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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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f) und
am obern Rand die untre Reihe Zahnzellen
(limbus alueolaris) die in Rücksicht ihres Um-
fangs und des Bogens den sie macht vollkom-
men mit der im Oberkiefer (§. 110.) zusam-
men paßt. - Er wird zu beyden Seiten von
den daran gränzenden Fortsätzen durch den sul-
cus obliquus
abgesondert neben welchem nach
innen ein rauher Rand zur Anlage des bucci-
nator
hinlauft. - Vorn am Kinne an der
ehemahligen Synchondrose (§. 170.) ist auf
der innern Seite eine mehr oder minder merk-
liche stumpfe Spitze (spina mentalis interna),
die von der Anlage des genioglossus und genio-
hyoideus
ausgewürkt wird; und daneben am
untern Rande zwey flache Gruben für den bi-
venter
des Unterkiefers.

§. 173.

Die flügelartigen Fortsätze (§. 171.) fan-
gen zu äußerst nach unten mit dem großen
Winkel an, der nach dem Ohre hinaufsteigt und
dessen verschiedne Richtung so viel zum cha-
racteristischen der Gesichtsbildung beyträgtg).

Nach außen ist er flach und dient da zur
Anlage des masseter. - An der innern Seite

f) darf, den der Arethusa (oder Proserpina) auf
den großen Silbermünzen von Syrakus, der durch
Tassie's und Mionnet's Paften bekannt genug ist,
und dessen Schönheit wie sich Winkelmann aus-
drückt, "alle Einbildung übersteigt."
g) Lavater's Fragmente IV. B. S. 145.

f) und
am obern Rand die untre Reihe Zahnzellen
(limbus alueolaris) die in Rücksicht ihres Um-
fangs und des Bogens den sie macht vollkom-
men mit der im Oberkiefer (§. 110.) zusam-
men paßt. – Er wird zu beyden Seiten von
den daran gränzenden Fortsätzen durch den sul-
cus obliquus
abgesondert neben welchem nach
innen ein rauher Rand zur Anlage des bucci-
nator
hinlauft. – Vorn am Kinne an der
ehemahligen Synchondrose (§. 170.) ist auf
der innern Seite eine mehr oder minder merk-
liche stumpfe Spitze (spina mentalis interna),
die von der Anlage des genioglossus und genio-
hyoideus
ausgewürkt wird; und daneben am
untern Rande zwey flache Gruben für den bi-
venter
des Unterkiefers.

§. 173.

Die flügelartigen Fortsätze (§. 171.) fan-
gen zu äußerst nach unten mit dem großen
Winkel an, der nach dem Ohre hinaufsteigt und
dessen verschiedne Richtung so viel zum cha-
racteristischen der Gesichtsbildung beyträgtg).

Nach außen ist er flach und dient da zur
Anlage des masseter. – An der innern Seite

f) darf, den der Arethusa (oder Proserpina) auf
den großen Silbermünzen von Syrakus, der durch
Tassie's und Mionnet's Paften bekannt genug ist,
und dessen Schönheit wie sich Winkelmann aus-
drückt, „alle Einbildung übersteigt.“
g) Lavater's Fragmente IV. B. S. 145.
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[248/0274] f) und am obern Rand die untre Reihe Zahnzellen (limbus alueolaris) die in Rücksicht ihres Um- fangs und des Bogens den sie macht vollkom- men mit der im Oberkiefer (§. 110.) zusam- men paßt. – Er wird zu beyden Seiten von den daran gränzenden Fortsätzen durch den sul- cus obliquus abgesondert neben welchem nach innen ein rauher Rand zur Anlage des bucci- nator hinlauft. – Vorn am Kinne an der ehemahligen Synchondrose (§. 170.) ist auf der innern Seite eine mehr oder minder merk- liche stumpfe Spitze (spina mentalis interna), die von der Anlage des genioglossus und genio- hyoideus ausgewürkt wird; und daneben am untern Rande zwey flache Gruben für den bi- venter des Unterkiefers. §. 173. Die flügelartigen Fortsätze (§. 171.) fan- gen zu äußerst nach unten mit dem großen Winkel an, der nach dem Ohre hinaufsteigt und dessen verschiedne Richtung so viel zum cha- racteristischen der Gesichtsbildung beyträgt g). Nach außen ist er flach und dient da zur Anlage des masseter. – An der innern Seite f) darf, den der Arethusa (oder Proserpina) auf den großen Silbermünzen von Syrakus, der durch Tassie's und Mionnet's Paften bekannt genug ist, und dessen Schönheit wie sich Winkelmann aus- drückt, „alle Einbildung übersteigt.“ g) Lavater's Fragmente IV. B. S. 145.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 248. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/274>, abgerufen am 02.03.2021.