Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805.

Bild:
<< vorherige Seite

Dass den Salamandern die Pauke
nebst Zubehör abgeht, ist schon ge-
dacht. Ihr eyförmiges Fenster ist bloss
mit einem knorpeligen Deckel ver-
schlossen, und der Sack an ihrem Vor-
hof enthält ein weiches Steinchen.

§. 266.

Auch die Schlangen haben (höch-
stens bis auf wenige Ausnahmen, z. B.
der Blindschleiche*)) weder Pauke
noch Eustachische Röhre. Doch wie
ein Rudiment eines gleichsam in Fleisch
verwachsenen Gehörbeinchens.

D) FISCHE.
§. 267.

Nur bey einigen Geschlechtern von
Knorpelfischen, den Rochen und Hayen,
erstreckt sich ein fast röhrenförmiger
Anhang vom Vorhof des Labyrinths
nach hinten und aussen, so dass er für
ein Rudiment einer Pauke angesehen
werden kann.

*) Scarpa a. a. O. pag. 26.

Dass den Salamandern die Pauke
nebst Zubehör abgeht, ist schon ge-
dacht. Ihr eyförmiges Fenster ist bloss
mit einem knorpeligen Deckel ver-
schlossen, und der Sack an ihrem Vor-
hof enthält ein weiches Steinchen.

§. 266.

Auch die Schlangen haben (höch-
stens bis auf wenige Ausnahmen, z. B.
der Blindschleiche*)) weder Pauke
noch Eustachische Röhre. Doch wie
ein Rudiment eines gleichsam in Fleisch
verwachsenen Gehörbeinchens.

D) FISCHE.
§. 267.

Nur bey einigen Geschlechtern von
Knorpelfischen, den Rochen und Hayen,
erstreckt sich ein fast röhrenförmiger
Anhang vom Vorhof des Labyrinths
nach hinten und aussen, so dass er für
ein Rudiment einer Pauke angesehen
werden kann.

*) Scarpa a. a. O. pag. 26.
<TEI>
  <text xml:id="blume_hbnatur_000101">
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0395" xml:id="pb375_0001" n="375"/>
Dass den Salamandern die Pauke<lb/>
nebst Zubehör abgeht, ist schon ge-<lb/>
dacht. Ihr eyförmiges Fenster ist bloss<lb/>
mit einem knorpeligen Deckel ver-<lb/>
schlossen, und der Sack an ihrem Vor-<lb/>
hof enthält ein weiches Steinchen.</p>
            </div>
            <div n="4">
              <head rendition="#c">§. 266.</head><lb/>
              <p>Auch die Schlangen haben (höch-<lb/>
stens bis auf wenige Ausnahmen, z. B.<lb/>
der Blindschleiche<note anchored="true" place="foot" n="*)"><p><hi rendition="#k">Scarpa</hi> a. a. O. pag. 26.</p></note>) weder Pauke<lb/>
noch Eustachische Röhre. Doch wie<lb/>
ein Rudiment eines gleichsam in Fleisch<lb/>
verwachsenen Gehörbeinchens.</p>
            </div>
          </div>
          <div n="3">
            <head rendition="#c">D) FISCHE.</head><lb/>
            <div n="4">
              <head rendition="#c">§. 267.</head><lb/>
              <p>Nur bey einigen Geschlechtern von<lb/>
Knorpelfischen, den Rochen und Hayen,<lb/>
erstreckt sich ein fast röhrenförmiger<lb/>
Anhang vom Vorhof des Labyrinths<lb/>
nach hinten und aussen, so dass er für<lb/>
ein Rudiment einer Pauke angesehen<lb/>
werden kann.</p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[375/0395] Dass den Salamandern die Pauke nebst Zubehör abgeht, ist schon ge- dacht. Ihr eyförmiges Fenster ist bloss mit einem knorpeligen Deckel ver- schlossen, und der Sack an ihrem Vor- hof enthält ein weiches Steinchen. §. 266. Auch die Schlangen haben (höch- stens bis auf wenige Ausnahmen, z. B. der Blindschleiche *)) weder Pauke noch Eustachische Röhre. Doch wie ein Rudiment eines gleichsam in Fleisch verwachsenen Gehörbeinchens. D) FISCHE. §. 267. Nur bey einigen Geschlechtern von Knorpelfischen, den Rochen und Hayen, erstreckt sich ein fast röhrenförmiger Anhang vom Vorhof des Labyrinths nach hinten und aussen, so dass er für ein Rudiment einer Pauke angesehen werden kann. *) Scarpa a. a. O. pag. 26.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Editura GmbH & Co.KG, Berlin: Volltexterstellung und Basis-TEI-Auszeichung
Johann Friedrich Blumenbach – online: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-08-26T09:00:15Z)
Frank Wiegand: Konvertierung nach DTA-Basisformat (2013-08-26T09:00:15Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Nicht erfasst: Bogensignaturen und Kustoden, Kolumnentitel.
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterschiede zugunsten der Identifizierung von <titlePart>s verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.
  • Langes ſ: als s transkribiert.
  • Hochgestellte e über Vokalen: in moderner Schreibweise erfasst.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_anatomie2_1805
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_anatomie2_1805/395
Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805, S. 375. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_anatomie2_1805/395>, abgerufen am 02.03.2021.