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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805.

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den Schwangerschaft*) hat; auch ist
jene tunica erythroides, so wie dieses
eben gedachte Bläschen, nur bey zar-
ten Leibesfrüchten recht gefüllt und
strotzend, und schrumpft hingegen in
der Folge so zusammen, dass man of-
fenbar sieht, beyder ihre Function muss
bloss für die frühere Lebensperiode der
Frucht bestimmet seyn.

§. 359.

Die erste Spur von Bildung der Frucht
s
elbst, zeigt sich bey den verschiedenen
Gattungen dieser Thierclasse immer erst
eine bestimmte meist beträchtlich lange
Zeit nach der Empfängniss. Auch ist,
so wie beym menschlichen Embryo,
ihre anfängliche Gestaltung noch weit
von der nachwärtigen Vollkommenheit
des reifen Fötus entfernt**)

*) Commentat. soc. Reg. scient. Goettin-
gens.
vol. IX. pag. 128. fig. 1.
**) Vergl. treue Abbildungen zarter thieri-
scher Embryonen aus frühen Perioden,

den Schwangerschaft*) hat; auch ist
jene tunica erythroides, so wie dieses
eben gedachte Bläschen, nur bey zar-
ten Leibesfrüchten recht gefüllt und
strotzend, und schrumpft hingegen in
der Folge so zusammen, dass man of-
fenbar sieht, beyder ihre Function muss
bloss für die frühere Lebensperiode der
Frucht bestimmet seyn.

§. 359.

Die erste Spur von Bildung der Frucht
s
elbst, zeigt sich bey den verschiedenen
Gattungen dieser Thierclasse immer erst
eine bestimmte meist beträchtlich lange
Zeit nach der Empfängniss. Auch ist,
so wie beym menschlichen Embryo,
ihre anfängliche Gestaltung noch weit
von der nachwärtigen Vollkommenheit
des reifen Fötus entfernt**)

*) Commentat. soc. Reg. scient. Goettin-
gens.
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**) Vergl. treue Abbildungen zarter thieri-
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[499/0519] den Schwangerschaft *) hat; auch ist jene tunica erythroides, so wie dieses eben gedachte Bläschen, nur bey zar- ten Leibesfrüchten recht gefüllt und strotzend, und schrumpft hingegen in der Folge so zusammen, dass man of- fenbar sieht, beyder ihre Function muss bloss für die frühere Lebensperiode der Frucht bestimmet seyn. §. 359. Die erste Spur von Bildung der Frucht selbst, zeigt sich bey den verschiedenen Gattungen dieser Thierclasse immer erst eine bestimmte meist beträchtlich lange Zeit nach der Empfängniss. Auch ist, so wie beym menschlichen Embryo, ihre anfängliche Gestaltung noch weit von der nachwärtigen Vollkommenheit des reifen Fötus entfernt **) *) Commentat. soc. Reg. scient. Goettin- gens. vol. IX. pag. 128. fig. 1. **) Vergl. treue Abbildungen zarter thieri- scher Embryonen aus frühen Perioden,

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805, S. 499. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_anatomie2_1805/519>, abgerufen am 02.03.2021.