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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 9. Aufl. Göttingen, 1814.

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So z. B. 1) die Phaciten, Lenticuliten oder
Linsensteine, in theils Gegenden auch Pfen-
nigsteine, Kümmelsteine und Fruchtsteine ge-
nannt, porpites, lapis numularis, helicites
einiger Schriftsteller (Fr. camerine, pierre len-
ticulaire
oder numismale, monnoie du diable),
die außen mit flachgewölbten blätterigen Schalen
belegt sind, inwendig aber eine überaus zarte
vielkammerige Spiralwindung von ansehnlicher
Länge enthalten (- Abbild. nat. hist. Gegenst.
tab. 40. -). Sind meist von Linsengröße,
theils aber auch wohl wie ein halber Gulden.
Finden sich in vielen Weltgegenden und theils in
mächtigen Lagen; nahmentlich in Nieder-Aegyp-
ten, wo die Pyramiden großentheils daraus er-
bauet sind.

2) Das unübersehliche Heer von Ammoniten
(Engl. Snake-stones).

3) Die eben so merkwürdigen als seltenen Or-
thoceratiten, die sich theils fußlang, und vor-
züglich im Meklenburgischen finden.

4) Die Belemniten oder Luchssteine, dactyli
idaei
(Engl. thunder-stones, fairies-fingers),
unter welchen es aber auch Gattungen ohne
Scheidewände oder Alveolen gibt. Uebrigens
eine der allgemeinsten Versteinerungen der Kalk-
flözgebirge, wo sie häufig mit schwarzem Stink-
stein durchzogen sind (S. 631.); aber auch in
andern Flözlagen, wie z. B. in den Kreitebergen
von Kent brechen.

5) Des Dr. W. Thomson's cornu copiae
von Capo Passaro an Sicilien*).

*) S. Wiedemanns Archiv für Zoologie etc. IV. B.
S. 1. tab. 1. und Karsten im Magaz. der Berlin,
naturforsch. Gesellsch. 3ter Jahrg. 19Quart. S 95.

So z. B. 1) die Phaciten, Lenticuliten oder
Linsensteine, in theils Gegenden auch Pfen-
nigsteine, Kümmelsteine und Fruchtsteine ge-
nannt, porpites, lapis numularis, helicites
einiger Schriftsteller (Fr. camérine, pierre len-
ticulaire
oder numismale, monnoie du diable),
die außen mit flachgewölbten blätterigen Schalen
belegt sind, inwendig aber eine überaus zarte
vielkammerige Spiralwindung von ansehnlicher
Länge enthalten (– Abbild. nat. hist. Gegenst.
tab. 40. –). Sind meist von Linsengröße,
theils aber auch wohl wie ein halber Gulden.
Finden sich in vielen Weltgegenden und theils in
mächtigen Lagen; nahmentlich in Nieder-Aegyp-
ten, wo die Pyramiden großentheils daraus er-
bauet sind.

2) Das unübersehliche Heer von Ammoniten
(Engl. Snake-stones).

3) Die eben so merkwürdigen als seltenen Or-
thoceratiten, die sich theils fußlang, und vor-
züglich im Meklenburgischen finden.

4) Die Belemniten oder Luchssteine, dactyli
idaei
(Engl. thunder-stones, fairies-fingers),
unter welchen es aber auch Gattungen ohne
Scheidewände oder Alveolen gibt. Uebrigens
eine der allgemeinsten Versteinerungen der Kalk-
flözgebirge, wo sie häufig mit schwarzem Stink-
stein durchzogen sind (S. 631.); aber auch in
andern Flözlagen, wie z. B. in den Kreitebergen
von Kent brechen.

5) Des Dr. W. Thomson's cornu copiae
von Capo Passaro an Sicilien*).

*) S. Wiedemanns Archiv für Zoologie ꝛc. IV. B.
S. 1. tab. 1. und Karsten im Magaz. der Berlin,
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[748/0766] So z. B. 1) die Phaciten, Lenticuliten oder Linsensteine, in theils Gegenden auch Pfen- nigsteine, Kümmelsteine und Fruchtsteine ge- nannt, porpites, lapis numularis, helicites einiger Schriftsteller (Fr. camérine, pierre len- ticulaire oder numismale, monnoie du diable), die außen mit flachgewölbten blätterigen Schalen belegt sind, inwendig aber eine überaus zarte vielkammerige Spiralwindung von ansehnlicher Länge enthalten (– Abbild. nat. hist. Gegenst. tab. 40. –). Sind meist von Linsengröße, theils aber auch wohl wie ein halber Gulden. Finden sich in vielen Weltgegenden und theils in mächtigen Lagen; nahmentlich in Nieder-Aegyp- ten, wo die Pyramiden großentheils daraus er- bauet sind. 2) Das unübersehliche Heer von Ammoniten (Engl. Snake-stones). 3) Die eben so merkwürdigen als seltenen Or- thoceratiten, die sich theils fußlang, und vor- züglich im Meklenburgischen finden. 4) Die Belemniten oder Luchssteine, dactyli idaei (Engl. thunder-stones, fairies-fingers), unter welchen es aber auch Gattungen ohne Scheidewände oder Alveolen gibt. Uebrigens eine der allgemeinsten Versteinerungen der Kalk- flözgebirge, wo sie häufig mit schwarzem Stink- stein durchzogen sind (S. 631.); aber auch in andern Flözlagen, wie z. B. in den Kreitebergen von Kent brechen. 5) Des Dr. W. Thomson's cornu copiae von Capo Passaro an Sicilien *). *) S. Wiedemanns Archiv für Zoologie ꝛc. IV. B. S. 1. tab. 1. und Karsten im Magaz. der Berlin, naturforsch. Gesellsch. 3ter Jahrg. 19Quart. S 95.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 9. Aufl. Göttingen, 1814, S. 748. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1814/766>, abgerufen am 13.08.2022.