Beck, Ludwig: Die Geschichte des Eisens. Bd. 1: Von der ältesten Zeit bis um das Jahr 1500 n. Chr. Braunschweig, 1884.Ägypten. aus Metall. Der zu zersägende Stamm ist an einem im Boden be-festigten Ständer festgebunden, der zugleich als Führung für die ein- männische Säge diente. Unsere Säge mit dünnem Blatt und beweglichem Rahmen ist eine viel spätere Erfindung. Besonders häufig und mannigfaltig ist die Holzbearbeitung dar- [Abbildung]
Fig. 10. andere auf einem im Bau begriffenen Schiff Löcher für Pflöckeschlagen, andere das Holz behauen mit beilartigen Instrumenten von nebenstehender eigentümlicher Form (Fig. 11). Die Schiffe führen [Abbildung]
Fig. 11. Segel und Steuerräder und sind meistens an den beiden spitz zulaufen-den Enden blau gemalt, was möglicherweise einen Eisenbeschlag an- deuten könnte. Von hervorragendem Interesse ist die Glasfabrikation der alten Ägypten. aus Metall. Der zu zersägende Stamm ist an einem im Boden be-festigten Ständer festgebunden, der zugleich als Führung für die ein- männische Säge diente. Unsere Säge mit dünnem Blatt und beweglichem Rahmen ist eine viel spätere Erfindung. Besonders häufig und mannigfaltig ist die Holzbearbeitung dar- [Abbildung]
Fig. 10. andere auf einem im Bau begriffenen Schiff Löcher für Pflöckeschlagen, andere das Holz behauen mit beilartigen Instrumenten von nebenstehender eigentümlicher Form (Fig. 11). Die Schiffe führen [Abbildung]
Fig. 11. Segel und Steuerräder und sind meistens an den beiden spitz zulaufen-den Enden blau gemalt, was möglicherweise einen Eisenbeschlag an- deuten könnte. Von hervorragendem Interesse ist die Glasfabrikation der alten <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <p><pb facs="#f0091" n="69"/><fw place="top" type="header">Ägypten.</fw><lb/> aus Metall. Der zu zersägende Stamm ist an einem im Boden be-<lb/> festigten Ständer festgebunden, der zugleich als Führung für die ein-<lb/> männische Säge diente. Unsere Säge mit dünnem Blatt und beweglichem<lb/> Rahmen ist eine viel spätere Erfindung.</p><lb/> <p>Besonders häufig und mannigfaltig ist die Holzbearbeitung dar-<lb/> gestellt in Verbindung mit dem <hi rendition="#g">Schiffsbau</hi>. Die Ägypter bedienten<lb/> sich hölzerner Schiffe, sowohl zum Verkehr als zum Transport von<lb/> Waren, Getreide, Baumstämmen u. s. w. In den Gemälden der alten<lb/> Grabkammern sieht man, wie Arbeiter einen Baum zerspalten (Fig. 10),<lb/><figure><head>Fig. 10.</head></figure><lb/> andere auf einem im Bau begriffenen Schiff Löcher für Pflöcke<lb/> schlagen, andere das Holz behauen mit beilartigen Instrumenten von<lb/> nebenstehender eigentümlicher Form (Fig. 11). Die Schiffe führen<lb/><figure><head>Fig. 11.</head></figure><lb/> Segel und Steuerräder und sind meistens an den beiden spitz zulaufen-<lb/> den Enden blau gemalt, was möglicherweise einen Eisenbeschlag an-<lb/> deuten könnte.</p><lb/> <p>Von hervorragendem Interesse ist die <hi rendition="#g">Glasfabrikation</hi> der alten<lb/></p> </div> </div> </body> </text> </TEI> [69/0091]
Ägypten.
aus Metall. Der zu zersägende Stamm ist an einem im Boden be-
festigten Ständer festgebunden, der zugleich als Führung für die ein-
männische Säge diente. Unsere Säge mit dünnem Blatt und beweglichem
Rahmen ist eine viel spätere Erfindung.
Besonders häufig und mannigfaltig ist die Holzbearbeitung dar-
gestellt in Verbindung mit dem Schiffsbau. Die Ägypter bedienten
sich hölzerner Schiffe, sowohl zum Verkehr als zum Transport von
Waren, Getreide, Baumstämmen u. s. w. In den Gemälden der alten
Grabkammern sieht man, wie Arbeiter einen Baum zerspalten (Fig. 10),
[Abbildung Fig. 10.]
andere auf einem im Bau begriffenen Schiff Löcher für Pflöcke
schlagen, andere das Holz behauen mit beilartigen Instrumenten von
nebenstehender eigentümlicher Form (Fig. 11). Die Schiffe führen
[Abbildung Fig. 11.]
Segel und Steuerräder und sind meistens an den beiden spitz zulaufen-
den Enden blau gemalt, was möglicherweise einen Eisenbeschlag an-
deuten könnte.
Von hervorragendem Interesse ist die Glasfabrikation der alten
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/beck_eisen01_1884 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/beck_eisen01_1884/91 |
| Zitationshilfe: | Beck, Ludwig: Die Geschichte des Eisens. Bd. 1: Von der ältesten Zeit bis um das Jahr 1500 n. Chr. Braunschweig, 1884, S. 69. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/beck_eisen01_1884/91>, abgerufen am 10.08.2024. |


