(to do its work)." Die unterworfene, unvertretene Klasse ist immer degradirt. Kein Mensch, der gesunden Menschenverstand hat und sich einer nur mittelmäßigen Geschichtskenntniß erfreut, vermag diese Thatsache zu leugnen.
Viel eher als den Frauen könnte man der Hälfte des männlichen Geschlechts das Stimmrecht entziehen. Das Stimmrecht unter die Hälfte der Männer vertheilt und zwar so, daß alle Stände und Klassen gleichmäßig berücksichtigt wären, würde in der That keine wesentliche Beeinträchtigung der männlichen Jnteressen zur Folge haben.
Die Frauen haben Steuern zu zahlen wie die Män- ner, sie sind verantwortlich für Gesetze, an deren Be- rathung sie keinen Antheil gehabt; sie sind also den Gesetzen unterworfen, die Andere gemacht. Das nennt man in allen Sprachen der Welt Tyrannei, einfache, absolute Tyrannei, sie mag noch so milde gehandhabt werden, sie bleibt Tyrannei. Die Frau besitzt wie der Sklave Alles, was man ihr aus Güte bewilligt.
Der Vergleich zwischen der Stellung des Sklaven und der Frau ist oft gemacht worden und er ist vollkom- men zutreffend. Sklaverei heißt nichts anderes als: unfreiwillig unter dem Willen Anderer leben. Der Sklave hat keine Verfügung über seine Person, auch die
(to do its work).‟ Die unterworfene, unvertretene Klasse ist immer degradirt. Kein Mensch, der gesunden Menschenverstand hat und sich einer nur mittelmäßigen Geschichtskenntniß erfreut, vermag diese Thatsache zu leugnen.
Viel eher als den Frauen könnte man der Hälfte des männlichen Geschlechts das Stimmrecht entziehen. Das Stimmrecht unter die Hälfte der Männer vertheilt und zwar so, daß alle Stände und Klassen gleichmäßig berücksichtigt wären, würde in der That keine wesentliche Beeinträchtigung der männlichen Jnteressen zur Folge haben.
Die Frauen haben Steuern zu zahlen wie die Män- ner, sie sind verantwortlich für Gesetze, an deren Be- rathung sie keinen Antheil gehabt; sie sind also den Gesetzen unterworfen, die Andere gemacht. Das nennt man in allen Sprachen der Welt Tyrannei, einfache, absolute Tyrannei, sie mag noch so milde gehandhabt werden, sie bleibt Tyrannei. Die Frau besitzt wie der Sklave Alles, was man ihr aus Güte bewilligt.
Der Vergleich zwischen der Stellung des Sklaven und der Frau ist oft gemacht worden und er ist vollkom- men zutreffend. Sklaverei heißt nichts anderes als: unfreiwillig unter dem Willen Anderer leben. Der Sklave hat keine Verfügung über seine Person, auch die
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(to do its work).‟ Die unterworfene, unvertretene
Klasse ist immer degradirt. Kein Mensch, der gesunden
Menschenverstand hat und sich einer nur mittelmäßigen
Geschichtskenntniß erfreut, vermag diese Thatsache zu
leugnen.
Viel eher als den Frauen könnte man der Hälfte
des männlichen Geschlechts das Stimmrecht entziehen.
Das Stimmrecht unter die Hälfte der Männer vertheilt
und zwar so, daß alle Stände und Klassen gleichmäßig
berücksichtigt wären, würde in der That keine wesentliche
Beeinträchtigung der männlichen Jnteressen zur Folge
haben.
Die Frauen haben Steuern zu zahlen wie die Män-
ner, sie sind verantwortlich für Gesetze, an deren Be-
rathung sie keinen Antheil gehabt; sie sind also den
Gesetzen unterworfen, die Andere gemacht. Das nennt
man in allen Sprachen der Welt Tyrannei, einfache,
absolute Tyrannei, sie mag noch so milde gehandhabt
werden, sie bleibt Tyrannei. Die Frau besitzt wie der
Sklave Alles, was man ihr aus Güte bewilligt.
Der Vergleich zwischen der Stellung des Sklaven
und der Frau ist oft gemacht worden und er ist vollkom-
men zutreffend. Sklaverei heißt nichts anderes als:
unfreiwillig unter dem Willen Anderer leben. Der
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Dohm, Hedwig: Der Jesuitismus im Hausstande. Berlin, 1873, S. 169. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/dohm_jesuitismus_1873/177>, abgerufen am 10.08.2024.
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