Bürger, Gottfried August: Gedichte. Göttingen, 1778.O Traumgott ist es ja dein Wille Mir wolzuthun, So wandle deine schöne Hülle, Und kleide nun Dich in ein Wesen, wie das Meine. Von Gram verzehrt, Und wie ein Leidender erscheine, Der Trost begehrt. Den Schatten las mein Bildnis gleichen, Die bei der Nacht Durch Hallen und um Gräber schleichen, In Trauertracht; Mit hagrer Wang' und einer Miene, Die Gnade fleht, Trit hin zu dieser Adeline, Die mich verschmäht; Und C 5
O Traumgott iſt es ja dein Wille Mir wolzuthun, So wandle deine ſchoͤne Huͤlle, Und kleide nun Dich in ein Weſen, wie das Meine. Von Gram verzehrt, Und wie ein Leidender erſcheine, Der Troſt begehrt. Den Schatten las mein Bildnis gleichen, Die bei der Nacht Durch Hallen und um Graͤber ſchleichen, In Trauertracht; Mit hagrer Wang’ und einer Miene, Die Gnade fleht, Trit hin zu dieſer Adeline, Die mich verſchmaͤht; Und C 5
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O Traumgott iſt es ja dein Wille
Mir wolzuthun,
So wandle deine ſchoͤne Huͤlle,
Und kleide nun
Dich in ein Weſen, wie das Meine.
Von Gram verzehrt,
Und wie ein Leidender erſcheine,
Der Troſt begehrt.
Den Schatten las mein Bildnis gleichen,
Die bei der Nacht
Durch Hallen und um Graͤber ſchleichen,
In Trauertracht;
Mit hagrer Wang’ und einer Miene,
Die Gnade fleht,
Trit hin zu dieſer Adeline,
Die mich verſchmaͤht;
Und
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| Zitationshilfe: | Bürger, Gottfried August: Gedichte. Göttingen, 1778, S. 41. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/buerger_gedichte_1778/108>, abgerufen am 15.09.2024. |


