Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Allgemeine Zeitung. Nr. 70. Augsburg, 10. März 1840.

Bild:
<< vorherige Seite

der ganzen Nacht Sitzung, und das erste was sie thaten war Madrid in Belagerungsstand zu erklären. Die Municipalitä hielt ebenfalls Sitzung und beschloß, den Belagerungsstand, in Folge dessen der Generalcapitän ihr verbieten wollte, Sitzungen zu halten, nicht anzuerkennen und eine Vorstellung an die Königin einzureichen, der Nationalgarde aber einzuschärfen keinen andern Befehl als den gesetzmäßigen d. h. den der Municipalität zu befolgen. Der Kriegsminister hatte eine Zusammenkunft mit den Commandanten der Nationalgarden, welche sich heftig über den Tod ihres Cameraden und die Beleidigung, daß man sich nicht der Nationalgarde statt der Truppen bedient habe, beklagten. Wenn die Municipalität am 24 Abends eine Revolution hätte machen wollen, so stand es bei ihr, es fehlte wirklich nicht an Vorschlägen den Generalmarsch zu schlagen, aber Olozaga, dieser ewige und unvermeidliche Vermittler, der zugleich Deputirter und erster Alkalde von Madrid ist, legten die Sache bei. Am 25 Nachmittag langte Balboa mit zwei Bataillonen und zwei Escadronen an, die einen Eilmarsch von Guadalaxa an (12 Meilen) gemacht hatten; der Generalcapitän verbot der Municipalität wiederholt, Sitzungen zu halten; Olozaga wies diese Anmuthung mit Berufung auf das Gesetz zurück und ließ wirklich Sitzung halten, in welcher Nachricht gegeben wurde, daß die Regentin die Vorstellung der Municipalität gnädig aufgenommen habe. Am 26 erfuhr man, daß der Gouverneur Isidro und der politische Chef Puig Samper, jener durch den Artilleribrigadier Barco, dieser durch den Hrn. Entrena, der schon einmal dieses Amt versehen hat, ersetzt worden waren, aber der Generalcapitän fährt fort zu commandiren. Die Sitzungen der Cortes waren am 25 und 26 unterbrochen. Ueber die weitern Folgen, Plane der Regierung u. s. w. Vermuthungen zu machen und Gerüchte anzuführen, wäre unnütz, da ich Ihnen in einigen Tagen die vorfallenden Thatsachen schreiben werde. - Nachschrift. Der Belagerungsstand sollte heute aufgehoben werden und die Sitzungen wieder beginnen, aber es scheinen neue Schwierigkeiten eingetreten zu seyn. Die Minister, von den Koryphäen ihrer Partei aufgehetzt, schwanken zwischen den nachdrücklichen Maaßregeln, welche diese verlangen, und der Furcht, eine schwer zu bändigende Reaction hervorzurufen. Mehrere Personen vom Volke sind verhaftet.

Großbritannien.

Im Verfolg der Unterhaussitzung vom 2 März wurden die Einzelposten des Marinebudgets vollends votirt, nachdem abermals ein Wortgefecht über Zulänglichkeit oder Nichtzulänglichkeit der brittischen Seemacht stattgefunden. Sir C. Adam, einer von den Lords der Admiralität, und Lord Ingestrin, Seecapitän, geriethen beinahe hart an einander, indem jener behauptete, dieser habe die Beförderung des Admirals Fleming eine ruchlose (profligate) genannt, was jedoch Lord Ingestrie in Abrede stellte. Unter den Items des Budgets sind 27,433 Pf. St. für wissenschaftliche Zwecke aufgeführt. Hr. Hume jammerte über die ungeheure Pensionenlast in diesem wie in andern Zweigen des Staatsdienstes, welche jetzt nicht weniger als 4 Millionen Pf. St. jährlich betrage. Und da wolle man noch Linienschiffe bauen, und die Kriegstrompete blasen! Die Seeofficiere hingegen finden die Gehalte bei der Marine, und die Pensionen der Officiere namentlich, vergleichsweise viel zu gering. Am Schlusse dieser Discussion stellte Obrist Sibthorp den Antrag auf Vorlegung einer Liste über alle Ernennungen zu Aemtern, die mehr als 200 Pf. St. Gehalt abwerfen, sowohl im Staats- als Hofdienst, welche seit dem 22 Nov. 1830 stattgefunden. Der Schatzkanzler: "Ich habe nichts dawider, doch wird die Anfertigung dieser Liste eine beträchtliche Zeit erfordern. Ohne Zweifel will man damit den Stoff zu einem Parteiangriff gewinnen. Ich beklage mich nicht darüber, nur schlag' ich vor, die Erörterung dieses Punktes auf beide Seiten auszudehnen, und daher das verlangte Verzeichniß statt vom Nov. 1830, vom Nov. 1820 beginnen zu lassen." (Zuruf von den ministeriellen Bänken). Obrist Sibthorp: "Dann möge der Hr. Schatzkanzler selbst darauf antragen. Mein Zweck ist bloß, das Land in Kenntniß zu setzen, welche enorme Zahl von Anstellungen aller Art unter der jetzigen Regierung erfolgt sind." Hr. Baring faßt sofort seine obige Aeußerung in die Form eines Amendements. Obrist Sibthorp: "Ich mache Einwendungen gegen das Amendement, und nehme meine Motion lieber zurück." (Gelächter der Ministeriellen.) Sprecher: "Es ist jetzt zu spät dazu." Die Motion mit dem Amendement wurde sofort angenommen. Nachdem auf den Antrag des Handelsministers noch eine besondere Committee niedergesetzt worden, um über die Nützlichkeit und Ausführbarkeit der Anlegung weiterer Waaren-Entrepots in englischen Binnenstädten zu begutachten, wurde die Sitzung aufgehoben.

Heute verfügte sich der Gemeinderath von London in vollem Amtsstaate nach dem Buckinghampalast, um der Königin seine Glückwunschadresse zu überreichen, so daß also der von dem Examiner (S. die gestrige Beilage) erwähnte Trutzbeschluß nicht durchgedrungen zu seyn scheint.

Der preußische Gesandte, Baron v. Bülow, ist auf seinen Posten beim Hofe von St. James zurückgekehrt, und stattete gestern den Cabinetsministern Besuche ab.

(Globe.) Am 29 Febr. Nachts ward auf dem Manchester-Square kein geringer Lärm verursacht durch die Zusammenrottung einer Anzahl Franzosen, die sich mit Hörnern und andern musikalischen Instrumenten versehen hatten und vor den Thüren des neuangekommenen französischen Botschafters, Hrn. Guizot, eine gräuliche Katzenmusik zu machen anfingen. Auf geschehene Anzeige bei der Polizeiwache von Marylebone eilte der dienstthuende Polizei-Inspector mit einigen Constables an Ort und Stelle, und trieb die ganze Rotte auseinander, deren Zweck offenbar war, Se. Excellenz zu beunruhigen. Einige von den Franzosen drohten zurückzukehren, aber die Furcht, in einer kalten Celle eingesperrt zu werden, änderte ihren Entschluß.

Die Torypresse glaubt nicht an die Lebensfähigkeit des Ministeriums Thiers. "Das neue französische Cabinet, sagt der Courier, enthält, außer Hrn. Thiers, nur drei Mitglieder, die sich über die Mittelmäßigkeit erheben: Remusat, Jaubert und Cousin. Die Anhänger des letzten und des vorletzten Ministeriums werden Opposition gegen ihn machen. Zudem wird er es mit der Pairskammer und mit der offenen oder geheimen Abneigung des Königs zu thun bekommen. Wenn das neue Cabinet das Ende der Session erlebt, wird es viel seyn. Die Deputirtenkammer, die jetzt müd und verdrossen ist, mag es dulden, das wird aber auch Alles seyn. Wer etwas unter die Oberfläche der Dinge blickt, muß erstaunen über den reißend schnellen Fortschritt, den die Demokratie in Frankreich in den letzten paar Jahren gemacht hat. Seitdem das Staatsruder der festen Hand der Doctrinäre entglitten, wankt das französische Staatsschiff, jedem Windstoß preisgegeben, hin und her, aber inmitten seiner unregelmäßigen Bewegungen steuert es doch demselben Punkte des politischen Horizonts zu, oder wird vielmehr diesem Magnetberg entgegen gezogen. Thiers, vordem der heftige und verabscheute Gegner der Linken, ist, fast unbewußt, ihr Werkzeug geworden. Die Conservativen sind unter sich getrennt; jede kleine Fraction hat ihren eigenen Leiter, und jeder Leiter seine besondere Satellitenschaar." In

der ganzen Nacht Sitzung, und das erste was sie thaten war Madrid in Belagerungsstand zu erklären. Die Municipalitä hielt ebenfalls Sitzung und beschloß, den Belagerungsstand, in Folge dessen der Generalcapitän ihr verbieten wollte, Sitzungen zu halten, nicht anzuerkennen und eine Vorstellung an die Königin einzureichen, der Nationalgarde aber einzuschärfen keinen andern Befehl als den gesetzmäßigen d. h. den der Municipalität zu befolgen. Der Kriegsminister hatte eine Zusammenkunft mit den Commandanten der Nationalgarden, welche sich heftig über den Tod ihres Cameraden und die Beleidigung, daß man sich nicht der Nationalgarde statt der Truppen bedient habe, beklagten. Wenn die Municipalität am 24 Abends eine Revolution hätte machen wollen, so stand es bei ihr, es fehlte wirklich nicht an Vorschlägen den Generalmarsch zu schlagen, aber Olozaga, dieser ewige und unvermeidliche Vermittler, der zugleich Deputirter und erster Alkalde von Madrid ist, legten die Sache bei. Am 25 Nachmittag langte Balboa mit zwei Bataillonen und zwei Escadronen an, die einen Eilmarsch von Guadalaxa an (12 Meilen) gemacht hatten; der Generalcapitän verbot der Municipalität wiederholt, Sitzungen zu halten; Olozaga wies diese Anmuthung mit Berufung auf das Gesetz zurück und ließ wirklich Sitzung halten, in welcher Nachricht gegeben wurde, daß die Regentin die Vorstellung der Municipalität gnädig aufgenommen habe. Am 26 erfuhr man, daß der Gouverneur Isidro und der politische Chef Puig Samper, jener durch den Artilleribrigadier Barco, dieser durch den Hrn. Entrena, der schon einmal dieses Amt versehen hat, ersetzt worden waren, aber der Generalcapitän fährt fort zu commandiren. Die Sitzungen der Cortes waren am 25 und 26 unterbrochen. Ueber die weitern Folgen, Plane der Regierung u. s. w. Vermuthungen zu machen und Gerüchte anzuführen, wäre unnütz, da ich Ihnen in einigen Tagen die vorfallenden Thatsachen schreiben werde. – Nachschrift. Der Belagerungsstand sollte heute aufgehoben werden und die Sitzungen wieder beginnen, aber es scheinen neue Schwierigkeiten eingetreten zu seyn. Die Minister, von den Koryphäen ihrer Partei aufgehetzt, schwanken zwischen den nachdrücklichen Maaßregeln, welche diese verlangen, und der Furcht, eine schwer zu bändigende Reaction hervorzurufen. Mehrere Personen vom Volke sind verhaftet.

Großbritannien.

Im Verfolg der Unterhaussitzung vom 2 März wurden die Einzelposten des Marinebudgets vollends votirt, nachdem abermals ein Wortgefecht über Zulänglichkeit oder Nichtzulänglichkeit der brittischen Seemacht stattgefunden. Sir C. Adam, einer von den Lords der Admiralität, und Lord Ingestrin, Seecapitän, geriethen beinahe hart an einander, indem jener behauptete, dieser habe die Beförderung des Admirals Fleming eine ruchlose (profligate) genannt, was jedoch Lord Ingestrie in Abrede stellte. Unter den Items des Budgets sind 27,433 Pf. St. für wissenschaftliche Zwecke aufgeführt. Hr. Hume jammerte über die ungeheure Pensionenlast in diesem wie in andern Zweigen des Staatsdienstes, welche jetzt nicht weniger als 4 Millionen Pf. St. jährlich betrage. Und da wolle man noch Linienschiffe bauen, und die Kriegstrompete blasen! Die Seeofficiere hingegen finden die Gehalte bei der Marine, und die Pensionen der Officiere namentlich, vergleichsweise viel zu gering. Am Schlusse dieser Discussion stellte Obrist Sibthorp den Antrag auf Vorlegung einer Liste über alle Ernennungen zu Aemtern, die mehr als 200 Pf. St. Gehalt abwerfen, sowohl im Staats- als Hofdienst, welche seit dem 22 Nov. 1830 stattgefunden. Der Schatzkanzler: „Ich habe nichts dawider, doch wird die Anfertigung dieser Liste eine beträchtliche Zeit erfordern. Ohne Zweifel will man damit den Stoff zu einem Parteiangriff gewinnen. Ich beklage mich nicht darüber, nur schlag' ich vor, die Erörterung dieses Punktes auf beide Seiten auszudehnen, und daher das verlangte Verzeichniß statt vom Nov. 1830, vom Nov. 1820 beginnen zu lassen.“ (Zuruf von den ministeriellen Bänken). Obrist Sibthorp: „Dann möge der Hr. Schatzkanzler selbst darauf antragen. Mein Zweck ist bloß, das Land in Kenntniß zu setzen, welche enorme Zahl von Anstellungen aller Art unter der jetzigen Regierung erfolgt sind.“ Hr. Baring faßt sofort seine obige Aeußerung in die Form eines Amendements. Obrist Sibthorp: „Ich mache Einwendungen gegen das Amendement, und nehme meine Motion lieber zurück.“ (Gelächter der Ministeriellen.) Sprecher: „Es ist jetzt zu spät dazu.“ Die Motion mit dem Amendement wurde sofort angenommen. Nachdem auf den Antrag des Handelsministers noch eine besondere Committee niedergesetzt worden, um über die Nützlichkeit und Ausführbarkeit der Anlegung weiterer Waaren-Entrepots in englischen Binnenstädten zu begutachten, wurde die Sitzung aufgehoben.

Heute verfügte sich der Gemeinderath von London in vollem Amtsstaate nach dem Buckinghampalast, um der Königin seine Glückwunschadresse zu überreichen, so daß also der von dem Examiner (S. die gestrige Beilage) erwähnte Trutzbeschluß nicht durchgedrungen zu seyn scheint.

Der preußische Gesandte, Baron v. Bülow, ist auf seinen Posten beim Hofe von St. James zurückgekehrt, und stattete gestern den Cabinetsministern Besuche ab.

(Globe.) Am 29 Febr. Nachts ward auf dem Manchester-Square kein geringer Lärm verursacht durch die Zusammenrottung einer Anzahl Franzosen, die sich mit Hörnern und andern musikalischen Instrumenten versehen hatten und vor den Thüren des neuangekommenen französischen Botschafters, Hrn. Guizot, eine gräuliche Katzenmusik zu machen anfingen. Auf geschehene Anzeige bei der Polizeiwache von Marylebone eilte der dienstthuende Polizei-Inspector mit einigen Constables an Ort und Stelle, und trieb die ganze Rotte auseinander, deren Zweck offenbar war, Se. Excellenz zu beunruhigen. Einige von den Franzosen drohten zurückzukehren, aber die Furcht, in einer kalten Celle eingesperrt zu werden, änderte ihren Entschluß.

Die Torypresse glaubt nicht an die Lebensfähigkeit des Ministeriums Thiers. „Das neue französische Cabinet, sagt der Courier, enthält, außer Hrn. Thiers, nur drei Mitglieder, die sich über die Mittelmäßigkeit erheben: Remusat, Jaubert und Cousin. Die Anhänger des letzten und des vorletzten Ministeriums werden Opposition gegen ihn machen. Zudem wird er es mit der Pairskammer und mit der offenen oder geheimen Abneigung des Königs zu thun bekommen. Wenn das neue Cabinet das Ende der Session erlebt, wird es viel seyn. Die Deputirtenkammer, die jetzt müd und verdrossen ist, mag es dulden, das wird aber auch Alles seyn. Wer etwas unter die Oberfläche der Dinge blickt, muß erstaunen über den reißend schnellen Fortschritt, den die Demokratie in Frankreich in den letzten paar Jahren gemacht hat. Seitdem das Staatsruder der festen Hand der Doctrinäre entglitten, wankt das französische Staatsschiff, jedem Windstoß preisgegeben, hin und her, aber inmitten seiner unregelmäßigen Bewegungen steuert es doch demselben Punkte des politischen Horizonts zu, oder wird vielmehr diesem Magnetberg entgegen gezogen. Thiers, vordem der heftige und verabscheute Gegner der Linken, ist, fast unbewußt, ihr Werkzeug geworden. Die Conservativen sind unter sich getrennt; jede kleine Fraction hat ihren eigenen Leiter, und jeder Leiter seine besondere Satellitenschaar.“ In

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0002" n="0554"/>
der ganzen Nacht Sitzung, und das erste was sie thaten war Madrid in Belagerungsstand zu erklären. Die Municipalitä hielt ebenfalls Sitzung und beschloß, den Belagerungsstand, in Folge dessen der Generalcapitän ihr verbieten wollte, Sitzungen zu halten, nicht anzuerkennen und eine Vorstellung an die Königin einzureichen, der Nationalgarde aber einzuschärfen keinen andern Befehl als den gesetzmäßigen d. h. den der Municipalität zu befolgen. Der Kriegsminister hatte eine Zusammenkunft mit den Commandanten der Nationalgarden, welche sich heftig über den Tod ihres Cameraden und die Beleidigung, daß man sich nicht der Nationalgarde statt der Truppen bedient habe, beklagten. Wenn die Municipalität am 24 Abends eine Revolution hätte machen wollen, so stand es bei ihr, es fehlte wirklich nicht an Vorschlägen den Generalmarsch zu schlagen, aber Olozaga, dieser ewige und unvermeidliche Vermittler, der zugleich Deputirter und erster Alkalde von Madrid ist, legten die Sache bei. Am 25 Nachmittag langte Balboa mit zwei Bataillonen und zwei Escadronen an, die einen Eilmarsch von Guadalaxa an (12 Meilen) gemacht hatten; der Generalcapitän verbot der Municipalität wiederholt, Sitzungen zu halten; Olozaga wies diese Anmuthung mit Berufung auf das Gesetz zurück und ließ wirklich Sitzung halten, in welcher Nachricht gegeben wurde, daß die Regentin die Vorstellung der Municipalität gnädig aufgenommen habe. Am 26 erfuhr man, daß der Gouverneur Isidro und der politische Chef Puig Samper, jener durch den Artilleribrigadier Barco, dieser durch den Hrn. Entrena, der schon einmal dieses Amt versehen hat, ersetzt worden waren, aber der Generalcapitän fährt fort zu commandiren. Die Sitzungen der Cortes waren am 25 und 26 unterbrochen. Ueber die weitern Folgen, Plane der Regierung u. s. w. Vermuthungen zu machen und Gerüchte anzuführen, wäre unnütz, da ich Ihnen in einigen Tagen die vorfallenden Thatsachen schreiben werde. &#x2013; <hi rendition="#g">Nachschrift</hi>. Der Belagerungsstand sollte heute aufgehoben werden und die Sitzungen wieder beginnen, aber es scheinen neue Schwierigkeiten eingetreten zu seyn. Die Minister, von den Koryphäen ihrer Partei aufgehetzt, schwanken zwischen den nachdrücklichen Maaßregeln, welche diese verlangen, und der Furcht, eine schwer zu bändigende Reaction hervorzurufen. Mehrere Personen vom Volke sind verhaftet.</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Großbritannien.</hi> </head><lb/>
        <div n="2">
          <byline>
            <docAuthor>
              <gap reason="insignificant"/>
            </docAuthor>
          </byline>
          <dateline><hi rendition="#b">London,</hi> 3 März.</dateline>
          <p/><lb/>
          <p>Im Verfolg der <hi rendition="#g">Unterhaussitzung</hi> vom 2 März wurden die Einzelposten des Marinebudgets vollends votirt, nachdem abermals ein Wortgefecht über Zulänglichkeit oder Nichtzulänglichkeit der brittischen Seemacht stattgefunden. Sir C. <hi rendition="#g">Adam</hi>, einer von den Lords der Admiralität, und Lord <hi rendition="#g">Ingestrin</hi>, Seecapitän, geriethen beinahe hart an einander, indem jener behauptete, dieser habe die Beförderung des Admirals Fleming eine ruchlose (profligate) genannt, was jedoch Lord Ingestrie in Abrede stellte. Unter den Items des Budgets sind 27,433 Pf. St. für wissenschaftliche Zwecke aufgeführt. Hr. <hi rendition="#g">Hume</hi> jammerte über die ungeheure Pensionenlast in diesem wie in andern Zweigen des Staatsdienstes, welche jetzt nicht weniger als 4 Millionen Pf. St. jährlich betrage. Und da wolle man noch Linienschiffe bauen, und die Kriegstrompete blasen! Die Seeofficiere hingegen finden die Gehalte bei der Marine, und die Pensionen der Officiere namentlich, vergleichsweise viel zu gering. Am Schlusse dieser Discussion stellte Obrist <hi rendition="#g">Sibthorp</hi> den Antrag auf Vorlegung einer Liste über alle Ernennungen zu Aemtern, die mehr als 200 Pf. St. Gehalt abwerfen, sowohl im Staats- als Hofdienst, welche seit dem 22 Nov. 1830 stattgefunden. Der <hi rendition="#g">Schatzkanzler</hi>: &#x201E;Ich habe nichts dawider, doch wird die Anfertigung dieser Liste eine beträchtliche Zeit erfordern. Ohne Zweifel will man damit den Stoff zu einem Parteiangriff gewinnen. Ich beklage mich nicht darüber, nur schlag' ich vor, die Erörterung dieses Punktes auf beide Seiten auszudehnen, und daher das verlangte Verzeichniß statt vom Nov. 1830, vom Nov. 1820 beginnen zu lassen.&#x201C; (Zuruf von den ministeriellen Bänken). Obrist <hi rendition="#g">Sibthorp</hi>: &#x201E;Dann möge der Hr. Schatzkanzler selbst darauf antragen. <hi rendition="#g">Mein</hi> Zweck ist bloß, das Land in Kenntniß zu setzen, welche enorme Zahl von Anstellungen aller Art unter der jetzigen Regierung erfolgt sind.&#x201C; Hr. <hi rendition="#g">Baring</hi> faßt sofort seine obige Aeußerung in die Form eines Amendements. Obrist <hi rendition="#g">Sibthorp</hi>: &#x201E;Ich mache Einwendungen gegen das Amendement, und nehme meine Motion lieber zurück.&#x201C; (Gelächter der Ministeriellen.) <hi rendition="#g">Sprecher</hi>: &#x201E;Es ist jetzt zu spät dazu.&#x201C; Die Motion <hi rendition="#g">mit</hi> dem Amendement wurde sofort angenommen. Nachdem auf den Antrag des <hi rendition="#g">Handelsministers</hi> noch eine besondere Committee niedergesetzt worden, um über die Nützlichkeit und Ausführbarkeit der Anlegung weiterer Waaren-Entrepots in englischen Binnenstädten zu begutachten, wurde die Sitzung aufgehoben.</p><lb/>
          <p>Heute verfügte sich der Gemeinderath von London in vollem Amtsstaate nach dem Buckinghampalast, um der Königin seine Glückwunschadresse zu überreichen, so daß also der von dem Examiner (S. die gestrige Beilage) erwähnte Trutzbeschluß nicht durchgedrungen zu seyn scheint.</p><lb/>
          <p>Der preußische Gesandte, Baron v. Bülow, ist auf seinen Posten beim Hofe von St. James zurückgekehrt, und stattete gestern den Cabinetsministern Besuche ab.</p><lb/>
          <p>(<hi rendition="#g">Globe</hi>.) Am 29 Febr. Nachts ward auf dem Manchester-Square kein geringer Lärm verursacht durch die Zusammenrottung einer Anzahl Franzosen, die sich mit Hörnern und andern musikalischen Instrumenten versehen hatten und vor den Thüren des neuangekommenen französischen Botschafters, Hrn. Guizot, eine gräuliche Katzenmusik zu machen anfingen. Auf geschehene Anzeige bei der Polizeiwache von Marylebone eilte der dienstthuende Polizei-Inspector mit einigen Constables an Ort und Stelle, und trieb die ganze Rotte auseinander, deren Zweck offenbar war, Se. Excellenz zu beunruhigen. Einige von den Franzosen drohten zurückzukehren, aber die Furcht, in einer kalten Celle eingesperrt zu werden, änderte ihren Entschluß.</p><lb/>
          <p>Die Torypresse glaubt nicht an die Lebensfähigkeit des Ministeriums Thiers. &#x201E;Das neue französische Cabinet, sagt der <hi rendition="#g">Courier</hi>, enthält, außer Hrn. Thiers, nur drei Mitglieder, die sich über die Mittelmäßigkeit erheben: Remusat, Jaubert und Cousin. Die Anhänger des letzten und des vorletzten Ministeriums werden Opposition gegen ihn machen. Zudem wird er es mit der Pairskammer und mit der offenen oder geheimen Abneigung des Königs zu thun bekommen. Wenn das neue Cabinet das Ende der Session erlebt, wird es viel seyn. Die Deputirtenkammer, die jetzt müd und verdrossen ist, mag es dulden, das wird aber auch Alles seyn. Wer etwas unter die Oberfläche der Dinge blickt, muß erstaunen über den reißend schnellen Fortschritt, den die Demokratie in Frankreich in den letzten paar Jahren gemacht hat. Seitdem das Staatsruder der festen Hand der Doctrinäre entglitten, wankt das französische Staatsschiff, jedem Windstoß preisgegeben, hin und her, aber inmitten seiner unregelmäßigen Bewegungen steuert es doch demselben Punkte des politischen Horizonts zu, oder wird vielmehr diesem Magnetberg entgegen gezogen. Thiers, vordem der heftige und verabscheute Gegner der Linken, ist, fast unbewußt, ihr Werkzeug geworden. Die Conservativen sind unter sich getrennt; jede kleine Fraction hat ihren eigenen Leiter, und jeder Leiter seine besondere Satellitenschaar.&#x201C; In<lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0554/0002] der ganzen Nacht Sitzung, und das erste was sie thaten war Madrid in Belagerungsstand zu erklären. Die Municipalitä hielt ebenfalls Sitzung und beschloß, den Belagerungsstand, in Folge dessen der Generalcapitän ihr verbieten wollte, Sitzungen zu halten, nicht anzuerkennen und eine Vorstellung an die Königin einzureichen, der Nationalgarde aber einzuschärfen keinen andern Befehl als den gesetzmäßigen d. h. den der Municipalität zu befolgen. Der Kriegsminister hatte eine Zusammenkunft mit den Commandanten der Nationalgarden, welche sich heftig über den Tod ihres Cameraden und die Beleidigung, daß man sich nicht der Nationalgarde statt der Truppen bedient habe, beklagten. Wenn die Municipalität am 24 Abends eine Revolution hätte machen wollen, so stand es bei ihr, es fehlte wirklich nicht an Vorschlägen den Generalmarsch zu schlagen, aber Olozaga, dieser ewige und unvermeidliche Vermittler, der zugleich Deputirter und erster Alkalde von Madrid ist, legten die Sache bei. Am 25 Nachmittag langte Balboa mit zwei Bataillonen und zwei Escadronen an, die einen Eilmarsch von Guadalaxa an (12 Meilen) gemacht hatten; der Generalcapitän verbot der Municipalität wiederholt, Sitzungen zu halten; Olozaga wies diese Anmuthung mit Berufung auf das Gesetz zurück und ließ wirklich Sitzung halten, in welcher Nachricht gegeben wurde, daß die Regentin die Vorstellung der Municipalität gnädig aufgenommen habe. Am 26 erfuhr man, daß der Gouverneur Isidro und der politische Chef Puig Samper, jener durch den Artilleribrigadier Barco, dieser durch den Hrn. Entrena, der schon einmal dieses Amt versehen hat, ersetzt worden waren, aber der Generalcapitän fährt fort zu commandiren. Die Sitzungen der Cortes waren am 25 und 26 unterbrochen. Ueber die weitern Folgen, Plane der Regierung u. s. w. Vermuthungen zu machen und Gerüchte anzuführen, wäre unnütz, da ich Ihnen in einigen Tagen die vorfallenden Thatsachen schreiben werde. – Nachschrift. Der Belagerungsstand sollte heute aufgehoben werden und die Sitzungen wieder beginnen, aber es scheinen neue Schwierigkeiten eingetreten zu seyn. Die Minister, von den Koryphäen ihrer Partei aufgehetzt, schwanken zwischen den nachdrücklichen Maaßregeln, welche diese verlangen, und der Furcht, eine schwer zu bändigende Reaction hervorzurufen. Mehrere Personen vom Volke sind verhaftet. Großbritannien. _ London, 3 März. Im Verfolg der Unterhaussitzung vom 2 März wurden die Einzelposten des Marinebudgets vollends votirt, nachdem abermals ein Wortgefecht über Zulänglichkeit oder Nichtzulänglichkeit der brittischen Seemacht stattgefunden. Sir C. Adam, einer von den Lords der Admiralität, und Lord Ingestrin, Seecapitän, geriethen beinahe hart an einander, indem jener behauptete, dieser habe die Beförderung des Admirals Fleming eine ruchlose (profligate) genannt, was jedoch Lord Ingestrie in Abrede stellte. Unter den Items des Budgets sind 27,433 Pf. St. für wissenschaftliche Zwecke aufgeführt. Hr. Hume jammerte über die ungeheure Pensionenlast in diesem wie in andern Zweigen des Staatsdienstes, welche jetzt nicht weniger als 4 Millionen Pf. St. jährlich betrage. Und da wolle man noch Linienschiffe bauen, und die Kriegstrompete blasen! Die Seeofficiere hingegen finden die Gehalte bei der Marine, und die Pensionen der Officiere namentlich, vergleichsweise viel zu gering. Am Schlusse dieser Discussion stellte Obrist Sibthorp den Antrag auf Vorlegung einer Liste über alle Ernennungen zu Aemtern, die mehr als 200 Pf. St. Gehalt abwerfen, sowohl im Staats- als Hofdienst, welche seit dem 22 Nov. 1830 stattgefunden. Der Schatzkanzler: „Ich habe nichts dawider, doch wird die Anfertigung dieser Liste eine beträchtliche Zeit erfordern. Ohne Zweifel will man damit den Stoff zu einem Parteiangriff gewinnen. Ich beklage mich nicht darüber, nur schlag' ich vor, die Erörterung dieses Punktes auf beide Seiten auszudehnen, und daher das verlangte Verzeichniß statt vom Nov. 1830, vom Nov. 1820 beginnen zu lassen.“ (Zuruf von den ministeriellen Bänken). Obrist Sibthorp: „Dann möge der Hr. Schatzkanzler selbst darauf antragen. Mein Zweck ist bloß, das Land in Kenntniß zu setzen, welche enorme Zahl von Anstellungen aller Art unter der jetzigen Regierung erfolgt sind.“ Hr. Baring faßt sofort seine obige Aeußerung in die Form eines Amendements. Obrist Sibthorp: „Ich mache Einwendungen gegen das Amendement, und nehme meine Motion lieber zurück.“ (Gelächter der Ministeriellen.) Sprecher: „Es ist jetzt zu spät dazu.“ Die Motion mit dem Amendement wurde sofort angenommen. Nachdem auf den Antrag des Handelsministers noch eine besondere Committee niedergesetzt worden, um über die Nützlichkeit und Ausführbarkeit der Anlegung weiterer Waaren-Entrepots in englischen Binnenstädten zu begutachten, wurde die Sitzung aufgehoben. Heute verfügte sich der Gemeinderath von London in vollem Amtsstaate nach dem Buckinghampalast, um der Königin seine Glückwunschadresse zu überreichen, so daß also der von dem Examiner (S. die gestrige Beilage) erwähnte Trutzbeschluß nicht durchgedrungen zu seyn scheint. Der preußische Gesandte, Baron v. Bülow, ist auf seinen Posten beim Hofe von St. James zurückgekehrt, und stattete gestern den Cabinetsministern Besuche ab. (Globe.) Am 29 Febr. Nachts ward auf dem Manchester-Square kein geringer Lärm verursacht durch die Zusammenrottung einer Anzahl Franzosen, die sich mit Hörnern und andern musikalischen Instrumenten versehen hatten und vor den Thüren des neuangekommenen französischen Botschafters, Hrn. Guizot, eine gräuliche Katzenmusik zu machen anfingen. Auf geschehene Anzeige bei der Polizeiwache von Marylebone eilte der dienstthuende Polizei-Inspector mit einigen Constables an Ort und Stelle, und trieb die ganze Rotte auseinander, deren Zweck offenbar war, Se. Excellenz zu beunruhigen. Einige von den Franzosen drohten zurückzukehren, aber die Furcht, in einer kalten Celle eingesperrt zu werden, änderte ihren Entschluß. Die Torypresse glaubt nicht an die Lebensfähigkeit des Ministeriums Thiers. „Das neue französische Cabinet, sagt der Courier, enthält, außer Hrn. Thiers, nur drei Mitglieder, die sich über die Mittelmäßigkeit erheben: Remusat, Jaubert und Cousin. Die Anhänger des letzten und des vorletzten Ministeriums werden Opposition gegen ihn machen. Zudem wird er es mit der Pairskammer und mit der offenen oder geheimen Abneigung des Königs zu thun bekommen. Wenn das neue Cabinet das Ende der Session erlebt, wird es viel seyn. Die Deputirtenkammer, die jetzt müd und verdrossen ist, mag es dulden, das wird aber auch Alles seyn. Wer etwas unter die Oberfläche der Dinge blickt, muß erstaunen über den reißend schnellen Fortschritt, den die Demokratie in Frankreich in den letzten paar Jahren gemacht hat. Seitdem das Staatsruder der festen Hand der Doctrinäre entglitten, wankt das französische Staatsschiff, jedem Windstoß preisgegeben, hin und her, aber inmitten seiner unregelmäßigen Bewegungen steuert es doch demselben Punkte des politischen Horizonts zu, oder wird vielmehr diesem Magnetberg entgegen gezogen. Thiers, vordem der heftige und verabscheute Gegner der Linken, ist, fast unbewußt, ihr Werkzeug geworden. Die Conservativen sind unter sich getrennt; jede kleine Fraction hat ihren eigenen Leiter, und jeder Leiter seine besondere Satellitenschaar.“ In

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Deutsches Textarchiv: Bereitstellung der Texttranskription. (2016-06-28T11:37:15Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Matthias Boenig: Bearbeitung der digitalen Edition. (2016-06-28T11:37:15Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: gekennzeichnet; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: gekennzeichnet; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: Lautwert transkribiert; I/J in Fraktur: Lautwert transkribiert; Kolumnentitel: gekennzeichnet; Kustoden: gekennzeichnet; langes s (ſ): als s transkribiert; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (&#xa75b;): als r/et transkribiert; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: aufgelöst; u/v bzw. U/V: Lautwert transkribiert; Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert; Vollständigkeit: teilweise erfasst; Zeichensetzung: wie Vorlage; Zeilenumbrüche markiert: nein;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_070_18400310
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_070_18400310/2
Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 70. Augsburg, 10. März 1840, S. 0554. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_070_18400310/2>, abgerufen am 07.07.2022.