Grimm, Jacob; Grimm, Wilhelm: Kinder und Hausmärchen. 6. Aufl. Bd. 2. Göttingen, 1850.werd he gans bedröwet. Den Middag brachte de jüngeste Dochter ünne wat to etten, do frägt se wo et ünne gienge? Do seh de Künigssuhn et gienge ünne gans schlechte, he sull sienen Kopp wohl mißen mutten: 'dat Geschirr is mie wier klein gohen.' O, seh se, he sull kummen un etten eest wat, 'dann werst du anneren Sinnes.' Nee, segte he, etten kunn he nig, he wer gar to bedröwet. Do givt se ünne viel gude Woore bis he kummet un ett watt. Do luset se ünn wier, un he schloppet in: se nümmet von niggen en Doock, schlett en Knupp do inne un kloppet mit den Knuppe dreimol up de Eere un segt 'Arweggers, herut!' Do kummt gliek so viele Eerdmännekens un froget olle wat ehr Begeren wür. Jn Tied von drei Stunne mosten se den Dieck gans utschloen hewen, un he möste so blank sien, dann man sik inne speigelen künne, un von ollerhand Fiske mosten dorinne sien. Do giengen de Eerdmännekens hünn un boen ehre Verwanschap up, dat se ünnen helpen sullen; un et is auck in zwei Stunnen ferrig west. Do kummet se wier un seged 'wie hät dohen, so us befolen is.' Do nümmet de Künigsdochter den Doock un schlett wier dremol up de Eere un segd 'Arweggers, to Hus!' Do siet se olle wier weg. Ase do de Künigssuhn upwacket, do is de Dieck ferrig. Do geit de Künigsdochter auck weg, un segd wenn et sesse wär, dann sull he nah Hus kummen. Ase he do nah Hus kummet, do frägt de Künig 'hes du den Dieck ferrig?' 'Jo' seh de Künigssuhn. Dat wür schöne. Do se do wier to Diske sittet, do seh de Künig 'du hast den Dieck twaren ferrig, awerst ik kann die mine Dochter noch nie giewen, du most eest nau eins dohen.' 'Wat is dat denn?' frögte de Künigssuhn. werd he gans bedröwet. Den Middag brachte de jüngeste Dochter ünne wat to etten, do frägt se wo et ünne gienge? Do seh de Künigssuhn et gienge ünne gans schlechte, he sull sienen Kopp wohl mißen mutten: ‘dat Geschirr is mie wier klein gohen.’ O, seh se, he sull kummen un etten eest wat, ‘dann werst du anneren Sinnes.’ Nee, segte he, etten kunn he nig, he wer gar to bedröwet. Do givt se ünne viel gude Woore bis he kummet un ett watt. Do luset se ünn wier, un he schloppet in: se nümmet von niggen en Doock, schlett en Knupp do inne un kloppet mit den Knuppe dreimol up de Eere un segt ‘Arweggers, herut!’ Do kummt gliek so viele Eerdmännekens un froget olle wat ehr Begeren wür. Jn Tied von drei Stunne mosten se den Dieck gans utschloen hewen, un he möste so blank sien, dann man sik inne speigelen künne, un von ollerhand Fiske mosten dorinne sien. Do giengen de Eerdmännekens hünn un boen ehre Verwanschap up, dat se ünnen helpen sullen; un et is auck in zwei Stunnen ferrig west. Do kummet se wier un seged ‘wie hät dohen, so us befolen is.’ Do nümmet de Künigsdochter den Doock un schlett wier dremol up de Eere un segd ‘Arweggers, to Hus!’ Do siet se olle wier weg. Ase do de Künigssuhn upwacket, do is de Dieck ferrig. Do geit de Künigsdochter auck weg, un segd wenn et sesse wär, dann sull he nah Hus kummen. Ase he do nah Hus kummet, do frägt de Künig ‘hes du den Dieck ferrig?’ ‘Jo’ seh de Künigssuhn. Dat wür schöne. Do se do wier to Diske sittet, do seh de Künig ‘du hast den Dieck twaren ferrig, awerst ik kann die mine Dochter noch nie giewen, du most eest nau eins dohen.’ ‘Wat is dat denn?’ frögte de Künigssuhn. <TEI> <text> <body> <div n="1"> <p><pb facs="#f0174" n="162"/> werd he gans bedröwet. Den Middag brachte de jüngeste Dochter ünne wat to etten, do frägt se wo et ünne gienge? Do seh de Künigssuhn et gienge ünne gans schlechte, he sull sienen Kopp wohl mißen mutten: ‘dat Geschirr is mie wier klein gohen.’ O, seh se, he sull kummen un etten eest wat, ‘dann werst du anneren Sinnes.’ Nee, segte he, etten kunn he nig, he wer gar to bedröwet. Do givt se ünne viel gude Woore bis he kummet un ett watt. Do luset se ünn wier, un he schloppet in: se nümmet von niggen en Doock, schlett en Knupp do inne un kloppet mit den Knuppe dreimol up de Eere un segt ‘Arweggers, herut!’ Do kummt gliek so viele Eerdmännekens un froget olle wat ehr Begeren wür. Jn Tied von drei Stunne mosten se den Dieck gans utschloen hewen, un he möste so blank sien, dann man sik inne speigelen künne, un von ollerhand Fiske mosten dorinne sien. Do giengen de Eerdmännekens hünn un boen ehre Verwanschap up, dat se ünnen helpen sullen; un et is auck in zwei Stunnen ferrig west. Do kummet se wier un seged ‘wie hät dohen, so us befolen is.’ Do nümmet de Künigsdochter den Doock un schlett wier dremol up de Eere un segd ‘Arweggers, to Hus!’ Do siet se olle wier weg. Ase do de Künigssuhn upwacket, do is de Dieck ferrig. Do geit de Künigsdochter auck weg, un segd wenn et sesse wär, dann sull he nah Hus kummen. Ase he do nah Hus kummet, do frägt de Künig ‘hes du den Dieck ferrig?’ ‘Jo’ seh de Künigssuhn. Dat wür schöne. Do se do wier to Diske sittet, do seh de Künig ‘du hast den Dieck twaren ferrig, awerst ik kann die mine Dochter noch nie giewen, du most eest nau eins dohen.’ ‘Wat is dat denn?’ frögte de Künigssuhn. </p> </div> </body> </text> </TEI> [162/0174]
werd he gans bedröwet. Den Middag brachte de jüngeste Dochter ünne wat to etten, do frägt se wo et ünne gienge? Do seh de Künigssuhn et gienge ünne gans schlechte, he sull sienen Kopp wohl mißen mutten: ‘dat Geschirr is mie wier klein gohen.’ O, seh se, he sull kummen un etten eest wat, ‘dann werst du anneren Sinnes.’ Nee, segte he, etten kunn he nig, he wer gar to bedröwet. Do givt se ünne viel gude Woore bis he kummet un ett watt. Do luset se ünn wier, un he schloppet in: se nümmet von niggen en Doock, schlett en Knupp do inne un kloppet mit den Knuppe dreimol up de Eere un segt ‘Arweggers, herut!’ Do kummt gliek so viele Eerdmännekens un froget olle wat ehr Begeren wür. Jn Tied von drei Stunne mosten se den Dieck gans utschloen hewen, un he möste so blank sien, dann man sik inne speigelen künne, un von ollerhand Fiske mosten dorinne sien. Do giengen de Eerdmännekens hünn un boen ehre Verwanschap up, dat se ünnen helpen sullen; un et is auck in zwei Stunnen ferrig west. Do kummet se wier un seged ‘wie hät dohen, so us befolen is.’ Do nümmet de Künigsdochter den Doock un schlett wier dremol up de Eere un segd ‘Arweggers, to Hus!’ Do siet se olle wier weg. Ase do de Künigssuhn upwacket, do is de Dieck ferrig. Do geit de Künigsdochter auck weg, un segd wenn et sesse wär, dann sull he nah Hus kummen. Ase he do nah Hus kummet, do frägt de Künig ‘hes du den Dieck ferrig?’ ‘Jo’ seh de Künigssuhn. Dat wür schöne. Do se do wier to Diske sittet, do seh de Künig ‘du hast den Dieck twaren ferrig, awerst ik kann die mine Dochter noch nie giewen, du most eest nau eins dohen.’ ‘Wat is dat denn?’ frögte de Künigssuhn.
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| Zitationshilfe: | Grimm, Jacob; Grimm, Wilhelm: Kinder und Hausmärchen. 6. Aufl. Bd. 2. Göttingen, 1850, S. 162. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/grimm_maerchen02_1850/174>, abgerufen am 10.08.2024. |


