Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Cramer, Wilhelm: Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll. Nebst einem Anhange von Gebeten für denselben. Dülmen, 1874.

Bild:
<< vorherige Seite
Gebete
Gebet um die Gnade christlicher Gottes-
furcht und Frömmigkeit.

O Gott, Du hast auch mich in's Dasein gerufen
nur zu dem Zwecke, daß ich während meiner kurzen
Lebensfrist auf Erden durch treue Erfüllung Deines
h. Willens meine Seele heiligen und so Deinen
h. Namen verherrlichen und ewig selig werden möchte.
Schon hier auf Erden kann ich nur dann wahrhaft
glücklich sein, wenn ich dieser meiner Bestimmung
gemäß ein Leben nach Deinem h. Wohlgefallen führe.
Und ich bin Vater. Du hast mir Kinder anvertrauet;
sie sind Dein und Du hast sie mir anvertrauet, auf
daß ich sie für Dich und in Deiner h. Furcht und
zu christlichem Wandel erziehe. Wehe mir, wenn ich
dieser Deiner gnadenvollen Absicht nicht entspräche und
die Kinder durch meine Schuld entarteten! Wie groß
würde meine Verantwortung, wie schrecklich die Strafe
sein! Und dennoch kann ich meine Kinder nicht in
Deiner h. Furcht und zu einem frommen Leben er-
ziehen, wenn ich nicht selbst vom Geiste wahrer Got-
tesfurcht und Frömmigkeit beseelt bin. O Gott, so
verleihe mir denn die Gnade, daß ich diese ernsten
Wahrheiten stets vor Augen halte; erwecke mich durch
dieselben und hilf mir, daß ich es mir mehr, als
Alles, am Herzen liegen lasse, ein wahrhaft Dir
wohlgefälliges Leben zu führen, auf daß ich meine

Gebete
Gebet um die Gnade christlicher Gottes-
furcht und Frömmigkeit.

O Gott, Du hast auch mich in's Dasein gerufen
nur zu dem Zwecke, daß ich während meiner kurzen
Lebensfrist auf Erden durch treue Erfüllung Deines
h. Willens meine Seele heiligen und so Deinen
h. Namen verherrlichen und ewig selig werden möchte.
Schon hier auf Erden kann ich nur dann wahrhaft
glücklich sein, wenn ich dieser meiner Bestimmung
gemäß ein Leben nach Deinem h. Wohlgefallen führe.
Und ich bin Vater. Du hast mir Kinder anvertrauet;
sie sind Dein und Du hast sie mir anvertrauet, auf
daß ich sie für Dich und in Deiner h. Furcht und
zu christlichem Wandel erziehe. Wehe mir, wenn ich
dieser Deiner gnadenvollen Absicht nicht entspräche und
die Kinder durch meine Schuld entarteten! Wie groß
würde meine Verantwortung, wie schrecklich die Strafe
sein! Und dennoch kann ich meine Kinder nicht in
Deiner h. Furcht und zu einem frommen Leben er-
ziehen, wenn ich nicht selbst vom Geiste wahrer Got-
tesfurcht und Frömmigkeit beseelt bin. O Gott, so
verleihe mir denn die Gnade, daß ich diese ernsten
Wahrheiten stets vor Augen halte; erwecke mich durch
dieselben und hilf mir, daß ich es mir mehr, als
Alles, am Herzen liegen lasse, ein wahrhaft Dir
wohlgefälliges Leben zu führen, auf daß ich meine

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <pb facs="#f0169" xml:id="C889V3_001_1874_pb0166_0001" n="166"/>
        <head rendition="#c">Gebete</head><lb/>
        <div>
          <head rendition="#c">Gebet um die Gnade christlicher Gottes-<lb/>
furcht und Frömmigkeit.</head><lb/>
          <p>O Gott, Du hast auch mich in's Dasein gerufen<lb/>
nur zu dem Zwecke, daß ich während meiner kurzen<lb/>
Lebensfrist auf Erden durch treue Erfüllung Deines<lb/>
h. Willens meine Seele heiligen und so Deinen<lb/>
h. Namen verherrlichen und ewig selig werden möchte.<lb/>
Schon hier auf Erden kann ich nur dann wahrhaft<lb/>
glücklich sein, wenn ich dieser meiner Bestimmung<lb/>
gemäß ein Leben nach Deinem h. Wohlgefallen führe.<lb/>
Und ich bin Vater. Du hast mir Kinder anvertrauet;<lb/>
sie sind Dein und Du hast sie mir anvertrauet, auf<lb/>
daß ich sie für Dich und in Deiner h. Furcht und<lb/>
zu christlichem Wandel erziehe. Wehe mir, wenn ich<lb/>
dieser Deiner gnadenvollen Absicht nicht entspräche und<lb/>
die Kinder durch meine Schuld entarteten! Wie groß<lb/>
würde meine Verantwortung, wie schrecklich die Strafe<lb/>
sein! Und dennoch kann ich meine Kinder nicht in<lb/>
Deiner h. Furcht und zu einem frommen Leben er-<lb/>
ziehen, wenn ich nicht selbst vom Geiste wahrer Got-<lb/>
tesfurcht und Frömmigkeit beseelt bin. O Gott, so<lb/>
verleihe mir denn die Gnade, daß ich diese ernsten<lb/>
Wahrheiten stets vor Augen halte; erwecke mich durch<lb/>
dieselben und hilf mir, daß ich es mir mehr, als<lb/>
Alles, am Herzen liegen lasse, ein wahrhaft Dir<lb/>
wohlgefälliges Leben zu führen, auf daß ich meine<lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[166/0169] Gebete Gebet um die Gnade christlicher Gottes- furcht und Frömmigkeit. O Gott, Du hast auch mich in's Dasein gerufen nur zu dem Zwecke, daß ich während meiner kurzen Lebensfrist auf Erden durch treue Erfüllung Deines h. Willens meine Seele heiligen und so Deinen h. Namen verherrlichen und ewig selig werden möchte. Schon hier auf Erden kann ich nur dann wahrhaft glücklich sein, wenn ich dieser meiner Bestimmung gemäß ein Leben nach Deinem h. Wohlgefallen führe. Und ich bin Vater. Du hast mir Kinder anvertrauet; sie sind Dein und Du hast sie mir anvertrauet, auf daß ich sie für Dich und in Deiner h. Furcht und zu christlichem Wandel erziehe. Wehe mir, wenn ich dieser Deiner gnadenvollen Absicht nicht entspräche und die Kinder durch meine Schuld entarteten! Wie groß würde meine Verantwortung, wie schrecklich die Strafe sein! Und dennoch kann ich meine Kinder nicht in Deiner h. Furcht und zu einem frommen Leben er- ziehen, wenn ich nicht selbst vom Geiste wahrer Got- tesfurcht und Frömmigkeit beseelt bin. O Gott, so verleihe mir denn die Gnade, daß ich diese ernsten Wahrheiten stets vor Augen halte; erwecke mich durch dieselben und hilf mir, daß ich es mir mehr, als Alles, am Herzen liegen lasse, ein wahrhaft Dir wohlgefälliges Leben zu führen, auf daß ich meine

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Weitere Informationen:

Dieses Werk stammt vom Projekt Digitization Lifecycle am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Anmerkungen zur Transkription:

Bei der Zeichenerkennung wurde nach Vorgabe des DLC modernisiert.

In Absprache mit dem MPI wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht erfasst:

  • Bogensignaturen und Kustoden
  • Kolumnentitel
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide zugunsten der Identifizierung von titleParts verzichtet.
  • Bei Textpassagen, die als Abschnittsüberschrift ausgeweisen werden können, wird auf die zusätzliche Auszeichnung des Layouts verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.

Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit q ausgezeichnet.

Weiche und harte Zeilentrennungen werden identisch als 002D übernommen. Der Zeilenumbruch selbst über lb ausgezeichnet.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/cramer_mutter_1874
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/cramer_mutter_1874/169
Zitationshilfe: Cramer, Wilhelm: Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll. Nebst einem Anhange von Gebeten für denselben. Dülmen, 1874, S. 166. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/cramer_mutter_1874/169>, abgerufen am 29.07.2021.