Becher, Johann Joachim: Närrische Weißheit Und Weise Narrheit. Frankfurt, 1682.Pumpen ziehen. Die Winckelhaken aber daß J 5
Pumpen ziehen. Die Winckelhaken aber daß J 5
<TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <p><pb facs="#f0217" n="195[194]"/> Pumpen ziehen. Die Winckelhaken aber<lb/><supplied>z</supplied>ieren auff der andern Seite eben ſolche<lb/> Stange voriger Geſtalt/ alſo/ daß wann<lb/> die eine Pumpe auffgehet/ die andere nie-<lb/> dergehet. Diß gehet nun den Berg her-<lb/> unter etzliche hundert Klafftern/ und weil<lb/> man ſolche groſſe und lange Pump-Roͤhrẽ<lb/> oder Teichlen nicht haben kan/ auch das<lb/> Waſſer in einer Roͤhr in ſo groſſer Tieffe<lb/> zu ſchwer zu heben/ und zu groſſe Gewalt<lb/> gebrauchen werde: ſo ſind die Teichlen<lb/> nicht laͤnger dann 12. Schuh/ und gieſſen<lb/> das einander in Kaͤſten zu/ und ſolcher Ge-<lb/> ſtalt wird das groſſe <hi rendition="#fr">B</hi>ergwerck in Ungarn<lb/> gehalten/ welches ſonſt durch keinerley an-<lb/> dere Art von Waſſerkuͤnſten ſalvirt hat<lb/> koͤnnen werden. Dieſe Stange-Kunſt<lb/> nun hat der famoſe Rebell Pater Johlina<lb/> zerſtoͤret. Nach ſolcher Waſſerkunſt nun<lb/> iſt noch eine in Bayern gebaut worden/<lb/> von dem Churfuͤrſten Maximiliano bey<lb/> Reichen-Hall/ allwo eine gantze Tagereiſe<lb/> davon die Waldung iſt/ und Gelegenheit<lb/> vor Holtz zur Saltzpfanne/ es iſt aber/<lb/> wie gedacht/ der Saltz-Brunnen von der<lb/> Waldung eine gantze Tagereiſe/ und dar-<lb/> zwiſchen groſſe Berg und Thaͤle/ dergeſtalt<lb/> <fw place="bottom" type="sig">J 5</fw><fw place="bottom" type="catch">daß</fw><lb/></p> </div> </div> </body> </text> </TEI> [195[194]/0217]
Pumpen ziehen. Die Winckelhaken aber
zieren auff der andern Seite eben ſolche
Stange voriger Geſtalt/ alſo/ daß wann
die eine Pumpe auffgehet/ die andere nie-
dergehet. Diß gehet nun den Berg her-
unter etzliche hundert Klafftern/ und weil
man ſolche groſſe und lange Pump-Roͤhrẽ
oder Teichlen nicht haben kan/ auch das
Waſſer in einer Roͤhr in ſo groſſer Tieffe
zu ſchwer zu heben/ und zu groſſe Gewalt
gebrauchen werde: ſo ſind die Teichlen
nicht laͤnger dann 12. Schuh/ und gieſſen
das einander in Kaͤſten zu/ und ſolcher Ge-
ſtalt wird das groſſe Bergwerck in Ungarn
gehalten/ welches ſonſt durch keinerley an-
dere Art von Waſſerkuͤnſten ſalvirt hat
koͤnnen werden. Dieſe Stange-Kunſt
nun hat der famoſe Rebell Pater Johlina
zerſtoͤret. Nach ſolcher Waſſerkunſt nun
iſt noch eine in Bayern gebaut worden/
von dem Churfuͤrſten Maximiliano bey
Reichen-Hall/ allwo eine gantze Tagereiſe
davon die Waldung iſt/ und Gelegenheit
vor Holtz zur Saltzpfanne/ es iſt aber/
wie gedacht/ der Saltz-Brunnen von der
Waldung eine gantze Tagereiſe/ und dar-
zwiſchen groſſe Berg und Thaͤle/ dergeſtalt
daß
J 5
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/becher_narrheit_1682 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/becher_narrheit_1682/217 |
| Zitationshilfe: | Becher, Johann Joachim: Närrische Weißheit Und Weise Narrheit. Frankfurt, 1682, S. 195[194]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/becher_narrheit_1682/217>, abgerufen am 05.08.2024. |


