Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Bürger, Gottfried August: Gedichte. Göttingen, 1778.

Bild:
<< vorherige Seite
Du bist es, die dem Kranken
Die Todesqualen stilt;
Mit wonnigen Gedanken
Von Zukunft ihn erfült;
In seinen letzten Träumen
Das Paradies ihm zeigt,
Und unter grünen Bäumen
Die Lebensschale reicht.
Die du den armen Sklaven
Im dunkeln Schacht erfreust;
Von unverdienten Strafen
Erlösung prophezeist;
Dem im Tyrhenermeere
Die Last des Ruders hebst,
Und über der Galeere,
Wie Frühlingswehen, schwebst;

O
Du biſt es, die dem Kranken
Die Todesqualen ſtilt;
Mit wonnigen Gedanken
Von Zukunft ihn erfuͤlt;
In ſeinen letzten Traͤumen
Das Paradies ihm zeigt,
Und unter gruͤnen Baͤumen
Die Lebensſchale reicht.
Die du den armen Sklaven
Im dunkeln Schacht erfreuſt;
Von unverdienten Strafen
Erloͤſung prophezeiſt;
Dem im Tyrhenermeere
Die Laſt des Ruders hebſt,
Und uͤber der Galeere,
Wie Fruͤhlingswehen, ſchwebſt;

O
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <lg type="poem">
            <l>
              <pb facs="#f0113" n="46"/>
            </l>
            <lg n="7">
              <l>Du bi&#x017F;t es, die dem Kranken</l><lb/>
              <l>Die Todesqualen &#x017F;tilt;</l><lb/>
              <l>Mit wonnigen Gedanken</l><lb/>
              <l>Von Zukunft ihn erfu&#x0364;lt;</l><lb/>
              <l>In &#x017F;einen letzten Tra&#x0364;umen</l><lb/>
              <l>Das Paradies ihm zeigt,</l><lb/>
              <l>Und unter gru&#x0364;nen Ba&#x0364;umen</l><lb/>
              <l>Die Lebens&#x017F;chale reicht.</l>
            </lg><lb/>
            <lg n="8">
              <l>Die du den armen Sklaven</l><lb/>
              <l>Im dunkeln Schacht erfreu&#x017F;t;</l><lb/>
              <l>Von unverdienten Strafen</l><lb/>
              <l>Erlo&#x0364;&#x017F;ung prophezei&#x017F;t;</l><lb/>
              <l>Dem im Tyrhenermeere</l><lb/>
              <l>Die La&#x017F;t des Ruders heb&#x017F;t,</l><lb/>
              <l>Und u&#x0364;ber der Galeere,</l><lb/>
              <l>Wie Fru&#x0364;hlingswehen, &#x017F;chweb&#x017F;t;</l>
            </lg><lb/>
            <fw place="bottom" type="catch">O</fw><lb/>
            <l>
</l>
          </lg>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[46/0113] Du biſt es, die dem Kranken Die Todesqualen ſtilt; Mit wonnigen Gedanken Von Zukunft ihn erfuͤlt; In ſeinen letzten Traͤumen Das Paradies ihm zeigt, Und unter gruͤnen Baͤumen Die Lebensſchale reicht. Die du den armen Sklaven Im dunkeln Schacht erfreuſt; Von unverdienten Strafen Erloͤſung prophezeiſt; Dem im Tyrhenermeere Die Laſt des Ruders hebſt, Und uͤber der Galeere, Wie Fruͤhlingswehen, ſchwebſt; O

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/buerger_gedichte_1778
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/buerger_gedichte_1778/113
Zitationshilfe: Bürger, Gottfried August: Gedichte. Göttingen, 1778, S. 46. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/buerger_gedichte_1778/113>, abgerufen am 15.09.2024.