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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 11. Aufl. Göttingen, 1825.

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scharfem Eisen gekratzt gibt er leuchtenden Strich, und
auf Kohlen gebröckelt, so wie der Apatit, grünes Licht.
Fundort bey Truxillo in Estremadura in abwechselnden
Schichten von gemeinem Quarz; und lose staubartig
bey Sigeth in Ungarn.

E) Boraxsaure Kalkart. Chaux boratee.

20. Datolith.

Milchweiß; durchscheinend; fettglänzend; Bruch aus
dem Kleinmuschligen ins Splittrige; derb und krystalli-
sirt (wie's scheint würflich mit abgestumpften Kanten).
Gehalt (nach Klaproth) = 35,5 Kalkerde, 36,5 Kie-
selerde, 24 Boraxsäure, 4 Wasser. Fundort Arendal.



VIII. Strontiangeschlecht.

Die Strontianerde ist zuerst vom geh. Hofr.
Sulzer in Ronneburg und Dr. Crawford für eine
besondere Grunderde anerkannt worden. Zu den
Haupteigenschaften derselben gehört, daß sie mit
Salzsäure nadelförmige Krystallen bildet, und daß
eine Auflösung derselben in Weingeist carminroth
brennt, wenn Papier, Baumwolle etc. damit einge-
tränkt und angezündet worden. Die salpetersaure
Auflösung derselben gibt sechsseitige, dicke, tafelför-
mige Krystallen.

Diese Erde findet sich mit zweyerley Säuren,
mit der Kohlen- und Schwefelsäure, verbunden.
Also.

A) Kohlensaure Strontianart. Strontiane
carbonatee
.

1. Strontianit.

Meist blaß spargelgrün, theils weißlich; durchschei-
nend; schimmernd; theils glasglänzend; faserig; theils

scharfem Eisen gekratzt gibt er leuchtenden Strich, und
auf Kohlen gebröckelt, so wie der Apatit, grünes Licht.
Fundort bey Truxillo in Estremadura in abwechselnden
Schichten von gemeinem Quarz; und lose staubartig
bey Sigeth in Ungarn.

E) Boraxsaure Kalkart. Chaux boratée.

20. Datolith.

Milchweiß; durchscheinend; fettglänzend; Bruch aus
dem Kleinmuschligen ins Splittrige; derb und krystalli-
sirt (wie's scheint würflich mit abgestumpften Kanten).
Gehalt (nach Klaproth) = 35,5 Kalkerde, 36,5 Kie-
selerde, 24 Boraxsäure, 4 Wasser. Fundort Arendal.



VIII. Strontiangeschlecht.

Die Strontianerde ist zuerst vom geh. Hofr.
Sulzer in Ronneburg und Dr. Crawford für eine
besondere Grunderde anerkannt worden. Zu den
Haupteigenschaften derselben gehört, daß sie mit
Salzsäure nadelförmige Krystallen bildet, und daß
eine Auflösung derselben in Weingeist carminroth
brennt, wenn Papier, Baumwolle ꝛc. damit einge-
tränkt und angezündet worden. Die salpetersaure
Auflösung derselben gibt sechsseitige, dicke, tafelför-
mige Krystallen.

Diese Erde findet sich mit zweyerley Säuren,
mit der Kohlen- und Schwefelsäure, verbunden.
Also.

A) Kohlensaure Strontianart. Strontiane
carbonatée
.

1. Strontianit.

Meist blaß spargelgrün, theils weißlich; durchschei-
nend; schimmernd; theils glasglänzend; faserig; theils

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[533/0555] scharfem Eisen gekratzt gibt er leuchtenden Strich, und auf Kohlen gebröckelt, so wie der Apatit, grünes Licht. Fundort bey Truxillo in Estremadura in abwechselnden Schichten von gemeinem Quarz; und lose staubartig bey Sigeth in Ungarn. E) Boraxsaure Kalkart. Chaux boratée. 20. Datolith. Milchweiß; durchscheinend; fettglänzend; Bruch aus dem Kleinmuschligen ins Splittrige; derb und krystalli- sirt (wie's scheint würflich mit abgestumpften Kanten). Gehalt (nach Klaproth) = 35,5 Kalkerde, 36,5 Kie- selerde, 24 Boraxsäure, 4 Wasser. Fundort Arendal. VIII. Strontiangeschlecht. Die Strontianerde ist zuerst vom geh. Hofr. Sulzer in Ronneburg und Dr. Crawford für eine besondere Grunderde anerkannt worden. Zu den Haupteigenschaften derselben gehört, daß sie mit Salzsäure nadelförmige Krystallen bildet, und daß eine Auflösung derselben in Weingeist carminroth brennt, wenn Papier, Baumwolle ꝛc. damit einge- tränkt und angezündet worden. Die salpetersaure Auflösung derselben gibt sechsseitige, dicke, tafelför- mige Krystallen. Diese Erde findet sich mit zweyerley Säuren, mit der Kohlen- und Schwefelsäure, verbunden. Also. A) Kohlensaure Strontianart. Strontiane carbonatée. 1. Strontianit. Meist blaß spargelgrün, theils weißlich; durchschei- nend; schimmernd; theils glasglänzend; faserig; theils

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 11. Aufl. Göttingen, 1825, S. 533. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1825/555>, abgerufen am 24.05.2022.