3) die schwarze senegambische und 4) die olivenfar- bige indianische 7).
Doct. John Hunter zählt sieben Varietäten auf: 1) schwarze Menschen, als Aethiopier, Papus u. a. 2) die schwärzlichen Bewohner von Maurita- nien und dem Vorgebirge der guten Hofnung, 3) die kupferfarbigen in Ostindien, 4) die rothen Ame- rikaner, 5) die braunen, als Tataren, Araber, Perser, Sineser u. a. 6) die bräunlichen, als die mittägigen Europäer, z. B. Spanier u. a. die Türken, Abessinier, Samojeden und Lappen, 7) die wei- ßen, als die übrigen Europäer, Georgier, Min- grelier und Kabardiner 8).
Herr Zimmermann tritt denen bey, welche den Urstamm des menschlichen Geschlechtes auf die asiatische Gebirgsebene zwischen den Quellen des Indus, Ganges und Obi setzen, und leitet davon folgende Varietäten ab: 1) die europäische, 2) die nordasiatische und nördlichste amerikanische, 3) die arabische, indische und des indischen Archipelagus, 4) die südöstliche asiatische, sinesische, corea'sche u. a. Er findet es wahrscheinlich, daß die Aethio- pier entweder aus der ersten oder dritten dieser Va- rietäten stammen 9).
Herr
7) In Engels Philosoph für die Welt, Th. 2. und in der Berliner Monatsschrift, 1785. Theil 6.
8)Disput. de hominum varietatibus. Edinb. 1775. Seite 9.
9) In dem sehr reichhaltigen Werke: Geographi- sche Geschichte des Menschen u. s. w. Th. 1.
O 2
3) die ſchwarze ſenegambiſche und 4) die olivenfar- bige indianiſche 7).
Doct. John Hunter zaͤhlt ſieben Varietaͤten auf: 1) ſchwarze Menſchen, als Aethiopier, Papus u. a. 2) die ſchwaͤrzlichen Bewohner von Maurita- nien und dem Vorgebirge der guten Hofnung, 3) die kupferfarbigen in Oſtindien, 4) die rothen Ame- rikaner, 5) die braunen, als Tataren, Araber, Perſer, Sineſer u. a. 6) die braͤunlichen, als die mittaͤgigen Europaͤer, z. B. Spanier u. a. die Tuͤrken, Abeſſinier, Samojeden und Lappen, 7) die wei- ßen, als die uͤbrigen Europaͤer, Georgier, Min- grelier und Kabardiner 8).
Herr Zimmermann tritt denen bey, welche den Urſtamm des menſchlichen Geſchlechtes auf die aſiatiſche Gebirgsebene zwiſchen den Quellen des Indus, Ganges und Obi ſetzen, und leitet davon folgende Varietaͤten ab: 1) die europaͤiſche, 2) die nordaſiatiſche und noͤrdlichſte amerikaniſche, 3) die arabiſche, indiſche und des indiſchen Archipelagus, 4) die ſuͤdoͤſtliche aſiatiſche, ſineſiſche, corea’ſche u. a. Er findet es wahrſcheinlich, daß die Aethio- pier entweder aus der erſten oder dritten dieſer Va- rietaͤten ſtammen 9).
Herr
7) In Engels Philoſoph fuͤr die Welt, Th. 2. und in der Berliner Monatsſchrift, 1785. Theil 6.
8)Diſput. de hominum varietatibus. Edinb. 1775. Seite 9.
9) In dem ſehr reichhaltigen Werke: Geographi- ſche Geſchichte des Menſchen u. ſ. w. Th. 1.
O 2
<TEI><text><body><divn="1"><divn="2"><p><pbfacs="#f0245"n="211"/>
3) die ſchwarze ſenegambiſche und 4) die olivenfar-<lb/>
bige indianiſche <noteplace="foot"n="7)">In Engels <hirendition="#g">Philoſoph fuͤr die Welt</hi>, Th. 2.<lb/>
und in der <hirendition="#g">Berliner Monatsſchrift</hi>, 1785.<lb/>
Theil 6.</note>.</p><lb/><p>Doct. John Hunter zaͤhlt ſieben Varietaͤten auf:<lb/>
1) ſchwarze Menſchen, als Aethiopier, Papus<lb/>
u. a. 2) die ſchwaͤrzlichen Bewohner von Maurita-<lb/>
nien und dem Vorgebirge der guten Hofnung, 3)<lb/>
die kupferfarbigen in Oſtindien, 4) die rothen Ame-<lb/>
rikaner, 5) die braunen, als Tataren, Araber,<lb/>
Perſer, Sineſer u. a. 6) die braͤunlichen, als die<lb/>
mittaͤgigen Europaͤer, z. B. Spanier u. a. die Tuͤrken,<lb/>
Abeſſinier, Samojeden und Lappen, 7) die wei-<lb/>
ßen, als die uͤbrigen Europaͤer, Georgier, Min-<lb/>
grelier und Kabardiner <noteplace="foot"n="8)"><hirendition="#aq"><hirendition="#i">Diſput. de hominum varietatibus</hi>.</hi> Edinb. 1775.<lb/>
Seite 9.</note>.</p><lb/><p>Herr Zimmermann tritt denen bey, welche<lb/>
den Urſtamm des menſchlichen Geſchlechtes auf die<lb/>
aſiatiſche Gebirgsebene zwiſchen den Quellen des<lb/>
Indus, Ganges und Obi ſetzen, und leitet davon<lb/>
folgende Varietaͤten ab: 1) die europaͤiſche, 2) die<lb/>
nordaſiatiſche und noͤrdlichſte amerikaniſche, 3) die<lb/>
arabiſche, indiſche und des indiſchen Archipelagus,<lb/>
4) die ſuͤdoͤſtliche aſiatiſche, ſineſiſche, corea’ſche<lb/>
u. a. Er findet es wahrſcheinlich, daß die Aethio-<lb/>
pier entweder aus der erſten oder dritten dieſer Va-<lb/>
rietaͤten ſtammen <noteplace="foot"n="9)">In dem ſehr reichhaltigen Werke: <hirendition="#g">Geographi-<lb/>ſche Geſchichte des Menſchen</hi> u. ſ. w. Th. 1.</note>.</p><lb/><fwplace="bottom"type="sig">O 2</fw><fwplace="bottom"type="catch">Herr</fw><lb/></div></div></body></text></TEI>
[211/0245]
3) die ſchwarze ſenegambiſche und 4) die olivenfar-
bige indianiſche 7).
Doct. John Hunter zaͤhlt ſieben Varietaͤten auf:
1) ſchwarze Menſchen, als Aethiopier, Papus
u. a. 2) die ſchwaͤrzlichen Bewohner von Maurita-
nien und dem Vorgebirge der guten Hofnung, 3)
die kupferfarbigen in Oſtindien, 4) die rothen Ame-
rikaner, 5) die braunen, als Tataren, Araber,
Perſer, Sineſer u. a. 6) die braͤunlichen, als die
mittaͤgigen Europaͤer, z. B. Spanier u. a. die Tuͤrken,
Abeſſinier, Samojeden und Lappen, 7) die wei-
ßen, als die uͤbrigen Europaͤer, Georgier, Min-
grelier und Kabardiner 8).
Herr Zimmermann tritt denen bey, welche
den Urſtamm des menſchlichen Geſchlechtes auf die
aſiatiſche Gebirgsebene zwiſchen den Quellen des
Indus, Ganges und Obi ſetzen, und leitet davon
folgende Varietaͤten ab: 1) die europaͤiſche, 2) die
nordaſiatiſche und noͤrdlichſte amerikaniſche, 3) die
arabiſche, indiſche und des indiſchen Archipelagus,
4) die ſuͤdoͤſtliche aſiatiſche, ſineſiſche, corea’ſche
u. a. Er findet es wahrſcheinlich, daß die Aethio-
pier entweder aus der erſten oder dritten dieſer Va-
rietaͤten ſtammen 9).
Herr
7) In Engels Philoſoph fuͤr die Welt, Th. 2.
und in der Berliner Monatsſchrift, 1785.
Theil 6.
8) Diſput. de hominum varietatibus. Edinb. 1775.
Seite 9.
9) In dem ſehr reichhaltigen Werke: Geographi-
ſche Geſchichte des Menſchen u. ſ. w. Th. 1.
O 2
Informationen zur CAB-Ansicht
Diese Ansicht bietet Ihnen die Darstellung des Textes in normalisierter Orthographie.
Diese Textvariante wird vollautomatisch erstellt und kann aufgrund dessen auch Fehler enthalten.
Alle veränderten Wortformen sind grau hinterlegt. Als fremdsprachliches Material erkannte
Textteile sind ausgegraut dargestellt.
Sie haben einen Fehler gefunden?
Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform
DTAQ melden.
Kommentar zur DTA-Ausgabe
"Über die natürlichen Verschiedenheiten im Mensch… [mehr]
"Über die natürlichen Verschiedenheiten im Menschengeschlechte" ist die überarbeitete Fassung von Blumenbachs Dissertationsschrift "De generis humani varietate nativa" (1. Aufl. 1775 bei Friedrich Andreas Rosenbusch in Göttingen). Die Dissertation erschien in lateinischer Sprache; für das DTA wurde Johann Gottfried Grubers Übersetzung der dritten Auflage von Blumenbachs Dissertation (1795 bei Vandenhoek & Ruprecht) digitalisiert, die 1798 in Leipzig bei Breitkopf & Härtel erschien. Erstmals lag hiermit Blumenbachs Werk "De generis humani varietate nativa" in deutscher Sprache vor.
Blumenbach, Johann Friedrich: Über die natürlichen Verschiedenheiten im Menschengeschlechte. Leipzig, 1798, S. 211. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_menschengeschlecht_1798/245>, abgerufen am 11.09.2024.
Alle Inhalte dieser Seite unterstehen, soweit nicht anders gekennzeichnet, einer
Creative-Commons-Lizenz.
Die Rechte an den angezeigten Bilddigitalisaten, soweit nicht anders gekennzeichnet, liegen bei den besitzenden Bibliotheken.
Weitere Informationen finden Sie in den DTA-Nutzungsbedingungen.
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf
diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken
dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder
nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der
Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden.
Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des
§ 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen
Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung
der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu
vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
Zitierempfehlung: Deutsches Textarchiv. Grundlage für ein Referenzkorpus der neuhochdeutschen Sprache. Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2024. URL: https://www.deutschestextarchiv.de/.