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Arnim, Achim von; Brentano, Clemens: Des Knaben Wunderhorn. Bd. 2. Heidelberg, 1808.

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Bescheer euch Gott
So viele sel'ge Stunden.



Reue.

(Gassenhauer, moralisch verändert von Knauß. S. 22.)

Schwer, langweilig ist mir mein Zeit,
Seit mich die Sünd thut scheiden
Von dir mein Gott, du höchste Freud,
Dafür muß ich viel leiden.
Mein Leiden ist groß jeder Frist
Und wird mir lang mit Schmerzen,
Daß ich oft klag,
Es scheint kein Tag,
Mein Sünd mich reut von Herzen.


Sehnsucht.

(Aus einem Musikbuche.)

Schwer, langweilig ist mir mein Zeit,
Seit ich mich thäte scheiden,
Von dir mein Schatz und höchste Freud,
Ich merk, daß ich muß leiden,
Ach weh der Frist, zu lang sie ist,
Wird mir zu lang in Schmerzen,
Daß ich oft klag,
Es scheint kein Tag,
Des wird gedacht im Herzen.


Beſcheer euch Gott
So viele ſel'ge Stunden.



Reue.

(Gaſſenhauer, moraliſch veraͤndert von Knauß. S. 22.)

Schwer, langweilig iſt mir mein Zeit,
Seit mich die Suͤnd thut ſcheiden
Von dir mein Gott, du hoͤchſte Freud,
Dafuͤr muß ich viel leiden.
Mein Leiden iſt groß jeder Friſt
Und wird mir lang mit Schmerzen,
Daß ich oft klag,
Es ſcheint kein Tag,
Mein Suͤnd mich reut von Herzen.


Sehnſucht.

(Aus einem Muſikbuche.)

Schwer, langweilig iſt mir mein Zeit,
Seit ich mich thaͤte ſcheiden,
Von dir mein Schatz und hoͤchſte Freud,
Ich merk, daß ich muß leiden,
Ach weh der Friſt, zu lang ſie iſt,
Wird mir zu lang in Schmerzen,
Daß ich oft klag,
Es ſcheint kein Tag,
Des wird gedacht im Herzen.


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[115/0127] Beſcheer euch Gott So viele ſel'ge Stunden. Reue. (Gaſſenhauer, moraliſch veraͤndert von Knauß. S. 22.) Schwer, langweilig iſt mir mein Zeit, Seit mich die Suͤnd thut ſcheiden Von dir mein Gott, du hoͤchſte Freud, Dafuͤr muß ich viel leiden. Mein Leiden iſt groß jeder Friſt Und wird mir lang mit Schmerzen, Daß ich oft klag, Es ſcheint kein Tag, Mein Suͤnd mich reut von Herzen. Sehnſucht. (Aus einem Muſikbuche.) Schwer, langweilig iſt mir mein Zeit, Seit ich mich thaͤte ſcheiden, Von dir mein Schatz und hoͤchſte Freud, Ich merk, daß ich muß leiden, Ach weh der Friſt, zu lang ſie iſt, Wird mir zu lang in Schmerzen, Daß ich oft klag, Es ſcheint kein Tag, Des wird gedacht im Herzen.

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Zitationshilfe: Arnim, Achim von; Brentano, Clemens: Des Knaben Wunderhorn. Bd. 2. Heidelberg, 1808, S. 115. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/arnim_wunderhorn02_1808/127>, abgerufen am 07.03.2021.