Philosophia britannica. Leipz. 1778. Th. I. S. XVI.) gehandelt.
Kästner Anfangsgr. der Astronomie. 4te Auflage. 1792. §. 125. IX. X. §. 292.
Vulkane.
Zus. zu diesem Art S 502--524.
Zu S. 503--505. Der neuste Ausbruch des Vesuv im Jahre 1793 hat den Nachrichten zufolge einen beträchtlichen Theil des Bergs zerstört, und die hier beschriebene Gestalt desselben gänzlich verändert. Hoffentlich werden uns die neapolitanischen Naturforscher mit den Umständen dieser Begebenheit genauer bekannt machen. Einige litterarische Notizen davon findet man im Neuen Deutschen Merkur (1794. 8. St.), und in dem Vorberichte der deutschen Uebersetzung von Spallanzani Reisen in beyde Sicilien (Leipzig. I. Theil. 1795. 8.).
Zu S. 511. 512. Eine schöne Beschreibung des Aetna haben wir neuerlich in den nur angeführten Reisen in beyde Sicilien erhalten. Es gelang Herrn Spallanzani, an den äußersten Rand des Craters zu kommen, und einen Blick in das Innere des Vulkans zu thun. Er sah hier eine große Höhle, deren Boden eine fast horizontale Fläche von 2/3 Meilen im Umfange bildete. Darinn befand sich eine kreisrunde Oefnung von etwa 5 Ruthen Durchmesser. Aus dieser Oefnung hob sich eine große Rauchsäule empor, und man konnte mit der größten Deutlichkeit eine flüßige brennende Substanz erblicken, welche anhaltend, aber ganz mäßig, aufwallte, kochte, sich im Kreise herumtrieb, und wieder niedersank, ohne sich jedoch jemals bis auf die ebne Fläche zu verbreiten. Die Beschreibung dieser Höhle wird durch eine Kupfertafel sehr gut erläutert.
Zu S. 513. Die sonderbarste Wirkung des unterirdischen Feuers auf der Insel Island zeigen die erstaunenswürdigen natürlichen Springbrunnen von heißem und süßem Wasser, deren vornehmsten man daselbst den Geiser nennt. Diese Wasser springen nicht beständig, sondern nur stoßweise, in einer Stunde etwa einmal oder etlichemal. Oft
Philoſophia britannica. Leipz. 1778. Th. I. S. XVI.) gehandelt.
Kaͤſtner Anfangsgr. der Aſtronomie. 4te Auflage. 1792. §. 125. IX. X. §. 292.
Vulkane.
Zuſ. zu dieſem Art S 502—524.
Zu S. 503—505. Der neuſte Ausbruch des Veſuv im Jahre 1793 hat den Nachrichten zufolge einen betraͤchtlichen Theil des Bergs zerſtoͤrt, und die hier beſchriebene Geſtalt deſſelben gaͤnzlich veraͤndert. Hoffentlich werden uns die neapolitaniſchen Naturforſcher mit den Umſtaͤnden dieſer Begebenheit genauer bekannt machen. Einige litterariſche Notizen davon findet man im Neuen Deutſchen Merkur (1794. 8. St.), und in dem Vorberichte der deutſchen Ueberſetzung von Spallanzani Reiſen in beyde Sicilien (Leipzig. I. Theil. 1795. 8.).
Zu S. 511. 512. Eine ſchoͤne Beſchreibung des Aetna haben wir neuerlich in den nur angefuͤhrten Reiſen in beyde Sicilien erhalten. Es gelang Herrn Spallanzani, an den aͤußerſten Rand des Craters zu kommen, und einen Blick in das Innere des Vulkans zu thun. Er ſah hier eine große Hoͤhle, deren Boden eine faſt horizontale Flaͤche von 2/3 Meilen im Umfange bildete. Darinn befand ſich eine kreisrunde Oefnung von etwa 5 Ruthen Durchmeſſer. Aus dieſer Oefnung hob ſich eine große Rauchſaͤule empor, und man konnte mit der groͤßten Deutlichkeit eine fluͤßige brennende Subſtanz erblicken, welche anhaltend, aber ganz maͤßig, aufwallte, kochte, ſich im Kreiſe herumtrieb, und wieder niederſank, ohne ſich jedoch jemals bis auf die ebne Flaͤche zu verbreiten. Die Beſchreibung dieſer Hoͤhle wird durch eine Kupfertafel ſehr gut erlaͤutert.
Zu S. 513. Die ſonderbarſte Wirkung des unterirdiſchen Feuers auf der Inſel Island zeigen die erſtaunenswuͤrdigen natuͤrlichen Springbrunnen von heißem und ſuͤßem Waſſer, deren vornehmſten man daſelbſt den Geiſer nennt. Dieſe Waſſer ſpringen nicht beſtaͤndig, ſondern nur ſtoßweiſe, in einer Stunde etwa einmal oder etlichemal. Oft
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Philoſophia britannica. Leipz. 1778. Th. I. S. XVI.) gehandelt.
Kaͤſtner Anfangsgr. der Aſtronomie. 4te Auflage. 1792. §. 125. IX. X. §. 292.
Vulkane.
Zuſ. zu dieſem Art S 502—524.
Zu S. 503—505. Der neuſte Ausbruch des Veſuv im Jahre 1793 hat den Nachrichten zufolge einen betraͤchtlichen Theil des Bergs zerſtoͤrt, und die hier beſchriebene Geſtalt deſſelben gaͤnzlich veraͤndert. Hoffentlich werden uns die neapolitaniſchen Naturforſcher mit den Umſtaͤnden dieſer Begebenheit genauer bekannt machen. Einige litterariſche Notizen davon findet man im Neuen Deutſchen Merkur (1794. 8. St.), und in dem Vorberichte der deutſchen Ueberſetzung von Spallanzani Reiſen in beyde Sicilien (Leipzig. I. Theil. 1795. 8.).
Zu S. 511. 512. Eine ſchoͤne Beſchreibung des Aetna haben wir neuerlich in den nur angefuͤhrten Reiſen in beyde Sicilien erhalten. Es gelang Herrn Spallanzani, an den aͤußerſten Rand des Craters zu kommen, und einen Blick in das Innere des Vulkans zu thun. Er ſah hier eine große Hoͤhle, deren Boden eine faſt horizontale Flaͤche von 2/3 Meilen im Umfange bildete. Darinn befand ſich eine kreisrunde Oefnung von etwa 5 Ruthen Durchmeſſer. Aus dieſer Oefnung hob ſich eine große Rauchſaͤule empor, und man konnte mit der groͤßten Deutlichkeit eine fluͤßige brennende Subſtanz erblicken, welche anhaltend, aber ganz maͤßig, aufwallte, kochte, ſich im Kreiſe herumtrieb, und wieder niederſank, ohne ſich jedoch jemals bis auf die ebne Flaͤche zu verbreiten. Die Beſchreibung dieſer Hoͤhle wird durch eine Kupfertafel ſehr gut erlaͤutert.
Zu S. 513. Die ſonderbarſte Wirkung des unterirdiſchen Feuers auf der Inſel Island zeigen die erſtaunenswuͤrdigen natuͤrlichen Springbrunnen von heißem und ſuͤßem Waſſer, deren vornehmſten man daſelbſt den Geiſer nennt. Dieſe Waſſer ſpringen nicht beſtaͤndig, ſondern nur ſtoßweiſe, in einer Stunde etwa einmal oder etlichemal. Oft
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Gehler, Johann Samuel Traugott: Physikalisches Wörterbuch, oder, Versuch einer Erklärung der vornehmsten Begriffe und Kunstwörter der Naturlehre. Bd. 5. Leipzig, 1799, S. 929. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/gehler_woerterbuch05_1799/941>, abgerufen am 15.09.2024.
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