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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805.

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A) SÄUGETHIERE.
§. 274.

Dass die Sclerotica bey vielen Qua-
drupeden dieser Classe, so wie beym
Menschen selbst, nicht durchgehends
von gleicher Stärke, sondern, zumal in
ihrem Hintergrunde, am dicksten ist,
war längst bekannt*). Auch liess sich
wohl vermuthen, dass diese Einrich-
tung auf die sogenannten mutationes
oculi internas
ihren Bezug haben möge,
um die Form des Augapfels, folglich
die Länge seiner Achse und die respe-
ctive Lage der Linse nach der Nähe
oder Ferne der zu sehenden Gegen-
stände und andrer dergleichen Verhält-
nisse zu accommodiren. Ich hoffe aber,
diese Vermuthung durch den bewun-
dernswerthen Bau dieser Haut bey warm-
blütigen Amphibien (die nämlich ab-
wechselnd, nicht nur in mancherley

*) Zinn, Commentar. societ. Reg. scient.
Goettingens.
T. IV. pag. 192 sq.
A) SÄUGETHIERE.
§. 274.

Dass die Sclerotica bey vielen Qua-
drupeden dieser Classe, so wie beym
Menschen selbst, nicht durchgehends
von gleicher Stärke, sondern, zumal in
ihrem Hintergrunde, am dicksten ist,
war längst bekannt*). Auch liess sich
wohl vermuthen, dass diese Einrich-
tung auf die sogenannten mutationes
oculi internas
ihren Bezug haben möge,
um die Form des Augapfels, folglich
die Länge seiner Achse und die respe-
ctive Lage der Linse nach der Nähe
oder Ferne der zu sehenden Gegen-
stände und andrer dergleichen Verhält-
nisse zu accommodiren. Ich hoffe aber,
diese Vermuthung durch den bewun-
dernswerthen Bau dieser Haut bey warm-
blütigen Amphibien (die nämlich ab-
wechselnd, nicht nur in mancherley

*) Zinn, Commentar. societ. Reg. scient.
Goettingens.
T. IV. pag. 192 sq.
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[383/0403] A) SÄUGETHIERE. §. 274. Dass die Sclerotica bey vielen Qua- drupeden dieser Classe, so wie beym Menschen selbst, nicht durchgehends von gleicher Stärke, sondern, zumal in ihrem Hintergrunde, am dicksten ist, war längst bekannt *). Auch liess sich wohl vermuthen, dass diese Einrich- tung auf die sogenannten mutationes oculi internas ihren Bezug haben möge, um die Form des Augapfels, folglich die Länge seiner Achse und die respe- ctive Lage der Linse nach der Nähe oder Ferne der zu sehenden Gegen- stände und andrer dergleichen Verhält- nisse zu accommodiren. Ich hoffe aber, diese Vermuthung durch den bewun- dernswerthen Bau dieser Haut bey warm- blütigen Amphibien (die nämlich ab- wechselnd, nicht nur in mancherley *) Zinn, Commentar. societ. Reg. scient. Goettingens. T. IV. pag. 192 sq.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805, S. 383. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_anatomie2_1805/403>, abgerufen am 23.04.2021.