Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

George, Stefan: Algabal. Paris u. a., 1892.

Bild:
<< vorherige Seite
Ich will mir jener stunden lauf erzählen:
Die kinder unterm feigenbaum entschlafen
Nach unbedachtem seligem vermählen ·
Mich kümmerten der kalten väter strafen
Wol! da ich euch den starken tropfen gönnte
Aus meinem treuen ringe der mir diene
Wenn es bei einer dämmerung mir schiene
Dass ich die Sterne nicht mehr schauen könnte
Begnadete! da ich euch gütig nahte
Und kein erwachen euch ein glück ermattet
Das nur der träum so herrlich euch gestattet
Als ich es jezt aus euren zügen rate
Ich will mir jener stunden lauf erzählen:
Die kinder unterm feigenbaum entschlafen
Nach unbedachtem seligem vermählen ·
Mich kümmerten der kalten väter strafen
Wol! da ich euch den starken tropfen gönnte
Aus meinem treuen ringe der mir diene
Wenn es bei einer dämmerung mir schiene
Dass ich die Sterne nicht mehr schauen könnte
Begnadete! da ich euch gütig nahte
Und kein erwachen euch ein glück ermattet
Das nur der träum so herrlich euch gestattet
Als ich es jezt aus euren zügen rate
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0045" n="35"/>
        <div n="2">
          <lg type="poem">
            <lg n="1">
              <l><hi rendition="#in">I</hi>ch will mir jener stunden lauf erzählen:</l><lb/>
              <l>Die kinder unterm feigenbaum entschlafen</l><lb/>
              <l>Nach unbedachtem seligem vermählen ·</l><lb/>
              <l>Mich kümmerten der kalten väter strafen</l><lb/>
            </lg>
            <lg n="2">
              <l>Wol! da ich euch den starken tropfen gönnte</l><lb/>
              <l>Aus meinem treuen ringe der mir diene</l><lb/>
              <l>Wenn es bei einer dämmerung mir schiene</l><lb/>
              <l>Dass ich die Sterne nicht mehr schauen könnte</l><lb/>
            </lg>
            <lg n="3">
              <l>Begnadete! da ich euch gütig nahte</l><lb/>
              <l>Und kein erwachen euch ein glück ermattet</l><lb/>
              <l>Das nur der träum so herrlich euch gestattet</l><lb/>
              <l>Als ich es jezt aus euren zügen rate</l><lb/>
            </lg>
          </lg>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[35/0045] Ich will mir jener stunden lauf erzählen: Die kinder unterm feigenbaum entschlafen Nach unbedachtem seligem vermählen · Mich kümmerten der kalten väter strafen Wol! da ich euch den starken tropfen gönnte Aus meinem treuen ringe der mir diene Wenn es bei einer dämmerung mir schiene Dass ich die Sterne nicht mehr schauen könnte Begnadete! da ich euch gütig nahte Und kein erwachen euch ein glück ermattet Das nur der träum so herrlich euch gestattet Als ich es jezt aus euren zügen rate

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde von OCR-Software automatisch erfasst und anschließend gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien von Muttersprachlern nachkontrolliert. Es wurde gemäß dem DTA-Basisformat in XML/TEI P5 kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/george_algabal_1892
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/george_algabal_1892/45
Zitationshilfe: George, Stefan: Algabal. Paris u. a., 1892, S. 35. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/george_algabal_1892/45>, abgerufen am 17.05.2022.