[Gessner, Christian Friedrich]: Der so nöthig als nützlichen Buchdruckerkunst und Schriftgießerey. Bd. 2. Leipzig, 1740.Kurtzgefaßte Nachricht, get, auch in Hebräischen, ingleichen in der Historieeinen guten Grund geleget, und zugleich die Jnstru- mental - und Vocal-Music keinesweges versäumet, in- dem er dem Stud. Theol. lediglich nachzugehen ge- sonnen war. Um Ostern 1732. wollte er nach Jena auf die hohe Schule gehen. Da ihn aber ein gewisser Umstand daran verhindert; So wurde Michaelis da- zu feste gesetzet, allein auch alsdenn machte der Todt seines seeligen Herrn Vaters, welcher den 11. Jul. besagten Jahrs plötzlich erfolgte, einen Strich durch diese Rechnung. Die Buchdruckerkunst hat er bey seinem Herrn Vater seel. erlernet, indem er schon im sechsten Jahre darzu angewiesen wurde. Ob er nun gleich schon im 14ten Jahre seines Alters tüchtig erkannt wurde, allerhand Formate einzurichten und aus- zurechnen, so ist er doch erst 1726. eingeschrieben, 1731. aber losgesprochen worden, dabey er zugleich jederzeit die Schule abgewartet. Er verschenckte sein Postulat in Erfurth 1733. den 14 Junii, 1734. trat er in den Herrenstand, und derehlichte sich 1737. den 27. Aug. mit Jungfer Augusta Elisabeth Susanna, Herrn Johann Friedrich Grützmanns, Consulentens und Jur Pract. eintzigen Tochter. Jn dieser Ehe ist ihm 1738 den 18. Junii ein Sohn, Namens Johann Au- gust, zu Theil worden. Diejenigen Wercke, so aus seiner Presse gekommen, sind des Herrn Hofraths und ICti D. Christoph. Frieder. Platners Meditationes Sacrae Theologico-Juridico-Historico-Politico-Phi- losophico Theoretico-Practicae, oder, geistliche Be- trachtungen über die Sonn-Fest und Feyertags-Evan- gelia, ingleichen M. Georg Basilii Brinckmanns gute Anweisung zu einem seeligen Sterben, und an- dere mehr, welche alle seinen Fleiß und gute Aufsicht bemer-
Kurtzgefaßte Nachricht, get, auch in Hebraͤiſchen, ingleichen in der Hiſtorieeinen guten Grund geleget, und zugleich die Jnſtru- mental - und Vocal-Muſic keinesweges verſaͤumet, in- dem er dem Stud. Theol. lediglich nachzugehen ge- ſonnen war. Um Oſtern 1732. wollte er nach Jena auf die hohe Schule gehen. Da ihn aber ein gewiſſer Umſtand daran verhindert; So wurde Michaelis da- zu feſte geſetzet, allein auch alsdenn machte der Todt ſeines ſeeligen Herrn Vaters, welcher den 11. Jul. beſagten Jahrs ploͤtzlich erfolgte, einen Strich durch dieſe Rechnung. Die Buchdruckerkunſt hat er bey ſeinem Herrn Vater ſeel. erlernet, indem er ſchon im ſechſten Jahre darzu angewieſen wurde. Ob er nun gleich ſchon im 14ten Jahre ſeines Alters tuͤchtig erkannt wurde, allerhand Formate einzurichten und aus- zurechnen, ſo iſt er doch erſt 1726. eingeſchrieben, 1731. aber losgeſprochen worden, dabey er zugleich jederzeit die Schule abgewartet. Er verſchenckte ſein Poſtulat in Erfurth 1733. den 14 Junii, 1734. trat er in den Herrenſtand, und derehlichte ſich 1737. den 27. Aug. mit Jungfer Auguſta Eliſabeth Suſanna, Herrn Johann Friedrich Gruͤtzmanns, Conſulentens und Jur Pract. eintzigen Tochter. Jn dieſer Ehe iſt ihm 1738 den 18. Junii ein Sohn, Namens Johann Au- guſt, zu Theil worden. Diejenigen Wercke, ſo aus ſeiner Preſſe gekommen, ſind des Herrn Hofraths und ICti D. Chriſtoph. Frieder. Platners Meditationes Sacræ Theologico-Juridico-Hiſtorico-Politico-Phi- loſophico Theoretico-Practicæ, oder, geiſtliche Be- trachtungen uͤber die Sonn-Feſt und Feyertags-Evan- gelia, ingleichen M. Georg Baſilii Brinckmanns gute Anweiſung zu einem ſeeligen Sterben, und an- dere mehr, welche alle ſeinen Fleiß und gute Aufſicht bemer-
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mental - und Vocal-Muſic keinesweges verſaͤumet, in-
dem er dem Stud. Theol. lediglich nachzugehen ge-
ſonnen war. Um Oſtern 1732. wollte er nach Jena
auf die hohe Schule gehen. Da ihn aber ein gewiſſer
Umſtand daran verhindert; So wurde Michaelis da-
zu feſte geſetzet, allein auch alsdenn machte der Todt
ſeines ſeeligen Herrn Vaters, welcher den 11. Jul.
beſagten Jahrs ploͤtzlich erfolgte, einen Strich durch
dieſe Rechnung. Die Buchdruckerkunſt hat er bey
ſeinem Herrn Vater ſeel. erlernet, indem er ſchon im
ſechſten Jahre darzu angewieſen wurde. Ob er nun
gleich ſchon im 14ten Jahre ſeines Alters tuͤchtig erkannt
wurde, allerhand Formate einzurichten und aus-
zurechnen, ſo iſt er doch erſt 1726. eingeſchrieben, 1731.
aber losgeſprochen worden, dabey er zugleich jederzeit
die Schule abgewartet. Er verſchenckte ſein Poſtulat
in Erfurth 1733. den 14 Junii, 1734. trat er in den
Herrenſtand, und derehlichte ſich 1737. den 27. Aug.
mit Jungfer Auguſta Eliſabeth Suſanna, Herrn
Johann Friedrich Gruͤtzmanns, Conſulentens und
Jur Pract. eintzigen Tochter. Jn dieſer Ehe iſt ihm
1738 den 18. Junii ein Sohn, Namens Johann Au-
guſt, zu Theil worden. Diejenigen Wercke, ſo aus
ſeiner Preſſe gekommen, ſind des Herrn Hofraths und
ICti D. Chriſtoph. Frieder. Platners Meditationes
Sacræ Theologico-Juridico-Hiſtorico-Politico-Phi-
loſophico Theoretico-Practicæ, oder, geiſtliche Be-
trachtungen uͤber die Sonn-Feſt und Feyertags-Evan-
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