe Barmher-
tzigkeit Gottes den Menſchen nicht ſoll
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dern GOTT mehr vnd hertzlicher zu

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[437/0469] eines chriſtlichen Lebens Gott iſt/ vndviel Erbarmung/ Pſ. 130. Sind ſie gros/ ſo gedencke/ daß Chriſti Verdienſt noch groͤſſer ſey. Pſalm. 51. Sey mir gnedig nach deiner groſſen Barmhertzigkeit. Weñ dich aber durch goͤttliche Gnade der Suͤnde gerewet/ vnd im Glauben Chriſtum anſiheſt/ ſo gerewet auch Gott der Straffe/ vñ auf dieſe goͤttliche heilſame Rew folget der Suͤnden Vergebung/ das geſchicht/ ſo bald vnd ſo offt der Suͤnder ſeufftzet. Gleich als der auſſetzige Mann im Au- genblick gereiniget ward/ der zum Her- ren ſprach: Herr/ ſo du wilt/ kanſtu mich wol reinigen/ ſo bald ſprach der Herr: Ich wils thun/ ſey gereiniget. So bald reiniget dich auch GOTt in- wendig/ vnd ſpricht: Sey getroſt mein Sohn/ deine Suͤnde ſind dir vergeben. Das iſt ein Bilde vnd Spiegel der in- wendigen Reinigung vnd vergebung der Suͤnden/ welche groſſe Barmher- tzigkeit Gottes den Menſchen nicht ſoll Vrſach geben mehr zu ſuͤndigen/ ſon dern GOTT mehr vnd hertzlicher zu lieben. Ezech. 33. vnd 18. Matth. 8. G. ſchwin de Cur. in Gottes Erbar- mung. Matth. 9.

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Zitationshilfe: Arndt, Johann: Von wahrem Christenthumb. Bd. 1. Magdeburg, 1610, S. 437. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum01_1610/469>, abgerufen am 10.08.2022.