Gruithuisen, Franz von Paula: Entdeckung vieler deutlichen Spuren der Mondbewohner, besonders eines collossalen Kunstgebäudes derselben. [Nürnberg], 1824.linie (d. h. das Quadrat vom 12ten Theile eines Pariser Zolles); und in diesem Raume kann man 36 hinein verzeichnete schwarze Punkte wahrnehmen und sogar zählen. Mit 270maliger Vergrößerung meines 60zolligen Fraunhofer'schen Fernrohrs, von 4 Pariser Zoll Oeffnung, kann ich daher 324 Schattenpunkte, zwischen welchen eben so viele helle Räume sind, in einer Quadratmeile wahrnehmen. Nun mißt aber eine geographisch Meile 22860 Pariser Fuß; und theilt man die lezteren in 18 Theile, so treffen für jeden wahrnehmbaren Schattenpunkt mit seinem hellen Zwischenraume 1270 Pariser Fuß. Setzen wir nun in einen solchen hellen Zwischenraum z. B. eine ägyptische Pyramide von 633 Fuß Höhe, so wird auch der Schatten über 600 Fuß lang und wie ein oben angegebener schwarzer Punkt gesehen werden müssen, wenn über ihrem Horizonte die Sonne 45° hoch steht. Mondgegenstände von solcher Höhe und Breite aber werfen, wenn über ihnen eben die Sonne aufgeht, wenigstens einen Meile langen wahrnehmbaren Schatten, und es müßte diesem nach zu derselben Zeit ein 18mal kleinerer Gegenstand, z. B. ein Haus von 35 Fuß Höhe, im Monde noch sichtbar seyn, welches dann kleiner als unsere gewöhnlichen, zwei Geschoß hohen, Bauernhütten wäre. Allein, ein sehr scharfes Auge, wie das meinige, nimmt unter diesen Umständen auch noch halb so große Schattenpunkte, und sollten sie aus bloßem Halbschatten bestehen, wahr, ob sie gleich nicht mehr gezählt werden können (was im Monde, wegen der Unruhe der gemeinen Erdeluft ohnehin linie (d. h. das Quadrat vom 12ten Theile eines Pariser Zolles); und in diesem Raume kann man 36 hinein verzeichnete schwarze Punkte wahrnehmen und sogar zählen. Mit 270maliger Vergrößerung meines 60zolligen Fraunhofer'schen Fernrohrs, von 4 Pariser Zoll Oeffnung, kann ich daher 324 Schattenpunkte, zwischen welchen eben so viele helle Räume sind, in einer Quadratmeile wahrnehmen. Nun mißt aber eine geographisch Meile 22860 Pariser Fuß; und theilt man die lezteren in 18 Theile, so treffen für jeden wahrnehmbaren Schattenpunkt mit seinem hellen Zwischenraume 1270 Pariser Fuß. Setzen wir nun in einen solchen hellen Zwischenraum z. B. eine ägyptische Pyramide von 633 Fuß Höhe, so wird auch der Schatten über 600 Fuß lang und wie ein oben angegebener schwarzer Punkt gesehen werden müssen, wenn über ihrem Horizonte die Sonne 45° hoch steht. Mondgegenstände von solcher Höhe und Breite aber werfen, wenn über ihnen eben die Sonne aufgeht, wenigstens einen Meile langen wahrnehmbaren Schatten, und es müßte diesem nach zu derselben Zeit ein 18mal kleinerer Gegenstand, z. B. ein Haus von 35 Fuß Höhe, im Monde noch sichtbar seyn, welches dann kleiner als unsere gewöhnlichen, zwei Geschoß hohen, Bauernhütten wäre. Allein, ein sehr scharfes Auge, wie das meinige, nimmt unter diesen Umständen auch noch halb so große Schattenpunkte, und sollten sie aus bloßem Halbschatten bestehen, wahr, ob sie gleich nicht mehr gezählt werden können (was im Monde, wegen der Unruhe der gemeinen Erdeluft ohnehin <TEI> <text> <body> <div> <div n="3"> <div n="4"> <div n="5"> <div> <p><pb facs="#f0119" n="112"/> linie (d. h. das Quadrat vom 12ten Theile eines Pariser Zolles); und in diesem Raume kann man 36 hinein verzeichnete schwarze Punkte wahrnehmen und sogar zählen. Mit 270maliger Vergrößerung meines 60zolligen <hi rendition="#g">Fraunhofer</hi>'schen Fernrohrs, von 4 Pariser Zoll Oeffnung, kann ich daher 324 Schattenpunkte, zwischen welchen eben so viele helle Räume sind, in einer Quadratmeile wahrnehmen. Nun mißt aber eine geographisch Meile 22860 Pariser Fuß; und theilt man die lezteren in 18 Theile, so treffen für jeden wahrnehmbaren Schattenpunkt mit seinem hellen Zwischenraume 1270 Pariser Fuß. Setzen wir nun in einen solchen hellen Zwischenraum z. B. eine ägyptische Pyramide von 633 Fuß Höhe, so wird auch der Schatten über 600 Fuß lang und wie ein oben angegebener schwarzer Punkt gesehen werden müssen, wenn über ihrem Horizonte die Sonne 45° hoch steht. Mondgegenstände von solcher Höhe und Breite aber werfen, wenn über ihnen eben die Sonne aufgeht, wenigstens einen Meile langen wahrnehmbaren Schatten, und es müßte diesem nach zu derselben Zeit ein 18mal kleinerer Gegenstand, z. B. ein Haus von 35 Fuß Höhe, im Monde noch sichtbar seyn, welches dann kleiner als unsere gewöhnlichen, zwei Geschoß hohen, Bauernhütten wäre. Allein, ein sehr scharfes Auge, wie das meinige, nimmt unter diesen Umständen auch noch halb so große Schattenpunkte, und sollten sie aus bloßem Halbschatten bestehen, wahr, ob sie gleich nicht mehr gezählt werden können (was im Monde, wegen der Unruhe der gemeinen Erdeluft ohnehin<lb/></p> </div> </div> </div> </div> </div> </body> </text> </TEI> [112/0119]
linie (d. h. das Quadrat vom 12ten Theile eines Pariser Zolles); und in diesem Raume kann man 36 hinein verzeichnete schwarze Punkte wahrnehmen und sogar zählen. Mit 270maliger Vergrößerung meines 60zolligen Fraunhofer'schen Fernrohrs, von 4 Pariser Zoll Oeffnung, kann ich daher 324 Schattenpunkte, zwischen welchen eben so viele helle Räume sind, in einer Quadratmeile wahrnehmen. Nun mißt aber eine geographisch Meile 22860 Pariser Fuß; und theilt man die lezteren in 18 Theile, so treffen für jeden wahrnehmbaren Schattenpunkt mit seinem hellen Zwischenraume 1270 Pariser Fuß. Setzen wir nun in einen solchen hellen Zwischenraum z. B. eine ägyptische Pyramide von 633 Fuß Höhe, so wird auch der Schatten über 600 Fuß lang und wie ein oben angegebener schwarzer Punkt gesehen werden müssen, wenn über ihrem Horizonte die Sonne 45° hoch steht. Mondgegenstände von solcher Höhe und Breite aber werfen, wenn über ihnen eben die Sonne aufgeht, wenigstens einen Meile langen wahrnehmbaren Schatten, und es müßte diesem nach zu derselben Zeit ein 18mal kleinerer Gegenstand, z. B. ein Haus von 35 Fuß Höhe, im Monde noch sichtbar seyn, welches dann kleiner als unsere gewöhnlichen, zwei Geschoß hohen, Bauernhütten wäre. Allein, ein sehr scharfes Auge, wie das meinige, nimmt unter diesen Umständen auch noch halb so große Schattenpunkte, und sollten sie aus bloßem Halbschatten bestehen, wahr, ob sie gleich nicht mehr gezählt werden können (was im Monde, wegen der Unruhe der gemeinen Erdeluft ohnehin
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| Zitationshilfe: | Gruithuisen, Franz von Paula: Entdeckung vieler deutlichen Spuren der Mondbewohner, besonders eines collossalen Kunstgebäudes derselben. [Nürnberg], 1824, S. 112. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/gruithuisen_mondbewohner_1824/119>, abgerufen am 10.08.2024. |


