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Clausewitz, Carl von: Vom Kriege. Bd. 3. Berlin, 1834.

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fluß schon ganz verloren glaubt, unerwartet wieder zum
Vorschein kommt.


Irgend ein großes Gefühl muß die großen Kräfte
des Feldherrn beleben. Sei es der Ehrgeiz wie in Cäsar,
der Haß des Feindes wie in Hannibal, der Stolz eines
glorreichen Untergangs wie in Friedrich dem Großen.

Öffnen Sie Ihr Herz einer solchen Empfindung.
Sein Sie kühn und verschlagen in Ihren Entwürfen,
fest und beharrlich in der Ausführung, entschlossen einen
glorreichen Untergang zu finden, und das Schicksal wird
die Strahlenkrone auf Ihr jugendliches Haupt drücken,
die eine Zierde des Fürsten ist, deren Licht das Bild
Ihrer Züge in die Brust der spätesten Enkel tragen wird.


fluß ſchon ganz verloren glaubt, unerwartet wieder zum
Vorſchein kommt.


Irgend ein großes Gefuͤhl muß die großen Kraͤfte
des Feldherrn beleben. Sei es der Ehrgeiz wie in Caͤſar,
der Haß des Feindes wie in Hannibal, der Stolz eines
glorreichen Untergangs wie in Friedrich dem Großen.

Öffnen Sie Ihr Herz einer ſolchen Empfindung.
Sein Sie kuͤhn und verſchlagen in Ihren Entwuͤrfen,
feſt und beharrlich in der Ausfuͤhrung, entſchloſſen einen
glorreichen Untergang zu finden, und das Schickſal wird
die Strahlenkrone auf Ihr jugendliches Haupt druͤcken,
die eine Zierde des Fuͤrſten iſt, deren Licht das Bild
Ihrer Zuͤge in die Bruſt der ſpaͤteſten Enkel tragen wird.


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[262/0276] fluß ſchon ganz verloren glaubt, unerwartet wieder zum Vorſchein kommt. Irgend ein großes Gefuͤhl muß die großen Kraͤfte des Feldherrn beleben. Sei es der Ehrgeiz wie in Caͤſar, der Haß des Feindes wie in Hannibal, der Stolz eines glorreichen Untergangs wie in Friedrich dem Großen. Öffnen Sie Ihr Herz einer ſolchen Empfindung. Sein Sie kuͤhn und verſchlagen in Ihren Entwuͤrfen, feſt und beharrlich in der Ausfuͤhrung, entſchloſſen einen glorreichen Untergang zu finden, und das Schickſal wird die Strahlenkrone auf Ihr jugendliches Haupt druͤcken, die eine Zierde des Fuͤrſten iſt, deren Licht das Bild Ihrer Zuͤge in die Bruſt der ſpaͤteſten Enkel tragen wird.

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Zitationshilfe: Clausewitz, Carl von: Vom Kriege. Bd. 3. Berlin, 1834, S. 262. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/clausewitz_krieg03_1834/276>, abgerufen am 29.06.2022.