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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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Die metatarsi der folgenden vier Zehen sind
schlanker und länger. Der zweyte der aller-
längste. Der vierte der kürzeste von allen.

§. 430.

Zuerst von ihren hintern Enden. Das
am metatarsus der großen Zehe (Tab. II.
fig. 1. D.) ist länglicht, und seine Gelenk-
fläche womit es ans cuneiforme maius stößt,
fast halbmondförmig, mit den Spitzen nach der
Außenseite gekehrt; - An seinem innern con-
vexen Rande ist ohngefähr in der Mitte eine
kleine flache Delle für den tibialis anticus. -
Die nach unten gerichtete Spitze aber verläuft
sich in eine große stumpfe Ecke zur Anlage des
peroneus longus. - Nach außen hat dieses
Ende zuweilen da wo es an den zweyten
metatarsus stößt eine kleine, aber wie gesagt,
unbeständige Knorpelfläche.

Die hintern Enden an den folgenden vier
Knochen sind weit stärker als ihre vordern En-
den, eckicht, und straff mit einander verbunden.

Das vom zweyten stößt hinten mit der
großen Endfläche ans cuneiforme minus; -
an den beyden Seitenrändern aber auch mit
einem paar kleiner Fassetten nach innen ans
cuneiforme maius, nach außen ans tertium.

Das vom dritten metatarsus liegt mit
seiner schmahlen Endfläche am cuneiforme
tertium
.

Die metatarsi der folgenden vier Zehen sind
schlanker und länger. Der zweyte der aller-
längste. Der vierte der kürzeste von allen.

§. 430.

Zuerst von ihren hintern Enden. Das
am metatarsus der großen Zehe (Tab. II.
fig. 1. D.) ist länglicht, und seine Gelenk-
fläche womit es ans cuneiforme maius stößt,
fast halbmondförmig, mit den Spitzen nach der
Außenseite gekehrt; – An seinem innern con-
vexen Rande ist ohngefähr in der Mitte eine
kleine flache Delle für den tibialis anticus. –
Die nach unten gerichtete Spitze aber verläuft
sich in eine große stumpfe Ecke zur Anlage des
peroneus longus. – Nach außen hat dieses
Ende zuweilen da wo es an den zweyten
metatarsus stößt eine kleine, aber wie gesagt,
unbeständige Knorpelfläche.

Die hintern Enden an den folgenden vier
Knochen sind weit stärker als ihre vordern En-
den, eckicht, und straff mit einander verbunden.

Das vom zweyten stößt hinten mit der
großen Endfläche ans cuneiforme minus; –
an den beyden Seitenrändern aber auch mit
einem paar kleiner Fassetten nach innen ans
cuneiforme maius, nach außen ans tertium.

Das vom dritten metatarsus liegt mit
seiner schmahlen Endfläche am cuneiforme
tertium
.

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[470/0496] Die metatarsi der folgenden vier Zehen sind schlanker und länger. Der zweyte der aller- längste. Der vierte der kürzeste von allen. §. 430. Zuerst von ihren hintern Enden. Das am metatarsus der großen Zehe (Tab. II. fig. 1. D.) ist länglicht, und seine Gelenk- fläche womit es ans cuneiforme maius stößt, fast halbmondförmig, mit den Spitzen nach der Außenseite gekehrt; – An seinem innern con- vexen Rande ist ohngefähr in der Mitte eine kleine flache Delle für den tibialis anticus. – Die nach unten gerichtete Spitze aber verläuft sich in eine große stumpfe Ecke zur Anlage des peroneus longus. – Nach außen hat dieses Ende zuweilen da wo es an den zweyten metatarsus stößt eine kleine, aber wie gesagt, unbeständige Knorpelfläche. Die hintern Enden an den folgenden vier Knochen sind weit stärker als ihre vordern En- den, eckicht, und straff mit einander verbunden. Das vom zweyten stößt hinten mit der großen Endfläche ans cuneiforme minus; – an den beyden Seitenrändern aber auch mit einem paar kleiner Fassetten nach innen ans cuneiforme maius, nach außen ans tertium. Das vom dritten metatarsus liegt mit seiner schmahlen Endfläche am cuneiforme tertium.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 470. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/496>, abgerufen am 28.02.2021.