Fontane, Theodor: Gedichte. Berlin, 1851.Wer ist's? Sir Ralph Montgommeri! Er sah den Douglas sinken; Da schwur er still, Graf Percy's Blut Mit seinem Speer zu trinken. Und schleudernd jetzt den wuchtgen Schaft Mit Hasses Kraft und Schnelle, Durchfuhr die Lanze Percy's Leib Um eine Weber-Elle. Hin sank der ritterlichste Held Auf hufgestampfte Tenne; Schon aber griff ein braver Schütz Nach Köcher und nach Senne. Er spannte straff des Bogens Seil,
So straff wie nie er's spannte, Und drückte seinen längsten Pfeil Scharf an die Eschenkante. Wer iſt’s? Sir Ralph Montgommeri! Er ſah den Douglas ſinken; Da ſchwur er ſtill, Graf Percy’s Blut Mit ſeinem Speer zu trinken. Und ſchleudernd jetzt den wuchtgen Schaft Mit Haſſes Kraft und Schnelle, Durchfuhr die Lanze Percy’s Leib Um eine Weber-Elle. Hin ſank der ritterlichſte Held Auf hufgeſtampfte Tenne; Schon aber griff ein braver Schütz Nach Köcher und nach Senne. Er ſpannte ſtraff des Bogens Seil,
So ſtraff wie nie er’s ſpannte, Und drückte ſeinen längſten Pfeil Scharf an die Eſchenkante. <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <lg type="poem"> <l> <pb facs="#f0187" n="173"/> </l> <lg n="39"> <l>Wer iſt’s? Sir Ralph Montgommeri!</l><lb/> <l>Er ſah den Douglas ſinken;</l><lb/> <l>Da ſchwur er ſtill, Graf Percy’s Blut</l><lb/> <l>Mit ſeinem Speer zu trinken.</l> </lg><lb/> <lg n="40"> <l>Und ſchleudernd jetzt den wuchtgen Schaft</l><lb/> <l>Mit Haſſes Kraft und Schnelle,</l><lb/> <l>Durchfuhr die Lanze Percy’s Leib</l><lb/> <l>Um eine Weber-Elle.</l> </lg><lb/> <lg n="41"> <l>Hin ſank der ritterlichſte Held</l><lb/> <l>Auf hufgeſtampfte Tenne;</l><lb/> <l>Schon aber griff ein braver Schütz</l><lb/> <l>Nach Köcher und nach Senne.</l> </lg><lb/> <lg n="42"> <l>Er ſpannte ſtraff des Bogens Seil,</l><lb/> <l>So ſtraff wie nie er’s ſpannte,</l><lb/> <l>Und drückte ſeinen längſten Pfeil</l><lb/> <l>Scharf an die Eſchenkante.</l> </lg><lb/> <l> </l> </lg> </div> </div> </body> </text> </TEI> [173/0187]
Wer iſt’s? Sir Ralph Montgommeri!
Er ſah den Douglas ſinken;
Da ſchwur er ſtill, Graf Percy’s Blut
Mit ſeinem Speer zu trinken.
Und ſchleudernd jetzt den wuchtgen Schaft
Mit Haſſes Kraft und Schnelle,
Durchfuhr die Lanze Percy’s Leib
Um eine Weber-Elle.
Hin ſank der ritterlichſte Held
Auf hufgeſtampfte Tenne;
Schon aber griff ein braver Schütz
Nach Köcher und nach Senne.
Er ſpannte ſtraff des Bogens Seil,
So ſtraff wie nie er’s ſpannte,
Und drückte ſeinen längſten Pfeil
Scharf an die Eſchenkante.
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/fontane_gedichte_1851 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/fontane_gedichte_1851/187 |
| Zitationshilfe: | Fontane, Theodor: Gedichte. Berlin, 1851, S. 173. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/fontane_gedichte_1851/187>, abgerufen am 10.08.2024. |


