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Allgemeine Zeitung. Nr. 158. Augsburg, 6. Juni 1840.

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gegenwärtigen aufgeregten Zustandes für durchaus unthunlich und gefährlich erklärt. Seiner Ansicht nach passe auch die repräsentative Verfassung keineswegs für Unter-Canada; man hätte Montreal mit Ober-Canada verbinden, jenes aber durch einen Gouverneur und einen Rath regieren lassen sollen. Es sey sehr zu fürchten, daß die Vereinigung zu allen jetzt schon vorhandenen Zwistigkeitsgründen den einzigen noch fehlenden - wie Hr. P. Thompson sagte - nämlich den gegenseitigen Religionshaß hinzufügen werde. Auch bestehe in Canada selbst keine große Lust nach Vereinigung; fast ganz Unter-Canada sey geradezu dagegen und Ober-Canada nur in so weit dafür, als es darauf rechne, daß daselbst der Sitz der Regierung aufgeschlagen werden solle. - Das Haus bereitet sich nach dieser Rede schon zum Abstimmen, als Hr. W. Gladstone gegen den Antrag das Wort nimmt indem er besonders den Wunsch der Canadier nach Vereinigung als ein hinlänglich bezeugtes Factum heraushebt: übrigens, meint er, sey die Hauptfrage bei der neu zu gebenden Verfassung die Feststellung des Maaßes der Verantwortlichkeit der Regierung und des Verhältnisses der canadischen gesetzgebenden Versammlungen zum englischen "imperial parliament." Die voreiligen Aeußerungen Lord Durhams hätten diesen Punkt besonders erschwert." Hr. C. Buller (Durhams Begleiter auf jener Mission) vertheidigt das Betragen Lord Durhams als entsprechend der allgemein ausgesprochenen öffentlichen Meinung in Canada; er hofft von der Vereinigung, daß sie die ganze canadische Bevölkerung, unter einer brittischen Majorität in den Kammern, durch einen neuen Gesammtnationalgeist aufs lebendigste mit England verbinden werde. Auch hofft er, mit Lord Durham, daß später einmal das ganze brittische Nordamerika in diese Vereinigung aufgenommen werden möge. Das Verlangen der Canadier selbst nach Vereinigung ziehen wieder in Zweifel Hr. Hume, Colquhoun, Lord Howick, indem ersterer und letzterer jedoch die Behandlung der Bill anrathen. O'Connell erklärt sich entschieden gegen die Bill, weil es tyrannisch sey eine Vereinigung zu beschließen, ehe man darüber die bestimmte Meinung der Einwohnerschaft beider Provinzen zu Rath gezogen habe. Andere Ungerechtigkeiten sehe er darin, daß man das mehr bevölkerte Unter-Canada mit dem weniger bevölkerten Ober-Canada auf gleichen Repräsentationsfuß, und ebenso die schuldenfreie Nordprovinz mit der starkverschuldeten südlichen auf gleichen Finanzfuß stellen wolle. Besonders hart aber scheine es ihm, daß man durch diese Vereinigung die französische Bevölkerung, trotz aller Lobsprüche die sie von Lord Durham erfahren, als Volk geradezu vernichten wolle. Schließlich macht er noch darauf aufmerksam, daß an der Gränze gegen die Vereinigten Staaten der Acre Land auf der amerikanischen Seite 10 Pf., auf der canadischen 5 Pence werth sey, woraus man am besten auf den Werth der bisherigen aristokratischen Regierung schließen könne. Lord John Russell bemerkt gegen diese Einwände O'Connells erstens, daß die Einwohnerzahl beider Provinzen sich täglich mehr auszugleichen trachte, und zweitens, daß die Schuldenlast von Ober-Canada großentheils die Folge gemeinnütziger, beiden Provinzen zu Gute kommender Unternehmungen (z. B. Wasserbauten) sey. Hinsichtlich des abzuwartenden ausdrücklich ausgesprochenen Wunsches auf Vereinigung seitens Canadas erklärte er, daß in dieser Sache die Initiative immer dem Parlament zustehe. Uebrigens schreibe ihm Sir G. Arthur im Bezug hierauf Folgendes: Es herrscht hier eine natürliche Spannung hinsichtlich des bald zu hörenden Ausgangs der beiden Bills über canadische Vereinigung und canadische Kirchengüter, aber dabei durchaus keine politische Aufgeregtheit; und ich glaube nicht, daß sich für Annahme und Verwirklichung der Einigungsbill - wenn das Parlament diese Maaßregel beschließen sollte - ein günstigerer Augenblick darbieten könnte als der gegenwärtige. Hr. Pakington nimmt hierauf seinen Antrag auf Vertagung zurück und die Bill geht in den Ausschuß. - Von den weitern Verhandlungen über die Clauseln, die dann der Reihe nach angenommen wurden, boten nur wenige allgemeineres Interesse. Hr. C. Lushington - der schon früher einmal Ausschließung der Bischöfe aus dem Hause der Lords verlangt hatte - verlangte auch heute Ausschluß aller Geistlichen von der gesetzgebenden Versammlung in Canada, als durchaus untauglich zu irgend einer legislativen oder politischen Function. Sein Vorschlag ward verworfen (mit 83 gegen 29). Die Befähigungssumme für Wahlcandidaten ward festgesetzt auf 500 Pf. St. Grundbesitz. Die Clausel, daß die Verbalberichte der Versammlungen englisch geschrieben und gedruckt werden sollten, nahm Lord John Russell selbst zurück. Die Civilliste blieb auf 45,000 Pf. (7000 Pf. für den Gouverneur), gegen den Vorschlag Hrn. Hume's, dieselbe auf 20,000 Pf. herabzusetzen. Die Discussion über die wenigen noch übrigen Clauseln ward auf Vorbringung des Berichts verwiesen, und somit die Bill als unbestritten durch den Ausschuß gelassen. Um 1 Uhr war das Haus nicht mehr in Anzahl.

Ueber den Mord Lord William Russells hat sich dieser Tage ein seltsames Gerücht verbreitet, nach dem ein dem Ermordeten sehr nahe stehender Mann selbst in das Verbrechen verwickelt wäre. Ja, ein Morgenblatt kündigte bereits die Verhaftung dieser Person an, und daß das Haus desselben von einer Menge neugieriger Leute zu Fuß und Wagen belagert sey. Vielleicht - wenn nicht eine tiefer angelegte Bosheit dabei thätig ist - entsprang das Gerücht bloß aus dem Mißverständniß eines zwischen dem Richter, Hrn. Hall, und dem Ankläger (soliciter for the prosecution) Hrn. Hobler, einerseits, und dem Advocaten Courvoisiers, Hrn. Flower, andrerseits, stattgefundenen Wortwechsels bei der letzten Gerichtssitzung darüber, ob Hr. Russell, Sohn des Ermordeten, in Bezug auf einen Siegelabdruck, den er Courvoisier gegeben, zum Verhör gezogen werden solle. Die HH. Hall und Hobler hatten sich der deßhalb gethanen Forderung des Hrn. Flower entschieden widersetzt.

Zur Befriedigung eines lang gefühlten geistigen Bedürfnisses des Londoner Publicums, nämlich zur Stiftung eines großen Lesevereins - wie deren in fast allen deutschen Städten schon lange bestehen - ist jetzt in London ein Ausschuß von mehreren vornehmen und litterarisch berühmten Männern zusammengetreten: die Lords Clarendon, Lyttelton und Morpeth, Sir E. Lytton Bulwer, Hr. Dickens, Hr. Carlyle und Hr. Milman sind unter den Mitgliedern desselben.

Ein Hr. Hardman läßt, großentheils auf eigene Kosten, in der Nähe von Birmingham ein Kloster der barmherzigen Schwestern errichten, in dem seine - als Schriftstellerin bekannte - Tochter selbst als dienende Schwester eintreten wird. Sie ist jetzt mit drei andern Damen in Dublin, um ihr Noviciat zu vollenden.

Frankreich.

In der Sitzung der Deputirtenkammer am 1 Jun. kam der Entwurf zur Erörterung, welcher einen Credit von 540,000 Fr. zu unvorhergesehenen Ausgaben aus Anlaß der Blokade von Buenos-Ayres verlangt. Hr. von la Grange bittet den Conseilpräsidenten um Erläuterungen über das Verfahren des Gegenadmirals Dupotet bei der Regierung von Buenos-Ayres. Hr. Thiers: "Hr. Buchet Martigny, unser Generalconsul von Montevideo, ward benachrichtigt, daß Rosas geneigt sey, unsern gerechten Forderungen in mehrern Punkten nachzugeben.

gegenwärtigen aufgeregten Zustandes für durchaus unthunlich und gefährlich erklärt. Seiner Ansicht nach passe auch die repräsentative Verfassung keineswegs für Unter-Canada; man hätte Montreal mit Ober-Canada verbinden, jenes aber durch einen Gouverneur und einen Rath regieren lassen sollen. Es sey sehr zu fürchten, daß die Vereinigung zu allen jetzt schon vorhandenen Zwistigkeitsgründen den einzigen noch fehlenden – wie Hr. P. Thompson sagte – nämlich den gegenseitigen Religionshaß hinzufügen werde. Auch bestehe in Canada selbst keine große Lust nach Vereinigung; fast ganz Unter-Canada sey geradezu dagegen und Ober-Canada nur in so weit dafür, als es darauf rechne, daß daselbst der Sitz der Regierung aufgeschlagen werden solle. – Das Haus bereitet sich nach dieser Rede schon zum Abstimmen, als Hr. W. Gladstone gegen den Antrag das Wort nimmt indem er besonders den Wunsch der Canadier nach Vereinigung als ein hinlänglich bezeugtes Factum heraushebt: übrigens, meint er, sey die Hauptfrage bei der neu zu gebenden Verfassung die Feststellung des Maaßes der Verantwortlichkeit der Regierung und des Verhältnisses der canadischen gesetzgebenden Versammlungen zum englischen „imperial parliament.“ Die voreiligen Aeußerungen Lord Durhams hätten diesen Punkt besonders erschwert.“ Hr. C. Buller (Durhams Begleiter auf jener Mission) vertheidigt das Betragen Lord Durhams als entsprechend der allgemein ausgesprochenen öffentlichen Meinung in Canada; er hofft von der Vereinigung, daß sie die ganze canadische Bevölkerung, unter einer brittischen Majorität in den Kammern, durch einen neuen Gesammtnationalgeist aufs lebendigste mit England verbinden werde. Auch hofft er, mit Lord Durham, daß später einmal das ganze brittische Nordamerika in diese Vereinigung aufgenommen werden möge. Das Verlangen der Canadier selbst nach Vereinigung ziehen wieder in Zweifel Hr. Hume, Colquhoun, Lord Howick, indem ersterer und letzterer jedoch die Behandlung der Bill anrathen. O'Connell erklärt sich entschieden gegen die Bill, weil es tyrannisch sey eine Vereinigung zu beschließen, ehe man darüber die bestimmte Meinung der Einwohnerschaft beider Provinzen zu Rath gezogen habe. Andere Ungerechtigkeiten sehe er darin, daß man das mehr bevölkerte Unter-Canada mit dem weniger bevölkerten Ober-Canada auf gleichen Repräsentationsfuß, und ebenso die schuldenfreie Nordprovinz mit der starkverschuldeten südlichen auf gleichen Finanzfuß stellen wolle. Besonders hart aber scheine es ihm, daß man durch diese Vereinigung die französische Bevölkerung, trotz aller Lobsprüche die sie von Lord Durham erfahren, als Volk geradezu vernichten wolle. Schließlich macht er noch darauf aufmerksam, daß an der Gränze gegen die Vereinigten Staaten der Acre Land auf der amerikanischen Seite 10 Pf., auf der canadischen 5 Pence werth sey, woraus man am besten auf den Werth der bisherigen aristokratischen Regierung schließen könne. Lord John Russell bemerkt gegen diese Einwände O'Connells erstens, daß die Einwohnerzahl beider Provinzen sich täglich mehr auszugleichen trachte, und zweitens, daß die Schuldenlast von Ober-Canada großentheils die Folge gemeinnütziger, beiden Provinzen zu Gute kommender Unternehmungen (z. B. Wasserbauten) sey. Hinsichtlich des abzuwartenden ausdrücklich ausgesprochenen Wunsches auf Vereinigung seitens Canadas erklärte er, daß in dieser Sache die Initiative immer dem Parlament zustehe. Uebrigens schreibe ihm Sir G. Arthur im Bezug hierauf Folgendes: Es herrscht hier eine natürliche Spannung hinsichtlich des bald zu hörenden Ausgangs der beiden Bills über canadische Vereinigung und canadische Kirchengüter, aber dabei durchaus keine politische Aufgeregtheit; und ich glaube nicht, daß sich für Annahme und Verwirklichung der Einigungsbill – wenn das Parlament diese Maaßregel beschließen sollte – ein günstigerer Augenblick darbieten könnte als der gegenwärtige. Hr. Pakington nimmt hierauf seinen Antrag auf Vertagung zurück und die Bill geht in den Ausschuß. – Von den weitern Verhandlungen über die Clauseln, die dann der Reihe nach angenommen wurden, boten nur wenige allgemeineres Interesse. Hr. C. Lushington – der schon früher einmal Ausschließung der Bischöfe aus dem Hause der Lords verlangt hatte – verlangte auch heute Ausschluß aller Geistlichen von der gesetzgebenden Versammlung in Canada, als durchaus untauglich zu irgend einer legislativen oder politischen Function. Sein Vorschlag ward verworfen (mit 83 gegen 29). Die Befähigungssumme für Wahlcandidaten ward festgesetzt auf 500 Pf. St. Grundbesitz. Die Clausel, daß die Verbalberichte der Versammlungen englisch geschrieben und gedruckt werden sollten, nahm Lord John Russell selbst zurück. Die Civilliste blieb auf 45,000 Pf. (7000 Pf. für den Gouverneur), gegen den Vorschlag Hrn. Hume's, dieselbe auf 20,000 Pf. herabzusetzen. Die Discussion über die wenigen noch übrigen Clauseln ward auf Vorbringung des Berichts verwiesen, und somit die Bill als unbestritten durch den Ausschuß gelassen. Um 1 Uhr war das Haus nicht mehr in Anzahl.

Ueber den Mord Lord William Russells hat sich dieser Tage ein seltsames Gerücht verbreitet, nach dem ein dem Ermordeten sehr nahe stehender Mann selbst in das Verbrechen verwickelt wäre. Ja, ein Morgenblatt kündigte bereits die Verhaftung dieser Person an, und daß das Haus desselben von einer Menge neugieriger Leute zu Fuß und Wagen belagert sey. Vielleicht – wenn nicht eine tiefer angelegte Bosheit dabei thätig ist – entsprang das Gerücht bloß aus dem Mißverständniß eines zwischen dem Richter, Hrn. Hall, und dem Ankläger (soliciter for the prosecution) Hrn. Hobler, einerseits, und dem Advocaten Courvoisiers, Hrn. Flower, andrerseits, stattgefundenen Wortwechsels bei der letzten Gerichtssitzung darüber, ob Hr. Russell, Sohn des Ermordeten, in Bezug auf einen Siegelabdruck, den er Courvoisier gegeben, zum Verhör gezogen werden solle. Die HH. Hall und Hobler hatten sich der deßhalb gethanen Forderung des Hrn. Flower entschieden widersetzt.

Zur Befriedigung eines lang gefühlten geistigen Bedürfnisses des Londoner Publicums, nämlich zur Stiftung eines großen Lesevereins – wie deren in fast allen deutschen Städten schon lange bestehen – ist jetzt in London ein Ausschuß von mehreren vornehmen und litterarisch berühmten Männern zusammengetreten: die Lords Clarendon, Lyttelton und Morpeth, Sir E. Lytton Bulwer, Hr. Dickens, Hr. Carlyle und Hr. Milman sind unter den Mitgliedern desselben.

Ein Hr. Hardman läßt, großentheils auf eigene Kosten, in der Nähe von Birmingham ein Kloster der barmherzigen Schwestern errichten, in dem seine – als Schriftstellerin bekannte – Tochter selbst als dienende Schwester eintreten wird. Sie ist jetzt mit drei andern Damen in Dublin, um ihr Noviciat zu vollenden.

Frankreich.

In der Sitzung der Deputirtenkammer am 1 Jun. kam der Entwurf zur Erörterung, welcher einen Credit von 540,000 Fr. zu unvorhergesehenen Ausgaben aus Anlaß der Blokade von Buenos-Ayres verlangt. Hr. von la Grange bittet den Conseilpräsidenten um Erläuterungen über das Verfahren des Gegenadmirals Dupotet bei der Regierung von Buenos-Ayres. Hr. Thiers: „Hr. Buchet Martigny, unser Generalconsul von Montevideo, ward benachrichtigt, daß Rosas geneigt sey, unsern gerechten Forderungen in mehrern Punkten nachzugeben.

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gegenwärtigen aufgeregten Zustandes für durchaus unthunlich und gefährlich erklärt. Seiner Ansicht nach passe auch die repräsentative Verfassung keineswegs für Unter-Canada; man hätte Montreal mit Ober-Canada verbinden, jenes aber durch einen Gouverneur und einen Rath regieren lassen sollen. Es sey sehr zu fürchten, daß die Vereinigung zu allen jetzt schon vorhandenen Zwistigkeitsgründen den einzigen noch fehlenden &#x2013; wie Hr. P. Thompson sagte &#x2013; nämlich den gegenseitigen Religionshaß hinzufügen werde. Auch bestehe in Canada selbst keine große Lust nach Vereinigung; fast ganz Unter-Canada sey geradezu dagegen und Ober-Canada nur in so weit dafür, als es darauf rechne, daß daselbst der Sitz der Regierung aufgeschlagen werden solle. &#x2013; Das Haus bereitet sich nach dieser Rede schon zum Abstimmen, als Hr. 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Besonders hart aber scheine es ihm, daß man durch diese Vereinigung die französische Bevölkerung, trotz aller Lobsprüche die sie von Lord Durham erfahren, als Volk geradezu vernichten wolle. Schließlich macht er noch darauf aufmerksam, daß an der Gränze gegen die Vereinigten Staaten der Acre Land auf der amerikanischen Seite 10 Pf., auf der canadischen 5 Pence werth sey, woraus man am besten auf den Werth der bisherigen aristokratischen Regierung schließen könne. Lord John <hi rendition="#g">Russell</hi> bemerkt gegen diese Einwände O'Connells erstens, daß die Einwohnerzahl beider Provinzen sich täglich mehr auszugleichen trachte, und zweitens, daß die Schuldenlast von Ober-Canada großentheils die Folge gemeinnütziger, beiden Provinzen zu Gute kommender Unternehmungen (z. B. Wasserbauten) sey. Hinsichtlich des abzuwartenden ausdrücklich ausgesprochenen Wunsches auf Vereinigung seitens Canadas erklärte er, daß in dieser Sache die Initiative immer dem Parlament zustehe. Uebrigens schreibe ihm Sir G. Arthur im Bezug hierauf Folgendes: Es herrscht hier eine natürliche Spannung hinsichtlich des bald zu hörenden Ausgangs der beiden Bills über canadische Vereinigung und canadische Kirchengüter, aber dabei durchaus keine politische Aufgeregtheit; und ich glaube nicht, daß sich für Annahme und Verwirklichung der Einigungsbill &#x2013; wenn das Parlament diese Maaßregel beschließen sollte &#x2013; ein günstigerer Augenblick darbieten könnte als der gegenwärtige. Hr. <hi rendition="#g">Pakington</hi> nimmt hierauf seinen Antrag auf Vertagung zurück und die Bill geht in den Ausschuß. &#x2013; Von den weitern Verhandlungen über die Clauseln, die dann der Reihe nach angenommen wurden, boten nur wenige allgemeineres Interesse. Hr. C. 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[1258/0002] gegenwärtigen aufgeregten Zustandes für durchaus unthunlich und gefährlich erklärt. Seiner Ansicht nach passe auch die repräsentative Verfassung keineswegs für Unter-Canada; man hätte Montreal mit Ober-Canada verbinden, jenes aber durch einen Gouverneur und einen Rath regieren lassen sollen. Es sey sehr zu fürchten, daß die Vereinigung zu allen jetzt schon vorhandenen Zwistigkeitsgründen den einzigen noch fehlenden – wie Hr. P. Thompson sagte – nämlich den gegenseitigen Religionshaß hinzufügen werde. Auch bestehe in Canada selbst keine große Lust nach Vereinigung; fast ganz Unter-Canada sey geradezu dagegen und Ober-Canada nur in so weit dafür, als es darauf rechne, daß daselbst der Sitz der Regierung aufgeschlagen werden solle. – Das Haus bereitet sich nach dieser Rede schon zum Abstimmen, als Hr. W. Gladstone gegen den Antrag das Wort nimmt indem er besonders den Wunsch der Canadier nach Vereinigung als ein hinlänglich bezeugtes Factum heraushebt: übrigens, meint er, sey die Hauptfrage bei der neu zu gebenden Verfassung die Feststellung des Maaßes der Verantwortlichkeit der Regierung und des Verhältnisses der canadischen gesetzgebenden Versammlungen zum englischen „imperial parliament.“ Die voreiligen Aeußerungen Lord Durhams hätten diesen Punkt besonders erschwert.“ Hr. C. Buller (Durhams Begleiter auf jener Mission) vertheidigt das Betragen Lord Durhams als entsprechend der allgemein ausgesprochenen öffentlichen Meinung in Canada; er hofft von der Vereinigung, daß sie die ganze canadische Bevölkerung, unter einer brittischen Majorität in den Kammern, durch einen neuen Gesammtnationalgeist aufs lebendigste mit England verbinden werde. Auch hofft er, mit Lord Durham, daß später einmal das ganze brittische Nordamerika in diese Vereinigung aufgenommen werden möge. Das Verlangen der Canadier selbst nach Vereinigung ziehen wieder in Zweifel Hr. Hume, Colquhoun, Lord Howick, indem ersterer und letzterer jedoch die Behandlung der Bill anrathen. O'Connell erklärt sich entschieden gegen die Bill, weil es tyrannisch sey eine Vereinigung zu beschließen, ehe man darüber die bestimmte Meinung der Einwohnerschaft beider Provinzen zu Rath gezogen habe. Andere Ungerechtigkeiten sehe er darin, daß man das mehr bevölkerte Unter-Canada mit dem weniger bevölkerten Ober-Canada auf gleichen Repräsentationsfuß, und ebenso die schuldenfreie Nordprovinz mit der starkverschuldeten südlichen auf gleichen Finanzfuß stellen wolle. Besonders hart aber scheine es ihm, daß man durch diese Vereinigung die französische Bevölkerung, trotz aller Lobsprüche die sie von Lord Durham erfahren, als Volk geradezu vernichten wolle. Schließlich macht er noch darauf aufmerksam, daß an der Gränze gegen die Vereinigten Staaten der Acre Land auf der amerikanischen Seite 10 Pf., auf der canadischen 5 Pence werth sey, woraus man am besten auf den Werth der bisherigen aristokratischen Regierung schließen könne. Lord John Russell bemerkt gegen diese Einwände O'Connells erstens, daß die Einwohnerzahl beider Provinzen sich täglich mehr auszugleichen trachte, und zweitens, daß die Schuldenlast von Ober-Canada großentheils die Folge gemeinnütziger, beiden Provinzen zu Gute kommender Unternehmungen (z. B. Wasserbauten) sey. Hinsichtlich des abzuwartenden ausdrücklich ausgesprochenen Wunsches auf Vereinigung seitens Canadas erklärte er, daß in dieser Sache die Initiative immer dem Parlament zustehe. Uebrigens schreibe ihm Sir G. Arthur im Bezug hierauf Folgendes: Es herrscht hier eine natürliche Spannung hinsichtlich des bald zu hörenden Ausgangs der beiden Bills über canadische Vereinigung und canadische Kirchengüter, aber dabei durchaus keine politische Aufgeregtheit; und ich glaube nicht, daß sich für Annahme und Verwirklichung der Einigungsbill – wenn das Parlament diese Maaßregel beschließen sollte – ein günstigerer Augenblick darbieten könnte als der gegenwärtige. Hr. Pakington nimmt hierauf seinen Antrag auf Vertagung zurück und die Bill geht in den Ausschuß. – Von den weitern Verhandlungen über die Clauseln, die dann der Reihe nach angenommen wurden, boten nur wenige allgemeineres Interesse. Hr. C. Lushington – der schon früher einmal Ausschließung der Bischöfe aus dem Hause der Lords verlangt hatte – verlangte auch heute Ausschluß aller Geistlichen von der gesetzgebenden Versammlung in Canada, als durchaus untauglich zu irgend einer legislativen oder politischen Function. Sein Vorschlag ward verworfen (mit 83 gegen 29). Die Befähigungssumme für Wahlcandidaten ward festgesetzt auf 500 Pf. St. Grundbesitz. Die Clausel, daß die Verbalberichte der Versammlungen englisch geschrieben und gedruckt werden sollten, nahm Lord John Russell selbst zurück. Die Civilliste blieb auf 45,000 Pf. (7000 Pf. für den Gouverneur), gegen den Vorschlag Hrn. Hume's, dieselbe auf 20,000 Pf. herabzusetzen. Die Discussion über die wenigen noch übrigen Clauseln ward auf Vorbringung des Berichts verwiesen, und somit die Bill als unbestritten durch den Ausschuß gelassen. Um 1 Uhr war das Haus nicht mehr in Anzahl. Ueber den Mord Lord William Russells hat sich dieser Tage ein seltsames Gerücht verbreitet, nach dem ein dem Ermordeten sehr nahe stehender Mann selbst in das Verbrechen verwickelt wäre. Ja, ein Morgenblatt kündigte bereits die Verhaftung dieser Person an, und daß das Haus desselben von einer Menge neugieriger Leute zu Fuß und Wagen belagert sey. Vielleicht – wenn nicht eine tiefer angelegte Bosheit dabei thätig ist – entsprang das Gerücht bloß aus dem Mißverständniß eines zwischen dem Richter, Hrn. Hall, und dem Ankläger (soliciter for the prosecution) Hrn. Hobler, einerseits, und dem Advocaten Courvoisiers, Hrn. Flower, andrerseits, stattgefundenen Wortwechsels bei der letzten Gerichtssitzung darüber, ob Hr. Russell, Sohn des Ermordeten, in Bezug auf einen Siegelabdruck, den er Courvoisier gegeben, zum Verhör gezogen werden solle. Die HH. Hall und Hobler hatten sich der deßhalb gethanen Forderung des Hrn. Flower entschieden widersetzt. Zur Befriedigung eines lang gefühlten geistigen Bedürfnisses des Londoner Publicums, nämlich zur Stiftung eines großen Lesevereins – wie deren in fast allen deutschen Städten schon lange bestehen – ist jetzt in London ein Ausschuß von mehreren vornehmen und litterarisch berühmten Männern zusammengetreten: die Lords Clarendon, Lyttelton und Morpeth, Sir E. Lytton Bulwer, Hr. Dickens, Hr. Carlyle und Hr. Milman sind unter den Mitgliedern desselben. Ein Hr. Hardman läßt, großentheils auf eigene Kosten, in der Nähe von Birmingham ein Kloster der barmherzigen Schwestern errichten, in dem seine – als Schriftstellerin bekannte – Tochter selbst als dienende Schwester eintreten wird. Sie ist jetzt mit drei andern Damen in Dublin, um ihr Noviciat zu vollenden. Frankreich. _ Paris, 1 Jun. In der Sitzung der Deputirtenkammer am 1 Jun. kam der Entwurf zur Erörterung, welcher einen Credit von 540,000 Fr. zu unvorhergesehenen Ausgaben aus Anlaß der Blokade von Buenos-Ayres verlangt. Hr. von la Grange bittet den Conseilpräsidenten um Erläuterungen über das Verfahren des Gegenadmirals Dupotet bei der Regierung von Buenos-Ayres. Hr. Thiers: „Hr. Buchet Martigny, unser Generalconsul von Montevideo, ward benachrichtigt, daß Rosas geneigt sey, unsern gerechten Forderungen in mehrern Punkten nachzugeben.

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Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 158. Augsburg, 6. Juni 1840, S. 1258. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_158_18400606/2>, abgerufen am 18.06.2021.