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Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Eine Tragödie. Tübingen, 1808.

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Und diese Gluth, von der ich brenne,
Unendlich, ewig, ewig nenne,
Ist das ein teuflisch Lügenspiel?
Mephistopheles.
Ich hab' doch Recht!
Faust.
Hör'! merk' dir dieß --
Ich bitte dich, und schone meine Lunge --
Wer Recht behalten will und hat nur eine Zunge,
Behält's gewiß.
Und komm', ich hab' des Schwätzens Ueberdruß,
Denn du hast Recht, vorzüglich weil ich muß.


Und dieſe Gluth, von der ich brenne,
Unendlich, ewig, ewig nenne,
Iſt das ein teufliſch Luͤgenſpiel?
Mephiſtopheles.
Ich hab’ doch Recht!
Fauſt.
Hoͤr’! merk’ dir dieß —
Ich bitte dich, und ſchone meine Lunge —
Wer Recht behalten will und hat nur eine Zunge,
Behaͤlt’s gewiß.
Und komm’, ich hab’ des Schwaͤtzens Ueberdruß,
Denn du haſt Recht, vorzuͤglich weil ich muß.


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[199/0205] Und dieſe Gluth, von der ich brenne, Unendlich, ewig, ewig nenne, Iſt das ein teufliſch Luͤgenſpiel? Mephiſtopheles. Ich hab’ doch Recht! Fauſt. Hoͤr’! merk’ dir dieß — Ich bitte dich, und ſchone meine Lunge — Wer Recht behalten will und hat nur eine Zunge, Behaͤlt’s gewiß. Und komm’, ich hab’ des Schwaͤtzens Ueberdruß, Denn du haſt Recht, vorzuͤglich weil ich muß.

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Zitationshilfe: Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Eine Tragödie. Tübingen, 1808, S. 199. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/goethe_faust01_1808/205>, abgerufen am 20.04.2024.