Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Breymann, Conrad Andreas: Die Vertreibung der Bitterkeit des Todes/ Welche bey dem Hochansehnlichen Leich-Begängniß/ So auf Hohe Verordnung Sr. Hoch-Fürstl. Durchl. ... Dem ... Herrn Eberhard Finen/ ... Als Derselbe Den 12ten Apr. des 1726ten Jahrs ... entschlafen/ ... vorgestellet ... Blanckenburg, 1727.

Bild:
<< vorherige Seite
Elias wuste seine Abschieds-Stunde; DU weist sie auch / Elia unsrer Zeit / Weil man aus Deinem güldnen Munde / Welch Wunder! Deine eigne Leichen-Rede höret. Denn die letzte Predigt des Wohlseeligen Herrn Abts, war über die Worte unsers Erlösers Joh. VIII. 51 Warlich, warlich, ich sage euch: so Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich! Mein Vater / soll ich noch den letzten Seegen von Dir haben / So gib zu meinem Wohl / und andrer Heyl Mir nur den minsten Theil Von Deines Geistes-Gaben!

Heinrich Richard Märtens / Conventual. zum Cl. Michaelstein.

Die auf der Amts-Reise seligst vollendete Lebens-Reise /
DEr Christen Leben ist hier einer Wallfahrt gleich. Sie dürfen nicht die Welt für ihre Heimat achten; Ihr wehrtes Vaterland ist nur das Himmelreich / Wornach sie lebenslang in wahren Glauben trachten. Auf Erden müssen sie nur fremde Gäste seyn; Man will das Bürger-Recht denselben nicht verschreiben.
Elias wuste seine Abschieds-Stunde; DU weist sie auch / Elia unsrer Zeit / Weil man aus Deinem güldnen Munde / Welch Wunder! Deine eigne Leichen-Rede höret. Denn die letzte Predigt des Wohlseeligen Herrn Abts, war über die Worte unsers Erlösers Joh. VIII. 51 Warlich, warlich, ich sage euch: so Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich! Mein Vater / soll ich noch den letzten Seegen von Dir haben / So gib zu meinem Wohl / und andrer Heyl Mir nur den minsten Theil Von Deines Geistes-Gaben!

Heinrich Richard Märtens / Conventual. zum Cl. Michaelstein.

Die auf der Amts-Reise seligst vollendete Lebens-Reise /
DEr Christen Leben ist hier einer Wallfahrt gleich. Sie dürfen nicht die Welt für ihre Heimat achten; Ihr wehrtes Vaterland ist nur das Himmelreich / Wornach sie lebenslang in wahren Glauben trachten. Auf Erden müssen sie nur fremde Gäste seyn; Man will das Bürger-Recht denselben nicht verschreiben.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <pb facs="#f0110" n="36"/>
        <l>Elias wuste seine Abschieds-Stunde; DU weist sie auch / Elia unsrer Zeit / Weil                      man aus Deinem güldnen Munde / Welch Wunder! Deine eigne Leichen-Rede höret.                          <note place="left">Denn die letzte Predigt des Wohlseeligen Herrn                          Abts, war über die Worte unsers Erlösers Joh. VIII. 51 Warlich, warlich, ich                          sage euch: so Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen                          ewiglich!</note> Mein Vater / soll ich noch den letzten Seegen von Dir haben                      / So gib zu meinem Wohl / und andrer Heyl Mir nur den minsten Theil Von Deines                      Geistes-Gaben!</l>
        <p>Heinrich Richard Märtens / Conventual. zum Cl. Michaelstein.</p>
      </div>
      <div>
        <head>Die auf der Amts-Reise seligst vollendete Lebens-Reise /<lb/></head>
        <l>DEr Christen Leben ist hier einer Wallfahrt gleich. Sie dürfen nicht die Welt für                      ihre Heimat achten; Ihr wehrtes Vaterland ist nur das Himmelreich / Wornach sie                      lebenslang in wahren Glauben trachten. Auf Erden müssen sie nur fremde Gäste                      seyn; Man will das Bürger-Recht denselben nicht verschreiben.
</l>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[36/0110] Elias wuste seine Abschieds-Stunde; DU weist sie auch / Elia unsrer Zeit / Weil man aus Deinem güldnen Munde / Welch Wunder! Deine eigne Leichen-Rede höret. Mein Vater / soll ich noch den letzten Seegen von Dir haben / So gib zu meinem Wohl / und andrer Heyl Mir nur den minsten Theil Von Deines Geistes-Gaben! Heinrich Richard Märtens / Conventual. zum Cl. Michaelstein. Die auf der Amts-Reise seligst vollendete Lebens-Reise / DEr Christen Leben ist hier einer Wallfahrt gleich. Sie dürfen nicht die Welt für ihre Heimat achten; Ihr wehrtes Vaterland ist nur das Himmelreich / Wornach sie lebenslang in wahren Glauben trachten. Auf Erden müssen sie nur fremde Gäste seyn; Man will das Bürger-Recht denselben nicht verschreiben.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Obrigkeitskritik und Fürstenberatung: Die Oberhofprediger in Braunschweig-Wolfenbüttel 1568-1714: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in XML/TEI. (2013-02-15T13:54:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme entsprechen muss.
Wolfenbütteler Digitale Bibliothek: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-02-15T13:54:31Z)
Marcus Baumgarten, Frederike Neuber, Frank Wiegand: Konvertierung nach XML gemäß DTA-Basisformat, Tagging der Titelblätter, Korrekturen der Transkription. (2013-02-15T13:54:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Ligaturen werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Zeilengrenzen hinweg werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Seitengrenzen hinweg werden beibehalten.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.
  • Griechische Schrift wird nicht transkribiert, sondern im XML mit <foreign xml:lang="el"><gap reason="fm"/></foreign> vermerkt.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/breymann_vertreibung_1727
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/breymann_vertreibung_1727/110
Zitationshilfe: Breymann, Conrad Andreas: Die Vertreibung der Bitterkeit des Todes/ Welche bey dem Hochansehnlichen Leich-Begängniß/ So auf Hohe Verordnung Sr. Hoch-Fürstl. Durchl. ... Dem ... Herrn Eberhard Finen/ ... Als Derselbe Den 12ten Apr. des 1726ten Jahrs ... entschlafen/ ... vorgestellet ... Blanckenburg, 1727, S. 36. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/breymann_vertreibung_1727/110>, abgerufen am 16.04.2021.