Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Blumenbach, Johann Friedrich: Über die natürlichen Verschiedenheiten im Menschengeschlechte. Leipzig, 1798.

Bild:
<< vorherige Seite
III.
Bloße Haare und Haupthaare verschiedener Völker.

Wiewohl dieses beym ersten Anblick kaum hieher
gezogen werden zu können scheint, so ist doch un-
leugbar, daß auch eine solche Sammlung, wenn sie
durch Mannichfaltigkeit sich auszeichnet, auf jeden
Fall für ein sorgfältigeres Studium der Anthropolo-
gie ihren Nutzen hat. Diese enthält Proben von al-
len fünf Hauptvarietäten des Menschengeschlechts:
und unter diesen ziemlich merkwürdige, von denen
hinten an seinem Orte hin und wieder ist geredet wor-
den, als von dem zweyfarbigen Haupthaar eines
mit weißen Flecken untermischten Nigritiers, wel-
chen ich zu London sah u. a. m.



IV.
Anatomische Präparate.

Der größte Theil hiervon geht auf die Naturge-
schichte des Mohren. In dem Buche selbst habe ich
hin und wieder umständlichere Nachricht davon ertheilt.



V.
Eine Sammlung von Abbildungen verschiedener Völker,
nach der Natur selbst, von geschickten Künstlern, aufs
sorgfältigste gezeichnet.

Es erhellt an sich *) schon, daß ein solcher Ap-
parat, besonders, wenn man ihn immer mit der ge-

nann-
*) Vergleiche die hierauf Bezug habende Stelle bey Vol-
ney in seinen Ruines, ou meditation sur les Revo-
lutions des empires.
S. 349.
III.
Bloße Haare und Haupthaare verſchiedener Voͤlker.

Wiewohl dieſes beym erſten Anblick kaum hieher
gezogen werden zu koͤnnen ſcheint, ſo iſt doch un-
leugbar, daß auch eine ſolche Sammlung, wenn ſie
durch Mannichfaltigkeit ſich auszeichnet, auf jeden
Fall fuͤr ein ſorgfaͤltigeres Studium der Anthropolo-
gie ihren Nutzen hat. Dieſe enthaͤlt Proben von al-
len fuͤnf Hauptvarietaͤten des Menſchengeſchlechts:
und unter dieſen ziemlich merkwuͤrdige, von denen
hinten an ſeinem Orte hin und wieder iſt geredet wor-
den, als von dem zweyfarbigen Haupthaar eines
mit weißen Flecken untermiſchten Nigritiers, wel-
chen ich zu London ſah u. a. m.



IV.
Anatomiſche Praͤparate.

Der groͤßte Theil hiervon geht auf die Naturge-
ſchichte des Mohren. In dem Buche ſelbſt habe ich
hin und wieder umſtaͤndlichere Nachricht davon ertheilt.



V.
Eine Sammlung von Abbildungen verſchiedener Voͤlker,
nach der Natur ſelbſt, von geſchickten Kuͤnſtlern, aufs
ſorgfaͤltigſte gezeichnet.

Es erhellt an ſich *) ſchon, daß ein ſolcher Ap-
parat, beſonders, wenn man ihn immer mit der ge-

nann-
*) Vergleiche die hierauf Bezug habende Stelle bey Vol-
ney in ſeinen Ruines, ou meditation ſur les Revo-
lutions des empires.
S. 349.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0045" n="11"/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#aq">III.</hi><lb/>
Bloße Haare und Haupthaare ver&#x017F;chiedener Vo&#x0364;lker.</head><lb/>
          <p>Wiewohl die&#x017F;es beym er&#x017F;ten Anblick kaum hieher<lb/>
gezogen werden zu ko&#x0364;nnen &#x017F;cheint, &#x017F;o i&#x017F;t doch un-<lb/>
leugbar, daß auch eine &#x017F;olche Sammlung, wenn &#x017F;ie<lb/>
durch Mannichfaltigkeit &#x017F;ich auszeichnet, auf jeden<lb/>
Fall fu&#x0364;r ein <choice><sic>forgfa&#x0364;ltigeres</sic><corr>&#x017F;orgfa&#x0364;ltigeres</corr></choice> Studium der Anthropolo-<lb/>
gie ihren Nutzen hat. Die&#x017F;e entha&#x0364;lt Proben von al-<lb/>
len fu&#x0364;nf Hauptvarieta&#x0364;ten des Men&#x017F;chenge&#x017F;chlechts:<lb/>
und unter die&#x017F;en ziemlich merkwu&#x0364;rdige, von denen<lb/>
hinten an &#x017F;einem Orte hin und wieder i&#x017F;t geredet wor-<lb/>
den, als von dem zweyfarbigen Haupthaar eines<lb/>
mit weißen Flecken untermi&#x017F;chten <hi rendition="#fr">Nigritiers</hi>, wel-<lb/>
chen ich zu London &#x017F;ah u. a. m.</p>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#aq">IV.</hi><lb/><hi rendition="#g">Anatomi&#x017F;che Pra&#x0364;parate</hi>.</head><lb/>
          <p>Der gro&#x0364;ßte Theil hiervon geht auf die Naturge-<lb/>
&#x017F;chichte des Mohren. In dem Buche &#x017F;elb&#x017F;t habe ich<lb/>
hin und wieder um&#x017F;ta&#x0364;ndlichere Nachricht davon ertheilt.</p>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#aq">V.</hi><lb/>
Eine Sammlung von Abbildungen ver&#x017F;chiedener Vo&#x0364;lker,<lb/>
nach der Natur &#x017F;elb&#x017F;t, von ge&#x017F;chickten Ku&#x0364;n&#x017F;tlern, aufs<lb/>
&#x017F;orgfa&#x0364;ltig&#x017F;te gezeichnet.</head><lb/>
          <p>Es erhellt an &#x017F;ich <note place="foot" n="*)">Vergleiche die hierauf Bezug habende Stelle bey Vol-<lb/>
ney in &#x017F;einen <hi rendition="#aq">Ruines, ou meditation &#x017F;ur les Revo-<lb/>
lutions des empires.</hi> S. 349.</note> &#x017F;chon, daß ein &#x017F;olcher Ap-<lb/>
parat, be&#x017F;onders, wenn man ihn immer mit der ge-<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">nann-</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[11/0045] III. Bloße Haare und Haupthaare verſchiedener Voͤlker. Wiewohl dieſes beym erſten Anblick kaum hieher gezogen werden zu koͤnnen ſcheint, ſo iſt doch un- leugbar, daß auch eine ſolche Sammlung, wenn ſie durch Mannichfaltigkeit ſich auszeichnet, auf jeden Fall fuͤr ein ſorgfaͤltigeres Studium der Anthropolo- gie ihren Nutzen hat. Dieſe enthaͤlt Proben von al- len fuͤnf Hauptvarietaͤten des Menſchengeſchlechts: und unter dieſen ziemlich merkwuͤrdige, von denen hinten an ſeinem Orte hin und wieder iſt geredet wor- den, als von dem zweyfarbigen Haupthaar eines mit weißen Flecken untermiſchten Nigritiers, wel- chen ich zu London ſah u. a. m. IV. Anatomiſche Praͤparate. Der groͤßte Theil hiervon geht auf die Naturge- ſchichte des Mohren. In dem Buche ſelbſt habe ich hin und wieder umſtaͤndlichere Nachricht davon ertheilt. V. Eine Sammlung von Abbildungen verſchiedener Voͤlker, nach der Natur ſelbſt, von geſchickten Kuͤnſtlern, aufs ſorgfaͤltigſte gezeichnet. Es erhellt an ſich *) ſchon, daß ein ſolcher Ap- parat, beſonders, wenn man ihn immer mit der ge- nann- *) Vergleiche die hierauf Bezug habende Stelle bey Vol- ney in ſeinen Ruines, ou meditation ſur les Revo- lutions des empires. S. 349.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

"Über die natürlichen Verschiedenheiten im Mensch… [mehr]

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_menschengeschlecht_1798
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_menschengeschlecht_1798/45
Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Über die natürlichen Verschiedenheiten im Menschengeschlechte. Leipzig, 1798, S. 11. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_menschengeschlecht_1798/45>, abgerufen am 04.03.2021.