vintzen im Haag genen- net, welche unter dem Ti- tul Jhrer Hochmögen- den alle Angelegenheiten der gesammten Provin- tzen beobachten, und die Staats- Geschäffte ver- richten.
General-Hypothec, ist ein allgemeines Pfand-Recht so ein Glaubiger auf al- len Gütern des Schuld ners hat, wann nemlich jemand einem andern al- le seine Güter zum Un- terpfand einsetzet.
Generalat, das Amt und die Würde eines Ge- nerals. Jn Ungarn heis- sen gewisse Gouverne- ments also.
Generalissimus, ist der Höchste und Vornehmste im Krieg.
Generalität, die gesammten Generals- Personen und Feldherren.
Genesis, heist eigentlich die Erschaffung, Geburth, und wird das erste Buch Mo- sis also genannt, weil es von der Schöpffung handelt.
Genethliacon, ist ein Car- men, so auf jemands Ge- burts-Tag gemacht wird.
Genie, die angebohrne Art, Zuneigung, oder Natur eines Menschen.
per Genitivum, befördern, heist, wann einer sich in ein Amt heyrathet, und die Pfarr wegen der Knarr bekommet.
Genius, ein Natur-Geist, welcher, nach der Mey- nung der Heyden, den Menschen von der Ge- burt an zugestellet wird; ein Schutz-Gott, Schutz- Engel.
Gens d' Armes, heisset in genere ein Edelmann, Ritter oder Reuter, der mit gehörigen Waffen
voll-
[Spaltenumbruch]
Gen
vintzen im Haag genen- net, welche unter dem Ti- tul Jhrer Hochmoͤgen- den alle Angelegenheiten der geſammten Provin- tzen beobachten, und die Staats- Geſchaͤffte ver- richten.
General-Hypothec, iſt ein allgemeines Pfand-Recht ſo ein Glaubiger auf al- len Guͤtern des Schuld ners hat, wann nemlich jemand einem andern al- le ſeine Guͤter zum Un- terpfand einſetzet.
Generalat, das Amt und die Wuͤrde eines Ge- nerals. Jn Ungarn heiſ- ſen gewiſſe Gouverne- ments alſo.
Generaliſſimus, iſt der Hoͤchſte und Vornehmſte im Krieg.
Generalitaͤt, die geſammten Generals- Perſonen und Feldherren.
Geneſis, heiſt eigentlich die Erſchaffung, Gebuꝛth, und wird das erſte Buch Mo- ſis alſo genañt, weil es von der Schoͤpffung handelt.
Genethliacon, iſt ein Car- men, ſo auf jemands Ge- burts-Tag gemacht wird.
Genie, die angebohrne Art, Zuneigung, oder Natur eines Menſchen.
per Genitivum, befoͤrdern, heiſt, wann einer ſich in ein Amt heyrathet, und die Pfarꝛ wegen der Knarꝛ bekommet.
Genius, ein Natur-Geiſt, welcher, nach der Mey- nung der Heyden, den Menſchen von der Ge- burt an zugeſtellet wird; ein Schutz-Gott, Schutz- Engel.
Gens d’ Armes, heiſſet in genere ein Edelmann, Ritter oder Reuter, der mit gehoͤrigen Waffen
voll-
<TEI><text><body><divn="1"><list><item><pbfacs="#f0294"n="276"/><cb/><fwplace="top"type="header"><hirendition="#aq">Gen</hi></fw><lb/>
vintzen im Haag genen-<lb/>
net, welche unter dem Ti-<lb/>
tul <hirendition="#fr">Jhrer Hochmoͤgen-<lb/>
den</hi> alle Angelegenheiten<lb/>
der geſammten Provin-<lb/>
tzen beobachten, und die<lb/>
Staats- Geſchaͤffte ver-<lb/>
richten.</item><lb/><item><hirendition="#aq">General-Hypothec,</hi> iſt ein<lb/>
allgemeines Pfand-Recht<lb/>ſo ein Glaubiger auf al-<lb/>
len Guͤtern des Schuld<lb/>
ners hat, wann nemlich<lb/>
jemand einem andern al-<lb/>
le ſeine Guͤter zum Un-<lb/>
terpfand einſetzet.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Generalat,</hi> das Amt und<lb/>
die Wuͤrde eines Ge-<lb/>
nerals. Jn Ungarn heiſ-<lb/>ſen gewiſſe <hirendition="#aq">Gouverne-<lb/>
ments</hi> alſo.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Generaliſſimus,</hi> iſt der<lb/>
Hoͤchſte und Vornehmſte<lb/>
im Krieg.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Generalit</hi>aͤt, die geſammten<lb/>
Generals- Perſonen und<lb/>
Feldherren.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Generaliter,</hi> allgemein, ins-<lb/>
gemein, uͤberall, gaͤntzlich,<lb/>
uͤbeꝛhaupt. <hirendition="#aq">Generalemẽt.</hi></item><lb/><item><hirendition="#aq">Generation,</hi> die Zeugung,<lb/><hirendition="#aq">it.</hi> Zeit- oder Geſchlechts-<lb/>
Rechnung.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Genereuſité,</hi> Großmuͤthig-<lb/><cb/><fwplace="top"type="header"><hirendition="#aq">Gen</hi></fw><lb/>
keit, Tapferkeit, Mann-<lb/>
ha fftigkeit.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Genereux,</hi> großmuͤthig,<lb/>
adelich, tapffer.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Generiren,</hi> gebaͤhren, zeu-<lb/>
gen, ſchaffen, wuͤrcken, Ur-<lb/>ſach geben.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Geneſis,</hi> heiſt eigentlich die<lb/>
Erſchaffung, Gebuꝛth, und<lb/>
wird das erſte Buch Mo-<lb/>ſis alſo genañt, weil es von<lb/>
der Schoͤpffung handelt.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Genethliacon,</hi> iſt ein <hirendition="#aq">Car-<lb/>
men,</hi>ſo auf jemands Ge-<lb/>
burts-Tag gemacht wird.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Genie,</hi> die angebohrne Art,<lb/>
Zuneigung, oder Natur<lb/>
eines Menſchen.</item><lb/><item><hirendition="#aq">per Genitivum,</hi> befoͤrdern,<lb/>
heiſt, wann einer ſich in<lb/>
ein Amt heyrathet, und<lb/>
die Pfarꝛ wegen der<lb/>
Knarꝛ bekommet.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Genius,</hi> ein Natur-Geiſt,<lb/>
welcher, nach der Mey-<lb/>
nung der Heyden, den<lb/>
Menſchen von der Ge-<lb/>
burt an zugeſtellet wird;<lb/>
ein Schutz-Gott, Schutz-<lb/>
Engel.</item><lb/><item><hirendition="#aq">Gens d’ Armes,</hi> heiſſet <hirendition="#aq">in<lb/>
genere</hi> ein Edelmann,<lb/>
Ritter oder Reuter, der<lb/>
mit gehoͤrigen Waffen<lb/><fwplace="bottom"type="catch">voll-</fw><lb/></item></list></div></body></text></TEI>
[276/0294]
Gen
Gen
vintzen im Haag genen-
net, welche unter dem Ti-
tul Jhrer Hochmoͤgen-
den alle Angelegenheiten
der geſammten Provin-
tzen beobachten, und die
Staats- Geſchaͤffte ver-
richten.
General-Hypothec, iſt ein
allgemeines Pfand-Recht
ſo ein Glaubiger auf al-
len Guͤtern des Schuld
ners hat, wann nemlich
jemand einem andern al-
le ſeine Guͤter zum Un-
terpfand einſetzet.
Generalat, das Amt und
die Wuͤrde eines Ge-
nerals. Jn Ungarn heiſ-
ſen gewiſſe Gouverne-
ments alſo.
Generaliſſimus, iſt der
Hoͤchſte und Vornehmſte
im Krieg.
Generalitaͤt, die geſammten
Generals- Perſonen und
Feldherren.
Generaliter, allgemein, ins-
gemein, uͤberall, gaͤntzlich,
uͤbeꝛhaupt. Generalemẽt.
Generation, die Zeugung,
it. Zeit- oder Geſchlechts-
Rechnung.
Genereuſité, Großmuͤthig-
keit, Tapferkeit, Mann-
ha fftigkeit.
Genereux, großmuͤthig,
adelich, tapffer.
Generiren, gebaͤhren, zeu-
gen, ſchaffen, wuͤrcken, Ur-
ſach geben.
Geneſis, heiſt eigentlich die
Erſchaffung, Gebuꝛth, und
wird das erſte Buch Mo-
ſis alſo genañt, weil es von
der Schoͤpffung handelt.
Genethliacon, iſt ein Car-
men, ſo auf jemands Ge-
burts-Tag gemacht wird.
Genie, die angebohrne Art,
Zuneigung, oder Natur
eines Menſchen.
per Genitivum, befoͤrdern,
heiſt, wann einer ſich in
ein Amt heyrathet, und
die Pfarꝛ wegen der
Knarꝛ bekommet.
Genius, ein Natur-Geiſt,
welcher, nach der Mey-
nung der Heyden, den
Menſchen von der Ge-
burt an zugeſtellet wird;
ein Schutz-Gott, Schutz-
Engel.
Gens d’ Armes, heiſſet in
genere ein Edelmann,
Ritter oder Reuter, der
mit gehoͤrigen Waffen
voll-
Informationen zur CAB-Ansicht
Diese Ansicht bietet Ihnen die Darstellung des Textes in normalisierter Orthographie.
Diese Textvariante wird vollautomatisch erstellt und kann aufgrund dessen auch Fehler enthalten.
Alle veränderten Wortformen sind grau hinterlegt. Als fremdsprachliches Material erkannte
Textteile sind ausgegraut dargestellt.
Gladov, Friedrich: A la Mode-Sprach der Teutschen Oder Compendieuses Hand-Lexicon. Nürnberg, 1727, S. 276. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/gladov_modesprach_1727/294>, abgerufen am 26.09.2024.
Alle Inhalte dieser Seite unterstehen, soweit nicht anders gekennzeichnet, einer
Creative-Commons-Lizenz.
Die Rechte an den angezeigten Bilddigitalisaten, soweit nicht anders gekennzeichnet, liegen bei den besitzenden Bibliotheken.
Weitere Informationen finden Sie in den DTA-Nutzungsbedingungen.
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf
diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken
dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder
nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der
Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden.
Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des
§ 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen
Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung
der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu
vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
Zitierempfehlung: Deutsches Textarchiv. Grundlage für ein Referenzkorpus der neuhochdeutschen Sprache. Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2024. URL: https://www.deutschestextarchiv.de/.