Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Friderici, Daniel: Musica Figuralis, Oder Newe Klärliche Richtige/ vnd vorstentliche vnterweisung/ Der SingeKunst. Rostock, 1619.

Bild:
<< vorherige Seite

so sie darein gebraucht werden/ haben können.
Den er behelt eine feine natürliche vnd mittel-
messige höhe vnd dieffe/ daß es die Menschli-
che Stimmen allerseits erlangen können. Sei-
ne Natur vnd eigenschafft belangent: Nim-
met er allerley Textus, beydes frewdige/ traw-
rige/ vnd mittelmessige an. doch ist er nicht so
frewdig/ als sein Authentus, der elffte.

Exempla sein.

Der tag der ist so frewdenreich.
Nun frewt euch lieben Christen mein.
Kom heiliger Geist.
Nun bitten wir den H. Geist.
O HErre Gott dein Göttlich wort.
Nun lob mein Seel den HErren/ etc.
DECIMUS TERTIUS
Modus Hyperphry-
gius
.

DEr dreitzehende Modus wirdt genennet
Hyperphrygius ist sonst von Natur der
elffte/ aber wegen seiner vnbequemligkeit/ vnd
vnformligkeit/ zu rücke gesetzet oder vielmehr
gar verworffen/ vnnd vor vnächt erkennet.

Be-

ſo ſie darein gebraucht werden/ haben koͤnnen.
Den er behelt eine feine natuͤrliche vnd mittel-
meſſige hoͤhe vnd dieffe/ daß es die Menſchli-
che Stimmen allerſeits erlangen koͤnnen. Sei-
ne Natur vnd eigenſchafft belangent: Nim-
met er allerley Textus, beydes frewdige/ traw-
rige/ vnd mittelmeſſige an. doch iſt er nicht ſo
frewdig/ als ſein Authentus, der elffte.

Exempla ſein.

Der tag der iſt ſo frewdenreich.
Nun frewt euch lieben Chriſten mein.
Kom heiliger Geiſt.
Nun bitten wir den H. Geiſt.
O HErre Gott dein Goͤttlich wort.
Nun lob mein Seel den HErren/ etc.
DECIMUS TERTIUS
Modus Hyperphry-
gius
.

DEr dreitzehende Modus wirdt genennet
Hyperphrygius iſt ſonſt von Natur der
elffte/ aber wegen ſeiner vnbequemligkeit/ vnd
vnformligkeit/ zu ruͤcke geſetzet oder vielmehr
gar verworffen/ vnnd vor vnaͤcht erkennet.

Be-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0080" n="[80]"/>
&#x017F;o &#x017F;ie darein gebraucht werden/ haben ko&#x0364;nnen.<lb/>
Den er behelt eine feine natu&#x0364;rliche vnd mittel-<lb/>
me&#x017F;&#x017F;ige ho&#x0364;he vnd dieffe/ daß es die Men&#x017F;chli-<lb/>
che Stimmen aller&#x017F;eits erlangen ko&#x0364;nnen. Sei-<lb/>
ne Natur vnd eigen&#x017F;chafft belangent: Nim-<lb/>
met er allerley <hi rendition="#aq">Textus,</hi> beydes frewdige/ traw-<lb/>
rige/ vnd mittelme&#x017F;&#x017F;ige an. doch i&#x017F;t er nicht &#x017F;o<lb/>
frewdig/ als &#x017F;ein <hi rendition="#aq">Authentus,</hi> der elffte.</p><lb/>
              <p> <hi rendition="#c"><hi rendition="#aq">Exempla</hi> &#x017F;ein.</hi> </p><lb/>
              <list>
                <item>Der tag der i&#x017F;t &#x017F;o frewdenreich.</item><lb/>
                <item>Nun frewt euch lieben Chri&#x017F;ten mein.</item><lb/>
                <item>Kom heiliger Gei&#x017F;t.</item><lb/>
                <item>Nun bitten wir den H. Gei&#x017F;t.</item><lb/>
                <item>O HErre Gott dein Go&#x0364;ttlich wort.</item><lb/>
                <item>Nun lob mein Seel den HErren/ etc.</item>
              </list>
            </div>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">DECIMUS TERTIUS<lb/><hi rendition="#k">Modus Hyperphry-<lb/>
gius</hi></hi>.</hi> </head><lb/>
            <p><hi rendition="#in">D</hi>Er dreitzehende <hi rendition="#aq">Modus</hi> wirdt genennet<lb/><hi rendition="#aq">Hyperphrygius</hi> i&#x017F;t &#x017F;on&#x017F;t von Natur der<lb/>
elffte/ aber wegen &#x017F;einer vnbequemligkeit/ vnd<lb/>
vnformligkeit/ zu ru&#x0364;cke ge&#x017F;etzet oder vielmehr<lb/>
gar verworffen/ vnnd vor vna&#x0364;cht erkennet.<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Be-</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[80]/0080] ſo ſie darein gebraucht werden/ haben koͤnnen. Den er behelt eine feine natuͤrliche vnd mittel- meſſige hoͤhe vnd dieffe/ daß es die Menſchli- che Stimmen allerſeits erlangen koͤnnen. Sei- ne Natur vnd eigenſchafft belangent: Nim- met er allerley Textus, beydes frewdige/ traw- rige/ vnd mittelmeſſige an. doch iſt er nicht ſo frewdig/ als ſein Authentus, der elffte. Exempla ſein. Der tag der iſt ſo frewdenreich. Nun frewt euch lieben Chriſten mein. Kom heiliger Geiſt. Nun bitten wir den H. Geiſt. O HErre Gott dein Goͤttlich wort. Nun lob mein Seel den HErren/ etc. DECIMUS TERTIUS Modus Hyperphry- gius. DEr dreitzehende Modus wirdt genennet Hyperphrygius iſt ſonſt von Natur der elffte/ aber wegen ſeiner vnbequemligkeit/ vnd vnformligkeit/ zu ruͤcke geſetzet oder vielmehr gar verworffen/ vnnd vor vnaͤcht erkennet. Be-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/friderici_musica_1619
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/friderici_musica_1619/80
Zitationshilfe: Friderici, Daniel: Musica Figuralis, Oder Newe Klärliche Richtige/ vnd vorstentliche vnterweisung/ Der SingeKunst. Rostock, 1619, S. [80]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/friderici_musica_1619/80>, abgerufen am 12.04.2021.