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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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d).

§. 313.

Ihrer so frühen und so vollkommenen
Verknöcherunge) und ihrer auffallenden
Größe schon bey Leibesfrüchten aus den ersten
Monathen nach der Empfängniß, ist schon oben
gedachten worden (Th. I. §. 9. 15. 16.).

d) B) ist die ganze Classe der Vögel mit Schüsselbeinen
versehen, und zwar von auffallender Größe und
Stärke: wie es die Bestimmung der allermehre-
sten dieser Thiere zum Fluge erfordert. Sie sind
meist gerade: die untern Enden dicker und näher
zusammen als die obern, und stehen beynahe aufrecht.Ihre obern Enden sind durch einen ganz beson-
dern, bloß den Vögeln eigenthümlichen, gabel-
förmigen, überaus spröden schlanken Knochen (fur-
cula
) unterstützt und mit dem Brustbein verbun-
den. Nur beym Straus und Casuar bilden weder
die Schlüsselbeine noch die furcula noch die
Schulterblätter abgesonderte Knochen, sondern
diese Vögel haben auf jeder Seite, am Vordertheil
des Thorax, einen sonderbaren, länglicht-flachen
Knochen, der aus jenen dreyen gleichsam in
eins verschmolzen ist.C) endlich haben auch unter den kaltblütigen vier-
füßigen Thieren, die Schildkröten und Frösche,
sehr kenntliche Schlüsselbeine.Von der Schildkröten ihren s. coiter de qua-
drupedum sceletis
cap. XII. und Caldesi a. a. O.Von der Frösche ihren, Rösel's musterhaftes
Werk, besonders Taf. VII. Fig. 2. S. 35. vom
braunen Graßfrosch. - Taf. XIX Fig. 7. 8. S. 84.
von der wie Knoblauch stinkenden Wasserkröte mit
braunen Flecken.Von den Schlüsselbeinen der Thiere überhaupt
s. Haase comparat. clauicular. animant. brutor.
c. humanis
. Lips. 1766.
e) albini icones oss. foetus tab. XIII. fig. 116. 117.

d).

§. 313.

Ihrer so frühen und so vollkommenen
Verknöcherunge) und ihrer auffallenden
Größe schon bey Leibesfrüchten aus den ersten
Monathen nach der Empfängniß, ist schon oben
gedachten worden (Th. I. §. 9. 15. 16.).

d) B) ist die ganze Classe der Vögel mit Schüsselbeinen
versehen, und zwar von auffallender Größe und
Stärke: wie es die Bestimmung der allermehre-
sten dieser Thiere zum Fluge erfordert. Sie sind
meist gerade: die untern Enden dicker und näher
zusammen als die obern, und stehen beynahe aufrecht.Ihre obern Enden sind durch einen ganz beson-
dern, bloß den Vögeln eigenthümlichen, gabel-
förmigen, überaus spröden schlanken Knochen (fur-
cula
) unterstützt und mit dem Brustbein verbun-
den. Nur beym Straus und Casuar bilden weder
die Schlüsselbeine noch die furcula noch die
Schulterblätter abgesonderte Knochen, sondern
diese Vögel haben auf jeder Seite, am Vordertheil
des Thorax, einen sonderbaren, länglicht-flachen
Knochen, der aus jenen dreyen gleichsam in
eins verschmolzen ist.C) endlich haben auch unter den kaltblütigen vier-
füßigen Thieren, die Schildkröten und Frösche,
sehr kenntliche Schlüsselbeine.Von der Schildkröten ihren s. coiter de qua-
drupedum sceletis
cap. XII. und Caldesi a. a. O.Von der Frösche ihren, Rösel's musterhaftes
Werk, besonders Taf. VII. Fig. 2. S. 35. vom
braunen Graßfrosch. – Taf. XIX Fig. 7. 8. S. 84.
von der wie Knoblauch stinkenden Wasserkröte mit
braunen Flecken.Von den Schlüsselbeinen der Thiere überhaupt
s. Haase comparat. clauicular. animant. brutor.
c. humanis
. Lips. 1766.
e) albini icones oss. foetus tab. XIII. fig. 116. 117.
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[380/0406] d). §. 313. Ihrer so frühen und so vollkommenen Verknöcherung e) und ihrer auffallenden Größe schon bey Leibesfrüchten aus den ersten Monathen nach der Empfängniß, ist schon oben gedachten worden (Th. I. §. 9. 15. 16.). d) B) ist die ganze Classe der Vögel mit Schüsselbeinen versehen, und zwar von auffallender Größe und Stärke: wie es die Bestimmung der allermehre- sten dieser Thiere zum Fluge erfordert. Sie sind meist gerade: die untern Enden dicker und näher zusammen als die obern, und stehen beynahe aufrecht. Ihre obern Enden sind durch einen ganz beson- dern, bloß den Vögeln eigenthümlichen, gabel- förmigen, überaus spröden schlanken Knochen (fur- cula) unterstützt und mit dem Brustbein verbun- den. Nur beym Straus und Casuar bilden weder die Schlüsselbeine noch die furcula noch die Schulterblätter abgesonderte Knochen, sondern diese Vögel haben auf jeder Seite, am Vordertheil des Thorax, einen sonderbaren, länglicht-flachen Knochen, der aus jenen dreyen gleichsam in eins verschmolzen ist. C) endlich haben auch unter den kaltblütigen vier- füßigen Thieren, die Schildkröten und Frösche, sehr kenntliche Schlüsselbeine. Von der Schildkröten ihren s. coiter de qua- drupedum sceletis cap. XII. und Caldesi a. a. O. Von der Frösche ihren, Rösel's musterhaftes Werk, besonders Taf. VII. Fig. 2. S. 35. vom braunen Graßfrosch. – Taf. XIX Fig. 7. 8. S. 84. von der wie Knoblauch stinkenden Wasserkröte mit braunen Flecken. Von den Schlüsselbeinen der Thiere überhaupt s. Haase comparat. clauicular. animant. brutor. c. humanis. Lips. 1766. e) albini icones oss. foetus tab. XIII. fig. 116. 117.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 380. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/406>, abgerufen am 03.03.2021.