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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 9. Aufl. Göttingen, 1814.

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und sich besonders häufig in Sibirien, auf dem
Altai, Ural etc. findet.

3) Zinkvitriol, weißer Vitriol, schwefelsau-
rer Zink. Zinc sulfate (couperose blanche)

Gelblicht weiß; schimmernd; meist faseriger
Bruch; theils als mehlichter Beschlag; theils
haarförmig (als mancher so genannte Feder-
Alaun); theils stalactitisch etc. Fundort z. B.
ebenfalls im Rammelsberge.

4) Kobaltvitriol, schwefelsaurer Kobalt.
Cobalt sulfate.)

Blaß rosenroth; glasglänzend; durchscheinend;
stalactitisch. Fundort bey Herrengrund in Ungarn.

III. Salpetersaures Geschlecht.

1. Natürlicher Salpeter, salpetersaure
Pottasche. Nitrum prismaticum. Potasse
nitratee.

Weißlich; meist durchsichtig; theils glänzend,
theils schimmernd; meist in zarten Nadeln, oder
wollicht; theils stalactitisch. Gewicht = 1920.
Geschmack bitterlich und kältend. Im Feuer
schmilzt er und auf glühenden Kohlen verpufft er;
mehrentheils ist er nur Kalkerde gemischt (als so-
genannte Salpetererde). Fundort vorzüglichst in
Ludamar (im Innern von Africa), in Hindustan,
außerdem auch hin und wieder in Europa, z. B.
in Ungarn, Apulien etc., ey Homburg im Würz-
burgischen, und auch bey Göttingen am Reinhau-
ser Sandstein etc.*). Hauptgebrauch bekanntlich
zu Schießpulver, zu Scheidenwasser etc.

*) s. C. F. Becker's Anleitung zur künstlichen Erzeu-
gung des Salpeters. Braunschw. 1814. 8. S. 8.

und sich besonders häufig in Sibirien, auf dem
Altai, Ural ꝛc. findet.

3) Zinkvitriol, weißer Vitriol, schwefelsau-
rer Zink. Zinc sulfaté (couperose blanche)

Gelblicht weiß; schimmernd; meist faseriger
Bruch; theils als mehlichter Beschlag; theils
haarförmig (als mancher so genannte Feder-
Alaun); theils stalactitisch ꝛc. Fundort z. B.
ebenfalls im Rammelsberge.

4) Kobaltvitriol, schwefelsaurer Kobalt.
Cobalt sulfaté.)

Blaß rosenroth; glasglänzend; durchscheinend;
stalactitisch. Fundort bey Herrengrund in Ungarn.

III. Salpetersaures Geschlecht.

1. Natürlicher Salpeter, salpetersaure
Pottasche. Nitrum prismaticum. Potasse
nitratée.

Weißlich; meist durchsichtig; theils glänzend,
theils schimmernd; meist in zarten Nadeln, oder
wollicht; theils stalactitisch. Gewicht = 1920.
Geschmack bitterlich und kältend. Im Feuer
schmilzt er und auf glühenden Kohlen verpufft er;
mehrentheils ist er nur Kalkerde gemischt (als so-
genannte Salpetererde). Fundort vorzüglichst in
Ludamar (im Innern von Africa), in Hindustan,
außerdem auch hin und wieder in Europa, z. B.
in Ungarn, Apulien ꝛc., ey Homburg im Würz-
burgischen, und auch bey Göttingen am Reinhau-
ser Sandstein ꝛc.*). Hauptgebrauch bekanntlich
zu Schießpulver, zu Scheidenwasser ꝛc.

*) s. C. F. Becker's Anleitung zur künstlichen Erzeu-
gung des Salpeters. Braunschw. 1814. 8. S. 8.
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[660/0678] und sich besonders häufig in Sibirien, auf dem Altai, Ural ꝛc. findet. 3) Zinkvitriol, weißer Vitriol, schwefelsau- rer Zink. Zinc sulfaté (couperose blanche) Gelblicht weiß; schimmernd; meist faseriger Bruch; theils als mehlichter Beschlag; theils haarförmig (als mancher so genannte Feder- Alaun); theils stalactitisch ꝛc. Fundort z. B. ebenfalls im Rammelsberge. 4) Kobaltvitriol, schwefelsaurer Kobalt. Cobalt sulfaté.) Blaß rosenroth; glasglänzend; durchscheinend; stalactitisch. Fundort bey Herrengrund in Ungarn. III. Salpetersaures Geschlecht. 1. Natürlicher Salpeter, salpetersaure Pottasche. Nitrum prismaticum. Potasse nitratée. Weißlich; meist durchsichtig; theils glänzend, theils schimmernd; meist in zarten Nadeln, oder wollicht; theils stalactitisch. Gewicht = 1920. Geschmack bitterlich und kältend. Im Feuer schmilzt er und auf glühenden Kohlen verpufft er; mehrentheils ist er nur Kalkerde gemischt (als so- genannte Salpetererde). Fundort vorzüglichst in Ludamar (im Innern von Africa), in Hindustan, außerdem auch hin und wieder in Europa, z. B. in Ungarn, Apulien ꝛc., ey Homburg im Würz- burgischen, und auch bey Göttingen am Reinhau- ser Sandstein ꝛc. *). Hauptgebrauch bekanntlich zu Schießpulver, zu Scheidenwasser ꝛc. *) s. C. F. Becker's Anleitung zur künstlichen Erzeu- gung des Salpeters. Braunschw. 1814. 8. S. 8.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 9. Aufl. Göttingen, 1814, S. 660. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1814/678>, abgerufen am 24.05.2022.