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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 5. Aufl. Göttingen, 1797.

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unbedeckten Körper, wenigstens kein solches Co-
rallengehäuse als in der vorigen. Auch können
wenigstens die bey weiten allermehresten (wo
nicht alle) ihren Standpunct verändern; (haben
stirpem liberam wie man es nennt). Einige sind
doch dabey in einen gemeinschaftlichen Stamm
verbunden, andere hingegen einzeln. Außerdem
sind aber auch die Infusionsthierchen u. a. dergl.
Geschöpfe mit in dieser Ordnung begriffen.

79. Pennatvla. Seefeder. Stirps libera,
penniformis.

Man unterscheidet an diesen merkwürdigen See-
geschöpfen, wie an einer Vogelfeder, zwey Haupt-
theile, den Kiel nähmlich und die Fahne. Letztere
besteht aus 40, 60 oder noch mehr bogenförmigen
Armen, womit die obere Hälfte des Kiels zu
beiden Seiten besetzt ist. Auf jedem dieser Arme
stehen nun wieder 10, 12 und mehr überaus sau-
bere kleine am Rande zackige Hülsen, in deren
jeder ein gallertartiger zarter Polype mit acht Fang-
armen fest sitzt; so daß an einer Spannen langen
Seefeder wenigstens über 500 solche kleine Arm-
polypen gezählt werden.

1. Grisea. P. stirpe carnosa, rachi laeui, pin-
nis imbricatis plicatis spinosis.

B. S. Albini annot. acad. L. I. tab. 4.
fig. 1. 2.

2. Phosphorea. P. stirpe carnosa, rachi scabra,
pinnis imbricatis.

Phil. Transact. vol. LIII. tab. 19. fig. 1-4.

Leuchten stark im Finstern.

unbedeckten Körper, wenigstens kein solches Co-
rallengehäuse als in der vorigen. Auch können
wenigstens die bey weiten allermehresten (wo
nicht alle) ihren Standpunct verändern; (haben
stirpem liberam wie man es nennt). Einige sind
doch dabey in einen gemeinschaftlichen Stamm
verbunden, andere hingegen einzeln. Außerdem
sind aber auch die Infusionsthierchen u. a. dergl.
Geschöpfe mit in dieser Ordnung begriffen.

79. Pennatvla. Seefeder. Stirps libera,
penniformis.

Man unterscheidet an diesen merkwürdigen See-
geschöpfen, wie an einer Vogelfeder, zwey Haupt-
theile, den Kiel nähmlich und die Fahne. Letztere
besteht aus 40, 60 oder noch mehr bogenförmigen
Armen, womit die obere Hälfte des Kiels zu
beiden Seiten besetzt ist. Auf jedem dieser Arme
stehen nun wieder 10, 12 und mehr überaus sau-
bere kleine am Rande zackige Hülsen, in deren
jeder ein gallertartiger zarter Polype mit acht Fang-
armen fest sitzt; so daß an einer Spannen langen
Seefeder wenigstens über 500 solche kleine Arm-
polypen gezählt werden.

1. Grisea. P. stirpe carnosa, rachi laeui, pin-
nis imbricatis plicatis spinosis.

B. S. Albini annot. acad. L. I. tab. 4.
fig. 1. 2.

2. Phosphorea. P. stirpe carnosa, rachi scabra,
pinnis imbricatis.

Phil. Transact. vol. LIII. tab. 19. fig. 1-4.

Leuchten stark im Finstern.

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[470/0492] unbedeckten Körper, wenigstens kein solches Co- rallengehäuse als in der vorigen. Auch können wenigstens die bey weiten allermehresten (wo nicht alle) ihren Standpunct verändern; (haben stirpem liberam wie man es nennt). Einige sind doch dabey in einen gemeinschaftlichen Stamm verbunden, andere hingegen einzeln. Außerdem sind aber auch die Infusionsthierchen u. a. dergl. Geschöpfe mit in dieser Ordnung begriffen. 79. Pennatvla. Seefeder. Stirps libera, penniformis. Man unterscheidet an diesen merkwürdigen See- geschöpfen, wie an einer Vogelfeder, zwey Haupt- theile, den Kiel nähmlich und die Fahne. Letztere besteht aus 40, 60 oder noch mehr bogenförmigen Armen, womit die obere Hälfte des Kiels zu beiden Seiten besetzt ist. Auf jedem dieser Arme stehen nun wieder 10, 12 und mehr überaus sau- bere kleine am Rande zackige Hülsen, in deren jeder ein gallertartiger zarter Polype mit acht Fang- armen fest sitzt; so daß an einer Spannen langen Seefeder wenigstens über 500 solche kleine Arm- polypen gezählt werden. 1. Grisea. P. stirpe carnosa, rachi laeui, pin- nis imbricatis plicatis spinosis. B. S. Albini annot. acad. L. I. tab. 4. fig. 1. 2. 2. Phosphorea. P. stirpe carnosa, rachi scabra, pinnis imbricatis. Phil. Transact. vol. LIII. tab. 19. fig. 1-4. Leuchten stark im Finstern.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 5. Aufl. Göttingen, 1797, S. 470. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1797/492>, abgerufen am 06.07.2022.